Ein kleiner Winterausflug mit der Bahn (noch ohne FARTIQ)

Am letzten Donnerstag machte die Familie Meier-Balzer einen kleinen Winterausflug mit der Bahn.

Wir zwei (Armin + Heidy) machten uns bereits kurz nach 8 Uhr auf die Socken um über Zürich, Arth-Goldau nach Andermatt zu gondeln. Die Bahnen führten uns immer pünktlich von Ort zu Ort. Vom grün angestrichenen Mittelland ins hochalpine weisse Andermatt wo die Dächer von der Sonne fleissig aber sicher von Schnee in Wasser umgewandelt wurden.


EuroCity Zürich – Venedig
Hier strebten die meist älteren Reisenden über vereiste Perrons zum Apero in die nächste Beiz. Wir aber wollten nicht in der von «Sawiri» neu erbauten Stadt verweilen sondern zogen die Weiterfahrt mit der Schmalspurbahn Richtung Goms vor.

Kurze Zeit später verliessen wir die von Baukränen übersäte ehemalige Garnison-Stadt Andermatt noch vor der Mittagszeit und stellten uns immer noch wehmütig das einzig von Soldaten und Einheimischen bevölkerte Dorf vor welches auch für uns immer mal wieder zu einem kurzen Skiausflug oder eine Woche Ferien auf den Gemsstock lockte. Die Erinnerungen an früher sind noch immer enthusiastisch allgegenwärtig.

Gegen halb Eins erreichen wir das Dorf an der Strasse zum Nufenenpass gelegene Ulrichen und spazieren über die Langlaufpisten vom Bahnhof Richtung Hotel Alpina. Hier genehmigen wir uns ein »Gommer Cordon Bleu» mit Pommes und Gemüse.

Nach einem starken Kaffee verlassen wir das kühle Hotel und setzten uns in der sonnigen Gartenbeiz des Hotels Astoria vis a vis an die warme Wintersonne. Mit tief hinunter gezogener Dächlikappe schützen wir unsere Häupter von der gleissenden Sonne und die unter dem Tisch baumelden Beine platzierten wir ebenfalls dort wo die Sonne schien.

Während Marianne Imwinkelried – die Mutter des Betriebsinhabers Peter und Sonja Imwinkelried speditiv einen super Capuccino mit dem letzten angepriesenen Nussgipfel (mit Messer) servierte, geniessen wir die direkte wohltuende Sicht auf den Kirchturm von Ulrichen.

Die Zeiger an der Kirchturm-Uhr – welcher viel zu schnell vorzurücken scheinen – sagte uns dass wir diesen gastlichen Ort bald wieder verlassen müssen. Es wartet noch der direkte ICE Zug der SBB von Brig über Bern in die Ostschweiz durch den schnellen Lötschbergtunnel auf uns.

Bei erreichen der Höchstgeschwindigkeit im Tunnel von gegen 200 km/h schüttelt der Wagen Nr 7 des ansonsten ruhig laufenden Zuges ordentlich.

Ab Bern steigen nun wieder die werktägigen, jüngeren Leute zu uns und versperren mit ihren Laptops und an den Strom angeschlossenen Händys den engen Platz im Zweitklass-Wagen. Wenn sie dann noch gegen zwei Meter lang sind wie unser Gegenüber dann wird es richtig eng.

Mein linker Oberschenkel schmerzt schon lange, weil ich das Bein am Vorsprung des kleinen Tischchens meines Gegenüber bereits blaue Flecken geholt habe und Heidy – auf meiner rechten Seite und gegenüber dem Hünen – alle natürlich mit offenem Händy und Laptop – kaum Platz lassen. Heidy steht daher lieber und ich kann mein Bein vom Tischchen entfernen. Ueberhaupt scheint es mir, wir würden in einem engen Büro fahren und nicht in einem Zug.

6 von 8 Personen arbeiten mit Händys und Laptops in unserem 8-er-Abteil.
Wir sind die einzigen welche im Zug nicht mehr arbeiten müssen und überlassen dies lieber Jüngeren und hoffentlich freiwillig AHV finanzierenden Werktätigen. Die paar älteren Semester unter den Jungen schlafen derweil bereits und kramen dann mühsam ihre elektronischen Tickets aus Handys und ihren Rucksäcken zusammen kurz nach dem der Kondukteur uns mit seiner sonoren Stimme GUTEN ABEND – ALLE BILLETTE BITTE aufforderte. Lässig nimmt Heidy ihre beiden COOP-Tageskarten aus dem Etui und ohne aufwendige Prüfung sagt er nach weniger als einer Sekunde «DANKE».

Ueberhaupt wird es langsam Zeit, dass die Fahrscheinberechtigung bereits beim Einsteigen in den Zug elektronisch überprüft wird damit die Passagiere nicht auch noch durch deren Kontrolleure in ihrer Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt werden. Und hier würde das von der SBB lanciert sogenannte E-Ticket helfen.

Während die SBB erst diesen Monat mit dem «Check in Check out»-System startet, ist dieses bei der BLS schon seit Anfang Jahr Realität. Die Nachfrage zeige, dass der ÖV-Kunde diesen Service wolle, sagt der Chef des zweitgrössten ÖV-Unternehmens der Schweiz, Bernard Guillelmon. «Derzeit nutzen 3600 Kunden diesen Service aktiv», stellt er fest.«Man sieht, das entspricht einem Bedürfnis, denn bislang handelt es sich bloss um einen Test.»

Das «Check in Check out»-System dieses neuen E-Tickets bringt es allerdings mit sich, dass die Reisewege der User aufgezeichnet werden. Nur anhand der GPS-Daten kann anschliessend der entsprechende Ticketpreis in Rechnung gestellt werden. SBB und BLS wehren sich allerdings gegen Vorwürfe, den ÖV-Kunden so zu durchleuchten. Der Datenschutz sei gewährleistet, heisst es.

Das kann in der Schweiz und Lichtenstein eingesetzt werden. Von einem anderen FAIRTIQ-Kunden erhalten sie eine Promo-Gutschrift über Fr. 3.-. Nach dem erfolgreichen Start in der Schweiz und Österreich werden jetzt schrittweise neue Märkte erschlossen. So reisen Sie in Zukunft grenzenlos mit der cleversten und immer günstigsten Fahrkarte bald in ganz Europa herum. Einfach bei der Händy FARTIQ-App vor Beginn der OEV-Fahrt auf Start und am Ende auf Stop drücken und sie erhalten garantiert immer das günstigste Ticket.

Mit FARTIQ kann man derzeit noch keine Kursschiff-Tickets lösen.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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