Ueberfahrt von Igoumenitsa nach Ancona

Noch zwei Stunden. Dann haben wir die 15 stündige Ueberfahrt geschafft. Das 204 Meter lange Schiff der Superfast VI hat eine Menge Platz für Gemüselastwagen und Touristen. Die Gurken und Tomaten in Euronorm sind besser dran als die Touristen mit Camping on Bord.

Die Kühlaggregate der Lastwagen laufen ununterbrochen und tragen dazu bei, dass die ständige Temperatur von ursprünglich 33.9 Grad Celsius nur allmählich und erst am anderen Tag gegen 30 Grad sinkt. In diesem höllischen Lärm – nur leicht übertönt vom ständigen Brummen der Schiffsmotoren – ist bei dieser Hitze an schlafen nicht zu denken.

Ach, wäre ich doch nur eine Gurke! Dann hätte ich wenigsten einen gekühlten Liegeplatz in Euronorm und müsste mich nicht mit überhitzten Touristen in ihren schäbigen Wohnwagen herumschlagen. Die einfache Fahrt kostet ja mehr als der Anhänger Wert hat. Darum kümmern sie sich auch einen Scheiss um das Verbot, dass Kochen und Heizen auf dem Schiffsdeck strengsten verboten ist. Wenn sie schon während den Strandferien nie gekocht haben müssen sie doch wenigsten hier vor Publikum zeigen, dass Sie das können?

Ueberhaupt scheint mir die Reiserei während den Hauptzeiten wiederum ein Stück frugaler geworden zu sein. Den Gesellschaften fehlt offenbar das notwendige Geld um das Abfertigungspersonal zu stellen. Ein Mann wäre ein Mann (oder Frau). Einzig die Polizei verschaffte sich mit Cis-Gis-Tönen ein bisschen Durchsetzungsvermögen um die herumlungernden Touristen in Schach zu halten. Nur widerwillig verzogen sich diese dann gemütlich.

Noch eine einzige Stunde bis Ancona und wir sind unserem Camping on Bord entflohen. „Der Brummi fährt die Autobahn von Nord bis Süden ab“ tönt es dann wieder ab CD und ein bisschen Freiheit ist wieder Unser.

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Woche 4: Gefangen in Island

smiryllineDie isländische Polizei ist noch immer unbewaffnet. Die Kriminalitätsrate äusserst gering. So soll es Leute geben, die immer noch weder Auto nach Wohnung auch in der Hauptstadt abschliessen. Auf dem Campingplätzen wimmelt es nur so von Händis, Kameras oder anderen Geräten, welchen der „Saft“ ausgegangen ist und an einer Steckdose hängen. Unbeaufsichtigt, quasi zur freien Verfügung. Und trotzdem.

Heute Montag müssen wir unbedingt die Rückreise mit der Fähre nach Dänemark buchen. Unsere Gesichter werden im Büro von Smirylline in Reykjavik immer länger, als uns die freundliche Dame seelenruhig verkündete, die Direktverbindungen seien bis Ende August ausgebucht. Plötzlich kamen in uns Zweifel hoch, ob wir allenfalls bei der Planung irgend etwas übersehen hätten. Sind wir die eigenen Gefangenen in Island? Ein Schiff pro Woche ist zwar schon wenig, aber die Hochsaison in Island endet Mitte August und warum dann die Isländer noch nach Europa wollen? Was nun? So lange dachten wir eigentlich nicht auf der Insel bleiben zu wollen! Gestrandet in Island? Nein!!!!!!

Sofort beruhigt die freundliche Dame unsere Gemüter, als sie erklärte, mit der Buchung eines Zwischenstopps auf den Faroer könnte noch ein Fahrzeug am 30.7. transportiert werden. Auch wäre noch eine Aussenkabine Mitte des Schiff’s verfügbar. Allerdings hinter den „Liveboats“. Dankend nahmen wir dieses Angebot an und buchten gleich zwei Nächte im Hotel auf den Faraörern. Kostenpunkt IKr 150’900 für das Schiff und IKr 44’500 für das Hotel. Damit sind die Kosten von Auto und 2 Personen in Aussenkabine für die ganze Ueberfahrt und Uebernachtungen auf den Faraörern abgedeckt. Das Ganze hätte uns bei der direkten Internetbuchung in Kiel weit mehr gekostet als hier.

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Woche 3: Akureyri

garageWie gestern mit der Werkstatt an der Laufasgata 9 vereinbart, möchten wir heute den bestellten Aussenspiegel montieren lassen. Doch leider haben sie das falsche Teil bestellt. Morgen um die gleiche Zeit sollte das richtige Teil eintreffen. Mal sehen ob dann der Mercedes Stern wieder zum Leuchten gebracht werden kann.

Bei der Polizei von Akureyri vorgesprochen, um die Angaben im Unfallprotokoll überprüfen zu lassen. Dabei festgestellt, dass Angaben des Fahrers nicht überprüft werden konnten. Auf Empfehlung der Polizistin gleich noch bei VIS-Versicherung vorgesprochen. Hier wurde gleich das Protokoll kopiert und die Personalien im Computersystem gefunden.

Andreas und Ruth sind mit ihren beiden Begleit-Equipen um ca. 0830 Uhr losgezogen um heute die Sprengisandur zu durchqueren. Wir dagegen haben in der öffentlichen Bibliothek einen guten Platz für die „administrativen Arbeiten“ gefunden. Die kleine Stadt mit ca. 17500 Einwohnern und einer Universität, Flugplatz (1/4 Stunde entfernt), nördlichster Arctik-Golfplatz bietet neben diversen Banken gar eine kleine, verkehrsfreie Flaniermeile. Hier meinen Bart beim „Passiona“ für 500 IKr (Fr. 4.50) stylen lassen. Anschliessend geht es ab ins öffentliche Bad.
Leider hat uns hier auch die Nachricht aus Zernez betroffen gemacht, dass Eb ins Spital eingeliefert werden musste. Wir wünschen auf diesem Weg Eb und Thera alles Gute.

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