100 Jahre Rotenberg-Hüttli unterhalb Seblen

Als 1969 Trix jüngere Schwester Heidy ihren damaligen Geliebten Armin kennen lernte, wurden sie oft zu gemeinsamen Ski-Ferien mit der Familie Ric und Trix Meyer-Balzer eingeladen. So auch an Ostern 1969, wo die Familie Meyer ihren Kurzurlaub im Chalet Schönbühl in Mürren verbrachten.

Als Besonderheit ist anzumerken, dass Trix meistens in diesen Jahren geraucht hatte. Genauso wie Heidy „pafften“ auch Trix und Ric mehr als genug.

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100 Jahre Bernina-Bahn

Die Länge der Berninabahn beträgt von St.Moritz bis Tirano rund 60 Kilometer und hat eine Spurweite von einem Meter. Ihre grösste Höhe erreicht sie mit 2245 müM und ist damit die höchste Adhäsionsbahn.

Interessant ist ein Vergleich verschiedener Höhendaten der Bahn:
1778 müM – St.Moritz Bahnhof
1719 müM – Celerina
1803 müM – Pontresina
2245 mäM – Berninahospitz
1011 müM – Poschiavo
536 müM – Campo cologno (Grenze)
429 müM – Tirano

Die Steigungsverhältnisse sind also von Tirano auf rund 25 km fast 2000 Höhenmeter bis zum Berninahospitz, wobei durchwegs die Maximalsteigung von 7 % fast überall vorhanden ist. Man trachtete darnach die unbeliebten Tunnels nach Möglichkeit zu vermeiden. Trotzdem mussten wegen Steinschlag und Lawinen 13 Tunnels gebaut werden deren längster bloss 700 m lang ist (Charnadüras).

Nach insgesamt 4-jähriger Bauzeit wurde die gesamte Strecke 1910 dem Betrieb übergeben. Unterbau, Oberbau und Hochbau wurden von der Firma Alb. Buss & Co AG in Basel ausgeführt. Sämtliche elektrischen Einrichtungen lieferte die E.G. Alioth in Münchenstein und das Rollmaterial die Schweizerische Industriegesellschaft in Neuhausen.

Die Berninabahn wurde von Anfang an elektrisch betrieben. Den Strom bezog sie von den Kraftwerken Brusio AG als Drehstrom mit 7000 Volt und 50 Perioden. Auf 25’000 Volt transformiert wurde der Strom damals mit einer Hochspannungsleitung über den Berninapass geführt. An dieser Leitung lagen 4 Umformerstationen in Campo cologno, Poschiavo, Bernina Hospiz und Pontresina.

In jeder dieser Stationen trieb die Hochspannung zwei Umformergruppen an welche 750 Volt Gleichstrom erzeugten. Dieser Gleichstrom wurde über Kontaktleitungen der Bahn zugeführt und von den Motorwagen durch Bügel abgenommen. Jede Umformerstation war zudem mit einer Batterie ausgerüstet.

Die Wagen waren durchaus modern eingerichtet. Sie führten nur II. und III. Klasse wobei die II. Klasse die Ausstattung erster Klasse erhielt. Auf WC, Beleuchtung und Ventilation wurde äusserste Sorgfalt verwendet.

Auf Rücksicht auf die grossen und anhaltenden Steigungen wurden alle Züge mit vier verschiedenen Bremssystemen ausgerüstet. Der Handspindelbremse, der Vacuum-Hardy-Bremse, der elektromagnetischen Schienenbremse sowie der elektrischen Kurzschlussbremse.

Quellen-Hinweis: Alle Angaben aus dem Bernina-Bahn Reiseführer von Ernst Viktor Tobler. Herausgegeben vor Eröffnung der Bahn durch die Verwaltung der Berninabahn anno 1909.
Mit freundlicher Unterstützung von Sepp Süss, Kriens.

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