Ancona – Peschici, Halbinsel – Gargano

Gegen 08.30 Uhr verlassen wir unseren Stellplatz bei Senigallia direkt an der Küstenstrasse nach Ancona gelegen. Die etwas unruhige Nacht wegen dem unvermeidlichen Strassenlärm kostete uns nichts. Inmitten von Campern war unser Sicherheitsgefühl abgedeckt. Immerhin bot der Gemeindeplatz Frischwasser, Kehricht und Abwasser-Entsorgung.

Am Abend zuvor wölbten sich die nahestehenden meterdicken Bäumen mitsamt ihren Wurzeln. Es war sehr windig und die Adria unruhig mit noch nie gesehenen hohen Wellen. Ein Stellplatz direkt am Meer wäre noch weit lärmiger ausgefallen als hier oben direkt im Dorf von Senigallia.
Manche kleinere herabfallende Aeste machten im Innern des Campers einen Heidenlärm. Manchmal machten wir uns mehr Sorgen um den Camper als um uns selbst. Die Baumlücken in der Alleé bewiesen uns aber, dass hier diverse Bäume gestanden haben dürften. Ob diese durch Sturm oder vorsorglich gefällt wurden, wissen wir nicht.

Am Morgen war dieser Sturm vorbei. Bei allerschönstem Wetter und Vollbetankt sind wir Richtung Süden auf der Autobahn unterwegs Richtung Viesta auf der Halbinsel Gargano. Vor uns wieder der dunkler werdende Himmel . Es schien uns, als würden wir die ganz schwarzen Wolken vor uns herschieben. In der Ferne wird gar der schneebedeckte, Napolitanische Appenin mit seinen ca.1000 müM hoch gelegenen Gipfeln ersichtlich. Mit unserem Erscheinen verzogen sich jedoch die Schlechtwetterwolken wieder und liessen lediglich noch ein paar nassen Stellen auf der Fahrbahn zurück. Ich glaube, wir hatten ganz einfach Wetterglück.

Kurz nach Termoli machten wir unseren Mittagshalt und besprachen nochmals unsere Reiseroute. Trotz dunkler Wolken entschieden wir uns definitiv Richtung Vieste zur Halbinsel Gargano abzubiegen. Die vorwiegend im Besitze des Vatikans befindliche Halbinsel an einer romantischen Küste hatte immerhin einen etwa 30 km langen Autobahnzubringer anzubieten.

Jedenfalls war in unserer Karte aus dem Jahre 1979 so etwas eingezeichnet. Einzig die Linienführung liess heute noch erahnen, dass vielleicht der Papst diese Strasse so gebaut wissen wollte, aber dann …?

Jä endete diese Strasse an einer Verzweigung und ab jetzt stimmte die Karte wieder haargenau mit der Wirklichkeit überein. Eng und mit vielen Haarnadelkurven versehen wie vor vierzig Jahren. Bald haben wir das hinter uns fahrende Wohnwagen-Gespann abgehängt. Ein Camper ist eben wendiger auf diesen Strassen als ein Gespann. Wir sehen uns in alte Zeiten zurück versetzt als wir selbst noch mit Wohnwagengespann in den Bergen der Riviera umherkurvten.

Bei einer wunderbaren Bucht sehen wir von weit oben einen wunderbar gelegenen „Sosta Camper“ Platz. Wenige Camper liessen sich offensichtlich nicht nehmen, diesen schönen aber windigen Platz aufzusuchen.

Bei Peschici erblicken wir einen weiteren Stellplatz. Dieses Mal jedoch eingebettet hinter dem Hafengelände und praktisch Windstill. Hier zahlen wir unseren Obolus von Euro 24.- gleich für 2 Uebernachtungen.

Posted in Italien, Italien Reiseberichte, Reisen, Süd-Europa Reiseberichte | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment