Skandinavien-Reisende: Hier stellen wir Ihnen „MaBri“ vor!

„MaBri“ sind zwei Womo Spezialisten welche ihre Erfahrungen bei unzähligen Nordland-Reisen sammelten und diese auf ihrer Blogseite auch anderen „Wohnmobil-Besatzungen“ mitteilen möchten.

mabrie-2Markus und Brigitte sind im Vor-Ruhestand und wissen aus eigener Erfahrung wo es am schönsten und wo die tollsten Uebernachtungsplätze zu finden sind.

Gleich auf ihrer Startseite haben sie Vorschläge von besuchten Campingplätzen aus dem Jahre 2016 read more

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Zusammenfassung: Tipp und Tricks zu Kosten/Finanzen unserer Nordlandreise 2016

Bei unserer 39tägigen Reise durch 10 Staaten legten wir insgesamt 7‘110 Strassenkilometer zurück. Dabei bewegten sich die Dieselpreise mit Fr. 1.44 in der Schweiz (teuer) und mit Euro-Cents 88 in Kaunas/Litauen am billigsten. Insgesamt kostete uns der Treibstoff Fr. 850.- was bei einem Durchschnitt von 10 Lt pro 100 km Kosten im Schnitt von Fr. 1.20 pro Liter Diesel ergibt. Die Schweiz ist also auch in Sachen Abgaben auf Treibstoffen in Europa absolute Spitze, trotz einer günstigen MwST von 8 %.

An 23 Tagen legten wir auf unserer Reise im Tages-Schnitt etwa 300 km zurück, wobei die längste Etappe diejenige von Göppingen nach Frederikshavn /DK von 799 km war. Die Strecke von Potznan /Polen nach Hause (1‘119 km) unterteilten wir gleichmässig auf zwei Tage was wischen 5 und 700 km ergab.
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Narvik/ N – Kiruna/ S

Das Schlafen auf einem städtischen Parkplatz in Narvik war ungewohnt und weil kostenfrei trotzdem sicher und sauber. Schliesslich waren wir ja mit unserem Camper autonom, weil wir Strom (auch 230 Volt), Frisch- und Abwasser (80 Liter), Toilette (ca. 5 Tage), Kommunikation (TV, Radio, Telefon) und letztendlich genügend Food im Kühlschrank und zudem Heizung (wichtig) hatten.

Uns fehlte es also an nichts. Auch der PW welcher neben uns irgendwann in der Nacht wegfuhr und am Morgen von der vermutlich gleichen Angestellten wieder parkiert wurde war eigentlich nicht der Rede wert.

$Wie immer frühstückten wir wiederum noch vor 0700 Uhr, bevor wir mit dem Camper die verschiedenen Viewpoints von Narvik im Westen (oberhalb des regionalen Flughafens) oder im Osten (Narvik Ski centre und Cable car) abfuhren. Meistens waren aber diese Points von Sträuchern und Bäumen zugewachsen, sodass wir nur teilweise die erwarteten Aussichten zu Gesicht bekamen.
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Kabelväg / Lofoten – Narvik / N

An dieser Strecke konkurrieren die Schönheiten der norwegischen Landschaften miteinander. Berge, Seen, hohe Bogenbrücken oder tiefe Tunnels unter dem Meer in Kombination mit Sonnenschein und den typischen Regenwolken vom Sommer 2016 entlockt uns immer wieder ein aah und ooh.

Gestern 23. Juni 2016 stimmten die Engländer über den Verbleib in der EU ab
und tatsächlich – wir konnten über SRF1 TV am 24.6. mitverfolgen – dass zwar die Schotten den Brexit hoch verwarfen, die Engländer mit gut 51 % der Stimmen innerhalb zwei Jahren aus der EU austreten werden. Das englische Pfund stürzte um über 14 % ab wohingegen der Schweizer Franken dank Intervention der SNB auf 1,08 zum Euro um etwa 3 % erstarkte.
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Ramberg – Kabelväg / Lofoten

Die vergangene Nacht war endlich wieder einmal ohne Sturm und grossen Regen. Sehr gut geschlafen!

Wir verlassen Ramberg um 0930 Uhr weiter Richtung Norden auf der E10. Kurz davor regnete es kräftig. Der Petrus wünschte uns wohl gute Fahrt. Auch ich wollte unsern „WatsUp Bekannten“ alles Gute wünschen. Bei vielen Anrufen blieb es allerdings beim Versuch, nur bei Walti und Silvia hatten wir Erfolg.

Das Gratis-Telefon in die Schweiz war aus meiner Sicht gut verständlich. Vorausgesetzt die Internetverbindung klappt. Auch bei Isabell und Dietmar hatten wir Erfolg, jedensfalls läutete Heidy’s Händy gerade dann, als wir um etwa 1230 Uhr auf der E10 wenden wollten um zum verpassten Camping Kabelväg Feriehus & Camping og einzubiegen.

Ausser norwegischen Campern und einer neu angekommenen deutschen Familie war der Platz verwaist. Trotzdem machten wir uns auf Platz 5 sofort mit Elektro-Anschluss und TV gemütlich. Wie üblich sind in Norwegen alle Kabäuschen mit Codes (1234) zutrittsgeschützt, Den Internetcode „Relac0m2015“ hätten wir auch, allerdings stellen wir fest, dass die Empfangsstärke für „WatsUp“ zu schwach ist.
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Ramberg / Lofoten

Die vergangene ganze Nacht stürmte und pfiff es gewaltig und rüttelte am Camper wie wir es noch nie erlebt hatten. Ein junger Mann mit einem grossen Rucksack und einem Kriechzelt suchte gegen 1700 Uhr noch einen möglichst ebenen Platz ohne grosse Pfütze hinter einem Lattenzaun aus, welcher ihm unmöglicherweise etwas Schutz bieten möge.

Er hatte offenbar Erfahrung im grössten Sturm sein kleines Zuhause aufzustellen. Dann verschwand er im Zelt.
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Bodö – Ramberg (Lofoten)

Nach einem wunderbaren Himmel am Abend mit blauen Störungen gegen Mitternacht wollen wir unbedingt die Mitternachtssonne nicht verpassen.

Noch lange sitzen wir im Führerhaus und lassen die Schneeberge in wechselndem Licht an uns vorbeiziehen. Doch irgendwann sind wir müde und legen uns zu Bett.

Punkt 2400 Uhr erwache ich und schiebe die Verdunkelung zu Seite. Es wird taghell und es blendet mich. Eine Sonne sehe allerding nicht und weil auch Heidy nicht mal erwachte schliesse ich die Dachluke und es schläft im nächsten Augenblick wieder weiter.
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Mosjöen – Bodö

Eines muss gleich richtiggestellt werden. Es gibt viele schöne und ruhigere Plätz in Nord-Norwegen. Der Camping von Mosjöen an der E6 gehört eindeutig nicht dazu!

Am Montagmorgen regnet es noch immer. Trotzdem sind wir froh um 0600 Uhr aus den Federn kriechen zu dürfen. Nach dem Frühstücken wird bei Regen von mir das E-Kabel zusammengerollt und Heidy ist für den Abwaschgang zuständig. Dabei vergesse ich doch tatsächlich die Türvorlage einzupacken.
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Levanger – Mosjöen

Heute fuhren wir von Levanger / Tröndelag alles auf der E6 ins 320 km nördlich liegende Mosjöen / Nordland. Die Geschichte von Mosjöen beginnt mit den ersten Packhäusern am Meer welche zu den Mo-Höfen etwas weiter nördlich gehörten. Mosjöener waren die grösste Gruppe der Lofotenfischer.

NordlandIn der rauen See kehrten manche Fischer nicht mehr zurück und die Witwen – meist Näherinnen – mussten ihre Waren selbst verkaufen. Weil zudem viele Kaufmänner ebenfalls in jungen Jahren starben mussten die Näherinnen selbst Handelshäuser gründen und auch führen. Die Bewohner der Lofoten-Inseln sprachen davon, dass sie in die Stadt wollten um bei „Enkjo“ (der Witwe) einzukaufen.

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Trondheim – Levanger

Bevor wir nordwärts weiterreisen besuchen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Trondheim (2016: 187 353 Einwohner). Es sind dies wie üblich in Norwegen, den Hafen, die Festung, den Nidaros-Dom und die Gamle (Altstadt) mit der Old Town Brücke.

Weder den Hafen (wo gerade zwei Hurtig-Routen Schiffe zu bewundern sind) noch das Kristiansten Fortress sollte man auslassen. Im Inneren der Festung wurden im 2. Weltkrieg noch am 1. Februar 1947 neben weiteren neun Wiederstandskämpfern auch Henry Rinnan exekutiert. 1718, gegen Ende des “Great Northern War” attakierte König Karl XII of Sweden mit einer Armee von 6‘900 Soldaten unter General Carl Gustaf Armfeldt diese Festung.
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Oslo – Hamar – Trondheim

Auf dem stadteigenen Marine-Stellplatz bis etwa 03.15 Uhr gut geschlafen. Dann poltert oder verwechselt unser norwegischer Nachbar doch tatsächslich in seinem Suff sein Heim. Eine weibliche Stimme korrigiert dann aber die Adresse und ich sehe gerade noch wie der unter „Drugs“ stehende in seinem Camper verschwindet.

Am Vorabend versuchte Heidy in der nahen Stadt noch Geld zu wechseln. Die im Führer angegebenen Banken sind jedoch alle ins Centrum verschwunden oder höchstens noch durch einen Automaten präsent. Dafür hat sie Lebensmittelläden entdeckt und frisches Brot gekauft. Beide schmecken wunderbar. Es war schon schwierig Bargeld in Dänemark zu tauschen, aber es scheint in Norwegen noch schwieriger zu sein.

Gegen 10 Uhr sind wir abfahrtbereit und können bereits im naheliegenden Kreisel auf die Osloer Ringstrasse Richtung Trondheim einbiegen. Ueberall sieht man die Registrierungskameras über der Fahrbahn. Ich gehe davon aus, dass uns daheim irgendwann die Rechnung ins Haus flattert.

Wir schätzen, dass auf der 535 km langen Fahrt Richtung Trondheim irgendwo auf eine Bank treffen, wo wir unser Bargeld doch noch los werden.
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Frederikshavn/DK – Oslo/Norwegen

Faere-FrederikshavnHeute Morgen verlassen wir den Nordstrandcamping in Frederikshavn um 07.45 Uhr und werfen den elektronischen Schlüssel einfach in den Briefkasten. Es ist offensichtlich üblich, dass auch bei einem Luxus Camping niemand eine halbe Stunde früher aufsteht damit die Reisegäste die Fähre der Stena-Line nach Norwegen erreichen.

HeidyDer gestrige Tag war mehr als trüb und am Nachmittag war meisten Regen angesagt. Also nicht wie 1974 als in Jütland der ganze Juni ein Hitzemonat war. Wir waren jung und taten es den Einheimisch in Sachen Kleidervorschriften gleich.

Dabei war es üblich, auch am Textilstrand nackt zu liegen oder beim Konzert mit einem Monokine zu stolzieren. Noch heute sehe ich die Kopenhagener Banker wie sie mit Anzug über Mittag im Park der Meerjungfrau sich einfach all ihrer Kleider entledigten und nach einer geraumen Weile wieder verschwunden waren. Mitsamt ihren Kravatten.
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Die Highlights unserer Norwegenreisen 2009 & 2010 – Fährverbindungen

Norwegen hat eine Fläche von rund 262’000km2 (ohne Spitzbergen mit 61’000km2 und ohne Königin-Maud-Land in der Antarktis mit 2,8 Mio. km2). Es ist somit über 6x so gross wie die Schweiz – ein riesiges und wunderschönes Land.
Wie man nach 7 Wochen auch in der Schweiz noch nicht jeden Winkel kennt, so kennt man in Norwegen in der gleichen Zeit nur einen kleinen Teil dieses Landes. Wir wollen uns deshalb in keiner Weise anmassen, zu sagen wir kennen nun Norwegen. Wir haben während unseren beiden Reisen den südlichen Teil und die Mitte von Norwegen kreuz und quer durchfahren, und es gibt in diesen Landesteilen noch immer viel, ja sehr viel zu sehen. Unsere Highlights-Liste ist deshalb natürlich nicht vollständig. Wir möchten Ihnen mit nachstehender Auflistung von Sehenswürdigkeiten bei der Planung einer Norwegen-Reise helfen. So können Sie die eine oder andere Schönheit des Landes mit einbeziehen und fahren nicht daran vorbei, was schade wäre.

RV13 Preikestolen 25 x 25m grosse Felsplatte 600 m über dem Lysefjorden mit einer spektakulären Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Berge. Man zweigt auf der RV13 in der Nähe von Jorpeland ab und folgt der ansteigenden Strasse ca. 6 km bis zur Preikestolenhytta (grosser kostenpflichtiger Parkplatz). Ab P ca. 2 Stunden zu Fuss über einen steinigen, zum Teil steilen Weg, vorbei an Bergseen und über Felsplatten zum Preikestolen. (Hin und Zurück ca. 4 Stunden)

RV13 Latefossen Eindrucksvoller Doppelwasserfall direkt an der RV13 in der Nähe von Odda.

E16 / E39 Bergen Zweitgrösste Stadt Norwegens mit rund 260’000 Einwohner in der Provinz Hordaland. Bergen ist die regenreichste Grossstadt Europa’s mit 250 Regentagen – es lohnt sich also einen Regenschirm im Womo mit zu nehmen. Sehenswert u.a. die hanseatische Baukunst des Hafenviertels von Bryggen, die Marienkirche und der Aussichtspunkt Floyen (320m ü M – Standseilbahn) mit Sicht über die ganze Stadt oder der Ulriken (642m ü M – Luftseilbahn) mit Sicht über die ganze Fjordlandschaft

E16 / RV13 Tvinnefossen Wundervoller breitgefächerter 152 m hoher Wasserfall, der über schwarze Kaskaden fliesst. Er liegt direkt an der Hauptstrasse zwischen Voss und Gudvangen.

E16 Stalheimskleiva An der E16 zwischen Voss und Gudvangen auf dem „Pass“ Abzweigung zum Stalheim-Hotel (ca. 300m ü M). Direkt hinter dem Hotel beginnt die alte Gebirgsstrasse und führt in 13 sehr engen, extrem steilen Haarnadelkurven mit 18% Gefälle in weniger als 2 Kilometer zur Talsohle vom Naeroydalen. Heute ist die Strasse Einbahn und nur von oben nach unten befahrbar. Die Hauptstrasse führt in einem neueren Tunnel talwärts.

E16 / RV601 Stavskirke Undredal Abzweigung zwischen den beiden Tunnels von Gudvangen nach Flam auf die RV601 zum kleinen Dorf Undredal (ca. 8 km), das direkt am Aurlandsfjorden liegt. Kleinste Stabkirche Norwegens mit nur 40 Sitzplätzen. Zudem bietet Undredal eine prächtige Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Berge.

E16 / RV5 Fähre Kaupanger-Gudvangen Ein einmaliger, wenn auch relativ teurer Fährausflug (Nkr 835.- bis 7m Womo mit 2 Personen) über den Sognefjorden und durch den weltberühmten und engsten Fjord aller norwegischen, befahrbaren Fjorde – den Naeroyfjorden. Rund 2 ½-Stunden dauert die Fährüberfahrt, zuerst über den weiten, lieblichen Sognefjorden (mit über 200km der längste Fjord der Welt) dann vorbei an den hohen, dunklen Felswänden des engen Naeroyfjorden.
Achtung: Hier gibt es vom 1.5. bis 30.09. lediglich 3 Abfahrten pro Tag. Ab Kaupanger: 09.30 / 12.05 / 16.00 Uhr – ab Gudvangen: 08.00 / 09.35 / 14.10 Uhr.

E16 Laerdalstunnelen Zwischen Aurlandsvangen und Laerdal wurde im Jahr 2000 nach nur 5 Jahren Bauzeit der mit 24,5km Länge, der längste Strassentunnel der Welt eröffnet. Die Besonderheit im Tunnel: 3 riesige blau-gelb beleuchtete Hallen und eine leicht kurvige Streckenführung um die Konzentration der Fahrer zu fördern (Mautfrei).

E16 Stavskirke Borgund Nach dem Laerdaltunnelen rechts weiter auf der E16 ca. 20 km zu einer der ältesten und schönsten Stavskirken Norwegens nach Borgund. (Abzweigung von der E16 auf die alte Strasse nach einem Tunnel und ca. 2 km zurück fahren).

RV243 (?) Aurlandsvegen Von Aurlandsvangen bis Laerdal führt der Aurlandsvegen (auch Snovegen –Schneeweg – genannt) auf bis rund 1’400m ü M. Ein phantastischer Ausblick über den Aurlandsfjorden auf der einen Seite und in die Jontheimgruppe mit den höchsten Bergen Norwegens auf der andern Seite. Auch im Juni oder sogar im Juli können hier meterhohe Schneemauern den Weg säumen.
Früher musste in den Sommermonaten dieser Weg genommen werden (im Winter bestand ein Fährbetrieb) – heute führt die E16 durch den 24,5 km langen Laerdalstunnelen (Mautfrei).

E134 Stavskirke Heddal An der E134 ungefähr 4 km ausserhalb Notodden in in der Provinz Telemark, die wohl schönste und grösste Stavskirke – 26m hoch – aus dem 12. Jahrhundert.

E136 Alesund – Aksla Die E136 führt nach Alesund. eine Stadt mit rund 42’000 Einwohner, die auf verschiedene Inseln verteilt ist und direkt am Meer liegt. Vom Stadtpark aus gelangt man über 418 Stufen auf den Stadtberg und Aussichtpunkt Aksla. Von hier aus geniesst man eine phantastische Rundsicht über die Stadt, das Meer mit seinen Inseln und in die nahen Berge.

RV45 Manafossen Ist mit 92m der höchste Wasserfall der ProvinzRogaland. Man zweigt bei Gilja von der RV 45 in einen Tunnel ab und folgt der Strasse bis zu einem Parkplatz (kostenpflichtig). Ab P ca. 30-45 Minuten zu Fuss, steil ansteigender Weg mit Ketten, Treppen und Seilen gesichert. (Hin- und Retour 1 Stunde)

RV460 Lindesnes fyr Der südlichste Punkt von Norwegen in einer wild-romantischen Gegend wird von einem Leuchtturm bewacht.

RV468 Skinnvegen Hochlandstrasse von Nomeland – Setesdal (RV 9) ins Sirdalen nach Tonstad (RV 42) oder nach Lysebotn. Die Strasse führt über einsame, karge Hochebenen, vorbei an unzähligen Seen und vielen Schafweiden mit prächtigen Aussichten. Spektakuläre Serpentinenstrasse von 1000m ü M zum Lysefjorden in 27 Haarnadelkurven und einem 900m langen einspurigen Tunnel (beleuchtet mit Ausweichstellen) mit über 10% Gefälle!

RV5 Norsk BreMuseum Direkt an der RV5 befindet sich das norwegische Gletschermuseum, was wirklich sehenswert ist. Ein Rundgang durch einen Besuchertunnel mit verschiedenen, eindrücklichen Filmstationen sowie der hoch interessante Grossleinwandfilm über den Jostedalbreen darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

E6 Lillehammer Die Olympiastadt Lillehammer mit rund 26’000 Einwohner liegt am Mjosasee und rund 180 km nördlich von Oslo. Im Jahr 1994 fanden hier und in der Umgebung die olympischen Winterspiele statt. Für die Besichtigung der zwei grossen Schanzen etwas oberhalb der Stadt sollten Sie auch im Sommer einen Stopp einlegen (beschilderter, kostenpflichtiger Parkplatz). Die Storgata ist die Fussgängerzone der Stadt und ist bekannt durch die teilweise alten farbenfrohen Holzhäusern. Ca. 60 km südlich liegt in Hamar – ebenfalls an der E6 – die berühmte Olympiahalle einem umgestülptem„Wikingerschiff“ nach empfunden, der Austragungsort für Eiskunstlauf und Eisschnelllauf.

E6 Oslo Die Hauptstadt Norwegens hat 590’000 Einwohner (Grossraum 1,9 Mio.) und liegt am gleichnamigen Fjord. Berühmte und sehenswerte Objekte sind u.a. die Festung Akershus, das Rathaus, das neue Opernhaus, die Vigeland-Anlage im Frognerpark, das königliche Schloss und die Skisprunganlage Holmenkollen, sowie das Hafenviertel Akerbryggen mit seinen Restaurants und Cafes zum verweilen.

RV63 Geirangerfjord/Geiranger An der RV63 zwischen der Fährstation Eidsdalen und der Abzweigung an der RV15 liegt der weltberühmte Geirangerfjorden mit dem Drei-Schwestern-Wasserfall. Vom Breiddalen führt die Strasse an der Djupvasshytta (ca. 1000 m ü M) vorbei (Abzweigung zum 1450m hohen Aussichtspunkt Dalsnibba – kostenpflichtig). Ab hier geht es auf kurvenreicher Strasse nach Geiranger hinab. Eine Fahrt mit einem Ausflugsboot oder der Fähre nach Hellesylt auf dem Geirangerfjorden ist sicher ein einmaliges Erlebnis und sollte auf keinen Fall verpasst werden.

RV63 Trollstigen Die wohl berühmteste Gebirgsstrasse / Pass Norwegens zwischen Andalsnes und der Fährstation Linge in Romsdal. Die Strasse windet sich in 11 Haarnadelkurven von 0 auf über 850 m ü M. Direkt an der Strasse rauscht der Stigfossen über die Felswand ins Isterdalen hinunter.

RV64 Atlantikveien Norwegens Bauwerk des Jahrhunderts zwischen Molde und Kristiansund in der Provinz More og Romsdal. Diese imposante nur 8,3 km lange Strasse führt durch eine malerische Schärenlandschaft über 8 Brücken und mehrere kleinere Inseln. Anfangs des 20. Jahrhundert wurde ursprünglich eine Eisenbahnlinie geplant und viel später zwischen 1983 –1989 als Strasse gebaut.

RV7 Hardangervidda Natursenter Modernes natur- und kulturhistorisches Erlebniscenter in Ovre Eidfjord (Provinz Hordaland), direkt an der RV 7, bevor die Strasse in steilen Kehren zum Voringsfossen und später auf die Hardangervidda führt. Es ist ein absolutes MUSS, sich den eindrucksvollen und grandiosen Film auf einer 5-flächigen runden Leinwand anzusehen.

RV7 Steindalsfossen Imposanter wunderschöner Wasserfall direkt an der RV7 unmittelbar hinter Norheimsund. Ein kleiner Fussweg führt hinter dem Wasserfall hindurch.

Fährverbindungen, Fahrzeiten und Fährpreise in Norwegen

Immer wieder werden wir angefragt, wie es auf den norwegischen Fähren so zu und her geht, wie oft sie fahren und was sie kosten. Dies hat uns vorgängig auch interessiert und es ist manchmal wirklich schwierig auf eine aussagekräftige, aktuelle und zuverlässige Internetseite zu gelangen. Mit Ausnahme der Fjord1 Internetseite die wirklich super ist! Grundsätzlich gibt es im Süden nur die (http://eng.tide.no/Default.aspx?pageid=1052) und in Mittelnorwegen die (www.fjord1.no/en/) Fährlinien. Wir sind uns da nicht sicher, ob es auch noch andere Fährlinien gibt.

Mann muss sagen, dass die Fähren (auch Tunnel-, Brücken- und Strassengebühren) in Norwegen relativ teuer sind und ein wesentlicher Bestandteil einer Norwegen-Reise sind. Wir haben für unsere 3-wöchige Reise im Juni für Fähren (12 Inland-, 1 DK-N/1 DK-D-Fähren), Tunnelstrecken (3) und Strassen (4)- und Brückengebühren (2 Inland und 1 S-DK) fast Fr. 1’200.- ausgegeben.
Die Benutzung dieser Fähren ist denkbar einfach. Die Strasse auf der man fährt, endet irgendwo an einem Fjord, dort geht die Fähre über den Meeresarm und auf der anderen Seite geht die Strasse wieder weiter. Achtung: es gibt auch Fährstationen, von denen man an zwei oder drei verschiedene Orte fahren kann. Da ist Vorsicht geboten, welche am Boden nummerierte Spur man nehmen muss.
Man fährt also auf die Spur 1 und stellt das Auto hinter den bereits wartenden Autos ab. Bei gewissen Fährverbindungen hat es bei der Zufahrt vorgängig ein bedientes Kassenhaus, wo bezahlt werden muss. Oft wird man über die Länge des Womos gefragt – es bringt nichts, dabei falsche, kleinere Angaben zu machen. Der Kassier hat meist ein geschultes Auge oder ein Messband dabei, zwischendurch kann er auch einmal den Fahrzeugausweis verlangen.
Steht man auf der wartenden Spur, kann man das Auto ruhig verlassen und sich umsehen bis die Fähre kommt – man sieht ja wie weit die Fähre noch vom Ufer weg ist. Ob man das erste oder x-ein Fahrzeug in der Schlange ist – immer auf das Zeichen des Personals warten. Sie winken und weisen einem die entsprechende Spur zu. Hat man noch nicht an einem Kassenhäuschen bezahlt, wartet man im Womo bis direkt am Fahrzeug einkassiert wird. Später kann man das Fahrzeug verlassen und sich auf der Fähre frei bewegen. Auf (fast) allen Fähren gibt es einen Imbissstand mit u.a. feinen Polser (Würste, meist mit Speck ummantelt) als eine Art Hot Dog.
Bei der Ankunft bitte immer rechtzeitig im Auto sein und auch dort wieder eventuelle Weisungen vom Personal beachten.

Fahrzeiten
Fähren als Verbindungen zwischen Europastrassen (E ..) oder ein- und zweistelligen Riksvegen / Ryfylkevegen (RV ..) fahren am Tag fast immer regelmässig, man muss kaum einmal länger als 20 Minuten warten. Sogar bei dreistelligen RV – Strassen, die viel befahren werden, oder Touristenstrassen sind, fahren die Fähren sehr oft. Bei Fährverbindungen für kleinere und weniger befahrene Strassen sollte man sich über die Fahrzeiten erkundigen.

Fahrpreise
Wir haben im September 2009 und Juni 2010 für jeweils 1 Womo bis 7m Länge inkl. Fahrer und Zweitperson (Womos bis 6m sind ca. 50-70% dieses Preises) folgende Preise in norwegischen Kronen (Kurs ca. Sfrs. 18.00 = NKr. 100) für nachstehende Fährverbindungen bezahlt:

Fährverbindung mit Anbieter sowie Preisen in NKr.

Mortavika nach Arsvagen – Tide ASA – E39 – NKr. 404.-
Lauvvik nach Oanes – Tide ASA – RV13 – NKr. 171.-
Hjelmeland nach Nesvik – Tide ASA – RV13 – Nkr. 171.-
Lofallstrand nach Gjermundshamn – Tide ASA – RV48 – NKr. 244.-
Fodnes nach Mannheller – Fjord1 – RV5 – NKr. 185.-
Utne nach Kvanndal – Tide ASA – RV550 / RV7 – NKr. 102.-
Bruarvik nach Brimnes – Tide ASA – RV7 – NKr. 218.-
Hella nach Dragsvik – Fjord1 – RV55 – NKr. 157.-
Eidsdal nach Linge – Fjord1 – RV63 – NKr. 171.-
Solsnes nach Afarnes – Fjord1 – RV64 – NKr. 185.-
Vestnes nach Molde – Fjord1 – RV64 – NKr. 301.-
Kaupanger nach Gudvangen – Fjord1 – NKr. 835.-

Verbindungen Deutschland – Dänemark – Norwegen

Es existieren verschiedenen Angebote von Deutschland nach Dänemark resp. nach Norwegen. Die Colorline bietet die Linie Kiel – Oslo (19 Std. 30 Min.), Hirtshals – Larvik (3 Std. 15 Min.) und Hirtshals – Kristiansand (3 Std. 45 Min.) an. Die Scanlines bietet die Linien Puttgarten – Roedby (45 Min.) und Rostock – Gedser (1 Std. 40 Min.) und die Fjordline noch Hirtshals – Stavanger (11 Std. 45 Min.) – Bergen (19 Std. 30 Min.) an.
Im weiteren bieten sich noch Fährverbindungen von Dänemark nach Schweden oder von Deutschland nach Schweden an.

Wir haben für die Fähren von Hirtshals – Kristiansand Euro 271.- und die Strecke Roedby – Puttgarden Euro 128.- bezahlt, wobei man für die Strecke über Schweden den Brückenzoll für die Öresundbrücke von Euro 80.- einrechnen muss.
Fährt man auf der E20 durch Dänemark hindurch nach Flensburg so wird ein weiterer Brückenzoll von Euro 47.- über den Grossen Belt fällig.

Wir sind der Meinung, dass die Fährverbindung zwischen Hirtshals und Kristiansand ideal für einen Reisebeginn im Süden sind. Wählen Sie den Beginn der Reise ab Oslo so ist die Fähre von Puttgarden – Roedby dann über den Öresund nach Schweden sicher vorteilhaft. Dies auch, weil man damit den stauanfälligen Elbetunnel in Hamburg meiden kann. Man fährt kurz vor Hamburg von der A7 auf die A1/E22 nach Lübeck – Puttgarden.

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Göttingen – Zürich (650km)

Nach der gestrigen langen Fahrt haben wir jetzt nur noch 650 km vor uns und werden heute Samstagnachmittag – wenn alles gut läuft – nach gut 6 Stunden reiner Fahrtzeit zu Hause sein.
Einmal mehr um 04.15 Uhr geht der Wecker ab und um Punkt 05.00 Uhr fahren wir vom Platz weg und zurück auf die Autobahn A7. Trotz der frühen Zeit ist schon viel los auf der Autobahn, die Automobilisten die gestern im Stau standen, sind wohl jetzt auch im Süden angekommen. Einmal mehr haben wir Stau-Glück, denn kurz vor Stuttgart hat direkt vor uns ein Lastwagen eine Panne und verursacht später einen Stau von 8 Kilometern Länge. So hören wir es im Radio als wir bereits Stuttgart hinter uns gelassen haben.
Trotz intensivem Ferienverkehr erreichen wir die Grenze bereits kurz nach 11.00 Uhr, etwas später sind wir bereits beim Mittagessen in Schaffhausen bei unseren Eltern – herzlichen Dank! Am Nachmittag sind wir noch zu Kaffee und Eistorte bei Armin und Heidy in Winterberg eingeladen – auch hier besten Dank!
Am späteren Nachmittag erreichen wir dann unser zu Hause nach über 6500 km unfallfreier Fahrt und fast 100 Stunden hinter dem Steuerrad unseres Fiat Ducato.

Wir wollen diese 3-wöchige Norwegen-Reise mit diesem letzten Bericht abschliessen.
Danken möchten wir vor allem Armin Meier (Kapomuck) für seine zu Verfügung gestellte Internet-Seite, verbunden mit seiner grossartigen Arbeit (hat unsere Fotos und weiteres Bildmaterial verarbeitet). Danken möchten wir aber auch all unseren treuen Leserinnen und Leser. Gerne hoffen wir, dass wir viele erreicht haben und vielleicht auch für eine eigene Norwegen-Reise inspiriert haben. Wir stehen gerne für Sachfragen oder Details zur Verfügung soweit es in unseren Möglichkeiten steht.

Wir werden in der kommenden Woche noch mit ein paar Tipps und Zahlen aufwarten.

Eure Brigitte & Markus

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Campingplätze auf unserer Reise (D/DK/N/S)

Camper Stellplatz Göttingen

In der Vor- oder Nachsaison muss man grundsätzlich keine Campingplätze im voraus buchen. Wenn man zu einer „christlichen Zeit“ auf dem Platz eintrifft, findet man immer einen Platz. In der Hauptsaison wird es sicher Probleme in den grossen Touristenorten geben, denn sie sind schon jetzt relativ gut belegt. In Norwegen hat es viele Campingplätze, sie können aber oft ab Mitte September bereits geschlossen sein. Die norwegischen Campingplätze sind einfach bis gut eingerichtet, die bekannten „Firstclass-Plätze“ vom Süden, von Deutschland oder auch von Dänemark findet man hier nicht. Sie sind aber sauber, gepflegt und meist wunderschön gelegen, sei es an einem Fluss, See oder Fjord. Sie haben kaum Einkaufsmöglichkeiten oder ein Restaurant auf dem Platz. Die Plätze verfügen meist über einen Internetempfang, der aber bis zu Nkr 40.- per Stunde (ca. Sfr. 7.20) kosten kann. Waschmaschinen und Tumbler sind meistens vorhanden, aber relativ teuer (Kosten ca. Nkr. 20-40 pro Maschine). Die Reception ist bei vielen Plätzen trotz intensiver Belegung nur Stundenweise geöffnet.
Viele Plätze gehören zum NAF Camp, der norwegischen Campingvereinigung. Bei manchen Plätzen mussten wir leider feststellen, dass eine Entsorgung für das Abwasser nicht vorhanden ist, was übrigens auch für viele Tankstellen gilt. Oft ist eine Entsorgung angegeben die sich dann aber als defekt oder gar nicht mehr vorhanden herausstellt.
Wir haben nachstehend die von uns besuchten Campingplätze aufgelistet und die verschiedenen Vor- und Nachteile versucht aufzuzeigen. Die angegebenen Kosten sind immer für 1 Womo, 2 Personen, Strom und Taxen. Duschen sind oft separat zu bezahlen und kosten meist Nkr. 10.- für 4 bis 7 Minuten. Daher sollte man stets die 10-er Münzen für die Duschen sammeln. (20-er übrigens für die Zahlstellen auf den Strassen)

Campingplatz zur Perle, D-25761 Büsum (D)

Sehr gut eingerichteter Campingplatz mit eigenem gutem Restaurant, direkt hinter dem Deich an der Nordsee. Nummerierte Stellplätze mit eigenem Wasser-, Strom, sowie Abwasseranschluss. Sehr saubere, gepflegte Toiletten- und Waschanlagen. Gute Entsorgungsanlagen. Ruhige Lage etwas ausserhalb Büsum, ab Hauptstrasse Büsum gut beschildert. Frische Brötchen auf dem Platz. Kosten: Euro 19,70.

Skiveren Caming, Skiveren (DK)
Top eingerichteter Campingplatz mit Restaurant und Einkaufsladen. Waschanlage für Womo/Auto, Fitnessraum, Schwimmbad, Solarium, eigene Velo’s, Minigolfanlage. Sehr ruhige Lage, direkt hinter den Dünen an der Nordsee. Die Plätze sind durch Buschwerk abgetrennt und nicht allzu gross. Sehr saubere, gepflegte Toiletten- und Waschanlagen. Gute Entsorgungsanlagen. Von der Hauptstrasse Hirtshals – Skagen gut beschildert. Kosten: DKr. 194.-.

Hornnes Camping (NAF), Hornnes (N)
Mässig eingerichteter Campingplatz. Sehr schön gelegen direkt auf einer Halbinsel am Breifla See in einem lichten Waldstück, sehr ruhig, ca. 5 km vor Evje an der RV9. Eine neue, moderne Sanitäranlage steht kurz vor der Vollendung. Entsorgung und Chemie-WC Entsorgung vorhanden. Kein Internet. Sehr netter Platzwart. Kosten: Nkr. 160.-.

Lysebotn Turistsenter, 4127 Lysebotn (N)
Mässig bis knapp eingerichteter, kleiner Campingplatz auf grosser und kleiner Wiese mit schöner Sicht auf den Fjord. Kleine, mässig gepflegte Sanitäranlage. Kleine Imbissecke/Kaffee mit Terrasse. Wird vor allem durch Sportler (Gleitschirmflieger, Kanuten etc.) genutzt, daher am Abend/Nacht etwas laut. Keine Entsorgungsmöglichkeiten. Für das Gebotene sehr teuer! Einziger Platz in Lysebotn! Kosten: Nkr. 265.-.

Preikestolen Camping, 4100 Jorpeland (N)
Sehr grosser, schön angelegter, ruhiger Campingplatz an der Strasse zur Preikestolhytta. Aufgelockertes Wiesengeländer mit Baumgruppen an einem kleinen Fluss/Teich. Gepflegte und gut eingerichtete Sanitäranlagen, Restaurant und begrenzte Einkaufsmöglichkeiten. Stromanschlüsse sind sehr spärlich und müssen mit Nachbarn geteilt werden (lange Kabelrolle nötig!) Busverbindung zur Preikestolhytta (Ausgangspunkt zur Wanderung zum Preikestolen). Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Kosten: Nkr. 280.-.

Odda Camping, 5750 Odda (N)
Relativ ruhiger (an kleiner Nebenstrasse, zudem gehen Fussgängerwege quer durch den Platz), kleiner in einem lichten Laubbaumgelände gelegener Campingplatz direkt am Ende des Sandvinvatnet an der RV13. Beschildert ab Eingang Odda.
Mässige aber saubere Sanitäreinrichtungen. Entsorgungen vorhanden. Bei Regen etwas matschige Wiese. Kein Internet Kosten: Nkr. 200.-.

Flatlandsmo Camping, 5700 Voss (N)
Ruhig gelegener, grosser Campingplatz direkt an einem See mit schöner Aussicht in die Berge an der RV13, wenige Kilometer vor Voss. Wenig Touristenplätze. Neue, moderne Sanitäranlage. Chemie WC Entsorgung vorhanden, aber eine Abwasserentsorgung Kosten: Nkr. 200.-.

Amlesanden Camping, 6854 Kaupanger (N)
Selbstbedienungscampingplatz hinter dem Dorf Kaupanger in offenem, leicht abfallendem, kleinem Wiesengelände und ebener Platz direkt am Fjordufer. Ab RV5 beschildert. Nur WC und Kaltwassersanitäranlage, KEIN Strom. Ruhige, schöne Lage mit Sicht auf Fjord und angrenzende Berge. Kosten: Nkr. 100.-.

Kjornes Camping, 6856 Sogndal (N)
Wunderschön gelegener, auf verschiedenen Geländestufen angelegter Campingplatz am Sognedalsfjorden, etwas ausserhalb von Sognedal, direkt an der RV5 (in hörbarer Entfernung) mit schöner Sicht auf den Fjord und die Berge. Ganz neu erstelltes Sanitärgebäude mit gut eingerichteten WC/Duschkabinen. Chemie-WC Entsorgung vorhanden, Abwasser-entsorgungsanlage in Vorbereitung.
Kosten: Nkr. 230.-.

Geiranger Camping, 6216 Geiranger (N)
Grosser am Fjord gelegener Campingplatz, auf ebener Wiese mit Sicht auf den Fjord und die umliegenden Berge, direkt an der RV63 im Ort Geiranger. Durch Fluss in zwei Teile getrennt Gut eingerichtete Sanitäranlagen.Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Bei Regen etwas matschige Wiese.
Kosten: Nkr. 210.-.

Bobilplatz Alesund, Alesund (N)
Teer-Parkplatz für ca. 50 Camper in Alesund, direkt am Fjord, hinter Schiffsanlegestellen, beschildert mit P für Camper. Kleine Sanitäranlage vorhanden. KEIN Strom. Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. P auch Stundenweise möglich. Schöne Aussicht auf Fjord und Inseln. Ruhige Lage, aber Schleichweg für Insider. Kosten: Nkr. 160.- /24 Stunden.

Kviltorp Camping, 6419 Molde (N)
Gut eingerichteter Campingplatz direkt am Fjord mit phantastischer Aussicht über den Fjord und die gesamte Bergkette, an der E39. Gute, saubere Sanitäranlagen mit Imbiss auf dem Platz. Chemie WC Entsorgung vorhanden, aber keine Abwasserent-sorgungsanlage.
Ruhige Lage für Plätze direkt am Fjord. Flugplatz direkt in Sicht- und Hörweite, aber in der Nacht nicht störend – auch am Tag fast kein Flugverkehr. Kosten: Nkr. 195.-.

Lillehammer Camping, Lillehammer (N)
Gut eingerichteter, grosser Campingplatz direkt am Mjosasee mit schöner Aussicht auf See und Berge, am Stadtrand von Lillehammer. Ab E6 beschildert. Gute, saubere Sanitäranlagen. Bahnlinie oberhalb vom Platz in Hörweite, sonst ruhiger Platz.
Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Kosten: Nkr. 280.-.

Daftö Resort, Strömstad (S)
5-Sterne Campingplatz mit allen Schikanen, wie Swimmingpool, Restaurant, Bootsvermietungen, riesigem Kinderparadies, Minigolfanlage. Südlich von Strömstad, in der Schärenlandschaft direkt an einem Meeresarm gelegen, an der 176, ca. 8 km ab Autobahn E6. Terrassierte Plätze mit Sicht auf den Meeresarm. Alle Entsorgungsanlagen vorhanden. Sehr saubere, gepflegte Sanitäranlagen mit vielen Dusch-, WC und Familienkabinen. etc. Abwasser, Strom und Frischwasser direkt am Stellplatz. Sehr ruhig und idyllisch gelegen. Kosten: Skr. 315.-.

Camper Stellplatz Göttingen/Deutschland
Stellplatz-Koordinaten: N 51º 31 ‚392“ O 9º 55‘ 779“
direkt neben dem Badeparadies Eiswiese, liegt im Windausweg 6, 37073 Göttingen. Fahren Sie von der Autobahn A 7, Ausfahrt 73 (Göttingen) in Richtung Innenstadt und folgen dann der Ausschilderung zum Reisemobilplatz / Badeparadies Eiswiese / Stadion.
Als Uebernachtungsplatz auf dem Weg nach Scandinavien bietet sich in Göttingen / D, ca. 550 km von der Schweizer Grenze entfernt der Stellplatz in Göttingen an. Sauberer Uebernachtungsplatz für die Versorgung mit Frischwasser und Entsorgung von Abwasser ist gesorgt. Kosten 9 Euro, Strom km/h Euro 0.5, 100 Liter Frischwasser Euro 1.-

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Strömstad (S) – Göttingen (D) (1060km)

Bereits ein paar Minuten vor 04.00 Uhr bin ich wach und mache mich innerlich für die Fahrt nach Deutschland bereit. Etwas nach 4 Uhr musste auch Brigitte erwachen, was im Norden ganz einfach ist – Verdunklungsrollo auf und Tageslicht kommt herein, auch wenn es erst 04.00 Uhr ist. Die Sonne erwacht nämlich in Strömstad schon einige Minuten früher und auch während der Nacht ist es nie vollständig dunkel.

Wir trinken einen kurzen Kaffee und dann geht alles sehr schnell. Womo ab den Böcken fahren, Stromkabel einziehen, Abwasser entsorgen, Frischwasser fassen und Campingplatzschlüssel im Briefkasten einwerfen.
Und ab geht die Post, schnell nach Strömstad, entgegen den Anweisungen vom Navi, fahren und auf die E6. Nach den ersten 6 Kilometern ist es klar – Pech gehabt, in Strömstad gibt es nur eine Einfahrt nach Norden in Richtung Oslo. Es geht also schon gut los, umkehren und am Camingplatz wieder vorbei rauschen, dann auf die E6 S in Richtung Göteborg. Die E6 ist keine Autobahn, sondern nur eine gut ausgebaute Schnellstrasse. Erst einige Kilometer später ist die Autobahn wieder gebaut und befahrbar. Sie sind schon noch ein wenig hinter dem Mond, die guten Nordländer in Sachen Autobahn! Von Göteborg bis Oslo besteht noch keine durchgehende Autobahn, ebenso wenig wie von Oslo nach Stockholm oder von Oslo nordwärts ist nur ein kleines Stück fertig. Und ist man endlich auf einem Stück Autobahn ist es durchaus möglich, dass nur 80, 90 oder 100 signalisiert sind, obwohl gemäss offizieller Tempolimite 110 km/h zulässig wären.

Mehr oder weniger zügig fahren wir die rund 400 km bis Malmö mit einem Tankstopp durch, überqueren für 78 Euro die immer wieder faszinierende Öresundbrücke mit anschliessender Tunnel-Unterquerung des nachfolgenden Fjords.

Der Verkehr hat im Laufe des Morgens stark zugenommen, der Grund ist uns seit gestern leider bekannt. In Schweden ist Midsummer-Fest, das heisst Schul- und Arbeitsfrei vom Freitag bis Montag, zudem ist Sommerferienanfang in fünf deutschen Bundesländer, u.a. Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ein Superstart für unsere Rückreise. Im Internet werden im Grossraum Hamburg Staus von Dutzenden von Kilometern prognostiziert. Was soll’s wir müssen irgendwie da hindurch, im schlimmsten Fall übernachten wir eben von Samstag auf Sonntag nochmals. Der Tag wird es zeigen……

Wir fahren durch Kopenhagen, der Verkehr nimmt heftig zu, dann nimmt er zum Glück wieder etwas ab, als wir die E20 verlassen und die E47 nach Süden nehmen. Zügig kommen wir vorwärts und bereits um 11.45 haben wir nach über 600km Roedbyhavn erreicht. Wir geben unsere ID-Nummer an, die wir am Vortag per Internet gebucht und bezahlt haben und bekommen umgehend das Ticket für die nächste Fähre (12.15Uhr). Wir können allen nur ein Flex-Ticket (für Womo’s über 6m und 2 Personen = Euro 128.-) empfehlen. Man bucht für den Fährtag die angenommene Zeit und kann beim Eintreffen ohne Problem auf die nächst mögliche Fähre umbuchen. Personen ohne vorbestellte Ticket warten…..!
Wir werden auf eine bevorzugte Warteschlange gewiesen und fahren als 2. Fahrzeug auf die Fähre, obwohl neben uns Reihen von Autos auf die Fähre warten. Wer keinen Platz mehr hat, wartet auf die nächste, übernächste Fähre…..!
Ab ins Restaurant und gleich bestellen, wir haben 45 Minuten Fahr- und eben auch Essenszeit. Wir essen ein superfeines Pangasiusfilet mit Shrimps und Salat vom Buffet, trinken ein Süssgetränk und einen Cappuccino für Euro 47.- und haben erst noch 15% Rabatt durch das Flexticket.

In Puttgarden geht es sofort weiter, zuerst auf der E47/A1 nach Lübeck und Hamburg, später auf die A7. Im Radio hören wir Horrormeldungen von 15 und mehr Kilometern Stau auf der A7, zudem ist ein Stau auf unserer E22/A1 von 5 Kilometern angesagt…. super Schei….! Wieso beginnen ausgerechnet jetzt Schulferien und erst noch an einem normalen Freitag? Und schon sehen wir die Warnblinker vor uns. Doch nach 2 Kilometer Stopp and go sind wir bereits an der Baustelle vorbei und fahren mit forschem Tempo auf Hamburg zu. Zum Glück müssen wir nicht durch den Elbetunnel und haben den Weg via Roedby-Puttgarden gewählt, denn wir hören aus dem Radio Stau von 15 und 5 Kilometern, Tendenz zunehmend.
Auf der Gegenseite Stau von 5 und mehr Kilometern und wir fahren mit kleinen Unterbrüchen zügig durch Hamburg auf die A7. Vor Hannover ist nochmals 7 Kilometer Stau gemeldet. Auf einem Rastplatz meint aber ein Carchauffeur, dass dies wohl bald vorbei sei, er hätte aktuell keine Meldung mehr auf dem Navi.
Es war genau so, wir fahren gut durch und sind inzwischen nach Total 1050 km in Göttingen eingefahren. Wir steuern einen Stellplatz in Göttingen an und übernachten hier für 9 Euro die Nacht.

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Strömstad Daftö Campingplatz (0km)

Bei bedecktem Himmel und kühlen 15 Grad verbringen wir eine Ruhetag auf dem Campingplatz Daftö. Morgen wird die erste Etappe via Kopenhagen – Roedby dann mit der Fähre nach Puttgarden sein. Wir haben via Internet auf der Fähre um 16.45 Uhr gebucht, haben aber die Möglichkeit auf der nächsten erreichbaren Fähre ein zu schiffen. Das sogenannte Flex-Billet für 128 Euro ermöglich dies. Wir werden dann so weit als möglich fahren und wenn es geht erst nach Hamburg übernachten.

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Lillehammer – Strömstad (S) – (340km)

Einmal mehr ist unser Wunsch nach schönem Wetter (noch) nicht erfüllt worden. Der Himmel hat sich in der Nacht, nach einem wunderschönen Sonnenuntergang (23.00 Uhr) von gestern, überzogen und es ist bewölkt. Gut, man muss immer das Positive suchen und feststellen….. es regnet nicht!

Nach dem Frühstück besuchen wir noch die Innenstadt von Lillehammer. Bald finden wir einen Parkplatz nur einige Schritte von der autofreien Hauptstrasse Storgata. Wir spazieren noch ein paar Minuten durch diese Einkaufsstrasse und betrachten links und rechts die paar noch vorhandenen alten Holzhäuser. Wie viele andere Städte von Norwegen, wurde auch Lillehammer während dem 2. Weltkrieg durch die Deutsche Wehrmacht bombardiert und teilweise zerstört.

Dann machen wir uns auf für den ersten der drei geplanten Rückreisetage zurück in die Schweiz. Wir wollen in der ersten Etappe bis Strömstad (Schweden) fahren, uns auf diesem wunderschönen Campingplatz noch einen Ruhetag gönnen, bevor wir dann am Freitag mindestens bis Hamburg und einen Tag später in einem Rutsch zurück nach Zürich wollen. Wir haben uns für die Strecke Strömstad – Göteborg – Malmö – Kopenhagen – Roedby, und von hier die Fähre nach Puttgarden, entschieden. Wir haben die Fähre gleich über das Internet gebucht, man weiss ja nie wie es an einem Freitag steht.

Doch vorerst fahren wir auf der E6 südwärts dem Mjosasee entlang. Er ist ein sehr grosser, langer See und reicht von Lillehammer bis weit über Hamar hinaus. Die Strasse ist in einem guten Zustand, der Verkehr nimmt aber laufend zu, je näher wir uns der Hauptstadt Oslo nähern. Das Tal weitet sich immer mehr, links und rechts von langgezogenen, bewaldeten Hügeln eingerahmt. Nach unseren spektakulären Fahrten gibt diese Strecke nicht mehr viel her. In Hamar legen wir eine kleine Pause ein und sehen uns die riesige Olympiahalle von aussen an. Wir haben Glück mit dem Wetter – es hat sich zusehend gebessert, die Wolken sind verschwunden und haben dem blauen Himmel Platz gemacht.

Weiter geht es auf der E6 in Richtung Oslo. Auf diesem Abschnitt wird die heute noch zweispurige Strasse zur Autobahn ausgebaut. Auf kilometerweiten Strecken sind mal links, dann wieder rechts riesige Baustellen. Die Strasse muss total in den felsigen Boden hineingesprengt werden. Ein Stück dieser neuen Autobahn ist bereits fertig gestellt und befahrbar – kaum darauf kommt natürlich bereits die automatische Zahlstelle in Sicht. Auf der sogenannten Ringstrasse um Oslo herum hat es sehr viel Verkehr und es wäre dringend nötig, wenn sich Norwegen hier etwas einfallen lassen würde. Ich habe nämlich noch nie gesehen, dass es auf einer vierspurigen Ringstrasse Bushaltestellen und Erdbeerstände an kleinen Ausbuchten hat…..!

Auch sind die Tempolimiten von 90 und 100 auf den norwegischen Autobahnen sicher zu niedrig, fahren doch die Lastwagen auch mit fast 100 Sachen herum, was ein Ueberholen dann mühsam macht.
Die Grenze nach Schweden bildet eine Brücke, die mit einem hohen Bogen zwischen der Autobahn symbolisiert ist.

Markus beim Blog-Schreiben

Jetzt sind wir wieder auf dem 5-Sterne Campingplatz Daftö bei Strömstad und haben einen wunderschönen Platz mit Sicht auf die Schärenlandschaft. Natürlich sind wir diesmal nicht so alleine wie im September, doch die effektive Saison beginnt hier erst am 26. Juni 2010. Wir geniessen die Sonne und ruhen uns etwas aus. Es geht immer eine frische Brise vom Meer her und es ist nur 20 Grad.

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Geiranger – Lillehammer (290km)

Es ist kaum zu glauben, als wir aus dem Fenster schauen – strahlend schönes Wetter….. haben wir eigentlich erwartet!….. aber die Wolken hängen so tief im Tal, dass die Berge verhüllt sind. Das ist aber eine Enttäuschung, hofften wir doch endlich auf die versprochene strahlende Sonne.
Nach dem frühen Morgenessen machen wir uns auf die Socken und fahren die RV63 bergwärts. In kurzen und langen Kehren geht es steil den Berghang hinauf und bald verschwindet vor uns die Strasse im Nebel. Noch ist die Sicht einigermassen gut, aber ab 600m wird es immer nebliger und düsterer. Nach ein paar hundert Metern sehen wir die Strasse kaum noch. Ich muss die Geschwindigkeit auf unter 40 km/h reduzieren, aber der Wettergott kennt heute keine Gnade. Jetzt sieht man fast überhaupt nichts mehr, vielleicht gerade noch 10, manchmal sogar nur noch 5 m weit. Einen solch dichten Nebel haben wir wirklich noch nie erlebt. Wir schleichen mit gerade mal 20 km/h den Berg hinauf, die Köpfe kleben an der Windschutzscheibe. Zum Glück ist die Strasse mit weissen Seitenstrichen markiert, sonst wäre es fast aussichtslos gewesen weiter zu fahren. Plötzlich zwei Lichter, ein Reisebus steht vor uns – schnell ausweichen und weiter geht die Fahrt. Nach weiteren 400m Höhenmeter sind wir endlich auf 1040m ü M und vor uns taucht die Djupvasshytta aus dem Nebel auf. Eine Gruppe Touristen läuft mit Film- und Fotokameras leicht verstört auf dem Parkplatz hin und her. Wir fahren weiter in die Suppe hinein und kaum haben wir das Restaurant hinter uns, lichtet sich der Nebel und die Sicht ist plötzlich wieder gut. Rechts der zugefrorene See und über uns wallen sich Wolken im Sonnenlicht. Die Berge werden schnell sichtbar, dann zieht eine neue Front auf und verdeckt die Sonne. Also schnell weiter, nicht dass wir wieder in der Suppe herumkurven müssen. Wir haben jetzt die RV15 erreicht und biegen links in Richtung Lom ab. Die Strasse ist gut ausgebaut und mit über 80 km/h fahren wir in rasanter Fahrt talabwärts. Nein, jetzt kurvt vor uns ein Lastwagen mit Anhänger auf die Strasse. Jetzt ist es sicher fertig mit der schnellen Fahrt. Aber falsch geraten, der Lastenzug fährt uns fast davon und wir geben alles um dran zu bleiben.

Bei Otta treffen wir auf die E6 die von Trondheim her kommt. Sofort gibt es mehr Verkehr, dafür ist jetzt die Strasse noch ein Stück breiter geworden.
Das Wetter ist inzwischen so gut geworden, dass wir ins schwitzen kommen. Das Thermometer zeigt unglaubliche 26 Grad an – wir sind vom Winter in den Sommer zurückgekehrt und das mit nur 290 km!
Schon um 14.00 Uhr treffen wir in der Olympiastadt (1994) Lillehammer ein und haben genügend Zeit, um uns die Sprungschanzen anzusehen. Es ist gut beschildert und bald stehen wir auf dem Parkplatz vor der gewaltigen Schanzenanlage.
Haben wir aber Glück, auf beiden Schanzen wird eifrig ein Sommertraining abgehalten. Nein, nein wir haben den Winter definitiv hinter uns gelassen, die Springer trainieren auf einem Kunststoffrasen, der mit einer fest eingebauten Bewässerungsanlage immer wieder bespritzt wird. Wir lösen ein Billet für den Sessellift und fahren zum Sprungturm hinauf. Wobei das Wort Sprungturm eigentlich falsch ist, da die Schanze in das Gelände gelegt wurde und auch der Schanzentisch nur 3 oder 4 m hoch ist. Jetzt stehen wir zuoberst beim Anlauf und blicken in die Tiefe….. uuuaaa es schaudert einem wirklich. Nicht für 1 Mio. würde ich da hinunterspringen – das tun Andere und mir viel Erfolg. Wir bestaunen die Flüge vor, neben und über uns und gehen zu Fuss die X-hundert Stufen wieder hinunter.
Anschliessend besuchen wir noch Freilichtmuseum Maihaugen mit alten gut erhaltenen Häusern und einer alten Stabskirche. Alles irgendwo abgebaut und jetzt wieder in einer schön gestalteten Anlage a la Ballenberg aufgebaut.
Jetzt geniessen wir die Sonne und den Sommer auf dem Campingplatz Lillehammer direkt am grossen Mjosasee.

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Molde – Trollstigen – Geiranger (140km)

Wo sind nur die gescheiten Wetterfrösche geblieben – oder sind die Gefragten alle im Tourismus tätig? Ja, ja, ich weiss man darf einfach keinen Platzwart oder Platzwartin nach dem Wetter fragen. Er hat mir sogar auf Deutsch geantwortet: Morgen ist es schönes Wetter, viel Sonne….. Er meinte wohl Sonne in flüssiger Form!

Es ist kurz vor sieben Uhr, als mich ein störender Laut auf dem Dach weckt. Nein, nicht schon wieder denke ich und höre genauer hin, aber da ist nichts zu beschönigen, Regen prasselt auf unser Womodach. Doch schon wenig später hört es wieder auf zu regnen.
Wir verlassen Molde auf der RV 64, die gleich hinter dem Campingplatz im Tunnel verschwindet, zuerst unter dem Flughafen und wenig später unter dem Fjord hindurch. Ich frage mich bei solchen Bauwerken fast automatisch, weshalb unsere gescheiten Politiker und Bauingenieure nicht schon lange einmal einen Kulturausflug nach Norwegen unternommen haben und sich dann ein bisschen von dieser Strassenbaukunst beeinflussen liessen. Dann wäre sicher der Seetunnel in Zürich längst gebaut und das „Puff“ am Bellevue und Bürkliplatz beseitigt.
Weiter geht die Strasse über eine Insel, dann folgt eine Brücke über einen Fjordarm.
In Solsneset geht es dann wieder einmal auf eine Fähre, die uns in ein paar Minuten nach Afarnes bringt.

Die schneebedeckten Berge, die wir von Molde aus als Panorama sahen, kommen näher und werden gleichzeitig höher und steiler (obwohl sie keine 2000m hoch sind). Wir umfahren einen kleinen Fjord, der wie ein Spiegel vor uns liegt, dahinter wölben sich die Trollwände in den nun fast blauen Himmel. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und lässt die Schneefelder aufblitzen. Nach Andalsnes zweigen wir links ab auf die RV63 in Richtung Trollstigen. Das bewaldete Tal ist bald einmal zu Ende und die Strasse steigt mit 10% und mehr steil den Berghang hinauf – wir haben die wohl bekannteste Strasse von Norwegen erreicht. Ein Reisecar schlängelt sich langsam den Berg hinauf und stoppt vor der Stigfoss-Brücke. Der Stigfoss donnert in mehreren spektakulären Fällen über die insgesamt 800m hohe Felswand ins Tal hinunter. Als wir hinter dem Car und mehreren Autos ankommen, wird uns klar weshalb der Car nicht weiterfährt. Von oben kommt der blaue norwegische Linienbus. Da es für Busse und Lastwagen fast keine genügend langen Ausweichstellen gibt, tut der Fahrer gut daran sich mit Blicken den Berg hinauf zu orientieren. Die Strasse ist zwar für Womos meist breit genug, doch auch hier heisst es bei den Spitzkehren gut nach oben schauen denn es hat einige davon.
Von oben haben wir ein gewaltiges Panorama in die Tiefe und auf die am Berg empor schlängelnde Strasse. Aber auch der Blick in die frisch verschneiten Berge ist phantastisch. Interessant ist einmal mehr, dass fast alle Seen über 800m noch mindestens teilweise mit Schnee und Eis bedeckt sind. Vom Aussichtpunkt fahren wir noch einige Kurven bergwärts, bis es nach der Passhöhe (900m) in langen Kurven langsam wieder auf Meereshöhe hinab geht. Hier nehmen wir die Fähre von Linge nach Eisdalen –auf der wir schon einmal in entgegen gesetzter Richtung nach Alesund waren.

Wenn wir über den Landweg von Schweden nach Dänemark fahren, war dies die 12. und gleichzeitig letzte Fähre von unserer diesjährigen Reise.
Jetzt steigt die RV63 allmählich wieder an und bald haben wir wieder eine respektable Höhe, und vor uns öffnet sich der berühmte Geirangerfjorden. Weit unten auf dem Fjord erspähen wir ein Schiff der Hurtigruten. Die Strasse geht jetzt wieder in mehreren Kehren talwärts mit einem phantastischen Blick auf den Fjord und die paar Häuser und Hotels von Geiranger. Wir richten uns erneut auf dem Campingplatz von Geiranger ein und machen gleich anschliessend eine 90-minütige Schifffahrt auf dem Fjord. Das Wetter hat sich zusehends wieder verschlechtert und der Himmel ist leider meist bewölkt. Trotzdem ist es eine eindrückliche Fahrt entlang von Felswänden, mit hohen Wasserfällen, darunter natürlich der berühmte Drei-Schwestern-Wasserfall, der von über 250m in die Tiefe rauscht. Leider stehen meist nur noch verwaiste Bauernhöfe auf kleinen Felsvorsprüngen hoch über dem Fjord. Der grösste Bauernhof wurde nach dem 1. Weltkrieg aufgegeben. Er hatte einmal über 100 Geissen, über 30 Schafe und sogar 6 Kühe. Die Kinder wurden jeweils angebunden, damit sie nicht in die Tiefe stürzten. Der Zugang war nur über Leitern möglich, die man einfach hochzog, wenn ein Steuereintreiber Geld einkassieren wollte.
Schade, dass man in Adliswil keine Leitern mehr einsetzen kann…….

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