Skandinavien-Reisende: Hier stellen wir Ihnen „MaBri“ vor!

„MaBri“ sind zwei Womo Spezialisten welche ihre Erfahrungen bei unzähligen Nordland-Reisen sammelten und diese auf ihrer Blogseite auch anderen „Wohnmobil-Besatzungen“ mitteilen möchten.

mabrie-2Markus und Brigitte sind im Vor-Ruhestand und wissen aus eigener Erfahrung wo es am schönsten und wo die tollsten Uebernachtungsplätze zu finden sind.

Gleich auf ihrer Startseite haben sie Vorschläge von besuchten Campingplätzen aus dem Jahre 2016 read more

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Zusammenfassung: Tipp und Tricks zu Kosten/Finanzen unserer Nordlandreise 2016

Bei unserer 39tägigen Reise durch 10 Staaten legten wir insgesamt 7‘110 Strassenkilometer zurück. Dabei bewegten sich die Dieselpreise mit Fr. 1.44 in der Schweiz (teuer) und mit Euro-Cents 88 in Kaunas/Litauen am billigsten. Insgesamt kostete uns der Treibstoff Fr. 850.- was bei einem Durchschnitt von 10 Lt pro 100 km Kosten im Schnitt von Fr. 1.20 pro Liter Diesel ergibt. Die Schweiz ist also auch in Sachen Abgaben auf Treibstoffen in Europa absolute Spitze, trotz einer günstigen MwST von 8 %.

An 23 Tagen legten wir auf unserer Reise im Tages-Schnitt etwa 300 km zurück, wobei die längste Etappe diejenige von Göppingen nach Frederikshavn /DK von 799 km war. Die Strecke von Potznan /Polen nach Hause (1‘119 km) unterteilten wir gleichmässig auf zwei Tage was wischen 5 und 700 km ergab.
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Narvik/ N – Kiruna/ S

Das Schlafen auf einem städtischen Parkplatz in Narvik war ungewohnt und weil kostenfrei trotzdem sicher und sauber. Schliesslich waren wir ja mit unserem Camper autonom, weil wir Strom (auch 230 Volt), Frisch- und Abwasser (80 Liter), Toilette (ca. 5 Tage), Kommunikation (TV, Radio, Telefon) und letztendlich genügend Food im Kühlschrank und zudem Heizung (wichtig) hatten.

Uns fehlte es also an nichts. Auch der PW welcher neben uns irgendwann in der Nacht wegfuhr und am Morgen von der vermutlich gleichen Angestellten wieder parkiert wurde war eigentlich nicht der Rede wert.

$Wie immer frühstückten wir wiederum noch vor 0700 Uhr, bevor wir mit dem Camper die verschiedenen Viewpoints von Narvik im Westen (oberhalb des regionalen Flughafens) oder im Osten (Narvik Ski centre und Cable car) abfuhren. Meistens waren aber diese Points von Sträuchern und Bäumen zugewachsen, sodass wir nur teilweise die erwarteten Aussichten zu Gesicht bekamen.
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Ramberg – Kabelväg / Lofoten

Die vergangene Nacht war endlich wieder einmal ohne Sturm und grossen Regen. Sehr gut geschlafen!

Wir verlassen Ramberg um 0930 Uhr weiter Richtung Norden auf der E10. Kurz davor regnete es kräftig. Der Petrus wünschte uns wohl gute Fahrt. Auch ich wollte unsern „WatsUp Bekannten“ alles Gute wünschen. Bei vielen Anrufen blieb es allerdings beim Versuch, nur bei Walti und Silvia hatten wir Erfolg.

Das Gratis-Telefon in die Schweiz war aus meiner Sicht gut verständlich. Vorausgesetzt die Internetverbindung klappt. Auch bei Isabell und Dietmar hatten wir Erfolg, jedensfalls läutete Heidy’s Händy gerade dann, als wir um etwa 1230 Uhr auf der E10 wenden wollten um zum verpassten Camping Kabelväg Feriehus & Camping og einzubiegen.

Ausser norwegischen Campern und einer neu angekommenen deutschen Familie war der Platz verwaist. Trotzdem machten wir uns auf Platz 5 sofort mit Elektro-Anschluss und TV gemütlich. Wie üblich sind in Norwegen alle Kabäuschen mit Codes (1234) zutrittsgeschützt, Den Internetcode „Relac0m2015“ hätten wir auch, allerdings stellen wir fest, dass die Empfangsstärke für „WatsUp“ zu schwach ist.
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Die Highlights unserer Norwegenreisen 2009 & 2010 – Fährverbindungen

Norwegen hat eine Fläche von rund 262’000km2 (ohne Spitzbergen mit 61’000km2 und ohne Königin-Maud-Land in der Antarktis mit 2,8 Mio. km2). Es ist somit über 6x so gross wie die Schweiz – ein riesiges und wunderschönes Land.
Wie man nach 7 Wochen auch in der Schweiz noch nicht jeden Winkel kennt, so kennt man in Norwegen in der gleichen Zeit nur einen kleinen Teil dieses Landes. Wir wollen uns deshalb in keiner Weise anmassen, zu sagen wir kennen nun Norwegen. Wir haben während unseren beiden Reisen den südlichen Teil und die Mitte von Norwegen kreuz und quer durchfahren, und es gibt in diesen Landesteilen noch immer viel, ja sehr viel zu sehen. Unsere Highlights-Liste ist deshalb natürlich nicht vollständig. Wir möchten Ihnen mit nachstehender Auflistung von Sehenswürdigkeiten bei der Planung einer Norwegen-Reise helfen. So können Sie die eine oder andere Schönheit des Landes mit einbeziehen und fahren nicht daran vorbei, was schade wäre.

RV13 Preikestolen 25 x 25m grosse Felsplatte 600 m über dem Lysefjorden mit einer spektakulären Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Berge. Man zweigt auf der RV13 in der Nähe von Jorpeland ab und folgt der ansteigenden Strasse ca. 6 km bis zur Preikestolenhytta (grosser kostenpflichtiger Parkplatz). Ab P ca. 2 Stunden zu Fuss über einen steinigen, zum Teil steilen Weg, vorbei an Bergseen und über Felsplatten zum Preikestolen. (Hin und Zurück ca. 4 Stunden)

RV13 Latefossen Eindrucksvoller Doppelwasserfall direkt an der RV13 in der Nähe von Odda.

E16 / E39 Bergen Zweitgrösste Stadt Norwegens mit rund 260’000 Einwohner in der Provinz Hordaland. Bergen ist die regenreichste Grossstadt Europa’s mit 250 Regentagen – es lohnt sich also einen Regenschirm im Womo mit zu nehmen. Sehenswert u.a. die hanseatische Baukunst des Hafenviertels von Bryggen, die Marienkirche und der Aussichtspunkt Floyen (320m ü M – Standseilbahn) mit Sicht über die ganze Stadt oder der Ulriken (642m ü M – Luftseilbahn) mit Sicht über die ganze Fjordlandschaft

E16 / RV13 Tvinnefossen Wundervoller breitgefächerter 152 m hoher Wasserfall, der über schwarze Kaskaden fliesst. Er liegt direkt an der Hauptstrasse zwischen Voss und Gudvangen.

E16 Stalheimskleiva An der E16 zwischen Voss und Gudvangen auf dem „Pass“ Abzweigung zum Stalheim-Hotel (ca. 300m ü M). Direkt hinter dem Hotel beginnt die alte Gebirgsstrasse und führt in 13 sehr engen, extrem steilen Haarnadelkurven mit 18% Gefälle in weniger als 2 Kilometer zur Talsohle vom Naeroydalen. Heute ist die Strasse Einbahn und nur von oben nach unten befahrbar. Die Hauptstrasse führt in einem neueren Tunnel talwärts.

E16 / RV601 Stavskirke Undredal Abzweigung zwischen den beiden Tunnels von Gudvangen nach Flam auf die RV601 zum kleinen Dorf Undredal (ca. 8 km), das direkt am Aurlandsfjorden liegt. Kleinste Stabkirche Norwegens mit nur 40 Sitzplätzen. Zudem bietet Undredal eine prächtige Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Berge.

E16 / RV5 Fähre Kaupanger-Gudvangen Ein einmaliger, wenn auch relativ teurer Fährausflug (Nkr 835.- bis 7m Womo mit 2 Personen) über den Sognefjorden und durch den weltberühmten und engsten Fjord aller norwegischen, befahrbaren Fjorde – den Naeroyfjorden. Rund 2 ½-Stunden dauert die Fährüberfahrt, zuerst über den weiten, lieblichen Sognefjorden (mit über 200km der längste Fjord der Welt) dann vorbei an den hohen, dunklen Felswänden des engen Naeroyfjorden.
Achtung: Hier gibt es vom 1.5. bis 30.09. lediglich 3 Abfahrten pro Tag. Ab Kaupanger: 09.30 / 12.05 / 16.00 Uhr – ab Gudvangen: 08.00 / 09.35 / 14.10 Uhr.

E16 Laerdalstunnelen Zwischen Aurlandsvangen und Laerdal wurde im Jahr 2000 nach nur 5 Jahren Bauzeit der mit 24,5km Länge, der längste Strassentunnel der Welt eröffnet. Die Besonderheit im Tunnel: 3 riesige blau-gelb beleuchtete Hallen und eine leicht kurvige Streckenführung um die Konzentration der Fahrer zu fördern (Mautfrei).

E16 Stavskirke Borgund Nach dem Laerdaltunnelen rechts weiter auf der E16 ca. 20 km zu einer der ältesten und schönsten Stavskirken Norwegens nach Borgund. (Abzweigung von der E16 auf die alte Strasse nach einem Tunnel und ca. 2 km zurück fahren).

RV243 (?) Aurlandsvegen Von Aurlandsvangen bis Laerdal führt der Aurlandsvegen (auch Snovegen –Schneeweg – genannt) auf bis rund 1’400m ü M. Ein phantastischer Ausblick über den Aurlandsfjorden auf der einen Seite und in die Jontheimgruppe mit den höchsten Bergen Norwegens auf der andern Seite. Auch im Juni oder sogar im Juli können hier meterhohe Schneemauern den Weg säumen.
Früher musste in den Sommermonaten dieser Weg genommen werden (im Winter bestand ein Fährbetrieb) – heute führt die E16 durch den 24,5 km langen Laerdalstunnelen (Mautfrei).

E134 Stavskirke Heddal An der E134 ungefähr 4 km ausserhalb Notodden in in der Provinz Telemark, die wohl schönste und grösste Stavskirke – 26m hoch – aus dem 12. Jahrhundert.

E136 Alesund – Aksla Die E136 führt nach Alesund. eine Stadt mit rund 42’000 Einwohner, die auf verschiedene Inseln verteilt ist und direkt am Meer liegt. Vom Stadtpark aus gelangt man über 418 Stufen auf den Stadtberg und Aussichtpunkt Aksla. Von hier aus geniesst man eine phantastische Rundsicht über die Stadt, das Meer mit seinen Inseln und in die nahen Berge.

RV45 Manafossen Ist mit 92m der höchste Wasserfall der ProvinzRogaland. Man zweigt bei Gilja von der RV 45 in einen Tunnel ab und folgt der Strasse bis zu einem Parkplatz (kostenpflichtig). Ab P ca. 30-45 Minuten zu Fuss, steil ansteigender Weg mit Ketten, Treppen und Seilen gesichert. (Hin- und Retour 1 Stunde)

RV460 Lindesnes fyr Der südlichste Punkt von Norwegen in einer wild-romantischen Gegend wird von einem Leuchtturm bewacht.

RV468 Skinnvegen Hochlandstrasse von Nomeland – Setesdal (RV 9) ins Sirdalen nach Tonstad (RV 42) oder nach Lysebotn. Die Strasse führt über einsame, karge Hochebenen, vorbei an unzähligen Seen und vielen Schafweiden mit prächtigen Aussichten. Spektakuläre Serpentinenstrasse von 1000m ü M zum Lysefjorden in 27 Haarnadelkurven und einem 900m langen einspurigen Tunnel (beleuchtet mit Ausweichstellen) mit über 10% Gefälle!

RV5 Norsk BreMuseum Direkt an der RV5 befindet sich das norwegische Gletschermuseum, was wirklich sehenswert ist. Ein Rundgang durch einen Besuchertunnel mit verschiedenen, eindrücklichen Filmstationen sowie der hoch interessante Grossleinwandfilm über den Jostedalbreen darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

E6 Lillehammer Die Olympiastadt Lillehammer mit rund 26’000 Einwohner liegt am Mjosasee und rund 180 km nördlich von Oslo. Im Jahr 1994 fanden hier und in der Umgebung die olympischen Winterspiele statt. Für die Besichtigung der zwei grossen Schanzen etwas oberhalb der Stadt sollten Sie auch im Sommer einen Stopp einlegen (beschilderter, kostenpflichtiger Parkplatz). Die Storgata ist die Fussgängerzone der Stadt und ist bekannt durch die teilweise alten farbenfrohen Holzhäusern. Ca. 60 km südlich liegt in Hamar – ebenfalls an der E6 – die berühmte Olympiahalle einem umgestülptem„Wikingerschiff“ nach empfunden, der Austragungsort für Eiskunstlauf und Eisschnelllauf.

E6 Oslo Die Hauptstadt Norwegens hat 590’000 Einwohner (Grossraum 1,9 Mio.) und liegt am gleichnamigen Fjord. Berühmte und sehenswerte Objekte sind u.a. die Festung Akershus, das Rathaus, das neue Opernhaus, die Vigeland-Anlage im Frognerpark, das königliche Schloss und die Skisprunganlage Holmenkollen, sowie das Hafenviertel Akerbryggen mit seinen Restaurants und Cafes zum verweilen.

RV63 Geirangerfjord/Geiranger An der RV63 zwischen der Fährstation Eidsdalen und der Abzweigung an der RV15 liegt der weltberühmte Geirangerfjorden mit dem Drei-Schwestern-Wasserfall. Vom Breiddalen führt die Strasse an der Djupvasshytta (ca. 1000 m ü M) vorbei (Abzweigung zum 1450m hohen Aussichtspunkt Dalsnibba – kostenpflichtig). Ab hier geht es auf kurvenreicher Strasse nach Geiranger hinab. Eine Fahrt mit einem Ausflugsboot oder der Fähre nach Hellesylt auf dem Geirangerfjorden ist sicher ein einmaliges Erlebnis und sollte auf keinen Fall verpasst werden.

RV63 Trollstigen Die wohl berühmteste Gebirgsstrasse / Pass Norwegens zwischen Andalsnes und der Fährstation Linge in Romsdal. Die Strasse windet sich in 11 Haarnadelkurven von 0 auf über 850 m ü M. Direkt an der Strasse rauscht der Stigfossen über die Felswand ins Isterdalen hinunter.

RV64 Atlantikveien Norwegens Bauwerk des Jahrhunderts zwischen Molde und Kristiansund in der Provinz More og Romsdal. Diese imposante nur 8,3 km lange Strasse führt durch eine malerische Schärenlandschaft über 8 Brücken und mehrere kleinere Inseln. Anfangs des 20. Jahrhundert wurde ursprünglich eine Eisenbahnlinie geplant und viel später zwischen 1983 –1989 als Strasse gebaut.

RV7 Hardangervidda Natursenter Modernes natur- und kulturhistorisches Erlebniscenter in Ovre Eidfjord (Provinz Hordaland), direkt an der RV 7, bevor die Strasse in steilen Kehren zum Voringsfossen und später auf die Hardangervidda führt. Es ist ein absolutes MUSS, sich den eindrucksvollen und grandiosen Film auf einer 5-flächigen runden Leinwand anzusehen.

RV7 Steindalsfossen Imposanter wunderschöner Wasserfall direkt an der RV7 unmittelbar hinter Norheimsund. Ein kleiner Fussweg führt hinter dem Wasserfall hindurch.

Fährverbindungen, Fahrzeiten und Fährpreise in Norwegen

Immer wieder werden wir angefragt, wie es auf den norwegischen Fähren so zu und her geht, wie oft sie fahren und was sie kosten. Dies hat uns vorgängig auch interessiert und es ist manchmal wirklich schwierig auf eine aussagekräftige, aktuelle und zuverlässige Internetseite zu gelangen. Mit Ausnahme der Fjord1 Internetseite die wirklich super ist! Grundsätzlich gibt es im Süden nur die (http://eng.tide.no/Default.aspx?pageid=1052) und in Mittelnorwegen die (www.fjord1.no/en/) Fährlinien. Wir sind uns da nicht sicher, ob es auch noch andere Fährlinien gibt.

Mann muss sagen, dass die Fähren (auch Tunnel-, Brücken- und Strassengebühren) in Norwegen relativ teuer sind und ein wesentlicher Bestandteil einer Norwegen-Reise sind. Wir haben für unsere 3-wöchige Reise im Juni für Fähren (12 Inland-, 1 DK-N/1 DK-D-Fähren), Tunnelstrecken (3) und Strassen (4)- und Brückengebühren (2 Inland und 1 S-DK) fast Fr. 1’200.- ausgegeben.
Die Benutzung dieser Fähren ist denkbar einfach. Die Strasse auf der man fährt, endet irgendwo an einem Fjord, dort geht die Fähre über den Meeresarm und auf der anderen Seite geht die Strasse wieder weiter. Achtung: es gibt auch Fährstationen, von denen man an zwei oder drei verschiedene Orte fahren kann. Da ist Vorsicht geboten, welche am Boden nummerierte Spur man nehmen muss.
Man fährt also auf die Spur 1 und stellt das Auto hinter den bereits wartenden Autos ab. Bei gewissen Fährverbindungen hat es bei der Zufahrt vorgängig ein bedientes Kassenhaus, wo bezahlt werden muss. Oft wird man über die Länge des Womos gefragt – es bringt nichts, dabei falsche, kleinere Angaben zu machen. Der Kassier hat meist ein geschultes Auge oder ein Messband dabei, zwischendurch kann er auch einmal den Fahrzeugausweis verlangen.
Steht man auf der wartenden Spur, kann man das Auto ruhig verlassen und sich umsehen bis die Fähre kommt – man sieht ja wie weit die Fähre noch vom Ufer weg ist. Ob man das erste oder x-ein Fahrzeug in der Schlange ist – immer auf das Zeichen des Personals warten. Sie winken und weisen einem die entsprechende Spur zu. Hat man noch nicht an einem Kassenhäuschen bezahlt, wartet man im Womo bis direkt am Fahrzeug einkassiert wird. Später kann man das Fahrzeug verlassen und sich auf der Fähre frei bewegen. Auf (fast) allen Fähren gibt es einen Imbissstand mit u.a. feinen Polser (Würste, meist mit Speck ummantelt) als eine Art Hot Dog.
Bei der Ankunft bitte immer rechtzeitig im Auto sein und auch dort wieder eventuelle Weisungen vom Personal beachten.

Fahrzeiten
Fähren als Verbindungen zwischen Europastrassen (E ..) oder ein- und zweistelligen Riksvegen / Ryfylkevegen (RV ..) fahren am Tag fast immer regelmässig, man muss kaum einmal länger als 20 Minuten warten. Sogar bei dreistelligen RV – Strassen, die viel befahren werden, oder Touristenstrassen sind, fahren die Fähren sehr oft. Bei Fährverbindungen für kleinere und weniger befahrene Strassen sollte man sich über die Fahrzeiten erkundigen.

Fahrpreise
Wir haben im September 2009 und Juni 2010 für jeweils 1 Womo bis 7m Länge inkl. Fahrer und Zweitperson (Womos bis 6m sind ca. 50-70% dieses Preises) folgende Preise in norwegischen Kronen (Kurs ca. Sfrs. 18.00 = NKr. 100) für nachstehende Fährverbindungen bezahlt:

Fährverbindung mit Anbieter sowie Preisen in NKr.

Mortavika nach Arsvagen – Tide ASA – E39 – NKr. 404.-
Lauvvik nach Oanes – Tide ASA – RV13 – NKr. 171.-
Hjelmeland nach Nesvik – Tide ASA – RV13 – Nkr. 171.-
Lofallstrand nach Gjermundshamn – Tide ASA – RV48 – NKr. 244.-
Fodnes nach Mannheller – Fjord1 – RV5 – NKr. 185.-
Utne nach Kvanndal – Tide ASA – RV550 / RV7 – NKr. 102.-
Bruarvik nach Brimnes – Tide ASA – RV7 – NKr. 218.-
Hella nach Dragsvik – Fjord1 – RV55 – NKr. 157.-
Eidsdal nach Linge – Fjord1 – RV63 – NKr. 171.-
Solsnes nach Afarnes – Fjord1 – RV64 – NKr. 185.-
Vestnes nach Molde – Fjord1 – RV64 – NKr. 301.-
Kaupanger nach Gudvangen – Fjord1 – NKr. 835.-

Verbindungen Deutschland – Dänemark – Norwegen

Es existieren verschiedenen Angebote von Deutschland nach Dänemark resp. nach Norwegen. Die Colorline bietet die Linie Kiel – Oslo (19 Std. 30 Min.), Hirtshals – Larvik (3 Std. 15 Min.) und Hirtshals – Kristiansand (3 Std. 45 Min.) an. Die Scanlines bietet die Linien Puttgarten – Roedby (45 Min.) und Rostock – Gedser (1 Std. 40 Min.) und die Fjordline noch Hirtshals – Stavanger (11 Std. 45 Min.) – Bergen (19 Std. 30 Min.) an.
Im weiteren bieten sich noch Fährverbindungen von Dänemark nach Schweden oder von Deutschland nach Schweden an.

Wir haben für die Fähren von Hirtshals – Kristiansand Euro 271.- und die Strecke Roedby – Puttgarden Euro 128.- bezahlt, wobei man für die Strecke über Schweden den Brückenzoll für die Öresundbrücke von Euro 80.- einrechnen muss.
Fährt man auf der E20 durch Dänemark hindurch nach Flensburg so wird ein weiterer Brückenzoll von Euro 47.- über den Grossen Belt fällig.

Wir sind der Meinung, dass die Fährverbindung zwischen Hirtshals und Kristiansand ideal für einen Reisebeginn im Süden sind. Wählen Sie den Beginn der Reise ab Oslo so ist die Fähre von Puttgarden – Roedby dann über den Öresund nach Schweden sicher vorteilhaft. Dies auch, weil man damit den stauanfälligen Elbetunnel in Hamburg meiden kann. Man fährt kurz vor Hamburg von der A7 auf die A1/E22 nach Lübeck – Puttgarden.

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Campingplätze auf unserer Reise (D/DK/N/S)

Camper Stellplatz Göttingen

In der Vor- oder Nachsaison muss man grundsätzlich keine Campingplätze im voraus buchen. Wenn man zu einer „christlichen Zeit“ auf dem Platz eintrifft, findet man immer einen Platz. In der Hauptsaison wird es sicher Probleme in den grossen Touristenorten geben, denn sie sind schon jetzt relativ gut belegt. In Norwegen hat es viele Campingplätze, sie können aber oft ab Mitte September bereits geschlossen sein. Die norwegischen Campingplätze sind einfach bis gut eingerichtet, die bekannten „Firstclass-Plätze“ vom Süden, von Deutschland oder auch von Dänemark findet man hier nicht. Sie sind aber sauber, gepflegt und meist wunderschön gelegen, sei es an einem Fluss, See oder Fjord. Sie haben kaum Einkaufsmöglichkeiten oder ein Restaurant auf dem Platz. Die Plätze verfügen meist über einen Internetempfang, der aber bis zu Nkr 40.- per Stunde (ca. Sfr. 7.20) kosten kann. Waschmaschinen und Tumbler sind meistens vorhanden, aber relativ teuer (Kosten ca. Nkr. 20-40 pro Maschine). Die Reception ist bei vielen Plätzen trotz intensiver Belegung nur Stundenweise geöffnet.
Viele Plätze gehören zum NAF Camp, der norwegischen Campingvereinigung. Bei manchen Plätzen mussten wir leider feststellen, dass eine Entsorgung für das Abwasser nicht vorhanden ist, was übrigens auch für viele Tankstellen gilt. Oft ist eine Entsorgung angegeben die sich dann aber als defekt oder gar nicht mehr vorhanden herausstellt.
Wir haben nachstehend die von uns besuchten Campingplätze aufgelistet und die verschiedenen Vor- und Nachteile versucht aufzuzeigen. Die angegebenen Kosten sind immer für 1 Womo, 2 Personen, Strom und Taxen. Duschen sind oft separat zu bezahlen und kosten meist Nkr. 10.- für 4 bis 7 Minuten. Daher sollte man stets die 10-er Münzen für die Duschen sammeln. (20-er übrigens für die Zahlstellen auf den Strassen)

Campingplatz zur Perle, D-25761 Büsum (D)

Sehr gut eingerichteter Campingplatz mit eigenem gutem Restaurant, direkt hinter dem Deich an der Nordsee. Nummerierte Stellplätze mit eigenem Wasser-, Strom, sowie Abwasseranschluss. Sehr saubere, gepflegte Toiletten- und Waschanlagen. Gute Entsorgungsanlagen. Ruhige Lage etwas ausserhalb Büsum, ab Hauptstrasse Büsum gut beschildert. Frische Brötchen auf dem Platz. Kosten: Euro 19,70.

Skiveren Caming, Skiveren (DK)
Top eingerichteter Campingplatz mit Restaurant und Einkaufsladen. Waschanlage für Womo/Auto, Fitnessraum, Schwimmbad, Solarium, eigene Velo’s, Minigolfanlage. Sehr ruhige Lage, direkt hinter den Dünen an der Nordsee. Die Plätze sind durch Buschwerk abgetrennt und nicht allzu gross. Sehr saubere, gepflegte Toiletten- und Waschanlagen. Gute Entsorgungsanlagen. Von der Hauptstrasse Hirtshals – Skagen gut beschildert. Kosten: DKr. 194.-.

Hornnes Camping (NAF), Hornnes (N)
Mässig eingerichteter Campingplatz. Sehr schön gelegen direkt auf einer Halbinsel am Breifla See in einem lichten Waldstück, sehr ruhig, ca. 5 km vor Evje an der RV9. Eine neue, moderne Sanitäranlage steht kurz vor der Vollendung. Entsorgung und Chemie-WC Entsorgung vorhanden. Kein Internet. Sehr netter Platzwart. Kosten: Nkr. 160.-.

Lysebotn Turistsenter, 4127 Lysebotn (N)
Mässig bis knapp eingerichteter, kleiner Campingplatz auf grosser und kleiner Wiese mit schöner Sicht auf den Fjord. Kleine, mässig gepflegte Sanitäranlage. Kleine Imbissecke/Kaffee mit Terrasse. Wird vor allem durch Sportler (Gleitschirmflieger, Kanuten etc.) genutzt, daher am Abend/Nacht etwas laut. Keine Entsorgungsmöglichkeiten. Für das Gebotene sehr teuer! Einziger Platz in Lysebotn! Kosten: Nkr. 265.-.

Preikestolen Camping, 4100 Jorpeland (N)
Sehr grosser, schön angelegter, ruhiger Campingplatz an der Strasse zur Preikestolhytta. Aufgelockertes Wiesengeländer mit Baumgruppen an einem kleinen Fluss/Teich. Gepflegte und gut eingerichtete Sanitäranlagen, Restaurant und begrenzte Einkaufsmöglichkeiten. Stromanschlüsse sind sehr spärlich und müssen mit Nachbarn geteilt werden (lange Kabelrolle nötig!) Busverbindung zur Preikestolhytta (Ausgangspunkt zur Wanderung zum Preikestolen). Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Kosten: Nkr. 280.-.

Odda Camping, 5750 Odda (N)
Relativ ruhiger (an kleiner Nebenstrasse, zudem gehen Fussgängerwege quer durch den Platz), kleiner in einem lichten Laubbaumgelände gelegener Campingplatz direkt am Ende des Sandvinvatnet an der RV13. Beschildert ab Eingang Odda.
Mässige aber saubere Sanitäreinrichtungen. Entsorgungen vorhanden. Bei Regen etwas matschige Wiese. Kein Internet Kosten: Nkr. 200.-.

Flatlandsmo Camping, 5700 Voss (N)
Ruhig gelegener, grosser Campingplatz direkt an einem See mit schöner Aussicht in die Berge an der RV13, wenige Kilometer vor Voss. Wenig Touristenplätze. Neue, moderne Sanitäranlage. Chemie WC Entsorgung vorhanden, aber eine Abwasserentsorgung Kosten: Nkr. 200.-.

Amlesanden Camping, 6854 Kaupanger (N)
Selbstbedienungscampingplatz hinter dem Dorf Kaupanger in offenem, leicht abfallendem, kleinem Wiesengelände und ebener Platz direkt am Fjordufer. Ab RV5 beschildert. Nur WC und Kaltwassersanitäranlage, KEIN Strom. Ruhige, schöne Lage mit Sicht auf Fjord und angrenzende Berge. Kosten: Nkr. 100.-.

Kjornes Camping, 6856 Sogndal (N)
Wunderschön gelegener, auf verschiedenen Geländestufen angelegter Campingplatz am Sognedalsfjorden, etwas ausserhalb von Sognedal, direkt an der RV5 (in hörbarer Entfernung) mit schöner Sicht auf den Fjord und die Berge. Ganz neu erstelltes Sanitärgebäude mit gut eingerichteten WC/Duschkabinen. Chemie-WC Entsorgung vorhanden, Abwasser-entsorgungsanlage in Vorbereitung.
Kosten: Nkr. 230.-.

Geiranger Camping, 6216 Geiranger (N)
Grosser am Fjord gelegener Campingplatz, auf ebener Wiese mit Sicht auf den Fjord und die umliegenden Berge, direkt an der RV63 im Ort Geiranger. Durch Fluss in zwei Teile getrennt Gut eingerichtete Sanitäranlagen.Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Bei Regen etwas matschige Wiese.
Kosten: Nkr. 210.-.

Bobilplatz Alesund, Alesund (N)
Teer-Parkplatz für ca. 50 Camper in Alesund, direkt am Fjord, hinter Schiffsanlegestellen, beschildert mit P für Camper. Kleine Sanitäranlage vorhanden. KEIN Strom. Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. P auch Stundenweise möglich. Schöne Aussicht auf Fjord und Inseln. Ruhige Lage, aber Schleichweg für Insider. Kosten: Nkr. 160.- /24 Stunden.

Kviltorp Camping, 6419 Molde (N)
Gut eingerichteter Campingplatz direkt am Fjord mit phantastischer Aussicht über den Fjord und die gesamte Bergkette, an der E39. Gute, saubere Sanitäranlagen mit Imbiss auf dem Platz. Chemie WC Entsorgung vorhanden, aber keine Abwasserent-sorgungsanlage.
Ruhige Lage für Plätze direkt am Fjord. Flugplatz direkt in Sicht- und Hörweite, aber in der Nacht nicht störend – auch am Tag fast kein Flugverkehr. Kosten: Nkr. 195.-.

Lillehammer Camping, Lillehammer (N)
Gut eingerichteter, grosser Campingplatz direkt am Mjosasee mit schöner Aussicht auf See und Berge, am Stadtrand von Lillehammer. Ab E6 beschildert. Gute, saubere Sanitäranlagen. Bahnlinie oberhalb vom Platz in Hörweite, sonst ruhiger Platz.
Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Kosten: Nkr. 280.-.

Daftö Resort, Strömstad (S)
5-Sterne Campingplatz mit allen Schikanen, wie Swimmingpool, Restaurant, Bootsvermietungen, riesigem Kinderparadies, Minigolfanlage. Südlich von Strömstad, in der Schärenlandschaft direkt an einem Meeresarm gelegen, an der 176, ca. 8 km ab Autobahn E6. Terrassierte Plätze mit Sicht auf den Meeresarm. Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Sehr saubere, gepflegte Sanitäranlagen mit vielen Dusch-, WC und Familienkabinen. etc. Abwasser, Strom und Frischwasser direkt am Stellplatz. Sehr ruhig und idyllisch gelegen. Kosten: Skr. 315.-.

Camper Stellplatz Göttingen/Deutschland
Stellplatz-Koordinaten: N 51º 31 ‚392“ O 9º 55‘ 779“
direkt neben dem Badeparadies Eiswiese, liegt im Windausweg 6, 37073 Göttingen. Fahren Sie von der Autobahn A 7, Ausfahrt 73 (Göttingen) in Richtung Innenstadt und folgen dann der Ausschilderung zum Reisemobilplatz / Badeparadies Eiswiese / Stadion.
Als Uebernachtungsplatz auf dem Weg nach Scandinavien bietet sich in Göttingen / D, ca. 550 km von der Schweizer Grenze entfernt der Stellplatz in Göttingen an. Sauberer Uebernachtungsplatz für die Versorgung mit Frischwasser und Entsorgung von Abwasser ist gesorgt. Kosten 9 Euro, Strom km/h Euro 0.5, 100 Liter Frischwasser Euro 1.-

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Tipps zu Nahrungsmittel in Norwegen

Auch ich möchte mich einmal zu Wort melden, und zwar über die Grundnahrungsmittel. Man bekommt hier wirklich alles, auch Fleisch, nicht nur Fisch, wie viele vielleicht glauben. Gemüse, Salat, Kartoffeln, Milch, Butter und Brot, alles frisch und schmackhaft.
Nun aber ein Wort zu den letzten drei Genannten.
Milch gibt es in verschieden farbigen Packungen zu kaufen, also welche nehmen? Dunkelblau, hellblau, rot oder rosa? Vielleicht war es hausfrauliche Intuition oder Glück, auf jeden Fall erwischte ich immer die richtige Tüte. Einmal langte Markus ins Regal und nahm eine dunkelblaue Packung. Als er dann am Morgen einen Schluck aus der Tüte nahm, riss er im gleichen Moment die Türe auf und spie den Schluck nach draussen. “Pfui Teufel isch das gruusig, was isch das, das chame jo nöd trinke?“ Diese Milch war ganz dickflüssig und sauer. Beim Studium zweier verschiedener Tüten merkten wir dann, dass auf der Einen, Milk stand und auf der anderen Molk, also Molke und das ist nun wirklich nicht trinkbar. Man kaufe also Milk in der rosa Tüte. Bei einigen Läden sind die verschiedenen Milchsorten sogar auf einem Schild in verschiedenen Sprachen angegeben.

Nun zum Brot: dieses gibt es in verschiedenen Sorten, aber man findet nur Körnerbrot, Weissbrot gibt es nur sehr selten und Schwarzbrot haben wir bis jetzt nie gefunden. Leider gibt es die Brote nur in Jumbogrösse also für zwei Personen viel zu gross. So schneiden wir das Brot im Laden zu Scheiben, (jeder Laden besitzt eine Schneidemaschine) und frieren dann das Brot in Portionen ein.

Nun noch zur Butter: auch hier gibt es eine Fülle von verschiedenen Packungen, also welche nehmen. Butter in der Box oder in Folie verpackte, aus der Beschriftung werden wir auch nicht schlau. Das erste Mal hatten wir keine glückliche Hand und erwischten Bratbutter in der Box. Das zweite Mal kauften wir dann Smör in der Folie und es war Butter aber gesalzene (ist nicht so mein Ding). Ungesalzene habe ich leider noch nicht gefunden. Zu allem Elend gibt es auch Butter nur in Grosspackungen 450g Model, etwas Kleineres findet man nicht. So bleibt uns nichts anderes übrig als diese Butter bis ans Ende unserer Ferien aufzubrachen.

Noch ein Wort zum Mittagessen für Reisende: Man möchte ja nicht immer nur kalte Sandwichs essen und um ein richtiges Menu zu kochen reicht die Zeit ja nicht.
Bei u.a. findet man fast immer eine Ecke mit warmen Fertiggerichten. Da kaufen wir uns oft feine Pouletschenkel oder –Flügeli zu normalen Preisen.

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Rückblick – Norwegen 2009


Rückblick Süd- und Mittelnorwegen – September 2009

Nachdem wir durch den Wetterumsturz im Norden im 2009 wohl nicht mehr nach Norwegen zurückkehren werden, hier einen kleinen Rückblick mit Tipps für zukünftige Norwegen Reisende.

Südnorwegen

Das Land ist wunderschön, teilweise wild, dann oft wieder romantisch und idyllisch. Die Küstenregion von Südnorwegen ist, entgegen meinen ersten Erwartungen, felsig und mit kleineren bis mittelgrossen Gebirgszügen durchsetzt. Viele kleine und grössere schöne Buchten laden zwar zum Bade ein, aber das Wasser ist meist kalt bis sehr kalt. Oft sind es felsige Regionen, doch auch wunderschöne, weite Sandstrände haben wir besucht, die an Südsee-Regionen erinnern können, so weiss und fein ist der Sand. Kleinere und grössere Fjorde durchziehen die südliche Landschaft, die aber keinesfalls mit Fjord-Norwegen vergleichbar sind. Weite, grosse Mischwaldregionen haben wir durchfahren, gegen die Küste werden es oft wilde Buschlandschaften.
Die Leute leben von der Schafzucht, dem Fischfang und sicher auch vom Tourismus. Was immer wieder auffällt, sind die unzähligen kleinen und grossen Seen. Norwegen scheint ein endloses Wasserreservoir zu sein. Mehrmals haben wir uns gefragt: Wo kommt all das Wasser her? Die Berge sind nicht allzu hoch und oft sind die Berge links und rechts der Strasse kaum 100m höher und trotzdem sind überall Bäche und Seen zu sehen. Stufenweise geht der Bach gegen das Meer, von einem See in den Andern, oft durch 5,6 oder7 Seen hindurch bis er sein Endziel, die Nordsee erreicht hat.

Gegen Nordwesten dominieren die grossen Städte Stavanger und Haugesund. Hier heisst das grosse Geschäft ganz klar Erdöl. Riesige Hochsee-Schlepper kommen von den Nordsee Ölplattformen, wechseln Mannschaften aus, holen Verpflegung und Gerätschaften für die schwere Arbeit weit draussen in der stürmischen Nordsee.
Die Telemark-Region in der Mitte von Südnorwegen wird von riesigen und weiten Waldflächen bestimmt, die von flachen Bergketten durchzogen sind. Sie wirkt gegenüber dem Norden und dem Süden lieblich und idyllisch. Auch hier ist die Landschaft von kleinen bis grossen Seen durchzogen. Hier sieht man oft Kuhweiden und sogar einige Getreidefelder sind anzutreffen. Die grössten Getreidefelder haben wir aber südlich von Oslo angetroffen.

Mittelnorwegen (Fjordnorwegen)

Gleich östlich und nördlich von Stavanger beginnt die Gebirgsregion und die grossen Fjorde greifen wie riesige Finger ins Land hinein. Der Lysefjorden ist rund 50 km lang und lässt zum ersten Mal die wilde Landschaft der weiteren grossen Fjorde im Norden erahnen. Die Vegetation lässt spürbar nach, Fels- mit Graslandschaften durchsetzt mit Birken, Büschen und Flechten beherrschen das Bild.
Nordöstlich von Haugesund wird das Klima deutlich rauer, die ersten Gletscher, wie der Folgefonna oder der Hardangerjokulen werden sichTbar. Der Hardangerfjord, der zweitgrösste Fjord von Norwegen prägt das Bild dieser Gegend. Weit verzweigt, verästelt und tief (über 150km) zieht er mit seinen Meeresarmen ins Land hinein. Die Gletscherwelt ist fantastisch und nicht vergleichbar mit den Schweizer-Gletschern. Sie sind meist auf einer Höhe zwischen 1’000 und 1’800 m.ü.M anzutreffen, die Gletscherzungen reichen oft bis weit ins Tal hinunter und sind als Hängegletscher mit tiefen, grossen Spalten durchzogen. Man wundert sich sehr, dass vom Gletscher nur ein paar hundert Meter tiefer am Fjord die grössten Obstkulturen Norwegens gedeihen.
Etwas weiter landeinwärts öffnet sich auf rund 1’200 m Höhe die Hardanggervidda, die grösste zusammenhängende Hochebene Europas. Diese Fels- und Buschlandlandschaft ist ein Wander- und Veloparadies. Die sehr karge Vegetation ist von kleinen Birken und verschiedenen Moosarten durchsetzt und besonders in der Herbstzeit ein wahres Farbenspiel von hellgrün, über gelb bis dunkelrot. Hier gibt es auch die grösste freilebende Rentierkolonie von über 10’000 Stück – uns blieben sie leider verborgen. Es ist beeindruckend über eine so riesige Wildnis zu schauen, die nicht einmal am Horizont aufhört!
Am Rande der Vidda liegen verschiedene berühmte norwegische Skistationen wie z.B. Geilo. Skistationen wie wir sie kennen, sind es wohl nicht, die grossen und steilen Skipisten fehlen. Ich frage mich auch immer wieder wo wohl die grossen norwegischen Skifahrer das Skifahren erlernt haben könnten.
Etwas nördlich vom Hardangerfjord liegt die neben Oslo wohl berühmteste Stadt Norwegens: die alte Hansestadt Bergen. Obwohl sie am Meer zwischen Schären liegt, ist sie durch Bergzüge vom Hinterland abgetrennt. Dies macht es vielleicht auch aus, dass sie die regenreichste Stadt von Europa ist – auch wir haben das zu spüren bekommen.
Nördlich von Bergen bestimmt der grösste Fjord von Norwegen, der Sognefjord das Bild. Er reicht über 200 km weit ins Land hinein. Sehr viel weiter sind wir leider durch den kurz bevorstehenden Wintereinbruch nicht mehr gekommen.

Strassen

Die Strassen sind fast durchwegs in gutem bis sehr gutem Zustand. Man kann sich aber auf die Breite der Strassenbezeichnungen überhaupt nicht verlassen. (siehe unter Freitag 11.09.09) Auch die grossen und wichtigsten E-Strassen können plötzlich sehr eng werden. Auf allen Rv-Strassen muss man hinter der nächsten, schmalen Kurve mit einem schweren Brummi rechnen. Das Kreuzen ist schwierig und manchmal überhaupt nicht mehr möglich. Da hilft nur langsames und immer konzentriertes Fahren, sonst wird das Womo schnell einmal negativ abgeändert….! Man sieht genügend Womos mit verklebten Stossstangen und provisorisch festgemachten Seitenteilen. Auf Nebenstrassen hat es genügend Ausweichstellen und auch die grossen Trailer respektieren die kleineren Fahrzeuge und warten. Sie sind auch sofort einmal bereit, ihr schweres Fahrzeug zurück zu setzen, wenn die Ausweichstelle näher ist.

Womo-Fahrer grüssen sich grundsätzlich auf der Strasse. Die norwegischen Auto-Fahrer und vor allem Fahrerinnen (sorry liebe Frauen, Brigitte muss dies leider bestätigen) hingegen sind meist weniger nett und drängen sich oft bei schmalen Stellen einfach hindurch. Gut, um es etwa abzuschwächen, ich habe auch noch nie so viele Frauen hinter dem Steuer gesehen, wie in Norwegen. Ob das damit zusammen hängt, dass die Häuser in ländlichen Gegenden oft sehr, sehr weit von Einkaufsmöglichkeiten entfernt liegen? Man wird auch kaum mit einem Dankeszeichen bedacht, wenn man kurz ausstellt und sie vorfahren lässt.

Alle Strassen sind sehr gut mit den entsprechenden Nummern angeschrieben und die untere Tafel mit Nummer, weißt auf die nächst kommende grössere Strasse hin.
Manche Strassen und Tunnels sind kostenpflichtig. Besonders vor grösseren Städten häufen sich die „Bom-Stationen“, meist werden für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ca. 20 – 40 Kronen fällig.

Essen

In Norwegen sollte man Fisch, Lachs im speziellen, Crevetten und Krabben gern haben – dann kommt man bestimmt auf seine Kosten. Auf den grossen Hafenmärkten kann man sie fangfrisch erwerben – was aber nicht immer günstiger ist. In den grossen Supermärkten wird alles angeboten, was wir auch aus der Schweiz kennen. Speziell Schweinsfilet ist sehr preiswert. Im allgemeinen halten sich die Preise von Norwegen und der Schweiz die Waage.

Wetter

Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Dieses Motto trifft für Norwegen sicher zu. Im Küstenbereich wechselt es so schnell wie bei uns in den Bergen. Ein Regenschutz und ein warmer Pullover ist bei einer Norwegen-Reise unerlässlich, ebenso eine gut, funktionierende Heizung im Womo (was ja bei uns leider nicht der Fall war!) Im Innern des Landes, resp. im Hochland kann es sehr schnell abkühlen – wir können dies aus eigener Erfahrung sagen. Der Herbst hat sich im September in vollen Zügen entfaltet und hat zu farbenprächtigen Landschaften geführt. Der Winter bricht plötzlich herein und es haut keinen Norweger aus den Socken, wenn im September die Berge – der Höchste ist nur knapp 2’500 m hoch – bereits weiss sind.

Tourismus und Camping

Alles ist äusserst gut, übersichtlich und in verschiedenen Sprachen angeschrieben. Die Tourismusbüros haben lange Öffnungszeiten und verfügen über gute Prospekte und Unterlagen. Vor allem vor grösseren Ortschaften und grossen Städten sind auf speziell beschilderten Parkplätzen ausführliche Pläne mit Informationen aufgestellt. Ausser in den grossen Städten wie Stavanger, Haugesund und Bergen haben wir immer genügend Gratis Parkplätze gefunden. Die Sehenswürdigkeiten sind immer gut mit einem speziellen Zeichen signalisiert (braune Tafel mit weissen ineinander geschlungenen „Seilen“).

Es gibt sehr viele Campingplätze, sie sind aber in der Nachsaison oft schon geschlossen oder die Serviceangebote sind stark reduziert. Mehrheitlich sind es schön gelegene Plätze an einem Fjord, See oder Flusslauf. Sie sind einfach und sauber, verfügen meist über einen Hotspot (kostenpflichtig zwischen nKr. 20-30.- ), haben meist Waschmaschine und Tumbler. Platz haben wir immer genügend gefunden, oft waren wir nur zwei, drei oder vier Womos. Für die manchmal eher bescheidenen Einrichtungen sind sie relativ teuer (1 Womo, Strom und 2 Personen: um nKr. 200.-, wobei man für das Duschen meist separat 10 Kronen bezahlt), für die gleichen Preise fanden wir in Schweden vier, ja sogar fünf-Sterne Campingplätze mit allen Schikanen!
Freies campieren (Jedermannsrecht) ist meist kein Problem und ungefährlich, man sollte sich aber im Interesse von Anderen an die Vorschriften halten! Mindestens 50m von einem Privathaus entfernt, beschilderte Verbote einhalten, keine Zufahrtsstrassen versperren, Platz wieder sauber verlassen. Es wäre nämlich wirklich schade, wenn dieses Recht durch das schlechte Verhalten der Camper in Zukunft eingeschränkt werden müsste.
Über das Problem der öffentlichen Verkehrsmittel in den Grossstädten habe ich schon genügend geschrieben.

Fähren

Fähren hat es wie Sand am Meer – an verschiedenen Fjorden werden aber grosse Brücken gebaut, oder man gräbt einen Tunnel unter dem Fjord durch (meist mautpflichtig).
Verschieden grosse, bis 3-stöckige, gut eingerichtete Fähren sind wir gefahren. Sie verkehren an den meisten Fjorden regelmässig, die Konsultation eines Fahrplanes ist nicht nötig. Bezahlt wird an geöffneten Kassen oder direkt auf dem Schiff. Wichtig ist, dass man den Anweisungen des Personal strikte Folge leistet, sonst riskiert man einen langen, fast tödlichen Blick! Die Rampen sind oft sehr steil. Bei Womos mit grossem Überhang ist langsames Fahren beim hinauf- und hinunterfahren unerlässlich, sonst scheppert es hinten….! Womos werden grundsätzlich in zwei Kategorien eingeteilt: bis 6m geringe Kosten, ab 6m oft das Doppelte bis 3-Fache. So haben wir bis zu nKr. 410.- für eine Fahrt bezahlt, und haben trotzdem noch keine Anteile an der Fähre erworben….!

Geld

Grundsätzlich kann man (fast) alles mit einer Kreditkarte kaufen. Wir sind aber auf folgendes Problem gestossen: der Code bei den Norwegern sind nur 4-stellig – wir aber haben auf unserer VISA mindestens einen 6-stelligen Code. Es ist deshalb sinnvoll, den Code in der Schweiz kurzfristig auf 4 Stellen zu ändern. Bei vielen, aber eben nicht bei allen Codelesern kann man nur 4 Stellen eingeben und den Rest vergessen, es funktioniert auch. Nicht alle Geschäfte können nämlich den Beleg zur Unterschrift ausdrucken.
Für die „Bom-Stellen an Strassen und für Duschen auf den Campingplätzen ist es aber ebenso wichtig, immer ein paar 10 und 20 Kronen Stücke in der Tasche zu haben.

Allgemein sind wir begeisterte Norweger-Fans geworden. Nur sehr ungern haben wir unsere Reise abgebrochen. Es gäbe noch so viel zu sehen und zu erleben – fünf Wochen reichen bei weitem nicht aus für ein so riesiges Land.

Aber wie fast alle Norwegen-Reisende können wir nur eines sagen:

WIR KOMMEN BESTIMMT WIEDER!

Markus + Brigitte

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Norwegen 2009 – Samstag, 12.09.2009


Samstag, 12. September 2009 – Einkaufstour

Ja, ein Zeltplatz der seinesgleichen sucht…. ein wahrer Grossstadt-Zeltplatz. Gleich neben einer 4-spurigen Strasse geht es rechts hinunter. Zwar am Mosvatn (Vatn =See) eigentlich schön gelegen und mit alten Bäumen und grünen Grasflächen. Doch auf die Wiesen darf man nicht, angeblich sei es zu nass. Es stehen Kiesplätze oder Strässchen zur Verfügung, wo man das Womo einfach hinstellt, wie es gerade kommt. Kleine Bungalows am Rande des Platzes machen viel Autoverkehr. Zudem gehen kreuz und quer Rad- und Joggingwege durch den Platz. Es ist also auch in dieser Hinsicht für regen Verkehr gesorgt. Die Waschanlage ist alt aber sauber, Hotspot kennen sie noch nicht hier, man muss ganz nah an die Reception sitzen, damit man Empfang hat – immerhin sind die paar Tische überdacht! Eine Waschküche hat es, die Maschinen sind sogar relativ neu, doch die Preise bringen einem fast dazu, die Unterhosen nochmals anzuziehen: pro Waschgang oder Tumbler nKr. 40.- = sFr. 7.-!!

Allgemein sind die Preise der Oelstadt Stavanger sehr hoch. Der Kaffee ist ab sFr. 6.- zu haben, das Busticket für eine Fahrt von ca. 8 Minuten in die Stadt kostet einmal nKr. 12.- (sFr. 2.-), das andere mal gleich nKr. 24.- (sFr. 4.-).
Eine 3-stündige Bootsfahrt auf dem Lysebotn gleich mal satte nKr. 360.-, das sind doch rund sFr. 65.- !
Noch etwas zum Busbetrieb von Stavanger: die Informationen sind sehr dürftig. Als Tourist hat man grosse Schwierigkeiten, sich zurecht zu finden. Jegliche Informationen im Bus über Haltestellen, Fahrpreise fehlen, Stationen werden nicht ausgerufen, die Busse kommen und fahren wie es eben kommt. So hatte der Bus gleich über 20 Minuten Verspätung, dafür kam er beim Heimweg 15 Minuten zu früh.

Nun aber noch etwas zum heutigen Tag.
Nachdem sich Markus ziemlich laut Luft gemacht hat, über die defekte Heizung und unsere Stimmung nicht gerade die Beste war, beschlossen wir einen Fabrikladen in Sandnes aufzusuchen. Markus wollte eine Wolldecke (ohne Womo-Heizung!) und ich ev. eine gefütterte Norwegerjacke kaufen. Welch ein Reinfall. Den Fabrikladen haben wir zwar Dank GPS gefunden, kaufen konnte man dort fast alles für die Küche; Pfannen, Geschirr, Küchenutensilien usw. Dann gab es eine grosse Abteilung für Wolle und eine kleine Ecke mit Jacken und Pullover. Decken fanden wir keine einzige. Wir fuhren weiter zum nächsten Laden in Gjestal. Dieser macht gross Reklame für Jacken Pullis und Decken. Jacken und Pullis gab es, jedoch nur in den Grössen XL und XXL. Norwegerdecken fanden wir keine, dafür wieder viel Wolle. Vielleicht müssen wir eben selber stricken.
Am gestrigen Tag hatten wir bei Byrkjedal einen Souvenirshop besucht, der nebst Kerzen und vielem anderen auch Decken, Jacken, Fellschuhe (solche hatte ich als Kind einmal) und Mützen anbot. Da wir nun schon so weit gefahren waren, beschlossen wir, dahin zurückzukehren. Endlich kam nun Markus zu seiner Decke, ich zu einem warmen Halstuch und das Womo zu einem Rentierkleber.

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Norwegen 2009 – Freitag, 11.09.2009

Manefossen - 95 m hoch

Manefossen - 95 m hoch


Freitag, 11. September 2009 – Egersund, Manafossen, Stavanger In den Ferien schläft man doch etwas länger….wir nicht, wir wollen etwas erleben in den Ferien. Bereits um 09.00 Uhr fahren wir auf der 502 nach Ystebrod an die Küste. Ich war fest der Ansicht, dass ich etwas von schönem Fischerdorf und Strand gelesen habe, doch weit gefehlt – plötzlich war die Strasse zu Ende und um uns herum nur ein paar vereinzelte Häuser. Tja, man wird wohl auch im Kopf älter….

Also zurück auf die RV42 nach Skjerpe und dann wieder auf die breite E39 in Richtung Stavanger. Bei Vikesa verlassen wir sie und wechseln auf die 503 bis Byrkjedal, dann weiter auf der RV45 bis Gilija. Dann auf einer unnummerierten kleinen Nebenstrasse, aber durch einen Supertunnel wie auf der Autobahn zum Manafossen.

Zuerst noch etwas zum Strassennetz in Norwegen. Es ist unterteilt in:

– Europavei E-Strassen = Europastrassen (breit mit gelbem Mittelstreifen und Seitenstreifen)

– Riksveg RV (zweistellig) = Hauptstrassen (relativ noch breit, oft mit weissem Mittelstreifen und Seitenstreifen.

– Fylkesveg (dreistellig) = Nebenstrassen 1. oder 2. Klasse (schmal, meistens kein Mittelstreifen, oft aber weisse Seitenstreifen.

– Andre veger (unnummeriert) = Nebenstrassen 3. Klasse (sehr schmal, ohne jegliche Markierung, mit Ausweichstellen)

Der Zustand der Strassen ist meistens gut bis sehr gut. Man sollte sich aber z.B. bei einer RV45 NIE auf die Breite der Strassen verlassen! Mal ist sie so breit, dass zwei Lastwagen sehr gut kreuzen können, einige hundert Meter später ist sie so eng, dass sich zwei PW nur knapp kreuzen können. So kommt es als Womo-Fahrer immer wieder zu den schon früher beschriebenen hoch interessanten Begegnungen mit einem LKW. So war es auch heute der Fall, danke dass der LKW-Fahrer gleich mal für uns den Graben genommen hat.
Von kleineren Strassen reden wir schon gar nicht mehr – man fährt höchstens 40-50 km/h geradeaus und um die Kurve mit 20-30 km/h, alles andere wäre schon kriminell.

Zurück zum Manafossen. Auf dem Parkplatz angekommen, wurden die hohen Bergschuhe montiert. Es ging rund 30 Minuten steil bergaufwärts, ja teilweise fast senkrecht. Gut gesichert mit langen Ketten (um die waren wir froh) und auf 3 Treppen stiegen wir über feuchte, glatte Steinplatten rund 300 m in die Höhe. Das Rauschen kam näher und plötzlich sahen wir ihn am gegenüberliegenden Hang – der Manafossen. Über 90 Meter tief rauscht der Wasserfall in die Tiefe und prallt auf Steine, dass sich im ganzen Tal ein feiner Wasserfilm verbreitet. Ein grandioses Naturschauspiel! Wir haben zwar auch Wasserfälle in der Schweiz, aber unsere Flüsse und Bäche führen nicht so viel Wasser wie hier in Norwegen. Über Wassermangel müssen sich die Norweger sicher nie beklagen.
Das Wetter bewölkt mit 16-18 Grad.
Jetzt stehen wir auf einem Campingplatz in Stavanger – ein Platz der Superlative… doch mehr darüber morgen Samstag.

Manefossen - der Grösste

Manefossen - der Grösste

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