Monatsarchive: November 2012

Wirtschaftliche Aussichten 2013/14 der „OECD“ für Europa

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (englisch Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) ist eine Internationale Organisation mit 34 Mitgliedstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. Die meisten OECD-Mitglieder gehören zu den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen und gelten als entwickelte Länder. Sitz der Organisation ist Paris.
Die OECD wurde 1961 als Nachfolgeorganisation der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) und des Marshallplans zum Wiederaufbau Europas gegründet.
Heute versteht sich die OECD als Forum, in dem Regierungen ihre Erfahrungen austauschen, best practice identifizieren und Lösungen für gemeinsame Probleme erarbeiten. In der Regel ist Gruppenzwang der wichtigste Anreiz für die Umsetzung der erarbeiteten Empfehlungen. Häufig werden im Rahmen der OECD auch Standards und Richtlinien erarbeitet, gelegentlich auch rechtlich verbindliche Verträge.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltag, Geld, Geschichte, Politik, Schweiz | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Wirtschaftliche Aussichten 2013/14 der „OECD“ für Europa

Was ist «Gangnam Style»?

Seit Veröffentlichung von «Gangnam Style» im Juli ist der südkoreanischen Rappers Psy zu internationaler Berühmtheit gelangt. In dem Lied feiert der 34-jährige Sänger, der mit echtem Namen Park Jae Sang heisst, ein angesagtes Viertel in Seoul. Der Tanz aus dem Film, der an einen Reiter auf einem Pferd erinnert, wurde rund um die Welt von Fans in eigenen Videos sowie bei unzähligen Flashmobs imitiert, selbst Chinas bekanntester Künstler Ai Weiwei veröffentlichte im Internet eine Parodie. Weiterlesen

Veröffentlicht unter China, Internet, Musik | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Was ist «Gangnam Style»?

Das Steuerabkommen mit Deutschland ist gescheitert.

Der deutsche Bundesrat hat das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland bachab geschickt. Vor allem die SPD und die Grünen stellten sich gegen die Vorlage. Im deutschen Bundesrat waren die Meinungen zum Steuerabkommen weitgehend gemacht – die Debatte dauerte nur eine knappe Stunde.

Die Reaktionen auf das Nein aus Deutschland fallen zurückhaltend aus: Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBV) «bedauert eine verpasste Chance». Knapp äussert sich das Eidg. Finanzdepartement (EFD). Die SP sieht eine Chance in dem Entscheid. Eine letzte Chance könnte der Vermittlungsausschuss bieten – über diesen Schritt soll am nächsten Mittwoch entschieden werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltag, Schweiz | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Das Steuerabkommen mit Deutschland ist gescheitert.

Kuraufenthalt mit Baustelle in Dussnang / Thurgau

Die Geschichte des kneipp hofs in Dussnang/TG beginnt vor über 130 Jahren. Im Jahre 1888 liess Pfarrer Eugster die neugotische Pfarrkirche bauen und gleich daneben im gleichen Stil eine Wasserheilanstalt.
Zehn Jahre später kaufte der Benediktinnerinorden der Schwestern vom Heiligen Kreuz in Cham die Wasserheilanstalt und führte sie ganz nach den Grundsätzen Pfarrer Sebastians Kneipps.
Nach beinahe 100 Jahren wurden die letzten 8 Schwestern ins Benediktinereinnen Kloster zurückbeordert und die Direktionsleitung von geistlichen in weltliche Hände überführt. Gleichzeitig entstand ein moderner Neubau und der Altbau wurde einer gründlichen Renovation unterzogen. Heute wird die moderne kneipp – hof Dussnang AG von Wim Sprokkereef als Direktor und Versitzender der Geschäftsleitung geführt.
Wie jedes moderne Unternehmen hat auch die kneip – hofDussnang AG sich ein Leitbild gegeben. Eines davon heisst „Wir leben ein exzellentes Verhältnis zu Zuweisern und Krankenkassen“ oder „Wir bieten unseren Kunden ein zeitgemässes Hotelambiente“. An anderer Stelle vergleicht sie sich gerne mit dem „Badrutts Palace Hotel“ in St. Moritz, dem „Casino Kursaal“ von Interlaken oder dem „Hotel Belvedere“ in Scuol.
Hochgesteckte Ziele die sie alleine schon wegen dem Standort Dussnang – Thurgau so nicht halten kann. Ich glaube kaum, dass „Badrutts Palace Hotel“ moderne internationale Gäste ausgerüstet mit i-Phone oder Pad’s abweisen wird mit dem Hinweis auf fehlendes W-Lan und der einfachen Begründung (nicht möglich/geht nicht). Ganz zu schweigen von den derzeit lärmigen Umbau- und/ oder Erweiterungs-Arbeiten bei Vollbetrieb des „Kurhotels kneipp-hof“.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltag, Geschichte, Schweiz | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Kuraufenthalt mit Baustelle in Dussnang / Thurgau

Das Spitalbett

Ein Mensch verschläft normalerweise einen Drittel seines Lebens. Den Körper an weniger Schlaf zu gewöhnen funktioniert leider nicht. Schlafen ist so wichtig, wie essen, trinken oder atmen. Schlafentzug ist eine Folter und kann auch tödlich enden.
Unter Schlafqualität verstehen Experten die reguläre Aufteilung des Schlafs in seine unterschiedlichen Stadien. Pro Schlafzyklus wird zwischen dem Non-REM-Schlaf und REM-Schlaf unterschieden. Der Non-Rem-Schlaf besteht aus vier Stadien – den beiden Einschlaf- bzw. Leichtschlafphasen – sowie den beiden Tiefschlafphasen, in denen sich der Organismus von den Anstrengungen des Tages erholt. Stadium 5 ist der REM-Schlaf. In dieser Phase träumt der Schlafende normalerweise.
Schläft ein Erwachsener acht Stunden, dann absolviert er über diesen Zeitraum vier bis fünf Schlafzyklen. Stimmt das Verhältnis der Schlafstadien innerhalb eines Zyklus zueinander, dann kann man auch nach vier Stunden Schlaf durchaus ausgeschlafen sein. Verantwortlich für resultierende Erholung und Entspannung ist im Wesentlichen die Tiefschlafphase, die auch bei Kurzschläfern nicht zu gering ausfallen darf.
Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei die Liegefläche oder das Bett. Bettenhersteller preisen eine Vielzahl von verschiedenen Matratzenkernen an. Latex, Schaumstoff, Viscoelastisch, Gel oder Federkern-Matratzen werden häufig in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen auf Stützung gerecht werden.
Jede Matratze ist mit einer individuellen Hülle ummantelt, die je nach Ausführung Schafwolle, Kamelhaar, Wildseide oder auch Rosshaar enthalten kann. Die Hülle ist abnehmbar und kann normalerweise gewaschen bzw. gereinigt werden. Praktisch jede Hülle ist auch als Allergiker-Ausführung erhältlich.
Ein Spitalbett bezw. an dessen Matratze werden an Hygiene-Qualitäten sehr hohe Anforderungen gestellt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass normalerweise die gesamte Matratze mit einer abnehmbaren Kunststoffhülle geschützt ist. Meine persönliche Erfahrung und damit Beurteilung ist leider nach wenigen Tagen verheerend ausgefallen. Man nahm mir ganz einfach den Schlaf was nichts anderes als „Folter“ bedeuten muss. Die halbe Nacht eingehüllt im Morgenmantel am Tisch zu schlafen war etwas unbequem aber bedeutete für mich schlussendlich doch „ausgeschlafen“ zu sein. Den Einkäufern von KSW-Matratzen für Spitalbetten kann ich leider keine Typs geben, vielleicht höchstens Denkanstösse.
Wenn eine Hülle nicht absolut dicht ist, so kann man auch darauf verzichten. Denn sie kennen sicherlich das Phänomen von doppelverglasten Fenster wenn diese bei kalten Temperaturen anlaufen. Was mal drin ist kommt niemals mehr raus – und Feuchtigkeit in Matratzen kann für Matratzen „tötlich“ wirken. Der Reissverschluss bei KSW Matratzen könnte ein möglicher Grund dafür sein.
Auch der Versuch mit anderen Materialen anstelle der heutigen Umhüllung wäre Prüfungswert. Am Markt existieren ja so viele moderne Microfaser-Gewebe welche das „Klima der Matratze“ verbessern könnten. Und nicht zuletzt spielt natürlich auch der Gemütszustand des Matratzen-Benutzers eine Rolle. Aber hier ist der Matratzen-Einkäufer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zuständig.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltag | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Das Spitalbett

Der medizinische Datenschutz

Der Datenschutz wird heute im Zeitalter von Internet, Facebook, Twitter und anderer moderner Medien immer wichtiger. Besonders medizinischen Daten sind ganz besonders sensitiv (heikel) und werden deshalb auch vom Datenschutzgesetz (DSG) in eine besondere Kategorie geschoben.
Leider kennt die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 den Begriff „Datenschutz“ nicht. Vergeblich sucht man diesen Begriff auch in der Verfassung des Kantons Zürich von 27. Februar 2005 und auch bei den Gemeindeverfassungen dürfte es nicht anders sein.
Demokratische Staaten in Europa haben in der Regel ein Verfassungsgericht, wo alle gesetzlichen Bestimmungen – auch wenn sie bereits von Regierung und Parlament „rechtsmässig“ verabschiedet sind -eingeklagt werden können.
Die Schweiz als älteste Demokratie der Welt kennt leider keine Institution wo verfassungsmässig deklarierte Bestimmungen eingeklagt werden könnten. Schweizer Bürger müssten deshalb bereits beim Europäischen Verfassungsgericht in Strassburg Klage einreichen wenn sie mit einer Bestimmung der Bundesverfassung nicht einverstanden wären.
Alle Bestimmugen auf Verfassunsebene gehen in Sachen Datenschutz auf Art. 13 der Bundesverfassung auf den Schutz der Privatsphäre zurück, wo es heisst:
Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs.
Jede Person hat Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten.
Erst wenn eine Person den Anspruch geltend macht sind also auch besonders sensitive medizinische Daten geschützt.
Kann das so sein? Solche juristische Spitzfindigkeiten sind für einen Laien kaum nachvollziehbar. Viel eher müsste irgendwo umschrieben sein, dass medizinische Informationen und damit Daten nur von Personen erfragt werden dürfen, welche Handlungen zum Wohle dieser Person vornimmt. Allen anderen Personen dürften solche Informationen nicht zur Kenntnis gebracht werden, beispielsweise auch dann nicht wenn Aerztebefragungen im Beisein von Mitpatienten stattfinden.
Dagegen ist im Datenschutzgesetz des Kantons genau geregelt, wann Patienten in einem Spital wissen dürfen, welche Mitarbeiter ihre elektronische Krankengeschichte konsultiert haben.
Voraussetzung ist erstens, dass das Spital die Zugriffe in einer Logdatei aufzeichnet. Zweitens dürfen der Einsichtnahme keine überwiegenden Interessen anderer entgegenstehen. Nützlich ist die Einsichtnahme beispielsweise für Spitalmitarbeiter, die im eigenen Spital behandelt werden. Dadurch können sie überprüfen, ob Arbeitskollegen die Krankengeschichte aus purer Neugier geöffnet haben was verboten wäre.
Ich bin davon überzeugt, dass eines Tages Befragungen von Patienten in einem Spital nicht mehr vor anderen Patienten als zufällige Zuhörer durchgeführt werden dürfen. Mit kleinen Aerztezimmern in einem Spital liessen sich solche Befragungen mit verfassungsmässig garantierter Anspruch auf Schutz des Privat- und Familienlebens lösen.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltag, Internet, Politik | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Der medizinische Datenschutz

Operationsverlauf aus der Sicht des Patienten

Die Zimmeruhr 757 im Kantonsspital Winterthur zeigt exakt 10.33 Uhr bei 23.4 Grad an, als mich zwei Pflegefachfrauen auf einem breiten Spitalbett in die verwinkelten Gefilde eines der zehn grössten Spitäler der Schweiz schieben. Die Warterei hat sich seit dem ersten vereinbarten Termin von 0830 Uhr immer wieder verschoben. Trotz verabreichten Beruhigungspillen bin ich hell wach. Andere sollen hier bereits eingeschlafen sein aber ich bin nicht nur wach sondern leicht nervös. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich los geht.
In der 5. Etage vor den Operationssälen angekommen wird man vom breiten Spitalbett auf ein schmales Operationsbett geschoben. Im Vorraum des Operationssaals angekommen hämmern und sägen sie an meinem Vorgänger herum wie die Wilden auf einer Grossbaustelle. Nur übertönt von den verlesenen Informationen von Radio Top. Nur gut, dass mein rechtes Bein mit „Ja“ und das Gesunde mit „Nein“ angeschrieben ist, denn hier würde keine SUVA der Welt für einen Fehler gerade stehen.
Die Anästhesisten Frau Dr.med. Zürcher wies mich an eine Embryonen-Stellung einzunehmen. Ich versuche meinen Körper auf die Seite zu stemmen aber überall greife ich ins Leere wenn ich auf dem „Bügelbrett“ nach Halt suche. Meine „Seniorenwurst“ ist entgegen eines Embryonen ein klein wenig zu gross gewachsen, als dass sie mit einem Ungeborenen vergleichbar wäre. Und als mir ein weiterer Oberarzt befahl, dass Knie bis unters Kinn zu ziehen damit sich die Rückenwirbel unmittelbar vor dem A-Loch öffnen würden versuche ich’s noch etwas besser zu machen. Aber es gelingt mir einfach nicht. Vielleicht hätten sie mich eben vor über 70 Jahren nicht mit Ovomaltine füttern dürfen.
Aber es kommt noch besser. Unter einer wärmenden „Brutlampe“ wollen sie mich als Feder-Nacktes „Küken“ noch weiter zurück entwickeln. Haben denn die „Bruthennen“ hier noch nie etwas von Ovomaltine gehört?
Ein leichter Stich und ein weiches Brennen und der untere Teil meines Körpers gebe ich in der Asservatenkammer ab. Auch das Abtupfen mit einem „Glacéstengel“ spüren ich bald nichts mehr. Dafür arbeitet mein Hirn wie verrückt. Im ersten Stock in der oberen Studierstube sind sie dran, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen. Wie muss es wohl jenen ergehen, welche mit einer Vollnarkose das Studierzimmer temporär geschlossen bleibt oder gar den Schlüssel unwiederbringlich verlegt wurde. Man muss nicht einmal ein Kontrollfreek sein um den medizinischen Fortschritt einer Teilnarkose „geniessen“ zu können.
Zu einem „Bügelbrett“ kommt nun auch noch ein „Aermelböckli“ dazu. Darauf wird mein rechter Arm festgebunden. Nicht etwa, dass ich Lust hätte auf der „Grossbaustelle“ mitzuhelfen. Aber vielleicht muss ich doch einmal eingreifen und fragen ob sie hier auch „bügeln“ würden. Es täte ja sicherlich meiner Greisenhaut auch nichts schaden aber schliesslich bleibe ich brav still und höre lieber Radio Top, den Winterthurer Regionalsender. Die werden wohl von den zwei von der Decke herunterhängenden, zwei Meter im Durchmesser grossen Satschüsseln aufgefangen welche allerdings nicht in den Orbit sondern auf mich zeigen – den nicht zu übersehenden kleinen „Embryon“ . Aber halt, die LNB‘s an der Schüssel sind zwar kräftig genug gebaut, aber dass sie gleich die weisse Blechdecke mitsamt den darüber liegenden Stockwerken durchdringen könnten ist dann doch zu viel für meine Vorstellungskraft. Dann hätte man die Satschüssel doch gleich auf‘s Dach stellen…
Die Säge mit der man gerade jetzt den Kopf des rechten Oberschenkels zu entfernen versucht ist ja gar nicht geschliffen. Das Sägeblatt hüpft umher und schüttelt das ganze Bein wie auf einer Achterbahn. Mein Arm auf dem „Aermelböckli“ bleibt aber Gott sei Dank ruhig.
Schon kommt die nächste Baustelle dran: Mit einem 40 mm grossen Schlosseinbau-Bohrer wird mein Becken bearbeitet. Dann wird der Einsatz dreingehauen so stark, dass Zimmerleute noch viel von meinem Dreamteam Dr.med. Viviane Molnar und Dr.med. Fabian Kalberer lernen könnten. Nun wird auch noch an meinem Bein gerissen was das Zeug hält. Die Sehnen des Oberschenkels reichen doch nicht bis zum Hals hinauf. Oder sind es vielleicht die Venen- oder gar die arterriellen Stränge die etwas gestreckt werden müssen. Im Nachhinein erfahre ich jedenfalls, dass das vorgängig kürzere Bein nun rechts 6 mm länger geworden und das Linke um eben dieses Mass kürzer sei. Dafür habe nun das operierte Bein „mehr Zug“ drauf.
Hilft das wohl beim Besteigen des Piz Daint? Mir ist ja nicht bekannt, dass dort hinauf ein „Zug“ geplant ist!
Nun sei es wie es wolle. Sollte ich nun schöner geworden sein so macht dies auch nichts, andernfalls könnte ich mich ja noch für die Fasnacht bewerben: Als „Schreckmümpfeli“. Das hat ja nicht‘s mit „Stalldrang“ zu tun, dafür umso mehr mit Pferden die zurück in den heimischen Stall drängen.
Plötzlich ist meine Anästhesisten Frau Dr.med. Zürcher verschwunden. Es muss wohl zwölf Uhr geschlagen haben. Auch Aerzte haben ein Recht auf Nahrungaufnahme. Hinter mir beantwortet neu Frau Dr. Bühler meine lästigen Fragen. Sie ist allerdings mit unserem Nachbarn Dr. Bühler weder verschwägert noch sonst wie verwandt, war oder noch werden kann. Klar hätte ich in einem solchen Fall sofort in den Ausstand treten müssen.
Ueber einen Hinterausgang werde ich aus dem OP-Saal gestossen, vom „Bügelbrett“ auf’s Spitalbett geschoben und in den Aufwachsaal gebracht. Punkt 1315 Uhr herrscht hier eine aufgeräumte Stimmung. Nur einzelne „Vollnarkose-Patienten“ verschlafen den vorzüglichen Kaffee von Frau Hotz welche hier die Aufgewachten -oder besser gesagt – die Aufgeweckten von den temporär toten Patienten betreut. Leider darf ich hier nur kurz verweilen und immerhin noch schnell erfahren, dass Frau Hotz begeisterte Camperin mit einem Knaus-Querbeet Wohnmobil ist, 5.99 m lang und 2.18 breit. Wir werden uns sicherlich einmal irgendwo „on tour“ treffen und schon werde ich wieder auf Zimmer 757 verschoben. Danke Frau Hotz für das kurze Gespräch.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Schweiz, Sport | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare

Minimal invasive Hüft-Operation

Mit minimal-invasiver Chirurgie sind Verfahren gemeint, die im Vergleich zu herkömmlichen Techniken zu einer geringeren Schädigung des Körpers führen. Ziel der minimal-invasiven Chirurgie ist, durch kleinere Operationszugänge eine Schonung der Weichteile, vor allem der Muskelansätze herbeizuführen und die Heilung und Rehabilitation zu beschleunigen.

Konventionelle Hüftoperationen erfordern einen Hautschnitt von meist mehr als 15 cm. In der Regel muss auch ein Teil der Muskulatur durchtrennt werden. Bei der minimal-invasiven Hüftoperation wird der Schnitt auf etwa 7 bis 10 cm reduziert. Die Weichteile werden grösstmöglich geschont: Muskeln werden nicht durchtrennt. Der Chirurg schiebt das Implantat wie durch ein „Schlüsselloch“ in die richtige Position.

Die neue MIV-Technik hat den Vorteil, dass die Heilung rascher erfolgt, die Patienten nur kurz, wenn überhaupt, Krücken brauchen, früher entlassen werden können und viel schneller wieder schmerzfrei und beweglich sind.
Zum Vergleich:

Nachbehandlung nach MIV: Gehen an zwei Stöcken ab dem ersten Tag nach der Operation. Belastung nach Massgabe der Beschwerden, sobald wie möglich ohne Stöcke. Nach circa 3 Wochen sind die meisten Patienten soweit, dass sie schmerzfrei ohne Stöcke gehen, ohne zu hinken.

Nachbehandlung konventionell: Gehen an zwei Stöcken mit Teilbelastung der operierten Seite für 6 Wochen. Danach Belastungsaufbau, so dass die meisten nach 8 bis 12 Wochen schmerzfrei, ohne zu hinken und ohne Stöcke gehen können.

Heute Morgen hat die Teamärztin Ortopädische Chirurgie am Kantonsspital Winterthur, Oberärztin Frau Viviane Molnar bei mir nach der minimal invasiven Methode ein künstliches-Hüftgelenk eingebaut. Ich hoffe, dass ich das Spital noch diese Woche wieder verlasssen kann. Schliesslich darf ich ja Heidy nicht zu lange warten lassen.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Schweiz, Sport | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Minimal invasive Hüft-Operation

Schweizer Bankgeheimnis mit Ablauf-Datum?

Die selbstgegeben Aufgaben wären eigentlich die Interessen aller Banken zu vertreten und das weltweite Image des Finanzplatzes Schweiz zu fördern.
Doch die Banker sind sich alles andere als einig über die wichtigsten politischen Fragen der Zukunft. Der Schweizerischen Bankiervereinigung gelingt es nicht den Trend der aktuellen Fragen für die Zukunft herauszulesen und ihre Mitglieder hinter sich zu scharen. Sie steht seit zehn Jahren unter der Präsidentschaft der Genfer Privatbankiers und möchte möglichst viel vom alten Privatbanking retten. Und wenn sich das nicht machen lässt wenigstens den Wandel hinauszögern und in der Zwischenzeit weiter Geld verdienen.
Die Taktik bestand zunächst darin in der Unnachgiebigkeit ihr Heil zu versuchen bis der Druck der USA 2009 so gross wurde, dass der Bund mit Notrecht UBS-Kundendaten nach Amerika schicken musste. Weil die Genfer in den USA nicht präsent sind aber auch nicht viel Geld von Deutschen dort liegt meinen sie noch immer das alte Bankgeheimnis bewahren zu können.
Die Interessen der Grossbanken liegen völlig anders. Seit Jahren wollen sie nämlich ihre Kunden in Europa mit ihrem Filialnetz direkt bedienen. Wichtig ist ihnen vor allem die Steueramnestie, die mit der Abgeltungssteuer verbunden ist und damit der ständigen Skandale in Deutschland oder Frankreich wegen unversteuerter Altvermögen bedeuten. Notfalls würden sie dafür sogar den automatischen Datenaustausch schlucken.
Und dann gibt es noch die Inlandbanken wie Raifeisen-, Kantonalbanken und Postfinance welche ausländische Kunden hier willkommen heissen und das meist unversteuerte Geld aus dem Ausland mit dank entgegennehmen. Sie haben ja keine Filialen im Ausland wo sie Hausdurchsuchungen befürchten müssen aber auch die Abgeltungssteuer ist ihnen zu kompliziert um diese Länderspezifisch zu berechnen. Sie möchten – wenn es dann sein muss – einen möglichst unkomplizierten automatischen Datenaustausch aber auch die Aufweichung des Bankgeheimnisses in der Schweiz.
Dass es derzeit noch nicht zu einem Richtungsstreit unter den Banken gekommen ist liegt nur daran, weil man sich bis zum Steuerabkommen mit Deutschland auf ein Stillhalteabkommen geeinigt hat. Ende Jahr ist es dann soweit. Scheitert die Abgeltungssteuer mit Deutschland – was zu erwarten ist – dann kommt es zum Machtkampf unter den Banken.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geld, Geschichte | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Schweizer Bankgeheimnis mit Ablauf-Datum?

Xining , China

Rosmarie und Werni sind mit ihrem Camper FIDIBUS von Peking 1700 km westwärts in die Südostchinesische Stadt Xining gefahren. Die ersten 200 km Richtung Westen waren meistens gebührenpflichtige Strassen mit sehr grossem Verkehrsaufkommen. Was sie auf dieser Fahrt erlebten können … Weiterlesen

Veröffentlicht unter China, Reisen | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Sparkasse Trogen gibt nach fast 200 Jahren auf

Die kleinste Bank der Schweiz, die 1821 gegründete Sparkasse Trogen AR, gibt ihre Geschäftstätigkeit Ende Jahr auf. Das Kundengeschäft wird von der Regionalbank Acrevis in St. Gallen übernommen. Der Verkaufserlös fliesst in eine gemeinnützige Stiftung. Die Sparkasse Trogen, mit 900 … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geld, Geschichte | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Sparkasse Trogen gibt nach fast 200 Jahren auf