Reise-Zahlungsmittel für Island: Vergleich Bargeld, Postcard, Visa und Mastercard

visaNeben den bekannten Kreditkarten Visa und Mastercard darf man beim Reisen auch die Postcard nicht vergessen. Meistens bietet die Postcard die besten Konditionen wenn es um Bargeld geht. Allerdings ist sie keine Kreditkarte – mit denen man üblicherweise Waren einkaufen kann – sondern einfach eine „Geldbeschaffungs-Karte“ für das Ausland, indem man direkt ab seinem Postcheckkonto bei allen E-Plus Bankomaten im Ausland auf einfache Weise Bargeld in fremder Währung erhält. Natürlich ist auch Bargeld in Landeswährung oder in SFr immer eine Alternative. Der Kurs war im Juli 2009 in Island ISK 0.8683. Gewechselt bei der Landsbanki in Egilsstadir gar ohne jegliche Gebühren.

Währendem bei Visa 0.9 % Fremdwährungs-Bearbeitungsspesen fällig sind berechnet Mastercard eine gleiche Gebühr von 1.25 %. Noch stärker verteuert Mastercard aber die Kosten im Ausland durch einen schlechteren Umrechnungskurs. Währenddem die Visa im Juli 2009 eine Bandbreite bei Island-Kronen zwischen 0.8589 bis 0.8681 berechnete, war es bei der Mastercard 0.8800 bis 0.9800 Island-Kronen. Damit verteuert Mastercard die Kosten im Ausland massiv. Auf entsprechende Reklamation machte Viseca Card Service AG in Glattbrugg den Zusammenbruch des Isländischen Bankensystems verantwortlich. Sie würden täglich ihre Daten den Devisenwechselkursen – welche sie von Schweizer Banken beziehen – anpassen. Von welcher Bank wurde jedoch nicht verraten und die Frage bleibt, woher dann Postcard oder Visa die weit günstigeren Devisenkurse beziehen. Aus meiner Sicht ist sich allerdings Viseca Card Service AG in Glattbrugg dieses Umstandes bewusst, sonst würde sie mir nicht auf eine einzige Reklamation mit einer Wechselkursdifferenz von Fr 31.- gleich auf meinem Kreditkonto Fr. 200.- gutschreiben. Grosszügig – wie ich meine – aber ebenso ungerechtfertig wie die massiv schlechteren von ihr angewandten Devisenkurse.

Auf einen Blick (Juli 2009):

Bargeld in SFr.
ISK Notenkurs: 0.8683, ohne Gebühr, gewechselt in Island
Postcard bei Postfinance
ISK Devisenkurs: 0.8529 bis 0.8615, Spesen Fr. 12.- monatlich bei 3 Fremdwährungsbezügen
Jahresgebühr: Fr. 0.-
Visa (cornercard) bei Corner-Bank, Lugano
ISK Devisenkurs: 0.8589 bis 0.8681, Bearbeitungsgebühr 0.9 %
Jahresgebühr: Fr. 50.-
MasterCard Gold bei Viseco Card Service SA Glattbrugg
ISK Devisenkurs: 0.88 bis 0.98, Bearbeitungsgebühr 1.25 %
Jahresgebühr : Fr. 0.- bei Migros-Bank

Gullfoss

(gull=golden, foss=Wasserfall)
Aufnahmedatum: Sonntag, 19. Juli 2009
Schönster Wasserfall im Süden von Island

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Reisevorbereitungen: Was unbedingt zur Ausrüstung gehört!

Jeeps und Landis in Eglisstadir warten zum Bunkern von Lebensmitteln vor dem Bonus

Jeeps und Landis in Eglisstadir warten zum Bunkern von Lebensmitteln vor dem Bonus

Unsere individuelle Reise mit 4×4 Offroad-Fahrzeug für Island macht insbesondere für das Hochland einige Gegenstände unentberlich. Grundsätzlich steigert eine gute Reiseplanung in Sachen Ausrüstung nicht nur den Komfort und das persönliche Wohlbefinden sondern dient auch der eigenen Sicherheit.

 

Unbedingt mitzunehmen sind daher:

  • 12/220 Volt Wechselrichter: Damit kann man unterwegs seine Batterien von Foto- und Video-Kamera oder den Laptop aufladen. (Bei Camping Dietsche, Rebstein mit USB-Anschluss ab Fr. 77.-)
  • Anreise: Mit dem DB-Autozug von Basel-Lörach (tägl. ab 20.10 Uhr) nach Hamburg-Altona (Ankunft 07.18 Uhr) für Euro 226.50 (Auto/2 Personen Liegewagen)). 
    von Hanstholm, Fährschiff Norröna direkt nach Ost-Island, Seydisfördur mit Autopaket bis 2 Personen bei www.smyrillline.de für Euro 614.-.
  • Badehosen: Island ist bekannt für seine Hotpots oder beheizten Schwimmbäder. Warme Quellen sind  überall anzutreffen und ein wärmendes Bad angenehm. Besonderheit: Geduscht wird meistens nackt, dagegen geht man mit den Badekleidern in die Sauna.
  • Bergegurten 9 m: Bei Furten oder im Sand kann die Bergung durch andere Reisende wichtig sein. (Bei Xp-Edition in Rorschach ab Fr. 80.-)
  • Einkaufen: Günstig kauft man Lebensmittel bei Bónus (mit dem rosa Schweinchen), Netto 24, Samkaup oder Krónan (kostar minna). Letzterer ist insbesondere im Nordwesten der Insel am häufigsten vertreten und die Preise liegen etwa 20 % unter den Migros-Preisen.
    Die Öffnungszeiten sind leider fast eine Zumutung: Mo-Do 12:00 – 18:30, Fr 10:00 – 19:30 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr, einige So 12 – 18 Uhr
  • Hüftstiefel 90 cm: Bei Furten ist es wichtig, die geplante Flussdurchquerung zuerst zu Fuss zu durchwaten. Das Abschätzen vom Ufer aus ist zu riskant.  Das Wasser ist immer sehr kalt. (Webshop Furter & Co AG, Adliswil ab Fr. 78.-)
  • Karten: Gute Island-Karten in der Aulösung von 1 : 425’000 (bei ExLibrisab Fr. 18.-) und ein detaillerten Reiseführer (Iwanowski’s Reiseführer über Island mit Tipps für individuelle Entdecker ISBN-13:978-3-933041-78-4 bei ExLibris ab Fr. 30.-)  ist jedem Reisenden zu empfehlen. Daneben gibt es auch wieder den POLYGLOTT on tour für Fr. 17.-
  • Kleider: Im Hochland sind Temperaturen unter Null häufig anzutreffen. Hier ist man gut beraten, nicht nur warme Socken sondern auch an Handschuhe und warme Mützen zu denken. Dass es hier nass werden kann ist wahrscheinlich jedem Island-Reisenden in der Zwischenzeit klar, darum auch die Wasserfeste Ueberziehhose nicht vergessen (ab Fr. 70.-).
  • Kochen: Eine warme Mahlzeit ist jedem wärmstens zu empfehlen. Daher immer Reservekocher mitnehmen.
  • Kreditkarten: Ohne Kreditkarten läuft in Island praktisch nichts. Dabei sind Visa und Eurocard am weitesten verbreitet. Daher am besten mehrere davon mitnehmen.
  • Natel: Ein Natel oder besser zwei nützt dem Reisenden im Hochland wegen fehlendem Empfang meistens nicht viel. Ein Sat-Telefon wäre besser aber für viele Reisende zu teuer. Kommt hinzu, dass in grösseren Hochlanddestinationen neuerdings Natel-Empfang möglich ist.
  • Navigation Garmin Oregon 400t: Im Hochland kann Nebel oder Sandstürme die Orientierung erschweren. Da ist man auf der sicheren Seite wenn man jederzeit weiss, wo man sich befindet und wohin der Weg führt. (Bei www.digitec.ch ab Fr. 674.-)
  • Treibstoff: Für das Fahrzeug wird empfohlen bei jeder Tankstelle voll zu tanken. Im Hochland ist etwa mit dem doppelten bis dreifachen Verbrauch zu rechnen. Ein- oder besser zwei Reservekanister sind von Vorteil.
    Achtung: Reservekanister dürfen nicht ins Land eingeführt sondern nur ausgeführt werden.
  • Verpflegung: Im Hochland sind die Verpflegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln wird empfohlen. Ausser Frischprodukten dürfen konservierte Lebensmittel bis zu 3 Kg pro Person eingeführt werden. Im weiteren siehe auch Zeltausrüstung
  • Zeltausrüstung: Möglichst klein um dem Wind nicht allzuviel Angriffsfläche zu bieten. Die Hütten könnten bereits belegt sein oder das Wetter ein Weiterkommen verunmöglichen.
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Tax Free in Island – Zollformalitäten

In Island findet man in vielen grösseren Städten Geschäfte welche mit „Tax Free“ angepriesen werden. In diesen Läden kauft man meist Waren die man als Geschenke oder Gebrauchsgüter bezeichnen könnte.
Zu den Waren erhält man ein A5 Formular mit einem farbigen Seitenstreifen links auf der die bezahlte Mehrwertsteuer ausgewiesen ist.

Die „Landesbanki“ von Island stellt dem Käufer auf Antrag einen sogenannten „Tax Free Check“ aus, den man bei der Deklaration der Waren am Zoll abstempeln muss. Alle Formulare wirft man dann noch auf der Fährstation in Seydisfjördur in einen mit „Landesbanki“ angeschriebenen Briefkasten. In 6 bis 8 Wochen erhält man ungefähr 15 % der Mehrwertsteuer auf seinem Post- oder Bankkonto zurückerstattet.

Erleidet man in Island einen Unfall und muss an seinem Fahrzeug die notwendige Reparatur vornehmen, so muss man unbedingt dafür sorgen, dass man das A5 Formular zusammen mit der Rechnung erhält. Selbst der Chef des Zollamtes am Fährhafen von Seydisfjördur wusste keinen Rat, als wir bei der Ausreise lediglich die Quittung der Reparatur vorzeigten. Noch besser ist es jedoch, die Ersatzteile gleich einfliegen zu lassen (mit ADAC Plus Mitgliedschaft gratis) und nur die Reparatur hier erledigen zu lassen. ADAC bezahlt jedoch die Transportkosten nur, wenn das Ersatzteil in Island nicht erhältlich ist.

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Uebernachtungsmöglichkeiten auf Island

campingCampingplätze: Campingplätze hat es sehr viele in Island und sind über das ganze Land (inkl. Hochland) verteilt. Sie bieten meist nur einfachen Komfort, dh selbst Duschen sind an manchen Orten vergeblich zu suchen. Dafür ist der Preis einmalig günstig, meistens sogar ab der 4. Nacht gratis. Aeltere Personen zahlen meist noch weniger. Die Uebernachtungskosten liegen zwischen IKR 350.- und etwa ISK 1’250.- pP. Dafür ist dann an machen Orten das öffentliche Bad inbegriffen.
Für die Abgabe des Obuluses muss man meistens selbst besorgt sein.

Auf Campingplätzen kann bis Mitternacht angereist werden. Das sorgt meist nicht gerade für einen ruhigen Schlaf. Insbesondere an Wochenenden belegen die einheimischen Familien-Clans die schönsten Plätze. Vom Freitagabend fahren sie mit riesigen Wohn- oder Klappanhängern auf’s Land hinaus und pflegen hier lautstark ihr Zusammengehörigkeitsgefühl mit reichlich Alkohol. Dass dann jeweils die Nacht zum Tag wird ist keine Seltenheit. Dafür sind dann alle am Sonntag um die Mittagszeit wieder weg und die Touristen wieder unter sich.

Hostellings: Die 33 Jugendherbergen sind für Jedermann (keine Altersbeschränkung) offen. Sie zeichnen sich aus, dass für das ganze Haus Socken oder Hausschuhe Pflicht sind und man die Zimmer bis 10.00 Uhr zu räumen hat. Ansonsten ist das Haus 24 Stunden offen und niemals verschlossen.
Reservierte Plätze welche bis 18.00 Uhr noch nicht belegt sind (oder durch mindestens telefonische Ankündigung defintiv reserviert), werden erneut vergeben. Ansonsten verwalten die Gäste das Hostelling selbst, also Küche, WC, Dusche und auch W-LAN können gratis mitbenutzt werden. An einzelnen Orten ist zwischen 08.00 und 09.00 Uhr auch ein Morgenbuffet erhältlich (etwa ISK 850.- pP). Die Kosten pro Person und Uebernachtung im eigenen Schlafsack kosten meisten um die ISK 3’500.-. Eine Reservierung wird empfohlen.

Edda Hotels: Die 13 Edda Hotels sind – ausgenommen das Hochland – auf der ganzen Insel ziemlich gleichmässig verteilt. Sie gehören der Kategorie ** an, also mindestens Etagendusche und WC, Waschmöglichkeiten im Zimmer und Verpflegungsmöglichkeiten. Daneben bieten etwa die Hälfte der Hotels auch für Rucksacktouristen mit Schlafsack (Sleeping bag facilities) Uebernachtungsmöglichkeiten an.
Das Frühstück wird zwischen 07.30 und 10.00 Uhr serviert und ist nicht im Preis (um ISK 1500.-) inbegriffen. An vielen Orten ist ab 18.3O bis 21.00 Uhr auch ein Abendessen (ab ISK 2000.- bis 3500.-) erhältlich. Daneben kann an der Reception für die Reise unterwegs ein Picnic-Korb geordert werden (ISK 990.-). Am Abreisetag haben die Gäste das Zimmer bis 1200 Uhr zu räumen. Kosten für das Doppel-Zimmer mit 2 Betten ISK 8’500.- (Stand Juli 2009).

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Tanken in Island

tankenIn Island sind alle Tankstellen Selbstbedienungs-tankstellen. Wir unterscheiden bloss in automatische und halbautomatische Zapfsäulen. Alle Zapfsäulen sind mit einzelnen Kreditkarten-Automaten ausgerüstet. Neben vollautomatischem Tanken gibt es auch Tanken, wo das Bezahlen an der Kasse möglich ist. Dafür haben diese Zapfsäulen in der Regel eine riesigen, roten Knopf mit dem man den Kreditkarten-Automaten trennen kann und der Kassiererin so anzeigt, dass man bei ihr bezahlen möchte.
Also, beim automatischen oder unbedienten Tanken Kreditkarte rein und PIN-Code eingeben. Dann muss man aber zusätzlich noch den Maximalbetrag eingeben, was für nicht der isländisch Sprache mächtigen Touristen ungewöhnlich ist. Hier scheitern meist Anfänger von „Profis“ bereits. Dann die Zapfsäulennummer wählen und schliesslich den Zapfhahn abheben. Uebrigens, es wird nicht der eingegebene Betrag verrechnet sondern nur der effektive Bezug bis zum Maximalbetrag.

Die Dieselpreise bewegten sich im Juli 2009 zwischen IKr 168.- bis IKr 179.- wobei auch hier die Preise auf Autobahnen und der Stadt höher sind als auf dem Land (oder auch nicht).

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Woche 4: Die isländische Frau

Allgemein dürfte bekannt sein, dass Frauen und Männer in Island keine eigenen Nachnamen tragen. Der Sohn von Gunnar ist einfach Gunnar’s Sohn oder eben Gunnarson. Die Tochter sinngemäss Gunnarsdottir. Auch eine allfällige Heirat ändert daran nichts.

Hier in Arnes konnte ich beobachten wie ein Superjeep-Driver mit Anhänger etwa gegen 2000 Uhr ankam, mit seinem Vater – unterwegs mit einem Camper – von Mann zu Mann den Platz auf dem Campingplatz aussuchte und beim Ausräumen seines Anhängers die verschiedenen Utensilien um sich herum platzierte. Dabei stand seine Frau wie angewurzelt dabei. Die stattliche Frau mit nicht zu wenig Vor- und Hinterbau schien völlig unbeteiligt und reagiert auch nicht, als ihr Mann nach grossen, mittleren und kleineren Gegenständen den nächsten wichtigen Teil ihr in die Arme legte. Es war ein ausgewachsener Stubenbesen. Nun war sie die perfekte Statue mit Stuben-Besen.

Dieses Bild ist vielleicht nicht Representativ für Island, zeigt aber doch die patriachalische Gesellschaft. Das soziale System mit Zwangsparen für Familien fördert diese nachhaltig. So haben wir hier noch nie so viele schwangere Frauen gesehen wie sonst wo. Auch unsere „Statue“ war mehrfache und werdende Mutter. Wenig Fremde und eine geringe Bevölkerungsdichte lassen die Frauen hier zur Gebärmaschine verkommen. Und keine Kinder von verheirateten Paaren werden je den Vornamen der Mutter zu Geschlecht erhalten.

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