Schlagwort-Archive: KSW

Der unsichtbare Feind – Multiresistente Keime auf dem Vormarsch

Internationale Pharmakonzerne beziehen Antibiotika-Wirkstoffe aus Indien. Rund um viele lokale Fabriken sind grosse Mengen Antibiotika in der Umwelt. So entstehen gefährliche, resistente Keime, die sich global ausbreiten. Das Risiko einer Infektion steigt. Was sind MRE oder VRE Keime Als Multiresistenz … Weiterlesen

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KSW – Operation Hüftgelenk

Das Kantonsspital Winterthur gehört zu den zehn grössten Spitälern der Schweiz und befindet sich im Herzen von Winterthur. Das KSW behandelt jährlich über 250’000 Patientinnen und Patienten – 27‘000 davon stationär. Mit 3’500 Mitarbeitenden und 500 Betten stellt das KSW … Weiterlesen

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Das Spitalbett

Ein Mensch verschläft normalerweise einen Drittel seines Lebens. Den Körper an weniger Schlaf zu gewöhnen funktioniert leider nicht. Schlafen ist so wichtig, wie essen, trinken oder atmen. Schlafentzug ist eine Folter und kann auch tödlich enden.
Unter Schlafqualität verstehen Experten die reguläre Aufteilung des Schlafs in seine unterschiedlichen Stadien. Pro Schlafzyklus wird zwischen dem Non-REM-Schlaf und REM-Schlaf unterschieden. Der Non-Rem-Schlaf besteht aus vier Stadien – den beiden Einschlaf- bzw. Leichtschlafphasen – sowie den beiden Tiefschlafphasen, in denen sich der Organismus von den Anstrengungen des Tages erholt. Stadium 5 ist der REM-Schlaf. In dieser Phase träumt der Schlafende normalerweise.
Schläft ein Erwachsener acht Stunden, dann absolviert er über diesen Zeitraum vier bis fünf Schlafzyklen. Stimmt das Verhältnis der Schlafstadien innerhalb eines Zyklus zueinander, dann kann man auch nach vier Stunden Schlaf durchaus ausgeschlafen sein. Verantwortlich für resultierende Erholung und Entspannung ist im Wesentlichen die Tiefschlafphase, die auch bei Kurzschläfern nicht zu gering ausfallen darf.
Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei die Liegefläche oder das Bett. Bettenhersteller preisen eine Vielzahl von verschiedenen Matratzenkernen an. Latex, Schaumstoff, Viscoelastisch, Gel oder Federkern-Matratzen werden häufig in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen auf Stützung gerecht werden.
Jede Matratze ist mit einer individuellen Hülle ummantelt, die je nach Ausführung Schafwolle, Kamelhaar, Wildseide oder auch Rosshaar enthalten kann. Die Hülle ist abnehmbar und kann normalerweise gewaschen bzw. gereinigt werden. Praktisch jede Hülle ist auch als Allergiker-Ausführung erhältlich.
Ein Spitalbett bezw. an dessen Matratze werden an Hygiene-Qualitäten sehr hohe Anforderungen gestellt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass normalerweise die gesamte Matratze mit einer abnehmbaren Kunststoffhülle geschützt ist. Meine persönliche Erfahrung und damit Beurteilung ist leider nach wenigen Tagen verheerend ausgefallen. Man nahm mir ganz einfach den Schlaf was nichts anderes als „Folter“ bedeuten muss. Die halbe Nacht eingehüllt im Morgenmantel am Tisch zu schlafen war etwas unbequem aber bedeutete für mich schlussendlich doch „ausgeschlafen“ zu sein. Den Einkäufern von KSW-Matratzen für Spitalbetten kann ich leider keine Typs geben, vielleicht höchstens Denkanstösse.
Wenn eine Hülle nicht absolut dicht ist, so kann man auch darauf verzichten. Denn sie kennen sicherlich das Phänomen von doppelverglasten Fenster wenn diese bei kalten Temperaturen anlaufen. Was mal drin ist kommt niemals mehr raus – und Feuchtigkeit in Matratzen kann für Matratzen „tötlich“ wirken. Der Reissverschluss bei KSW Matratzen könnte ein möglicher Grund dafür sein.
Auch der Versuch mit anderen Materialen anstelle der heutigen Umhüllung wäre Prüfungswert. Am Markt existieren ja so viele moderne Microfaser-Gewebe welche das „Klima der Matratze“ verbessern könnten. Und nicht zuletzt spielt natürlich auch der Gemütszustand des Matratzen-Benutzers eine Rolle. Aber hier ist der Matratzen-Einkäufer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zuständig.
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Operationsverlauf aus der Sicht des Patienten

Die Zimmeruhr 757 im Kantonsspital Winterthur zeigt exakt 10.33 Uhr bei 23.4 Grad an, als mich zwei Pflegefachfrauen auf einem breiten Spitalbett in die verwinkelten Gefilde eines der zehn grössten Spitäler der Schweiz schieben. Die Warterei hat sich seit dem ersten vereinbarten Termin von 0830 Uhr immer wieder verschoben. Trotz verabreichten Beruhigungspillen bin ich hell wach. Andere sollen hier bereits eingeschlafen sein aber ich bin nicht nur wach sondern leicht nervös. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich los geht.
In der 5. Etage vor den Operationssälen angekommen wird man vom breiten Spitalbett auf ein schmales Operationsbett geschoben. Im Vorraum des Operationssaals angekommen hämmern und sägen sie an meinem Vorgänger herum wie die Wilden auf einer Grossbaustelle. Nur übertönt von den verlesenen Informationen von Radio Top. Nur gut, dass mein rechtes Bein mit „Ja“ und das Gesunde mit „Nein“ angeschrieben ist, denn hier würde keine SUVA der Welt für einen Fehler gerade stehen.
Die Anästhesisten Frau Dr.med. Zürcher wies mich an eine Embryonen-Stellung einzunehmen. Ich versuche meinen Körper auf die Seite zu stemmen aber überall greife ich ins Leere wenn ich auf dem „Bügelbrett“ nach Halt suche. Meine „Seniorenwurst“ ist entgegen eines Embryonen ein klein wenig zu gross gewachsen, als dass sie mit einem Ungeborenen vergleichbar wäre. Und als mir ein weiterer Oberarzt befahl, dass Knie bis unters Kinn zu ziehen damit sich die Rückenwirbel unmittelbar vor dem A-Loch öffnen würden versuche ich’s noch etwas besser zu machen. Aber es gelingt mir einfach nicht. Vielleicht hätten sie mich eben vor über 70 Jahren nicht mit Ovomaltine füttern dürfen.
Aber es kommt noch besser. Unter einer wärmenden „Brutlampe“ wollen sie mich als Feder-Nacktes „Küken“ noch weiter zurück entwickeln. Haben denn die „Bruthennen“ hier noch nie etwas von Ovomaltine gehört?
Ein leichter Stich und ein weiches Brennen und der untere Teil meines Körpers gebe ich in der Asservatenkammer ab. Auch das Abtupfen mit einem „Glacéstengel“ spüren ich bald nichts mehr. Dafür arbeitet mein Hirn wie verrückt. Im ersten Stock in der oberen Studierstube sind sie dran, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen. Wie muss es wohl jenen ergehen, welche mit einer Vollnarkose das Studierzimmer temporär geschlossen bleibt oder gar den Schlüssel unwiederbringlich verlegt wurde. Man muss nicht einmal ein Kontrollfreek sein um den medizinischen Fortschritt einer Teilnarkose „geniessen“ zu können.
Zu einem „Bügelbrett“ kommt nun auch noch ein „Aermelböckli“ dazu. Darauf wird mein rechter Arm festgebunden. Nicht etwa, dass ich Lust hätte auf der „Grossbaustelle“ mitzuhelfen. Aber vielleicht muss ich doch einmal eingreifen und fragen ob sie hier auch „bügeln“ würden. Es täte ja sicherlich meiner Greisenhaut auch nichts schaden aber schliesslich bleibe ich brav still und höre lieber Radio Top, den Winterthurer Regionalsender. Die werden wohl von den zwei von der Decke herunterhängenden, zwei Meter im Durchmesser grossen Satschüsseln aufgefangen welche allerdings nicht in den Orbit sondern auf mich zeigen – den nicht zu übersehenden kleinen „Embryon“ . Aber halt, die LNB‘s an der Schüssel sind zwar kräftig genug gebaut, aber dass sie gleich die weisse Blechdecke mitsamt den darüber liegenden Stockwerken durchdringen könnten ist dann doch zu viel für meine Vorstellungskraft. Dann hätte man die Satschüssel doch gleich auf‘s Dach stellen…
Die Säge mit der man gerade jetzt den Kopf des rechten Oberschenkels zu entfernen versucht ist ja gar nicht geschliffen. Das Sägeblatt hüpft umher und schüttelt das ganze Bein wie auf einer Achterbahn. Mein Arm auf dem „Aermelböckli“ bleibt aber Gott sei Dank ruhig.
Schon kommt die nächste Baustelle dran: Mit einem 40 mm grossen Schlosseinbau-Bohrer wird mein Becken bearbeitet. Dann wird der Einsatz dreingehauen so stark, dass Zimmerleute noch viel von meinem Dreamteam Dr.med. Viviane Molnar und Dr.med. Fabian Kalberer lernen könnten. Nun wird auch noch an meinem Bein gerissen was das Zeug hält. Die Sehnen des Oberschenkels reichen doch nicht bis zum Hals hinauf. Oder sind es vielleicht die Venen- oder gar die arterriellen Stränge die etwas gestreckt werden müssen. Im Nachhinein erfahre ich jedenfalls, dass das vorgängig kürzere Bein nun rechts 6 mm länger geworden und das Linke um eben dieses Mass kürzer sei. Dafür habe nun das operierte Bein „mehr Zug“ drauf.
Hilft das wohl beim Besteigen des Piz Daint? Mir ist ja nicht bekannt, dass dort hinauf ein „Zug“ geplant ist!
Nun sei es wie es wolle. Sollte ich nun schöner geworden sein so macht dies auch nichts, andernfalls könnte ich mich ja noch für die Fasnacht bewerben: Als „Schreckmümpfeli“. Das hat ja nicht‘s mit „Stalldrang“ zu tun, dafür umso mehr mit Pferden die zurück in den heimischen Stall drängen.
Plötzlich ist meine Anästhesisten Frau Dr.med. Zürcher verschwunden. Es muss wohl zwölf Uhr geschlagen haben. Auch Aerzte haben ein Recht auf Nahrungaufnahme. Hinter mir beantwortet neu Frau Dr. Bühler meine lästigen Fragen. Sie ist allerdings mit unserem Nachbarn Dr. Bühler weder verschwägert noch sonst wie verwandt, war oder noch werden kann. Klar hätte ich in einem solchen Fall sofort in den Ausstand treten müssen.
Ueber einen Hinterausgang werde ich aus dem OP-Saal gestossen, vom „Bügelbrett“ auf’s Spitalbett geschoben und in den Aufwachsaal gebracht. Punkt 1315 Uhr herrscht hier eine aufgeräumte Stimmung. Nur einzelne „Vollnarkose-Patienten“ verschlafen den vorzüglichen Kaffee von Frau Hotz welche hier die Aufgewachten -oder besser gesagt – die Aufgeweckten von den temporär toten Patienten betreut. Leider darf ich hier nur kurz verweilen und immerhin noch schnell erfahren, dass Frau Hotz begeisterte Camperin mit einem Knaus-Querbeet Wohnmobil ist, 5.99 m lang und 2.18 breit. Wir werden uns sicherlich einmal irgendwo „on tour“ treffen und schon werde ich wieder auf Zimmer 757 verschoben. Danke Frau Hotz für das kurze Gespräch.
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Minimal invasive Hüft-Operation

Mit minimal-invasiver Chirurgie sind Verfahren gemeint, die im Vergleich zu herkömmlichen Techniken zu einer geringeren Schädigung des Körpers führen. Ziel der minimal-invasiven Chirurgie ist, durch kleinere Operationszugänge eine Schonung der Weichteile, vor allem der Muskelansätze herbeizuführen und die Heilung und Rehabilitation zu beschleunigen.

Konventionelle Hüftoperationen erfordern einen Hautschnitt von meist mehr als 15 cm. In der Regel muss auch ein Teil der Muskulatur durchtrennt werden. Bei der minimal-invasiven Hüftoperation wird der Schnitt auf etwa 7 bis 10 cm reduziert. Die Weichteile werden grösstmöglich geschont: Muskeln werden nicht durchtrennt. Der Chirurg schiebt das Implantat wie durch ein „Schlüsselloch“ in die richtige Position.

Die neue MIV-Technik hat den Vorteil, dass die Heilung rascher erfolgt, die Patienten nur kurz, wenn überhaupt, Krücken brauchen, früher entlassen werden können und viel schneller wieder schmerzfrei und beweglich sind.
Zum Vergleich:

Nachbehandlung nach MIV: Gehen an zwei Stöcken ab dem ersten Tag nach der Operation. Belastung nach Massgabe der Beschwerden, sobald wie möglich ohne Stöcke. Nach circa 3 Wochen sind die meisten Patienten soweit, dass sie schmerzfrei ohne Stöcke gehen, ohne zu hinken.

Nachbehandlung konventionell: Gehen an zwei Stöcken mit Teilbelastung der operierten Seite für 6 Wochen. Danach Belastungsaufbau, so dass die meisten nach 8 bis 12 Wochen schmerzfrei, ohne zu hinken und ohne Stöcke gehen können.

Heute Morgen hat die Teamärztin Ortopädische Chirurgie am Kantonsspital Winterthur, Oberärztin Frau Viviane Molnar bei mir nach der minimal invasiven Methode ein künstliches-Hüftgelenk eingebaut. Ich hoffe, dass ich das Spital noch diese Woche wieder verlasssen kann. Schliesslich darf ich ja Heidy nicht zu lange warten lassen.
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