Guttempler – und die neuen Sittlichkeitsvereine Ende des 19. Jahrhunderts

Gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Abstinenzbewegung zu den wichtigsten sozialen Bewegungen in Europa und den USA.
In der Schweiz waren um 1900 etwa 60‘000 Personen in Abstinenzvereinen tätig.

Droge Nr 1

Droge Nr 1

Wie gemeinnützige Vereine und die Sittlichkeitsvereine wurden auch die Abstinenzvereine zu grossen Teilen von ihren weiblichen Mitgliedern getragen, die – in Ermangelung politischer und wirtschaftlicher Rechte – hier eine Möglichkeit fanden, ausser Haus tätig zu werden und gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen. Innerhalb der Arbeiterschaft hatten Frauen ausserdem ein existenzielles Interesse daran, gegen die Minderung des Einkommens und der Arbeitsfähigkeit ihrer Ehemänner durch Alkoholkonsum anzugehen.

Als sich nach dem Ersten Weltkrieg die Konsumgewohnheiten der Bevölkerung und die gesamtgesellschaftliche Situation änderten, verlor die Abstinenzbewegung an Bedeutung und Einfluss. 1908 stimmten noch 63 % der Schweizer Stimmberechtigten für ein Verbot des Absinths; 20 Jahre später wurde ein Volksbegehren zur Einführung der Möglichkeit der Schweizer Gemeinden, in ihrer Gemeinde die Prohibition einzuführen, mit 67 % Nein-Stimmen abgelehnt.
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Erd- und andere Geschichten aus unserer Zeit

down_a_Heimaey_streetDer Feuerberg Eldfell ist ein Schlackenkegel von etwa 200 m Höhe und wurde vor genau 40 Jahren (Dienstag, 23. Januar 1973) ohne Vorwarnung wenige hundert Meter ausserhalb der isländischen Stadt Heimaey gebildet. Seit dem Ende der Ausbrüche im Juli 1973 befindet sich der Vulkan nun wieder im Ruhezustand.

Der Archipel der Vestmannaeyjar liegt vor der Südküste Islands und besteht aus mehreren im Holozän entstandenen Inseln. Das Vulkansystem der Vestmannaeyjar ist das jüngste und südlichste der östlichen Vulkanzone Islands und seit der letzten Eiszeit aktiv. Aufgrund seiner Lage über dem mittelatlantischen Rücken, wo sich die Eurasische und die Nordamerikanische Platte voneinander entfernen, ist Island eine Region mit starker vulkanischer Aktivität. Am 20. März 2010 war ein weiterer Vulkanausbruch am Eyjafjallajökull welcher bis am 9. Juli dauerte und unter anderem zeitweilig den gesamten Flugverkehr über Europa lahmlegte.
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Island Rundreise 2012 mit T&T

Heute tuckern T&T (Theres und Thomas) auf dem Schiff „Norröna“ der Smyril Line von Hirtshals/DK Richtung Norden über Tórshavn nach Seyðisfjörður auf Island. Mit dabei – wie immer wenn es auf Abenteuerreise geht- ihr Offroad-Camper Toyota Landcruiser HDJ80, 4.2l, Diesel mit 170PS.

Am nächsten Freitagmorgen werden sie auf der Insel im Osten an Land gehen und bald auf der Piste 923 Richtung Westen unterwegs sein. Die weitere Reiseberichte von T&T finden sie hier.

Einkaufen in Egilsstadir auf Island
In Egilsstadir im EKC Bonus kann man so günstig einkaufen wie in Deutschland. Der Lebensmitteldiscounter hat alles was gerade das Herz begehrt. Neben frischen Tomaten haben sie derzeit auch Cola-Büchsen für iKr 78.-. Isländische Kronen 130.- sind derzeit etwa einen Franken. Daneben hat es eine Orkan-Tankstelle. In Egilsstadir gibt es verschiedenen Banken für den Geldwechsel. Für den Webzugriff ist auch hier die Bibliothek die erste Anlaufstelle.

Jeeps und Landis in Eglisstadir warten zum Bunkern von Lebensmitteln vor dem Bonus

 


Wetter in Vefmyndavel Eskifirði Island

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Im Auge des Eyjafjalla – kurz vor dem Ende

Seit Tagen kommt es am Eyjafjalla-Gletscher zu neuen und heftigen Eruptionen. «Einstein» hat den Schaffhauser Peter Diethelm auf eine spektakuläre und gefährliche Mission nach Island begleitet. Der Vulkanexperte hat in unmittelbarer Nähe des Kraters Asche gesammelt, die an der ETH Zürich untersucht und analysiert wird.

Heute nun wurde aktuell gemeldet, dass dem Eyjafjalla der Schnauf ausgegangen ist und er nur noch dampft. Ist er einfach müde und macht eine Verschnaufpause oder?????

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Flugverkehr in Europa teilweise wieder aufgenommen

Die isländischen Behörden teilten mit, es komme in den drei Kratern des Eyjafjallajökull-Vulkans noch immer zu „beträchtlichen“ Eruptionen. In der Rauchwolke befinde sich aber immer weniger Asche. Nach Einschätzung der Weltwetterorganisation wird die Aschewolke Ende der Woche 16 Richtung Nordpol abdrehen.

In der Schweiz wurde heute Morgen 20.4.2010 um 0800 Uhr das Flugverbot wieder aufgehoben. Viele Flüge nach Destinationen innnerhalb Nordeuropas wurden jedoch gestrichen. Die Nachtflugsperre wurde zum Leidwesen der Anwohner ebenfalls sistiert.

In Frankreich sind die Pariser Flughäfen Roissy und Orly wieder offen. Auch in Spanien, Portugal, Belgien, Lettland, Norditalien und in Ungarn wurden die geltenden Flugverbote aufgehoben. Der Flugverkehr kam dort aber nur langsam wieder in Gang.

Dagegen verlängerte Grossbritannien das Flugverbot bis mindestens 20.00 Uhr. Ausnahmen gab es lediglich für Schottland und Nordengland. In Polen blieb der Luftraum weiter geschlossen, Irland verlängerte ebenfalls das geltende Flugverbot. In Finnland sollten die Flughäfen bis Mittwoch früh geschlossen bleiben. In Dänemark wurde zudem die Genehmigung für den Start eines Messflugzeugs einer Billigfluggesellschaft zurückgenommen. Grund sei die „hohe Aschekonzentration“ in der Luft, erklärten die Behörden. In Deutschland sollte das grundsätzliche Flugverbot mindestens bis Dienstagabend um 20.00 Uhr bestehen bleiben.

Hier sehen sie Live den Flugverkehr über Zürich-Kloten.

Tagesschau vom 20.04.2010

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Luftverkehr über Europa eingestellt

Auf der rechts stehenden Anflugkarte vom Flughafen Zürich-Kloten sind keine Flugzeuge zu entdecken. Weder An- noch Abflüge und auch keine Ueberflügen sind derzeit auszumachen.
Die Entschleunigung oder gar den Stillstand des gesamten Flugverkehrs hat aber auch positive Seiten. Neben den etwa 150 Millionen Dollar pro Tag Verlust für Flughäfen und Fluggesellschaften können europaweit Flughafenanwohner nach langem wieder ruhig schlafen.
Ungewöhnlich für einen Freitagabend. Von den täglich etwa 28’000 Flügen über Europa wurden heute deren 17’000 gestrichen. Schuld ist die Aschewolke vom Vulkan Eyjafjallajökull über Island welche bereits gestern den Flugverkehr in Nordeuropa lahmlegte und jetzt langsam Richtung Süden vorankommt.

Anfänglich wurden „nur“ die Flugdrehkreuze von London über Paris, Frankfurt bis München und Wien geschlossen. Der Ansturm auf die Bahn war und ist gewaltig und die Flughäfen meldeten reihenweise, dass wegen Mangel an Mietautos auch kein Umsteigen auf den Privatverkehr mehr möglich sei.

Einmal mehr hat die Natur bewiesen, zu was sie fähig ist und uns drastisch vor Augen geführt, wie klein eigentlich der Mensch und dessen hoch gelobte Technik ist.

Die Lichterkette von Flugzeugen in der Ostanflugschneise zum Flughafen Zürich bleibt heute Abend ausnahmsweise aus. Kein Lärm für uns. Endlich können wir wiedereinmal früh zu Bett gehen und den wunderbaren Abend ruhig schlafend verbringen. Wenn dann auch noch die gestrandeten Passagiere ein Bett gefunden haben, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Hier sehen sie Live den Flugverkehr über Zürich-Kloten.

10vor10 vom 16.04.2010

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Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull auf Island

In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag den 21. März 2010 brach in Island ein Vulkan auf dem Eyjafjallajökull-Gletscher aus. Rund 700 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Flugverkehr in Kevlavik wurde vorübergehend eingestellt und die wichtigste Nationalstrassenverbindung 1 entlang der Südküste gesperrt.

Etwa um die gleiche Zeit wurde in der Schweiz ein Erdbeben der Stärke 4,2 mit Zentrum im Solothurnischen verspürt.

Viele Wissenschaftler verweisen darauf, dass bisher auf einen Ausbruch des Eyjafjallajökull immer auch einer des benachbarten Katla folgte – die Frage ist nur: Wann? Da der Katla unter dem massiven Myrdalsjökull-Gletscher liegt, könnten die explosiven Eruptionen auch schwere Überschwemmungen bedeuten.

Tagesschau vom 24.3.2010
Tagesschau vom 24.03.2010

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Frohe Weihnachten 2009

Rückblick: Rückblickend hat die Finanzkrise 2009 eine schwere Wirtschaftkrise ausgelöst. Die weltweite Rezession hat bei manchen Bürgern – auch in der Schweiz – viel Leid gebracht. Für uns war 2009 trotzdem ein gutes Jahr, denn in Island – welches besonders hart getroffen wurde – konnten wir von den sehr tiefen Preisen profitieren.

Wir wünschen allen bekannten und unbekannten Menschen die wir in diesem Jahr begegnet sind ein frohes Weihnachtsfest. Besonders grüssen möchten wir die immer freundlich und zuvorkommenden Damen (und auch einzelnen Herren ) in den Bibliotheken von Island, welche uns so freundlich aufgenommen haben.

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Island: Leben mit der Krise! Was macht die Schweiz?

Ein Jahr nach Rettung der UBS durch die Eidgenossenschaft kommt heute eine weitere Hiobsbotschaft auf die Bürger dieses Landes zu. Gemäss Angaben der OECD hat die Geldmenge in der Schweiz seit 2007 um 40,5 Prozent zugenommen. Mehr als doppelt so stark wie in den USA, deren Geldmenge bloss um 20,1 Prozent gewachsen ist.
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Reise-Zahlungsmittel für Island: Vergleich Bargeld, Postcard, Visa und Mastercard

visaNeben den bekannten Kreditkarten Visa und Mastercard darf man beim Reisen auch die Postcard nicht vergessen. Meistens bietet die Postcard die besten Konditionen wenn es um Bargeld geht. Allerdings ist sie keine Kreditkarte – mit denen man üblicherweise Waren einkaufen kann – sondern einfach eine „Geldbeschaffungs-Karte“ für das Ausland, indem man direkt ab seinem Postcheckkonto bei allen E-Plus Bankomaten im Ausland auf einfache Weise Bargeld in fremder Währung erhält. Natürlich ist auch Bargeld in Landeswährung oder in SFr immer eine Alternative. Der Kurs war im Juli 2009 in Island ISK 0.8683. Gewechselt bei der Landsbanki in Egilsstadir gar ohne jegliche Gebühren.

Währendem bei Visa 0.9 % Fremdwährungs-Bearbeitungsspesen fällig sind berechnet Mastercard eine gleiche Gebühr von 1.25 %. Noch stärker verteuert Mastercard aber die Kosten im Ausland durch einen schlechteren Umrechnungskurs. Währenddem die Visa im Juli 2009 eine Bandbreite bei Island-Kronen zwischen 0.8589 bis 0.8681 berechnete, war es bei der Mastercard 0.8800 bis 0.9800 Island-Kronen. Damit verteuert Mastercard die Kosten im Ausland massiv. Auf entsprechende Reklamation machte Viseca Card Service AG in Glattbrugg den Zusammenbruch des Isländischen Bankensystems verantwortlich. Sie würden täglich ihre Daten den Devisenwechselkursen – welche sie von Schweizer Banken beziehen – anpassen. Von welcher Bank wurde jedoch nicht verraten und die Frage bleibt, woher dann Postcard oder Visa die weit günstigeren Devisenkurse beziehen. Aus meiner Sicht ist sich allerdings Viseca Card Service AG in Glattbrugg dieses Umstandes bewusst, sonst würde sie mir nicht auf eine einzige Reklamation mit einer Wechselkursdifferenz von Fr 31.- gleich auf meinem Kreditkonto Fr. 200.- gutschreiben. Grosszügig – wie ich meine – aber ebenso ungerechtfertig wie die massiv schlechteren von ihr angewandten Devisenkurse.

Auf einen Blick (Juli 2009):

Bargeld in SFr.
ISK Notenkurs: 0.8683, ohne Gebühr, gewechselt in Island
Postcard bei Postfinance
ISK Devisenkurs: 0.8529 bis 0.8615, Spesen Fr. 12.- monatlich bei 3 Fremdwährungsbezügen
Jahresgebühr: Fr. 0.-
Visa (cornercard) bei Corner-Bank, Lugano
ISK Devisenkurs: 0.8589 bis 0.8681, Bearbeitungsgebühr 0.9 %
Jahresgebühr: Fr. 50.-
MasterCard Gold bei Viseco Card Service SA Glattbrugg
ISK Devisenkurs: 0.88 bis 0.98, Bearbeitungsgebühr 1.25 %
Jahresgebühr : Fr. 0.- bei Migros-Bank

Gullfoss

(gull=golden, foss=Wasserfall)
Aufnahmedatum: Sonntag, 19. Juli 2009
Schönster Wasserfall im Süden von Island

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Persönliche Höhepunkte unsere Reise 2009 nach Island

polizei

"Gesetzes-Regler" nennt sich die unbewaffnete, isländische Polizei

Während unserer sechswöchigen Reise nach Island erlebten wir im Juli 2009 manche Höhepunkte die nachträglich von mir wie folgt bewertet wurden:

Kulturell: Der Einzug des Bischofs Karl Sigurbjörnsson am Sonntag 19. Juli 2009, 1400 Uhr in die Domkirche von Skalholt war sicherlich einer der Höhepunkte unserer Reise. Nach dem Einzug von Bischof Sigurbjörnsson und seinen etwa 15 Priestern benutzten wir in einem Hinterzimmer das kirchliche Internet um quasi live unseren Blog zu schreiben, währendem der Bischof in der Domkirche nach evangelisch, lutheranischen Regeln die Predigt hielt. Das isländische Fernsehen zeichnete dabei die Zeremonie auf.

Historisch: Die Landnahme von Island durch Nordländer erfolgte bereits im Jahre 874. Nach der Verfassung 928 errichteten die Einwohner von Island 2 Jahre später in Pingvellir ein Parlament (Althings). Hier in der bedeutensden Dehnungszone mit akustisch ausgezeichnetem Effekt verkündete der Gesetzessprecher am Gesetzesberg (Lögberg) die gültigen Gesetze.

Gesellschaftlich: Die etwa 320’000 Einwohner zählende Bevölkerung von Island lebt auf der 103’000 km2 grossen Vulkaninsel zu zweidritteln in der Hauptstadt Reykjavik. Die übrige Bevölkerung verteilt auf in der zweitgrössten Insel Europas zur Hauptsache in kleineren Orten auf dem Land etwa 300 km von Grönland entfernt knapp unterhalb des Polarkreises.

Hier sind öffentliche Bibliotheken oder geheizte Schwimmbäder jene Orte wo man sich gerne trifft. Auch wir waren oft in Bibliotheken und hielten uns dort gerne auf. Nicht nur wegen dem Gratis-WLAN und meistens auch Gratis-Kaffee sondern es war ein Ort der Ruhe und Entspannung. Junge und alte Isländer lesen viel. Beispielweise Prosaliteratur (Sagas) oder Reim-Dichtung (Edda, Skaldik).

Die Bäder – vielfach ab 67 Jahren gratis – dienen meistens der ländlichen Bevölkerung als gesellschaftlicher Treffpunkt. Die warmen und kleinen runden Pools von etwa 3 Meter Durchmesser eignen sich bestens zum diskutieren. Daneben darf aber sicherlich auch der Reinigungseffekt nicht vergessen werden, duscht man doch nach wie vor völlig nackt und wird auf die zu reinigenden, intimen Stellen genauestens hingewiesen.

Landschaftlich: Island liegt in der Dehnungszone der Amerikanischen- und Euroasischen Kontinental-Platte. Heute sind noch etwa 30 Vulkane aktiv. Hekla ist einer der aktivsten Vulkane. Letztmals im Februar 2000 stieg von ihm eine 13 km hohe Asche- und Rauchwolke auf und bringt auch in neuester Zeit immer wieder Verderben über das Land.

Die sogenannte Heisse Zone zieht sich von Südwesten nach Nordosten über Island hinweg. Es ist die Zone mit Solfataren, Fumarolen, Geysiren und Calderen. Hier liegen auch die spektakulärsten und schönsten Sehenswürdigkeiten wie Wasserfälle, blubernde Sumpflöcher oder Thermische Kraftwerke. So war auch der Ausflug ins Hochland von Askia ein einmaliges Erlebnis.

Aber auch die vielen Inseln haben ihren Reiz. So beispielsweise die südöstliche gelegene Insel Papey mit seinen Seehunden und Papageientauchern.

Strassen- und Pisten: Für uns war die Fahrt auf der 52 von Fosstum nach Pingvellir am eindrücklichsten. Kilometerlange, stehende Staubfahnen ausgelöst durch eine Fahrt mit etwa 70 km/h über leichtes Wellblech und trockenen Furten (10 km/h) lösten bei mir ein Sahara-Feeling aus. Dagegen waren Fahrten auf der 862 (östlich Dettifoss) oder der 26 nach Laurabaki die reinsten Marderstrecken. Die 862 war zudem schmal und ein Ausweichen wegen den relativ hohen Seitenbegrenzungen kaum möglich.

Dettifoss und Selfoss (Aufnahmedatum: Samstag, 4. Juli 2009)

  • Europas grösster Wasserfall, rund 200 m3, 44 m Fallhöhe
  • Name des Flusses: Jökulsa a Fjöllum

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Woche 6: Hanstholm – Hamburg – Frankfurt – Basel – Winterberg

Wegweiser in Island

Wegweiser im isländischen Hochland

Im Auto noch schnell die neuste Teleatlas-Karte „Major Route Europa“ geladen und sofort zeigt das Gerät, dass wir nach 1367 km Fahrt um 21.37 Uhr zu Hause seien. Nur.. vom Essen und Trinken steht hier nichts und dass der Fahrer und die Beifahrerin Beine zum Bewegen haben auch nichts. Gemütlich geht es also mit etwa 90 km/h über Land der ersten Autobahn auf dänischem Boden entgegen. Die ersten drei Stunden sind wie im Flug vorbei und da kommt wie gerufen der erste Stau auf der Autobahn. Auf einem Rastplatz wird dann halt aus der „Bordküche“ so richtig gefrühstückt.

Der nächste Stau im Elbetunnel zu Hamburg und drei weitere Stunden später sind wir auf der Rennstrecke „HAFRABA“. Hamburg – Frankfurt – Basel. Meistens sechsspuriger Beton und wehe dem, welcher sich getraut mit 130 km/h auf der äussersten linken Fahrspur voranzukommen, weil die übrigen von langsam fahrenden Lastwagen belegt sind. Er wird gnadenlos von Audi’s, Porsche’s oder Mercedes weggepustet. Entweder mit Lichtorgeln oder dann mit einem Hupkonzert die lauter sind als das Nebelhorn der Norröna. Für diese Fahrer ist es eben schon demütigend, nicht mit 200 km/h oder mehr über die Autobahn blochen zu können, wenn ihre Bank sie vorgängig mit einem Kredit ausgestattet hat, den morgen dann das Sozialamt bezahlen muss.

Etwa 100 km nördlich von Frankfurt bei Kirchheim – Gershausen finden wir den kleinen Ort mit einer gemütlichen Beiz. Hier ist nicht nur Frank – der Beizer – seit über 100 Jahren in Familienbesitz sondern auch das stattliche Anwesen. Bei den Einheimischen scheint es viele Bürgermeister zu geben, denn der Wortführer ist genau einer von denen, wie sie in den satirischen Fernsehsendungen des SWR vorkommen. Heute Abend schwirren viele Schwalben rund um’s Haus. War das vor 100 Jahren auch schon so? Von unserem Rumpsteack mit Kroketten und Salat für Euro 9.50 kriegen sie allerdings nichts.

Gegen abend neun Uhr erneut unterwegs. Frisch gestärkt und wenig Verkehr geht es Richtung Frankfurt. Die Höchstgeschwindigkeit ist hier auf 120 km/h beschränkt. Seit heute abend weiss ich aber auch mit Bestimmtheit, dass dies pro Person gilt. Ich würde meinen, die startenden Flugzeuge über der Autobahn in Frankfurt sind langsamer als die Porsche, Audi’s usw. Uebrigens, wussten sie, dass das linke Verkehrsschild Höchstgeschwindigkeit 120 km/h auf deutschen Autobahnen für den Fahrer gilt und das Rechte für den Beifahrer?

Immer wieder will uns die Navigation auf eine andere Autobahn weisen. Nur wir wollen nicht und bleiben stur auf der HAFRABA. Dafür nimmt die Ankunftszeit in Winterberg stetig zu. Neu sind wir schon bei Mitternacht angelangt und auch die verbleibende Distanz will einfach nicht abnehmen. Als wir etwa auf der Höhe Koblenz sind und auch hier die Navigation immer noch Richtung Stuttgart will, merken wir das Malheur. Ankunftszeit nach Mitternacht und Distanz über 1400 km. Aber Basel ist doch immer einen Umweg Wert, sagen wir uns und steuern das nächste Rasthaus an. ADAC Mitglieder erhalten hier 10 % Ermässigung zwischen 18 und 24 Uhr. Nun, wir sind zwar im Moment die einzigen Mitglieder, sehen aber die Schilder erst nach dem wir den Cappucino getrunken haben. Danke Cappucino, du hast uns die Augen geöffnet!

Nicht einmal der einzige Basler Zollbeamte, welcher um 01.00 Uhr nicht mit Arbeit überlastet ist will etwa von uns. Frustrierend. Dabei haben wir doch Pass und ID bis nach Island mitgenommen und durften kein einziges Mal unsere echten CH-Papiere zeigen. Gefälschte hätten also durchaus gereicht. Danach war es nur noch einen Katzensprung von Baustelle zu Baustelle am Belchen, am Gubrist und, und dann sind wir zu Hause. Genau 02.03 Uhr zeigt unsere Navigation nach 1431 km an. Wir haben es geschafft. Ohne Unfall. Ein Dankeschön geht an den da oben und ein weiteres Dankeschön an unseren zuverlässigen Mercedes ML 270D.

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Woche 6: Heimreise von Törshavn

Norröna im Hafen von Hanstholm

Norröna im Hafen von Hanstholm

Wir sind etwa um 2100 Uhr im Hafen und warten auf das Einchecken. Dieser Vorgang dauert zwar nicht sehr lange, doch im Gegensatz zu den vielen Einheimischen, welche bevorzugt erst gegen 2300 Uhr am Hafen sein müssen viel zu lange. Mit bloss ein paar Zentimetern Abstand zwischen den Auto’s ist ein durchkommen kaum möglich. Dazu kommt, dass die Einheimischen meist noch mit sperrigen Waren unterwegs sind welche sie dann direkt auf’s Schiff bringen. Ausser dem Führer des Fahrzeuges sollten eigentlich alle übrigen Personen mit ihrem Gepäck über die Gangway auf’s Schiff gelangen.
Heidy hat ein ähnliches Chaos beim Einchecken der Passagiere erlebt. Kein Platz, keine Organisation, viele Faroer mit riesigen Kinderwagen und Kabinen welche noch lange nicht bereit für den Bezug sind. Wo nur sind die nordischen Organisationstalente geblieben die etwas Ruhe in das Tohuwabohu bringen könnten?

Aschi hat’s es gegen 0003 Uhr geschafft und fährt mit seinem Camper auf’s Schiff. Etwa eine halbe Stunde ist es auch bei mir so weit. 3 cm von der Bordwand und 5 cm vom benachbarten Auto entfernt, also keine Chance zum Einsteigen beim nächsten Löschvorgang. Unsere Auto’s jedenfalls sind auch für einen grösseren Sturm gut vertäut. Auch ohne Seile und erst noch auf die billigste Art.

Heidy auf dem Weg zur Kabine 5111 schnell gefunden. Inzwischen ist es etwa 0100 Uhr und eigentlich sind wir jetzt müde genug und wünschten uns ein frisch gemachtes Bett. Doch die Kabine scheint noch nicht bereit zu sein. Doch wir haben Glück. Unsere Aussenkabine ist bereit und nach einem kurzen Duschprozedere sind wir bereits unter den Leintüchern als die Norröna Törshavn Richtung Hanstholm verlässt. So hören wir nur noch den ersten Teil der Begrüssung des Kapitäns im Lautsprecher auf Dänisch und dann GrgGrggrg ….schnarch…Ggrg….

Der Hunger weckt uns gegen halb Zehn. Zeit zum Früstücken am Norröna Buffet. Schlaftrunken bedienen wir uns an den vielen guten Köstlichkeiten und merken erst später, dass Aschi und Ursula wahrscheinlich einen 4-er Fensterplatz auf der Sonnenseite des Schiffes ausgewählt hatten als wir noch schliefen.

Gegen Mittag jedenfalls bin ich intensiv am Blog schreiben. Für Euro 19.- hat man 4 Stunden Zeit über Satelliten Internet zu konsumieren. Zwar scheinen viele Leute auf der gleichen Leitung zu „hocken“ denn das WLAN ist hier keine highspeed Angelegenheit sondern eher mit einer Flaschenpost zu vergleichen. Aber ausnahmsweise hat man ja hier Zeit. Auch zum Warten!

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Reisevorbereitungen: Was unbedingt zur Ausrüstung gehört!

Jeeps und Landis in Eglisstadir warten zum Bunkern von Lebensmitteln vor dem Bonus

Jeeps und Landis in Eglisstadir warten zum Bunkern von Lebensmitteln vor dem Bonus

Unsere individuelle Reise mit 4×4 Offroad-Fahrzeug für Island macht insbesondere für das Hochland einige Gegenstände unentberlich. Grundsätzlich steigert eine gute Reiseplanung in Sachen Ausrüstung nicht nur den Komfort und das persönliche Wohlbefinden sondern dient auch der eigenen Sicherheit.

 

Unbedingt mitzunehmen sind daher:

  • 12/220 Volt Wechselrichter: Damit kann man unterwegs seine Batterien von Foto- und Video-Kamera oder den Laptop aufladen. (Bei Camping Dietsche, Rebstein mit USB-Anschluss ab Fr. 77.-)
  • Anreise: Mit dem DB-Autozug von Basel-Lörach (tägl. ab 20.10 Uhr) nach Hamburg-Altona (Ankunft 07.18 Uhr) für Euro 226.50 (Auto/2 Personen Liegewagen)). 
    von Hanstholm, Fährschiff Norröna direkt nach Ost-Island, Seydisfördur mit Autopaket bis 2 Personen bei www.smyrillline.de für Euro 614.-.
  • Badehosen: Island ist bekannt für seine Hotpots oder beheizten Schwimmbäder. Warme Quellen sind  überall anzutreffen und ein wärmendes Bad angenehm. Besonderheit: Geduscht wird meistens nackt, dagegen geht man mit den Badekleidern in die Sauna.
  • Bergegurten 9 m: Bei Furten oder im Sand kann die Bergung durch andere Reisende wichtig sein. (Bei Xp-Edition in Rorschach ab Fr. 80.-)
  • Einkaufen: Günstig kauft man Lebensmittel bei Bónus (mit dem rosa Schweinchen), Netto 24, Samkaup oder Krónan (kostar minna). Letzterer ist insbesondere im Nordwesten der Insel am häufigsten vertreten und die Preise liegen etwa 20 % unter den Migros-Preisen.
    Die Öffnungszeiten sind leider fast eine Zumutung: Mo-Do 12:00 – 18:30, Fr 10:00 – 19:30 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr, einige So 12 – 18 Uhr
  • Hüftstiefel 90 cm: Bei Furten ist es wichtig, die geplante Flussdurchquerung zuerst zu Fuss zu durchwaten. Das Abschätzen vom Ufer aus ist zu riskant.  Das Wasser ist immer sehr kalt. (Webshop Furter & Co AG, Adliswil ab Fr. 78.-)
  • Karten: Gute Island-Karten in der Aulösung von 1 : 425’000 (bei ExLibrisab Fr. 18.-) und ein detaillerten Reiseführer (Iwanowski’s Reiseführer über Island mit Tipps für individuelle Entdecker ISBN-13:978-3-933041-78-4 bei ExLibris ab Fr. 30.-)  ist jedem Reisenden zu empfehlen. Daneben gibt es auch wieder den POLYGLOTT on tour für Fr. 17.-
  • Kleider: Im Hochland sind Temperaturen unter Null häufig anzutreffen. Hier ist man gut beraten, nicht nur warme Socken sondern auch an Handschuhe und warme Mützen zu denken. Dass es hier nass werden kann ist wahrscheinlich jedem Island-Reisenden in der Zwischenzeit klar, darum auch die Wasserfeste Ueberziehhose nicht vergessen (ab Fr. 70.-).
  • Kochen: Eine warme Mahlzeit ist jedem wärmstens zu empfehlen. Daher immer Reservekocher mitnehmen.
  • Kreditkarten: Ohne Kreditkarten läuft in Island praktisch nichts. Dabei sind Visa und Eurocard am weitesten verbreitet. Daher am besten mehrere davon mitnehmen.
  • Natel: Ein Natel oder besser zwei nützt dem Reisenden im Hochland wegen fehlendem Empfang meistens nicht viel. Ein Sat-Telefon wäre besser aber für viele Reisende zu teuer. Kommt hinzu, dass in grösseren Hochlanddestinationen neuerdings Natel-Empfang möglich ist.
  • Navigation Garmin Oregon 400t: Im Hochland kann Nebel oder Sandstürme die Orientierung erschweren. Da ist man auf der sicheren Seite wenn man jederzeit weiss, wo man sich befindet und wohin der Weg führt. (Bei www.digitec.ch ab Fr. 674.-)
  • Treibstoff: Für das Fahrzeug wird empfohlen bei jeder Tankstelle voll zu tanken. Im Hochland ist etwa mit dem doppelten bis dreifachen Verbrauch zu rechnen. Ein- oder besser zwei Reservekanister sind von Vorteil.
    Achtung: Reservekanister dürfen nicht ins Land eingeführt sondern nur ausgeführt werden.
  • Verpflegung: Im Hochland sind die Verpflegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln wird empfohlen. Ausser Frischprodukten dürfen konservierte Lebensmittel bis zu 3 Kg pro Person eingeführt werden. Im weiteren siehe auch Zeltausrüstung
  • Zeltausrüstung: Möglichst klein um dem Wind nicht allzuviel Angriffsfläche zu bieten. Die Hütten könnten bereits belegt sein oder das Wetter ein Weiterkommen verunmöglichen.
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Woche 6: Faroer

Aschi und Ursula

Aschi und Ursula

Endlich kein Regen. Die Sonne scheint zwar noch nicht, doch es kann ja noch werden.

Nach der gewollten Dusche – mit Wasser und Seife – sieht die Welt plötzlich wieder rosiger aus. Heute nach Mitternacht geht es endlich mit der Norröna südwärts der Heimat entgegen. Vom 1. August und dem Nationalfeiertag merken wir allerdings nichts. Der Künstler Hirschhorn hatte in Paris eben doch recht mit seinem Ausspruch „La Suisse n’exist pas!“.

Mit dem eigenen Fahrzeug verlassen wir die Insel Vagar und durch einen Unterseetunnel (Toll DKK 130.-) fahren wir zurück nach Törshaven. Hier auf dem dortigen Campingplatz treffen wir Ursula und Aschi, parlieren über das Woher und Wohin und natürlich auch über Island. Schliesslich laden die Beiden uns zu einem Kaffee in ihren Camper ein wo die guten Gespräche weitergehen. Den Nachmittag schliessen wir gemeinsam mit einem Stadtrundgang ab. Diesmal ohne „Schirm und Melone“.

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Woche 6: Törshaven

Törshavn im Regen

Törshavn im Regen

Auch am heutigen Tag regnet und nebelt es weiter. Am Flughafen von Vagar setzt die Atlantik Air mit ihren vierstrahligen Jumbolino’s tröpfchenweise zur Landung an. Hier auf 62 Grad Nord sind Nebeldecken, die lediglich etwa 50 Meter über der Piste hängen, wahrscheinlich keine Seltenheit. Der Flugverkehr „must go on“.

Wir entschliessen uns deshalb heute mit dem Bus für DKK 45.- ½ Taxe nach Torshaven zu fahren und dort die Stadt zu besichtigen. Am Hafen finden wir alte Häuser – viele davon als Büro für Ministerien eingerichtet – in einem abgeschlossenen Quartier. Es regnet in Bindfäden weiter und die mit Birkenrinden und darüber einer Schicht Humus und Gras abgedeckten Häuser müssen beweisen, dass sie wasserdicht sind. Bevor wir gegen Halbvier die Rückreise antreten, im einzigen Einkaufszentrum noch etwas „gelädelet“ und für DKK 150.- eine FPF Schirmmütze eingekauft.

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Woche 6: Faroer

62°N

62°N

Die komfortable Aussenkabine mit TV, Kühlschrank und
WC/Dusche geniessen wir vorerst einfach mal. Schon lange ist es her, dass wir in einer solch komfortablen Umgebung sein durften. Ueber einen Monat Camping, Hostelling und Edda-Hotel sind einfach genug. Warum eigentlich tun wir uns dies alles an? Wir wohnen doch in einem komfortablen Haus und haben einen Luxuswohnwagen mit allem Komfort? Freiwillig notabene und von Niemanden befohlen! Und am Anfang war es auch so richtig abenteuerlich und romantisch. Alles vergessen?

Sofort denke ich zurück an den Radfahrer von gestern, welcher bei der Bewältigung der Steilstufen und bei Sauwetter einen gar nicht fotogenen Gesichtszug abgegeben hat. Diese Radfahrer sind für mich die waren Helden von Island. Bei jedem Hudelwetter draussen und wenn ihnen die Distanz zwischen zwei Campingplätzen zu gross ist, unterwegs einfach die Räder an einem Verkehrszeichen befestigen und ab ins Grüne. Hundemüde, keinen trockenen Faden am Leib und noch hunderte Kilometer bis zum nächsten Ziel vor einem. Da haben wir’s mit unserem Auto geradezu komfortabel. Trocken und warm.

Und doch. Spätestens jetzt, wo wir das Flughafenhotel von Vagar auf 62 Grad N bezogen haben, sind wir am Ende unserer guten Laune. Um 0200 Uhr mit dem Befehl die komfortable Kabine spätestens in einer halben Stunde verlassen zu müssen wurden wir aus dem Tiefschlaf gerissen. Jetzt möchten wir uns einfach den fehlenden Schlaf nachholen. Doch die Handwerker kümmert dies wenig welche gerade den letzten Schliff an der Fassade der neu renovierten Zimmer herumwerkeln und einen Heidenlärm veranstalten. Wir haben einfach die Schnauze voll. Selbst den halben Tausender den wir für zwei Nächte bereits bezahlt haben möchten wir wieder zurück. Wir sind einfach nur müde.

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Woche 6: Seydisfjördur – Törshavn

Norröna im Hafen von Seydisfjördur

Norröna im Hafen von Seydisfjördur

Die letzte Nacht auf Island relativ gut geschlafen und gegen 0730 Uhr Eidar Richtung Seydisfjördur verlassen. Es hat aufgehört zu regnen und die Temperatur liegt glücklicherweise weit über dem Gefrierpunkt. Oben auf dem 600 müM hoch gelegenen Pass zeigt das Thermometer noch 5 Grad an. Noch Gestern hat ein Radfahrer bei der Bewältigung der Steilstufen und bei Sauwetter einen gar nicht fotogenen Gesichtszug abgegeben. Heute liegt keine Gefahr von gefrierender Nässe in der Luft doch der dichte Nebel mit überscheinender Helligkeit erschwert uns die Sicht ausserordentlich.

Punkt 0900 Uhr fährt die Norröna in den Hafen von Seydisfjördur ein, derweil wir bereits eingecheckt haben und nun einfach warten müssen. Zusammen mit weiteren Fahrzeugen nach Törshaven warten wir bis nach 1100 Uhr, als sich endlich unsere Fahrzeugkolonne in Bewegung setzt. Dann geht alles blitzschnell. Das Fahrzeugdeck ist zwar voll und ich musste noch zweimal wenden doch etwas später bin ich dann auf Kabine 6309 „gewandert“ wo mich Heidy sehnlichst erwartete.

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Tax Free in Island – Zollformalitäten

In Island findet man in vielen grösseren Städten Geschäfte welche mit „Tax Free“ angepriesen werden. In diesen Läden kauft man meist Waren die man als Geschenke oder Gebrauchsgüter bezeichnen könnte.
Zu den Waren erhält man ein A5 Formular mit einem farbigen Seitenstreifen links auf der die bezahlte Mehrwertsteuer ausgewiesen ist.

Die „Landesbanki“ von Island stellt dem Käufer auf Antrag einen sogenannten „Tax Free Check“ aus, den man bei der Deklaration der Waren am Zoll abstempeln muss. Alle Formulare wirft man dann noch auf der Fährstation in Seydisfjördur in einen mit „Landesbanki“ angeschriebenen Briefkasten. In 6 bis 8 Wochen erhält man ungefähr 15 % der Mehrwertsteuer auf seinem Post- oder Bankkonto zurückerstattet.

Erleidet man in Island einen Unfall und muss an seinem Fahrzeug die notwendige Reparatur vornehmen, so muss man unbedingt dafür sorgen, dass man das A5 Formular zusammen mit der Rechnung erhält. Selbst der Chef des Zollamtes am Fährhafen von Seydisfjördur wusste keinen Rat, als wir bei der Ausreise lediglich die Quittung der Reparatur vorzeigten. Noch besser ist es jedoch, die Ersatzteile gleich einfliegen zu lassen (mit ADAC Plus Mitgliedschaft gratis) und nur die Reparatur hier erledigen zu lassen. ADAC bezahlt jedoch die Transportkosten nur, wenn das Ersatzteil in Island nicht erhältlich ist.

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Woche 5: Eidar – Lagarfljot – Skriduklaustur

armin1Heute ist Ruhetag. Nicht aber für den Bart und die überdimensionalen Island-Mähnen von Heidy und mir. Einen Stjörnuhar in Egilstadir gefunden welcher an diesem regnerischen und nasskalten Julitag Zeit findet uns von dieser Last zu befreien. Kostenpunkt IKR 4500.- für beide.

Noch vor dem Mittag zum See Lagarfljot südwestlich von Egilstadir gefahren um im kleinen Ort Skriduklaustur – bekannt als ehemaliges Benediktinerklosters und Wirkungskreis des bekannten Schriftsteller Gunnar Gunnnarsson – das Mittagsmahl einzunehmen. Hier ein feines Buffet mit Suppen, Lamm, Lachs, Kartoffeln, diverse Salate und Kaffee und Kuchen a Discretion für IKR 1850.- genossen. Vorbei am Hengifoss zurück nach Egilsstadir wo wir den Rest des Nachmittags in der Library verbringen.heidy

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