Zusammenfassung unserer 40tägigen Womo-Reise auf dem Landweg durch Jugoslawien

Bei unserer 40tägigen Reise durch 10 Staaten (CH, I, SLO, HR, SRB, MK, BIH, GR, I, CH) legten wir insgesamt 4‘160 Strassenkilometer zurück. Gleichzeitig passierten wir insgesamt 22 Zollstellen wobei die Uebergänge bzw. die Kontrollen von gar nicht (CH/I) bis „Vollprogramm“ (Pass/ID, Fahrzeugausweis/Versicherungskarte/Coco-Karte/Geld) bewegten.

Die Dieselpreise in der Schweiz waren mit CHF 1.73 und mit Lek 170.- (Fr 1.55) in Albanien am Ohridsee am billigsten. Insgesamt kostete uns der Treibstoff CHF 678.- was bei einem Durchschnitt von 10 Lt pro 100 km Kosten im Schnitt von Fr. 1.66 pro Liter Diesel ergibt. Die Schweiz ist also auch in Sachen Abgaben auf Treibstoffen in Europa nicht mehr wirkliche Spitze, sondern Italien auf der Autobahn mit Euro 1.89 (CHF 2.15).

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Südeuropa 2012: Rundreise ums Adriatische Meer in 47 Tagen

Vom 13. Mai bis 29. Juni 2012 umrundeten wir mit unserem Camper der Marke Adria Compact SL das „Adriatische Meer“.

Vorerst ging es in Italien der östlichen Küste entlang bis zum Absatz des Stiefels ans Ionische Meer. Dann setzten wir nach Griechenland über und reisten von dort nach Albanien diesmal an die Westküste bei Saranda.

Gegenüber der Insel Korfu in Saranda/Albanien starteten wir die Rückreise nordwärts der Küste entlang bis hinauf nach Triest/Italien, wobei wir in Kroation nicht das Festland sondern die vorgelagerten Inseln als Küstenstrecke befuhren.

Südeuropa 2012
Beste Bilder (hinter jedem Bild steckt eine Geschichte)


Uebernachtungsorte unserer 47-tägigen Rundreise ums „Adriatische Meer“

Kroatien 2012 auf einer größeren Karte anzeigen

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Südeuropareise 2012: Autobahn- , Camping -, Diesel- und Fähr-Kosten

Die Gesamtkosten für die 46-tägige Südeuropatour beliefen sich auf etwas über Fr. 3‘000. Davon wurden etwa Fr 600.- für den Kraftstoff Diesel, für Fähren Euro 300.- und für den Aufenthalt auf Campingplätzen Fr. 600.- aufgewendet. Die ausschliesslich in Italien zu bezahlenden Autobahngebühren schlugen mit weniger als Euro 70.- zu Buche.

Autobahngebühren
Euro 30.60 Bozen – Senicallia/It
Euro 20.30 Senicallia – Gargano/It
Euro 7.20 bis Lecce/It
Euro 5.00 Igoumenitsa –Ioannina/GR
Euro 6.60 Triest – Termezzo/It
Euro 1.40 Ora – Bozen/It

Campinggebühren
gratis Stellplatz in Senicallia (billigster SP)
Euro 12.00 Stellplatz in Peschici
Euro 18.00 Riva di Ugento (schönster CP)
Euro 35.- Solitude in Dubrovnic (teuerster CP)
CHF 23.00 durchschnitlicher Preis pro Uebernachtungsplatz

Dieselpreise pro Liter
Euro 1.78 in Senicallia,It (teuerster Eurodiesel)
Euro 1.63 in Ioannina/GR (Eurodiesel)
Euro 1.28 oder Lek 171.00 Eurodiesel in Albanien (Preisspanne Lek 165.00 – 180.00)
Euro 1.28 oder Kuna 9.61 in Kroatien (billigster Eurodiesel)

Fährkosten (Camper 6.62 m, 2 Personen)
Euro 155.00 Fähre Brindisi/It – Korfu – Igoumenitsa/Gr (Endeavor Lines)
Kuna 9.00 Fähre über die Bucht von Kotor
Kuna 656.00 Fähre Zadar – Insel Mali Losinj (Jadroline 8 Std)
Kuna 281.00 Fähre Porozina – Prestova (Insel Cres – Istrien)

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Zernez – Winterberg und das Glück wieder zu Hause zu sein

Unsere Südeuropatour ist nach 47 Tagen und ebenso vielen Nächten glücklich am Freitag 29. Juni 2012 zu Ende gegangen. Wir schätzen es sehr bei etwa 4300 km Strassenkilometern weder in einen Unfall verwickelt noch indirekt an einem Solchen beteiligt zu sein.

Wir durchreisten während unserer Tour durch Südeuropa neben der Schweiz Italien, Griechenland, Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzogowina, Montenegro, Kroatien und Slowenien.

Ueberall trafen wir auf freundliche Einheimische aber auch auf Touristen mit denen wir regen Meinungsaustausch betrieben. Wie zBsp das Ehepaar aus Bad-Dürrheim – ganz zu unterst am Absatz des italienischen Stiefels – mit ihrem Adria Camper oder das Motorradfahrer-Ehepaar aus der Nähe von Stuttgart in Ovara. Oder unsere Camper-Nachbarn von Dubrovnik welche wenig später am nächsten Campingplatz direkt am Meer ihr mobiles zu Hause aufstellte. Oder Esthi und Alfons – ein gut bekanntes Ehepaar und Arbeitskollege aus dem Säuliamt – welche wir in Italien unerwartet trafen.

Am meisten beeindruckt waren wir jedoch von der Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Landbevölkerung in Albanien. Nach einer langjährigen völligen Isolation in ihrem Land haben sie trotz Verbot eine persönliche Religion zu Leben den Glauben an eine bessere Zukunft bis heute bewahren können. Auch den Stolz der Griechen haben die Einheimischen aufrecht erhalten können. Man könnte fast meinen die Landeskrise finde wo anders statt.

Für uns ist allerdings klar, dass die Griechen selbst ihr finanzielles Gebahren mit dem quittungslosen Zahlungsverkehr ändern müssen. Es genügt noch lange nicht, dass sie jedem Autofahrer für die Autobahn Igoumenitsa – Ioannina Euro 5.- abnehmen um ihren Staatshaushalt ins Lot zu bringen. Auch wenn sie selbst ebenfalls die Quittung sparen!

Erwähnenswert ist sicher auch, dass überall in den erwähnten Ländern gespart wird. Beispielsweise am Streckennetz der Fähren in Brindisi. Brindisi – Cesme wurde ganz eingestellt, nach Igoumentisa fährt sie nur noch ab 1. Juni und Fähren nach Albanien nur noch sporadisch. Unsere Fähre hatte ihre Weiterfahrt nach Patras abgebrochen, obwohl im Fahrplan diese Fahrt so vermerkt war. Dass dies nicht gerade umsatzförderlich ist wird jedem klar welcher von einer solchen kurzfristigen Umstellung direkt betroffen ist.

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Canazei (1440 müM) – Ora /Auer(230 müM)) – Bolzano /Bozen – Meran –Glurns – Müstair – Ofenpass (2149 müM ) – Zernez(1450 müM)

Am Mittwoch, 27. Juni 2012 verlassen wir das gastfreundliche Bergdorf – oder besser die kleine lebhafte Stadt in den Dolomiten – am Fusse des Pardoi-Passes auf der SS48 Richtung Westen. Unser Ziel ist Zernez im Engadin.

Canazei ist ein Knotenpunkt der Dolomitenpässe rund um den Sellastock. Die Gemeinde mit 2000 Einwohnern im Fassatal im Trentino (Italien) ist ein Fremdenverkehrsort sowohl für Winter- wie auch Sommertourismus. Von hier aus geht es zum Pordoijoch ins Tal von Arabba, das Sellajoch nach Wolkenstein in Gröden. Im Hotel Dolomiti sollen bereits Kaiser Franz-Joseph und Kaiserin Elisabeth abgestiegen sein.

Den Vortag haben wir damit benutzt, unsere lang gewordenen Haare etwas zu kürzen, die kleine Stadt anzuschauen und uns von der schönen aber doch anstrengenden 7-stündigen Dolomiten-Etappe von Ovara(Friaul) bis nach Canazei(Trentino) zu verdauen.

Die gut ausgebaute Hauptstrasse durchquert manch schönes Dorf in den Dolomiten. Die 63 km bis nach Ora legen wir in gemütlichen zwei Stunden zurück bevor es auf die Brennerautobahn Richtung Bozen geht. Dann fahren wir auf einer 4-spurigen Schnellstrasse zügig bis Meran.
Nach Meran stoppen uns wie meistens dichter Verkehr, Baustellen und Südtiroler Traktoren im Schneckentempo. Von nun an ist auf der Venosta aufwärts Richtung Reschenpass Geduld gefragt. Im Stop- and Go Manier sind wir froh bereits in Spondigna von der SS40 auf die SS38 abbiegen zu können um über Prad am Stilserjoch Glurns zu umfahren. Schon mancher Camper ist an den Toren von Glurns gescheitert, als er die Stadtore durchfahren wollte.

Um die Mittagszeit fahren wir das Münstertal hoch und sind bei wenig Verkehr kurze Zeit später bereits auf dem 2149 müM gelegenen Ofenpass. Auf einem herrlichen Parkplatz etwas oberhalb des Restaurants und abseits der Strassse genehmigen wir nicht nur unser Mittagmahl sondern auch unsere Ruhe. Von hier aus dürfen wir die ersten Stimmen unserer Verwandten nach 1 ½ Monaten per Telefon hören.

Bei angenehmen 20 Grad und etwas Wind möchten wir am Liebsten gleich hier bleiben. Doch Zernez ruft und wir fahren etwa um 1400 Uhr runter nach unserer zweiten Heimat.

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Ovaro/Friaul – Sapada – Auronzo di Cadore – Passo Tre Crozi (1805 müM) – Cortina d’Ampezo – Passo Falzarego (2105 müM) – Passo Pardoi (2239 müM) – Cannazei

Diese hochalpine Fahrt auf guten Strassen entlang der Dolomiten dauerte für uns etwa 7 Stunden.

Kilometermässig war sie wahrscheinlich nicht so weit wie die Dauer unserer Reise weiss zu machen versucht. Kurve an Kurve reiten sich aneinander. Kaum einmal ein gerades Strassenstück das die Kurbelei am Lenkrad überflüssig machte. Manchmal hatte ich das Gefühl, meine Lenkradumdrehungen wollten den Radumdrehungen am Camper den Rang ablaufen. Viele Haarnadelkurven waren nummeriert doch bereits am Mittag hatte ich die Uebersicht verloren wann eine Sektion endete oder wo sie begonnen hatte. Gefühlsmässig waren es sicher über tausend Haarnadelkurven.

Das freute natürlich ganz besonders die vielen Biker aus Oestereich, Deutschland, Holland, Polen, Tschechei, der Schweiz und natürlich Italien. Einem Unfall begegneten wir glücklicherweise nicht weil viele Motorradfahrer vernünftig und verantwortungsbewusst fuhren. Viele waren auch mit ihrem „Besten Stück“ auf dem Sozius unterwegs und die will man ja nicht unnötig aufs Spiel setzen. Es sei denn, man führte etwas Böses im Schild. Aber dies kennt man ja höchstens aus dem Theater.

Etwa ab 1700 Uhr können wir uns auf dem Camping Marmalada erholen. Der Platz in Cannazei liegt auf 1450 müM in unmittelbarer Nähe des Dorfes.

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Novigrad/Istrien – Ovaro/Friaul

Heute Sonntag schlafen die meisten Slowenen noch als wir in ihrem Durcheinander von parkierten Autos und Motorrädern wendend und zick-zack fahrend das Weite suchen. Bei einem offenen Konzum und einer Tankstelle bessern wir unseren Brotvorrat und unsere Dieselreserve für Kuna 9.61 vor Slowenien auf und schleichen uns über Nebenstrassen nach Italien.

Es ist gar nicht so einfach die Euro 15.- für die par Kilometer Schnellstrasse in diesem Eurostaat zu umfahren. Ueber eine Tankstellen Zufahrt erreichen wir schliesslich am im Abriss begriffenen Italienischen Zollamt vorbei Triest. Dass wir aber auf italienischem Boden sind ist für uns erst sicher als wir die Ortschafstafel Triest passiert haben und gleich darauf die Umfahrungsautobahn erblicken.

Kaum 50 km später nach der Abzweigung der Autobahn auf die E55 nach Udine wird unser Traum vom Regen halbwegs wahr. Jedenfalls können wir relativ früh die Kumulus-Wolken über den Dolomiten erblicken und schon bald sinken die Aussentemperaturen auf 30 und dann auf 28 Grad.

Bei Tolmezzo verlassen wir die Autobahn in Richtung Westen bis Villa Santina wo es in ein Seitental bis nach Ovaro geht. Hier auf dem Camping Spin scheint uns die Vegetation nicht so ausgetrocknet wie in Kroatien zu sein. Den Blick hinauf auf den Grenzberg „Hochspitz“ (2581 müM) verheisst für den Abend gutes zu bringen. Kühlender Regen!

Doch vorerst findet unser Regenfest wo anders statt. Ein leichtes und immerhin kühles Lüftchen sowie um 16.15 Uhr ein sanftes 1 . Donnergrollen von weit her; mehr gaben unsere dunklen Wolken nicht her. Doch nachdem wir in der Trattoria „Al Blitz“ vier historisch feine Pasta-Gerichte aus der Gegend vernichtet und wir noch mit 2 Bikern aus Stuttgart gute Gespräche geführt hatten versöhnte sich der Himmel mit uns. Es regnete leicht.


4 Hystoire Pasta Chez « Al Blitz », a la Mode du Chef
Etwa um 900 nChr, Pasta Karfreitag, Einführung einer fleischlosen Tortellinis
Pasta 2: Ca. 3 cm grosse Päckchen mit Riccotta-Käse mit frischen Birnenstückchen gefüllt an Schnittlauchsauce
Pasta 3: Nudeln mit geräuchten Forellenfillets , Tomaten, Spinat und Kräutern
Pasta 4: Ca. 5 cm grosse Maultaschen an einem speziellen Gemisch von Käsecreme (halb, mittel lang haltbar) überbacken

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Gesucht: Kühlender Regen

Wir planen morgen nordwärts zu ziehen. Die Hitze und die Einheimischen zehren etwas an unserem Gemüt. Am 25. feiern sie zudem ihren Nationalfeiertag und was uns dabei erwarten könnte wollen wir selbst gar nicht in Erfahrung bringen müssen.

Viele mögen zwar von schwülwarmem Wetter um die 30 Grad auch nachts in der Schweiz nur träumen doch glaubt uns, gegen Kälte kann man sich mit warmen Kleidern schützen aber selbst Affen welche nackt herumrennen schwitzen und haben nichts mehr was sie ausziehen könnten.

Wir hingegen träumen derzeit von etwas kühlendem Regen. Darum fahren wir morgen durch Slowenien in Richtung Dolomiten und suchen dort von Dingen welche wir hier höchstens zu träumen wagen. Abkühlung, Regen und klare Bergluft!

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Osor/Cres nach Novigrad/Istrien

Nach vier Tagen beim historischen Bernsteinkanal wo sich die heutigen Inseln Losinj und Cres teilen verbrachten wir auf zwei Campingplätzen je zwei Uebernachtungen die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Der Eine hypermodern in einer Ferienanlage mit östlichen Gästen im offenen Gelände installiert und dementsprechend heiss und der andere in einem hochstämmigen Pinienwald. Viele Ameisen und lästige grüne Käfer störten uns im heissen Gelände erheblich. Der Erste südlich auf der Insel Losinj und der Zweite nördlich des Kanals auf der Insel Cres .

Der nördlicher Platz war mit Gästen der westlichen Welt belegt und einfach, sauber und preisgünstig wogegen der Südliche exclusiv und mit Kuna 180.- (Fr 30.-) an der oberen Preisgrenze angesiedelt ist. Damit wir die Temperatur im Camper auch nachts im eigentlich kühleren Pinienwald stetig über 30 Grad halten konnten schalteten wir extra die Bodenheizung ein. Dies stellten wir allerdings erst bei unserer Abreise fest.

Das antike Städtchen Osro mit ihrer 4000jährigen Geschichte wurde erst in jüngerer Vergangenheit durch den Schiffbau und den Bernsteinkanal berühmt als die Insel Losinj und Cres eben durch diesen Kanal getrennt wurden.

Die 50 km bis zur Fährstation bei Porozina am nördlichen Ende der Insel war landschaftlich Einmalig. Die Sicht von den bis 400 m hohen Bergen (Televrina 589 müM) war zwar heute wegen dem diesigen Wetter eingeschränkt, aber es lässt sich trotzdem erahnen wie es bei klarer Sicht aussehen könnte. Derzeit kostet die halbstündige Ueberfahrt für 2 Personen mit unserem 6.64 m langen Camper Kuna 281.- oder etwa Fr 50.-.

Die kleine Stadt Cres wird umfahren und daher sehen wir diesen Ort nur von oben. Hier verkehrt auf der anderen Seite der Insel auch eine Fähre nach der Insel Krk aber wir wollen ja definitiv weiter nach Istrien. Nur gut, dass derzeit unten bei Porozina keine Fähre entladen wird, denn dann hätten wir auf der schmalen Strasse hinunter wahrscheinlich ein Problem.

Etwa um 1000 Uhr sind wir in Porozina und bereits eine halbe Stunde später bringt uns die 120 Auto fassende Fähre hinüber auf’s Festland nach Prestova und damit nach Istrien.

Hier geht es zuerst steil bergan bis wir die Hauptstrasse Rjeka – Porec erreichen. Die 64 führt uns in Berg und Talfahrt von Hügel zu Hügel. Die schmucken Häuser zeugen von Wohlstand in dieser Gegend und die angenehme Fahrweise seit langem auf sehr guten Strassen bei wenig Verkehr ist ein Genuss. Einzig gegen die Mittagszeit meldet sich der Hunger und als wir etwas zum Essen einkaufen wollten landeten wir im Regionalspital Pazin anstatt beim Konzum.

In der Provinz-Stadt Pazin sah Heidy ein Schild mit der Aufschrift Konzum und direkt daneben ein reger benutzter Parkplatz unter Bäumen. Also gerade richtig zum Parkieren im Schatten direkt neben dem vermeintlichen Einkaufstempel. Kein Hinweisschild, keine Tafel nur eine Barriere welche offensichtlich nur von Notfallautos befahren werden dürfen sind Hinweise welche wir erst bei näherer Betrachtung ausmachen können.

Eine fliessend Englisch sprechende Dame – es könnte eine Aerztin gewesen sein – klärte Heidy mit dem Hinweis auf, es sei trotz Spitalparkplatz kein Problem hier zu parken um in der Stadt ein zu kaufen. Wir entschliessen uns deshalb gleich hier unser Mittagsmahl einzunehmen und vielleicht später den Einkauf vorzunehmen. Am Rande der Stadt trafen wir dann zufällig auf einen Lidl.

In Porec eingetroffen lotste mich Heidy nordwärts. Hier sollen die Campingplätze liegen die wir suchen. Gegen 1400 Uhr und nachdem es seit über einem Monat das letzte Mal geregnet hatte landeten wir bei Novigrad auf dem Camping Sirena. Einen Platz den man ruhig als Aufenthaltsort für die reicheren Slowenen aus dem Nachbarland bezeichnen könnte. Inmitten von Slowenen campieren wir hier also als exotische und am Aussterben begriffene ehemalige Eidgenossen.

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Pakostane – Zadar – Mali-Losinj

Kurz nach 0600 Uhr hatte Heidy noch den Fahrplan der Jadrolinija- Fähre nach Mali Losinj studiert und ihr ist dabei der Name Gazenica aufgefallen. Plötzlich entdeckt sie diesen Namen wieder an einem Verkehrsschild und sie insistiert, dass ich unbedingt hier abbiegen müsse.

Mit einem gewagten Manöver kann ich gerade noch die Spur wechseln und habe damit eine neue mehrspurige Brücke erreicht die in einer Industriebrache endet. Hier kann ja wohl der Fährhafen nicht sein meinten wir beide übereinstimmend und wendeten darauf unsere Fahrtrichtung um wiederum dem Navi Richtung Hafen von Zadar zu folgen.

Im dichten Verkehrsgewühl erreichten wir etwa um 0800 Uhr den Hafen nur um die Antwort von einem Jadrolinije-Mitarbeiter zu erhalten ihre Fähre würde aus dem Hafen von Gazenica auslaufen. Es könnte nach frei Plätze haben und wenn wir uns jetzt sofort aufmachen würden sei die Fähre bis 0900 Uhr zu erreichen.

Also nochmals auf dem schnellsten Weg zurück nach Gazenica und es reichte tatsächlich. Billette am dortigen Schalter nach Mali Losinj gebucht, mit Kreditkarte bezahlt und nur eine Minute vor Abfahrt auf die Jadrolinije Fähre gefahren. Ein kurzes Palaver des Kontrolleurs mi dem Autofahrer vor uns, der nicht einsehen wollte dass er offensichtlich mit seinem Billett keine Berichtigung habe heute mitzufahren liessen einen kurzen Moment unsere Chancen schwinden.

Die Taue am Schiff waren bereits gelöst und die Fähre wartete anscheinend auf einen Camper. Damit waren wir gemeint welche hinter dem bockigen Kroaten warten mussten. Bock weg , wir drauf, Tor zu und Schiff fährt aus dem Hafen und ein riesengrosses Lob an Heidy welche heute auf der ganzen Linie in Sachen Navigation recht behalten sollte.

Die 8stündige Fahrt über die Inseln Ist, Olid, dann Silba, Premuda und zuletzt Losinj in den Hafen von Mali Losinj eingelaufen. Manche Anlaufstelle bestand meist aus einem Betonsteg und dahinter ein paar Häuser. Hin und wieder wurde auch ein Fahrzeug ausgeladen oder eines fuhr auf die Fähre. Passagiere waren natürlich auch darunter. Dann wurden auch Getränke oder andere täglich Güter zu- oder ausgeladen.
Die riesigen Campingplätze von Mali Losinj waren eine grosse Enttäuschung. Unpersönlich, unüberschaubar und auf Remi-Demmi getrimmt, also eindeutig nichts für uns. Einmal durch den Lopari gefahren und dann gleich nordwärts Richtung Insel Cres.

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Medici – Pakostane / Nordseecamping

Die letzte Nacht hatten wir mit Rauch zu kämpfen weshalb wir frühzeitig den wunderbar gelegenen Camping etwas überstürzt verliessen. Doch zu diesem Thema später die Details.

Heute stellte sich für mich die Frage aller Fragen: Wem vertraut man in Sachen Navigation? Der eigenen Gattin welche langjährige Erfahrung in Kartenlesen aufweist oder einem seelenlosen Gerät?

Den Camping Nordsee haben wir bereits am Vortag über die Koordinaten ins Navi eingetragen. Die angezeigten 134 km sollten also in etwa 2 Stunden zu schaffen sein! Weil die Ortschaft Pakestane laut Heidy vor Sibenik liegen soll, fuhren wir die gesamte Strecke auf der küstennahen Uferstrasse nordwärts. Das Navi meinte aber unzählige Male wir sollten doch rechts oder nach links abbiegen aber dies ignorierte ich als Fahrer konsequent und vertraute – wie üblich – meinem Weib blind.

Als jedoch die Kilometerzahl sich erhöhte wurde ich stutzig. Gemeinsam konsultierten wir nochmals die Karte und Heidy zeigte auf Primestan vor Sibenik. Als wir Primestan erreichten, das Navi immer noch eine stattliche Anzahl km anzeigte fragte Heidy einen Tankwart. Dieser erklärte. dass seinens Wissens der Nordsee-Camping etwa 8 km weiter nordwärts liege. Doch auch dieses Mal war kein Camping mit dem fraglichen Namen zu Sichten.

Dann gaben wir gemeinsam nochmals die Koordinaten ins Gerät neu ein und bemerkten in diesem Zusammenhang, dass Pakostane eben nördlich von Sibenik liegt und das Primestan südlich. Aber Primestan war heute auch gar nicht gefragt? Nur haben wir dies bis anhin gar nicht bemerkt. Die Schuld liegt also eindeutig bei …. Wem? Nein, nein nicht beim seelenlosen Navi!

Nun zur Rauchgeschichte: Das genau über uns liegende Restaurant hatte auch diesen Samstag wie immer ein Holzfeuer im Chemine entfacht und damit ihren Gästen Fleisch zubereitet. Beim Duschen musste man regelmässig daran vorbei und wurde jedesmal prompt eingeräuchert.

Nachts nun drehte der Wind genau auf jene Seite wo wir unseren Camper aufgestellt hatten und der abgekaltete Rauch zusammen mit dem Luftdruck flutete genau über unsere geöffnete Lucke unseren Camper. Nicht nur Hustenreiz sondern eine richtiggehende Erkältung mit Kopfweh war am Morgen das Ergenis.

PS: Die besten Grüsse von Ursula und Peter ausgerichtet. Herr Frenzel lässt den Gruss erwidern

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Dubrovnik – Mirnice

Heute Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr geniessen wir den leicht rosarot gefärbten, kitschigen Sonnenuntergang Im Camping Solaris bei Mirnice bei leiser kroatische Live-Musik. Der Blick durch den aufgelockerten Föhrenwald auf’s ruhige Meer ist einfach beruhigend.

Nur einmal hörte man die Kroaten jubeln, als beim Europafussballspiel Italien – Kroatien die Einheimischen zum 1 : 1 ausglichen. Schon am Nachmittag fiel uns auf, dass selbst die Putzequippe in kroatischer Fahne eingehüllt umher stolzierten.

Die 4stündige Fahrt von Dubrovnik durch Bosnien Herzogewina über Ploce bis hierher nach Mirnice entlang der Küste bot manch herrlichen Ausblick auf die umliegenden Inseln. Angefangen bei der superfeinen Sicht von der kostenfreien Hängebrücke bei Dubrovnik zu den Inseln von Mljet, Peljesac, Kordula, Hvar, Brac oder Lastovo.

Nach unserem Einkauf bei Lidl in Ploce wurden wir bei der relativ langsamen Fahrt von 60 Km/h der Küste entlang langsam aber sicher immer müder.

Die gestrige Stadtbesichtigung und der frühe Aufbruch heute hat uns doch mehr mitgenommen als wir dachten. Somit war die Zeit gekommen die Fahrt abzubrechen und gleich den ganzen Nachmittag auf dem Campingplatz zu verbringen. Unsere Campingnachbarn von Dubrovnik trafen nur wenig später ebenfalls hier ein.

In der Zwischenzeit ist es dunkel und die dezente kroatische Livemusik noch etwas leiser und damit so richtig einschläfernd geworden.
Wir wünschen uns und allen Daheimgebliebenen eine ruhige und erholsame Nacht. Schnarch, schnarch…..


Camping Mirnice, Dalmatien

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Dubrovnik – Kroatien

Die Stadt Dubrovnik (deutsch Ragusa) ist eine Stadt in einer südlichen Exklave Kroatiens an der Adria. Die Stadt wird aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung und der jahrhundertelangen politischen Sonderstellung oft auch als „Perle der Adria“ und „Kroatisches Athen“ bezeichnet. Im Jahr 1979 wurde die gesamte Altstadt von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Stadt hatte bei der Volkszählung 2001 43.770 Einwohner. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 88,39 % die Kroaten. Daneben gibt es noch einige Serben und Montenegriner, Bosniaken, Albaner sowie eine kleine jüdische Gemeinschaft. Die Stadt Dubrovnik war eines der Zentren in der Geschichte der Entwicklung der kroatischen Sprache und Literatur.

Zahlreiche bedeutende kroatische Dichter, Künstler, Gelehrte, Mathematiker und Physiker stammen aus dieser Stadt. Dubrovnik kann heutzutage auch als ein kulturelles Zentrum Kroatiens bezeichnet werden.
Jahrhundertelang war Dubrovnik eine unabhängige Stadtrepublik, die Handelsbeziehungen mit großen Teilen Südosteuropas und mit dem Mittelmeerraum unterhielt.

Neben dem Namen der Stadt wird immer noch der Leitspruch „Libertas“ (lat. Freiheit) hervorgehoben. Heute findet sich diese Bezeichnung unter anderem im Motto der Dubrovniker Festspielwochen für Musik und Theater. Berühmt ist auch der legendäre Ausspruch, als die Osmanen die Stadt einnehmen wollten, der von einem ausgeprägten und zukunftsweisenden Freiheitsverständnis der Einwohner zeugt. Die Dubrovniker bekannten sich zu den Worten ihres Dichters Ivan Gundulić: „Non bene pro toto libertas venditur auro“ (deutsch: „Für alles Gold in dieser Welt werden wir unsere Freiheit nicht verkaufen.“)

Genau heute den 13. Juni 2012 wollen wir diese wunderbare Stadt besuchen. Der öffentliche Bus Nummer 6 bringt uns für Kuna 15.- im dichten Morgenverkehr in etwa ¾ Stunden nach Pile, an das Westtor der Altstadt.

Um 0900 Uhr sind schone recht viele Leute unterwegs und in der “ Stradun“ sieht Heidy eine polnische Bank. Die OTP-banka wechselt heute sFr 300.- und dafür bekommt sie Kuna 1836.-. Ein guter Kurs wie wir meinen und damit übertrifft er gar den offiziellen Kurs von 0.1589 um Einiges.

Nach etwa 2 Stunden „wandern“ haben wir das Bedürfnis auf der Stadtmauer weiter zu machen. Allerdings gibt es nicht wie früher, wo man überall hochgehen konnte heute nur noch einen einzigen Zutritt und der kostet immerhin Kuna 70.- pro Person.

Nach wunderbaren handgemachten Glaces haben wir genug von der Stadtbesichtigung und nun geht es wiederum mit dem 6er zurück zum Camping.

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Molunat – Dubrovnik / HRK

Nach drei Uebernachtungen in Molunat ist die Zeit gekommen wieder loszuziehen. Noch immer haben wir keine Kroatischen Kuna’s kaufen können und Euro’s wollen sie auch nicht. Auch der Camping Monika entspricht in Sachen Baden nicht unseren Vorstellungen.

Im Dorf vorne entdecken wir gleich 3 Campingplätze neben einander mit grossen Stellplätzen auf Rasen und direkt am Sandstrand inmitten des Dorfes mitsamt bescheidenen Einkaufsmöglichkeiten.

Monika unter Deutscher Leitung müsste in Sachen Infrastruktur doch noch etwas zulegen.

Die etwa 40 km nach Dubrovnik legen wir in etwa einer Stunde zurück. Immer auf der Suche nach einer Bank und dem angekündigten Lidl. Ausser einer etwa 5 km langen Baustelle an Gruda vorbei finden wir jedoch nichts dergleichen bis zur Hängebrücke von Dubrovnik.

Kurz vor der Brücke stechen wir hinunter ans Meer am Hafen von Dubrovnik vorbei ins Gewühl der Stadt. Hier ankert derzeit das Riesenschiff Queen Victoria, wirklich ein Schiff der Superklasse.

Bei Wind und relativ aufgelockerter Bewölkung finden wir unseren Standplatz auf Nummer 244 auf dem Camping Solitude. Morgen möchten wir die Stadt besuchen bei hoffentlich strahlendem Wetter.

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Karpen/Albanien – Kavaye – Dürres – Lezhe – Shkoder – Murigan /(Montenegro) – Kruta – Bar – Petrovac – Kotor – Debelibrijeg/Kroatien – Molunat/HRK

Als Abschied von Karpen und von Albanien generell wollten wir uns erkenntlich zeigen und die „Vision“ von Messieur und Mamma Kampin unterstützen. Schliesslich müssen wir ja auch unsere etwa Lek 12‘000.- ausgeben können.

Also machen wir uns auf gegen 2000 Uhr ins Restaurant hinauf zu stolzieren. Kaum angelangt merken wir, dass kurze Hosen und ärmellose Blusen auch andere für ihr Abendmahl benützen wollen und wie wir anderntags merken – auch können. An unserem Stellplatz mit Sicht auf die“Vision Insel mit Steg“ und geschützt von Mückengittern haben wir die Situation völlig falsch eingeschätzt.

Das als Fisch mit Salat deklarierte Gericht entpuppte sich für uns schnell einmal als Salat mit Brot. Die relativ grossen „Zierfische“ hatten derart viele Gräte in sich, dass „Fleisch“ keinen Platz fand. Da hätten wohl unsere Mücken noch mehr hergegeben.

Es ist etwa 0730 Uhr als wir von Karpen Richtung Kavaye wegfahren. Viele Eselskarren sind heute Samstag unterwegs um die kleinen Felder zu bestellen. Unterrwegs Richtung Dürres stellen wir fest, dass die Strassen mangelhafte Wegweiser – wenn überhaupt – aufweisen. Heute wäre für uns eine tadellose Wegweisung noch wichtiger weil zudem auch das Navi nur wenige Strassen in Albanien kennt. So fahren wir vielfach einfach nur der Nase nach und haben meistens Glück damit.

Kurz vor der Abzweigung in den Kosovo fahren wir an Gemüseständen vorbei. Höchste Zeit also die Gelegenheit zu benutzen und uns von den Tausenden von Leks zu befreien. Aprikosen, Nektarinen, Tomaten und Brot wechseln den Besitzer. Es ist überhaupt nicht sehr einfach in Albanien an seinen täglichen Food zu kommen. Meistens fehlen Reklamen und der einzige Hinweis sind „parkierte Eselskarren“ oder Kunden mit einem Block Seife in der Tüte.

Kurz vor der Montenegrinischen Grenze bei Mariqan finden wir einen solchen Laden. Viele Einheimische kaufen hier ein. Keiner trägt eine Sonnenbrille und auch Heidy wünschte sich im Laden drinnen heute lieber eine Stirnlampe den einen Schutz gegen Helligkeit. Direkt vor mir parkt ein herrenloser Eselskarren. Der Blick des Esels zurück zu mir hat etwas Fragendes in sich. Ist mein Herr noch nicht vom Einkaufen zurück? Was will denn der Camper hinter mir? Warum überholt er mich nicht? So ein Esel!

Endlich kommt der Lenker des Esels zurück vom Einkaufen mit einem etwa 1 kg grossen Block von weisser „Seife“ in der Tüte. Wenig später kommt auch Heidy mit der gleiche Seife zurück und erklärt mir, dies sei eben die gefrorene Butter. Heidy verstaut die Butter sofort in den Gefrierschrank und der Bauer mit dem Esel hängt sie an einen Holmen seines Karrens. Wenig später entdecken wir den gleichen Eselskarren wiederum Herrenlos vor einem Restaurant mit der Tüte am Karren. Die Butter ist noch immer gefroren und bis nach Hause wird sie dann mit Sicherheit geniessbar sein. Wir aber haben noch immer „Seife“ im Kühlschrank.

Der albanische Zollbeamte erledigt seine Arbeit bei Maraqan besonders gründlich. Etwa 20 Meter lang ist die Doppelkollonne vor der Station lang und doch brauchen wir hier etwa ¾ Stunden. Der Kühlschrank muss also sofort auf Gas umgestellt werden möchten wir die kurz zuvor gekauften weissen Glaceestengel noch in fester Form geniessen. Dann sind auch wir dran: Unsere Pässe und unser Fahrzeugausweis will er einsehen. Wir haben bereits ausgerechnet ob unser Aufenthalt wohl mit zwei Euro pro Nacht oder pro Tag berechnet werde. Im Ersten Fall wären Zehn und im zweiten Fall Zwölf Euro fällig. Doch der Zöllner will nichts. Kein Geld kein Obolus und kein Bakschisch einfach nichts. Gut so! Danke – kommt noch über meine Lippen und schon sind wir in Montenegro auf einer neugeteerten Strasse unterwegs.

Doch nicht lange dann kommen Teermaschinen wie bei uns und versperren den Weg. Eine kurze Strecker müssen wir noch im 10 cm tiefen weichen Teer fahren und dann folgen etwa 10 km Baustelle der übelsten Art. Einen montenegrinischen Zoll passieren wir derweil nicht.

Bei Petrovac sehen wir noch Reste der jugoslawischen Marine. Hier wird inmiiten der Stadt endlich einmal Gerastet und uns etwas erholt.
Alles Richtung Norden fahrend nehmen wir für Euro 9.- die Fähre über die Kotorbucht. Eine wohltuhender Unterbruch von der langen Reise. Hier herrscht merklicher Wochenendverkehr und auch eine gewisse Hektik.

Dann verlassen wir Montenegro am Zollposten von Palje Brodö und reisen etwa 1 km später zuoberst auf dem Hügel in Kroatien ein. Hier wird die Zollstation mit Röntgen-Geräten aufgerüstet. Dazwischen sehen wir manche einheimische Reisende welche mit ihren Rollkoffern im verlorenen Land die Strasse hochkraxeln. Oben angelangt fehlt vielleicht ein kleiner Stempel und schon sind sie wieder auf dem Weg zurück nach unten. Zu Fuss natürlich und ohne Möglichkeit den öffentlichen Bus zu benützen. Wo nichts ist kann eben auch nichts fahren!

Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Mulonat zum Camping Monika direkt an der Adria. Ein paar Baustellen noch und etwa 300 Höhenmeter dann sind auch wir unten und die Temperaturen mit 25 Grad in der Nacht angenehm weit oben.

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Reisetipps Albanien – Juni 2012

Von Ioannina/Griechenland kommend reisten wir am Montag, 3. Juni 2012 (Pfingstmontag: Feiertag der orthodoxen Christen in GR) beim Grenzübergang Kufitar bei Kakavije in Albanien ein.

Die Grenzkontrolle war freundlich. Reisepass und Fahrzeugausweis erforderlich. Eine Grüne Versicherungskarte wird nicht verlangt. Auf Albanischer Seite hat es zwei Banken wo wir bei der Raiffeisenbank sFR 100.- gegen Lek 11‘262.- eintauschten.

Polizeikontrollen sind zahlreich vorhanden doch meistens wurden wir an der Kontrollstelle vorbeigewunken. Die direkte Route führt über die E853 oder SH8 über Gjirokaster nach Fier und von dort auf der SH2 über Dürres nach Shkoder Richtung Podgorica – Montenegro. Diese Strecke von etwa 600 km Länge schafft man in gut 2 Etappen also mit einer Uebernachtung.

Will man auch noch etwas von der herrlichen Landschaft und den freundlichen Menschen mitbekommen, haben wir die Route kurz nach dem GR-Grenzübergang nach Sarance gewählt. Die gelbe Strecke ist mit normalen Campern gut zu befahren. Allerdings streikte hier unser Navi (Teleatlas) weil angeblich noch keine Strassen vorhanden seien. Auch Wegweiser findet man kaum doch mit etwas Orientierungssinn und Nachfragen haben wir das Ganze auch mi einer 40-jährigen Landkarte gefunden.

Der Diesel kostet derzeit in Albanien zwischen Lek 165.- bis 180.-, umgerechnet also maximal Fr 1.60. Tankstellen sind zahlreich und Campingplätze eher selten vorhanden . In Sarance konnten wir bei einem Hotel für Euro 15.- übernachten (Wifi vorhanden) und etwa 25 km südlich von Dürres bei Karpen auf einem Campingplatz für ebenfalls Euro 15.- inkl Wifi und Strom. Das angebotene Nachtessen mit Fisch und Salat im Camping Restaurant entspricht in Sachen Preis/Leistung mit Euro 29.- oder Lek 4000.- nicht den albanischen Verhältnissen.

Einkaufen für das tägliche Leben war auf unserer Route nicht immer einfach. Zwar gibt es überall frisches und geschnittenes Brot doch Käse oder Fleisch suchten wir meistens vergeblich. Früchte und Gemüse finden war dagegen immer günstig zu haben und am Schluss nach 6 Tagen Aufenthalt verbrauchten wir inklusive dem Einkauf von „Luxusgütern wie Duschgel“ etc. lediglich etwa 2/3 unserer getauschten Fr 100.00. Mit den restlichen Lek 3‘300,- kauften wir dann noch Treibstoff.

Freundliche Einwohner und Polizisten haben uns das Reisen in Albanien angenehm gemacht und bei den Strassenverhältnissen ist noch viel Verbesserung möglich. Aus unserer Sicht ist also von Camper-Reisen bei schlechtem Wetter und zur Nachtzeit dringend abzuraten.

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Karpen Camping / Albanien

Hier auf dem Camping „Karpen“ direkt an der Adria und etwa 25 km südlich von Durres/Albanien verbringen wir einen ruhigen Tag. Etwas hektischer zu und her geht es bei den etwa 25 Einheiten von holländischen Campern welche gegen Abend von hier abreisen und mit dem 2300 Uhr Schiff zurück nach Bari reisen.

Dabei fällt uns besonders ein Camper mit Kabe Wohnwagen auf welcher die Gruppe anzuführen scheint. Ausleihen eines Akkuschraubers oder dank seinem 4×4 VW Tiguan andere aus dem Dreck sprich Sand zu ziehen gehören anscheinend zu seinen Aufgaben. Auch haben wir ihn immer korrekt gekleidet gesehen. Dasselbe gilt natürlich auch für seine adrette Frau. Im Gegensatz zu anderen Holländern mit ihren Nussgipfelfiguren, Bierbäuchen und nackten Oberkörpern hat er eine schlanke und ranke Figur.

Dieses Ehepaar könnte auch Ton und Anneke heissen. Nur zweifeln wir ob es ihnen hier gefallen würde.

Mit einem Löffelbagger sind Arbeiter den ganzen Tag bis zum Eindunkeln dabei eine kleine Insel mit einem geschwungenen Steg zu bauen. Eine „Vision“ des Chefs wie er gegenüber Heidy meinte. Ein Gendarm in Uniform wird das Ganze noch begutachten und als in Ordnung befinden. Bei uns undenkbar aber einem Albaner der auf eigene Initiative und Kosten nicht nur einen sauberen Strand unterhalten wird und täglich den Güsel aus seinem Revier befreit und anderswo ablagert scheint hier willkommen. Die meisten Touristen sehen ja sowieso nicht, dass er den Dreck nur gerade links und rechts seines Ressorts ablagert. Die Unterstände von 1967 und die Bunker zuoberst auf dem Hügel aus „Hotschas Zeiten“ sind heute blind geworden.

Mit den sympatischen Bayern aus Chiemsee mit ihrem Detleffs-II Camper kommt man schnell ins Gespräch. Kaum waren sie angekommen wollten sie natürliche auch ihren Camper mit Netzstrom versorgen. Sie fragten deshalb ob sie beim Nachbarn anschliessen dürften was ich mit der Bedingung verknüpfte – aber nur ohne Kaffee-Maschine?

Eigentlich eine mehr als „flüssige Frage“. Ueberflüssig wenn man bedenkt, dass bei einem Bayer immer der Gerstensaft zuoberst steht und nicht der Kaffee. „Detleffs-II aus Chiemsee“ bedankte sich anschliessend für den erlaubten Stromanschluss mit einem weiss-blau-gelben, heiligen Nationalgetränk welches ich jedoch mit dem Hinweis auf meinem Bierbauch dankend ablehnte. Seinen Gesichtsausdrücken nach zu urteilen sah ich wie er dachte: „Welch komische Käuze diese Schweizer! Sie haben zwar ihre eigene Steckernorm und mögen kein Bier, da muss ja bei ihnen alles sündhaft teuer sein“.

Die Weiterreise am Samstag muss morgen sorgfältig geplant weden. Voraussichtlich über Durres, Vore werden wir nordwärts fahren und die Hauptstadt Tirane rechts liegen lassen um bei Murican schliesslich in Montenegro einzureisen.

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Südküste Albanien von Sarande über Kukave, Himare, Dhermi, Rhadime, Kanine nach Vlore

Heute sind wir froh die albanische Hotelanlage unter polnischer Führung verlassen zu dürfen. Das Fest zur dreimonatigen Verwaltung ist für uns doch etwas laut ausgefallen. Auch das Jaulen von streunenden Hunden in Sarande zusammen mit halbfertigen Bauten, Strassen etc. hat uns zur Weiterfahrt bewogen. Ueberhaupt wird hier nie etwas fertig gemacht. Nur die 50 cm Ratte am Boulevard war „ganz fertig“. Der Gestank hat bei Heidy beinahe den Magen gekehrt.

Wir verlassen also gegen 08.30 Uhr bei schönstem Wetter Sarande und fahren auf einer gelben Strecke Richtung Norden. Von Dhermi aus ist die Strecke rot eingezeichnet, sollte also besser werden. Doch davon haben wir nichts gemerkt.

In den Dörfern herrscht überall Freundlichkeit und dörfliche Idylle. Hausschweine, Ziegen und viele Esel sind an der Ueberzahl. Die Berg und Talfahrt lässt uns höchstens eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 km/h aufkommen weil man nie weiss, ob hinter der nächsten Kurve Kühe inmitten der Fahrbahn liegen oder eine ganze Ziegenherde einem die Weiterfahrt verunmöglicht. Kommt hinzu, dass das vortägige Unwetter an manchen Stellen die Strasse verschüttet hat und sonst ein Stück davon seit längerem fehlt.

Wieder einmal versperrt uns eine grosse, herrenlose Ziegenherde den Weg. Offenbar herrscht hier albanische Demokratie. Die grössten und schönsten Böcke geben den Ton an. Wir müssen anhalten, doch bereits wird hinter uns gehubt. Der Bock am Steuer des albanischen Mercedes gibt einfach Gas und überholt uns so, dass die kleinen Zicken nur so davon stieben. Mit den grösseren Böcken will aber auch er nichts zu tun haben. Wir möchten diese Situation für die Nachwelt festhalten doch gerade jetzt ist die Batterie am Fotoapparat out. Heidy hat vorgängig die anderen Sauen, Rindviecher, Esel und Hühner immer wieder fotografiert und damit die schönsten Böcke von Albanien verpasst.

Bei einem kleinen Dorfladen kaufen wir ein geschnittenes Kilo Brot für Lek 100.- ein. De Verkäufer macht vor Heidy gar eine königliche Verbeugung ums sich zu bedanken. Wenig später entdecken wir eine offene Post. Sollten wir nicht unsere längst geschriebenen Karten endlich einmal abschicken. Doch, nachdem in der Stadt von Sarande selbst 4 Sterne Hotels uns nicht weiterhelfen konnten versuchen wir es doch einmal hier.
Schon ist Heidy in der Post verschwunden. Sie will zwar nur Karten nach Europa abschicken, doch es dauert eine ganze Weile. Zeit für mich also zu fotografieren.

Erstens einmal das Schild der Post um zu beweisen, wo wir die Karten aufgegeben hätten falls diese nicht ankommen sollten. Dann sehe ich einen struppigen Esel die Strasse runterkommen. Kein Begleiter einfach nur ein selbständiger Esel. Dann ein Zweiter und schliesslich möchte ich auch nicht verpassen, wenn Heidy die Post wieder verlässt. Klick, klick, klick und nochmal klick von mir – auch selbständig – kein Esel aber doch in Albanien.

Heidy ist begeistert von der albanischen Pöstlerin. Sehr freundlich und der Kundin wird sofort die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Ohne Tiket zu nehmen kommt man sofort dran. Die CH-Post könnte sich hier ein Vorbild nehmen. Genügend Personal doch die Geschäftsabwicklung scheint mit dem Alltag nichts zu tun zu haben. Nach etwa 15 Minuten und verschiedenen Telefonaten steht der Preis fest. 4 Karten für insgesamt Lek 160.- sowie ein herzliches Dankeschön, ein baldiges Wiedersehen und für das grossartige Geschäft nochmals ein Dankeschön.

Nach Dermi steigt die Strasse von Meereshöhe bis auf etwa 1000 müM in langgezogenen Kurven an. Die Strasse ist auf der anderen Seite eher schlechter als die gelbe Strasse nach Sarande. Die herrliche Aussicht von weit oben und der Nebel erinnern sofort an die Landschaft in der Schweiz. Also wenigsten einmal heimatliche Gefühle in Albanien. Noch steiler geht es auf der anderen Seite wieder runter. Dann kommen die erste Städte oder besser gesagt Dörfer. Orikum, Radime oder Vlore.

Die Hafenstadt Vlore mit Fährhafen nach Brindisi ist besonders schlimm.
Die Strassenverhältnisse und der Verkehr sind schlimmer als wir bisher kannten. Selbst die Eisendeckel der Strassendolen fehlen an manchen Orten. Hier gilt auch in der Stadt und bei Kreiseln. Der von rechts kommende hat Vorfahrt. Es lohnt sich also hier es den öffentlichen Bussen gleich zu tun und möglichst nur im Schritttempo zu fahren. Danach kommt eine provisorische Autobahn , nochmals ein sehr schlechtes Stück Hauptstrasse und dann nach Fier wiederum eine echte Autobahn mit manchen Kreiseln nach Oestereichischem Muster. Voll in den Kreisel und dann drinnen bleiben und nochmals eine Runde drehen.

Ueber Lushnje und Progozhine bis nach Kavaje und dort die Autobahn im rechten Winkel ohne Mittelstreifen zu überqueren. Eigentlich hätten wir nach verpasstem Kampin-Schild auch nur auf der Ueberholspur anhalten können, dort etwas zurücksetzen und Links abbiegen können. Nach unserem Verständnis war dieses Fahrmanöver aber doch etwas zu gefährlich. Lieber das Fahrzeug etwas quer zur Autobahn in einem Vorplatz hinstellen und warten bis auf allen vier Spuren weniger Verkehr zu verzeichnen war. Das Rückwärtsfahren auf der Normalspur war schon gefährlich genug.

Die ersten beiden Fahrspuren bis zur Mitte können wir jetzt also überqueren und durch unser rechtzeitiges Erscheinen auf der Autobahn hinter uns vorbeischleusen. Dann ist es soweit: Die nächsten beiden Spuren sind frei und wir tauchen ab in eine schmale Zufahrtsstrasse zum Kampin Karpen direkt am Adriatischen Meer etwa 25 km südlich von Durres in Albanien.

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Gewitter in Saranda

Heute bleiben wir wahrscheinlich in Saranda wegen heftigen Gewittern blockiert. Wir wagen es nicht, die Hotelanlage zu verlassen um über die Küstenstrasse Richtung Norden aufzubrechen.

Ursprünglich planten wir über den Ohrid-See und Macedonien nach Albanien zu reisen. Nachdem wir jedoch feststellen mussten, dass dort Nachttemperaturen von -10 Grad und tagsüber Schneefall angesagt waren, verwarfen wir diese Route sofort wieder. Hier müssen wir allerdings auch noch der Küste entlang über Pässe die höher als 1000 müM liegen.

Bereits am Morgen um 0600 Uhr kündigte sich mit Blitz und Donner ein Gewitter an. Genau deshalb habe wir ja gestern in Ioannina unsere dreitägige Bleibe verlassen. Wir können uns noch gut erinnern, als das griechische Fernsehen im Juni 2005 von Hagelschlag mit einem halben Meter Hagel in Ioannina berichtete. Das wollten wir nicht erleben und sind nicht zuletzt deshalb gestern hierher ans Meer gefahren.

Einerseits haben wir hier Wifi und andererseits genügt uns bereits bei schönem Wetter und guter Sicht den riesigen Schlaglöcher ausweichen zu können. Zudem kann es durchaus sein, dass ein einziges Gewitter die Strecke für ein paar Tage unpassierbar macht.

Soeben erhalte ich von Eagle Mobile Albania ungefragt ein SMS mit Wetterdaten von Tirania, Durres und Vlora. Ueberall Starkregen von 30 mm. Unser Entschluss hier zubleiben ist also richtig.

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Ioannina – Grenzstelle Kufitar –Saranda/Albanien

Gemütlich und erst gegen 1000Uhr verlassen wir Ioannina in westlicher Richtung. In der naheliegenden Shell -Tankstelle wird nochmals Diesel aufgefüllt. Hier kostet ein Liter Eurodiesel Euro 1.64. Anderswo haben wir aber Preise zwischen zwischen 1.54 und 1.74 gesehen.
Beim Flugplatz und einem weiteren Lidl vorbei geht es definitiv Richtung Albanien. Eine Autostrasse ähnlich Fahrbahn führt uns bis zur Grenzstelle von Kufitar.

Die Grenzabfertigung der Griechen und die Einreise nach Albanien findet zuvorkommend und freundlich statt. Beide wollen die Pässe und den Fahrzeugausweis sehen. Die Albaner erfassen uns und das Fahrzeug im Computer und schon sind wir in Albanien.

Hinter der Abfertigung findet Heidy eine Raifeisenbank. Hier wechselt sie sFr 100.-. Dafür bekommt sie fast ein kleines Vermögen nähmlich 11‘262.- albanische Lek. Dann geht es auf ähnlich guter Strasse – der E853/SH4 – weiter. Dann verabschiedet sich unser Navi. Keine Strasse vorhanden, also auch keine Navigation mehr. Nur gut dass Heidy den Wegweiser bzw. die Abzweigung nach Saranda noch entdeckt hat.

Also nochmals etwa 5 km zurück und vorbei an der Strassensperre der albanischen Polizei und diesmal winken uns diese freundlich an den wartenden Albanern vorbei.

Hier geht es auf einer schmalen Passstrasse – vergleichbar ausgebaut wie der Albulapass – welche für alle Anhängerzüge und Car’s offen ist, im 2. Oder 3. Gang die wunderschöne Strecke in Angriff.

Auf der Passhöhe auf 570 müM kommen uns Radfahrer entgegen. Ein Paar sind schon oben und der Letzte kurz bevor. In seinem breiten Grinsen meinten wir Marc Bertod erkennen zu können. Dann dachten wir sofort an eine Trainingsgruppe von CH-Wintersportlern welche sich auch im Sommer fit halten müssen und immer für solch ausgefallenen Sachen zu haben sind.

Die letzten 70 km Fahrt nach Saranda finden wir dann blind. Keine Wegweiser mehr, neue Kreisel und schlechter werdende Strassen. Mit ein paar Mal nachfragen finden wir Saranda und das Hotel Mediterrane wo wir für Euro 15,- auf dem Parkplatz übernachten dürfen.

Saranda Albanien
Saranda liegt an einer kleinen, nicht sonderlich geschützten und nach Süden offenen Bucht, die von rund 200 Meter hohen Hügeln umgeben ist. Von hier sind es nur wenige Kilometer zur südwestlich gelegenen griechischen Insel Korfu. Von der fruchtbaren Ebene im Osten ist die Stadt durch einen schmalen Hügelzug getrennt, der sich nach Süden bis zum Vivar-Kanal zieht und sich nördlich der Stadt zu 600 Meter hohen Bergen erhebt. Auf dem Mali i Lëkurësit, der ein Teil dieses Hügelzuges ist und südöstlich des Stadtzentrums liegt, wurde im Mittelalter eine Burg errichtet (Kalaja e Lëkurësit).

Nordöstlich von Saranda liegt 15 Kilometer entfernt im Landesinneren die Kleinstadt Delvina. Im Norden beginnt die Albanische Riviera.

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