Fähre Brindisi – Vlora/Albanien

Die kürzeste Verbindung zwischen Italien und dem Balkan wäre eigentlich Brindisi – Vlora.

Das haben auch die Schnellbootfahrer kurz nach dem Tod ihres Staatsführers in Albanien gemerkt, als sie damals von Flora aus billige Zigarretten nach Italien schmuggelten.

Albanien war während Jahrzehnten das sozialistische Land etwa wie das Nordkorea von Europa. Von einer bizarren Diktatur beherrscht, völlig abgeschlossen und in rechthaberischem Trotz gegen den Rest der Welt getrennt. Dann starb 1985 der Langzeitdiktator Enver Hodscha und seit 1992 wird der gebirgige Kleinstaat von Demokraten regiert – was immer das heissen mag. Und doch ist die gefühlte Distanz zu diesem Land riesig.

Wir wollen aber nichts Schmuggeln sondern einfach unsere Reise auf der anderen Seite der Adria fortsetzen. Dies scheint jedoch etwas schwieriger zu sein als angedacht.

Bereits in Lecce versuchte ein Reisebüro-Angestellter im Internet eine Fähre zu suchen und zu buchen. Nach einer halben Stunde präsentiete er uns am Ende des Monat ein Datum für eine Ueberfahrt nach Igoumenitsa. Nun haben wir selber wieder Internet aber nach einer weiteren Stunde sind wir nicht weiter als der Fachmann vom Reisebüro.

Entweder ist der Fahrplan im Moment noch sehr ausgedünnt oder kein Bedarf der Reisenden vorhanden. Wir wissen es nicht. Es bleibt uns anscheinend keine andere Wahl als nach Brindisi hochzufahren um dort vor Ort zu Versuchen irgend eine Fähre über die Adria zu buchen. Denn zum Schwimmen ist es zu weit?

Destinationen von Brindisi aus sollten mit unserem Camper folgende zur Verfügung stehen: Vlores, Durres, Korfo, Igoumenitsa, Patras oder Dubrovnik.

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Dieselpreise und Autobahngebühren in Italien 2012

Unseren 90 Liter Tank füllten wir letztmals in Landquart am Sonntag kurz bevor wir die Alpen überquerten.

Im Mai 2012 bezahlten wir dann auf den Autobahnen oder angrenzenden Tankstellen im Norden (Bozen, Maranello bis Ancona) Euro 1.82. In Mittelitalien. in der Gegend von Pescara und Foggia haben wir Tankstellenpreise an der AB bis etwa Euro 1.75 gesehen und im Süden auf Landstrassen etwa Euro 1.65 angeschrieben gesehen. Mit einer maximalen Tankfüllung von 90 Litern kommen so immerhin schnell einmal über Euro 150.00 zusammen.

Auch wenn uns das Navi über unsere Fahrweise bei Geschwindkeiten um die 100km/h in höchsten Tönen lobte und mit einem durchschnittlichen Dieselverbrauch von 9.6 bis 9.8 für unseren 3.5 Tönner bedankte.

An Autobahngebühren bezahlten wir für unser Wohnmobil von Bozen bis Ancona, Ausfahrt Senicallia Euro 30.60, von Senicallia bis Gargano Euro 20.30 und dann noch für ein kurzes Stück bis zur Ausfahrt Richtung Alberobello Euro 7.20.

Südlich von Bari haben wir keine gebührenpflichtigen Schnellstrassen mehr erlebt obwohl wir auch hier zur Hauptsache bis ans Ionischen Meer Autobahnen befahren konnten.

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Campeggio Riva di Ugento

Der Campeggio Resort Riva di Ugento liegt direkt am Ionischen Meer an einem der schönsten Abschnitte der salotinischen Küste. Er erstreckt sich über 32 Hektar herrliche mediterrane Natur mit kilometerlangen, weissen Sandstrand welcher sanft gegen das kristallklare Meer abfällt. Er ist deshalb besonders für Familien mit Kindern oder Senioren die lange Strandspaziergänge planen geeignet.

Ugento ist ein etwas nordwestlich im Landesinneren liegender Ort mit etwa 13‘000 Einwohnern. Vermutlich ist er mit dem Ort identisch, der in der Antike als Uxentum bekannt war. Im achten Buch der Aeneis wird Uxentum erwähnt, das von Uxens gegründet worden sein soll. Es handelte sich um eine Siedlung der Messapier.

Eine andere Hypothese schlägt einen Ort namens Ausentum vor. Bis 1020 stand die Gegend unter byzantinischer Herrschaft. Dann wurde sie von den Normannen erobertet. 1537 wurde die Stadt von den Sarazenen zerstört. Das Grab der Athleten im örtlichen Museum ist eine der Sehenswürdigkeiten des Ortes.

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W-LAN in Italien – Verbreitung

Die Verbreitung von öffentlichen W-LAN oder Wifi in Italien ist weit geringer als in der Schweiz, wobei zu bemerken ist, dass auch die Schweiz diesbezüglich dem übrigen Europa etwas hinterher hinkt.

Auch auf Camping oder Stellplätzen gibt es keine einheitliche Regelung. Von völlig offen bis zeitlich begrenzt mit Kosten von 2.50 Euro pro Stunde ist alles vertreten. Von kostengünstigen Stellplätzen wie in Alberobello wo Wifi gratis aber verschlüsselt angeboten wird bis zu Konfortplätzen ohne W-LAN. Genau gleich ist es mit den Preisen oder besser gesagt mit den Gebühren.

Hier in Ugento – ein Confortplatz direkt am Ionischen Meer – mit allem was das Camperherz begehrt – zahlt man zu dieser Jahreszeit Euro 15.00 für die Parzelle, zwei Personen, Strom und Warmduschen. Wifi, Waschmaschine extra.

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