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Den Euro nicht auf Kosten der EU retten

Die Schuldenkrise in der EU muss beseitigt werden. Dabei darf der Euro nicht zum Nachteil der noch lebensfähigen EU-Länder gehen. Artikel 125 der EU hält unmissverständlich fest, dass die Union nicht für die Verbindlichkeiten seiner Mitgliedsstaaten haftet. Die heutigen Lösungen sind daher kaum verständlich und wiedersprechen eigentlich diesem Grundsatz.
Die Schuldenkrise der Währungsunion basiert mehrheitlich auf Staaten, welche Bestimmungen des EU-Vertrages über längere Zeit grob verletzt haben. Dieser Teil darf nicht unbeleuchtet bleiben. „Unumkehrbar“ ist ein Schlagwort für Leute welche die Geschichte nicht kennen und „alternativlos“ für solche mit mangelnder Vorstellungskraft. Den Euro auf Kosten der EU retten zu wollen ist eindeutig der falsche Weg.
Blenden wir einmal die Geschichte etwa150 Jahre zurück. Zu Weihnachten 1865 wurde zwischen den Staaten Frankreich, Belgien, Italien, Schweiz und Griechenland die Lateinische Münzunion gegründet. Formal dauerte diese Währungsunion bis etwa 1926.
Mit dem Ersten Weltkrieg 1916 erfolgte sofort in allen Vertragsstaaten – ausser der Schweiz – die Abkehr von einer Währung auf Edelmetall-Kurantmünzen-Basis. Teile des Vertragswerkes wurden nach und nach aufgehoben. 1926 kündigte Belgien seine Mitgliedschaft auf und zum 1. Januar 1927 setzte die Schweiz als letztes Land die Münzen der anderen Staaten ausser Kurs.
Im Jahre 1908 wurde Griechenland schon einmal aus einer Währungsunion, sprich der damaligen Münz-Union ausgeschlossen, weil der überschuldete Staat in grossen Mengen Papiergeld druckte welches nicht durch Edelmetall gedeckt war und dadurch die Stabilität der gesamten Währungsgemeinschaft gefährdete. Anfänglich hatte Griechenland noch versucht, mit der Herabsetzung des Feinheitsgehaltes seiner Münzen den Grundsatz der Münzdeckung zu umgehen.
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