Zusammenfassung unserer 40tägigen Womo-Reise auf dem Landweg durch Jugoslawien

Bei unserer 40tägigen Reise durch 10 Staaten (CH, I, SLO, HR, SRB, MK, BIH, GR, I, CH) legten wir insgesamt 4‘160 Strassenkilometer zurück. Gleichzeitig passierten wir insgesamt 22 Zollstellen wobei die Uebergänge bzw. die Kontrollen von gar nicht (CH/I) bis „Vollprogramm“ (Pass/ID, Fahrzeugausweis/Versicherungskarte/Coco-Karte/Geld) bewegten.

Die Dieselpreise in der Schweiz waren mit CHF 1.73 und mit Lek 170.- (Fr 1.55) in Albanien am Ohridsee am billigsten. Insgesamt kostete uns der Treibstoff CHF 678.- was bei einem Durchschnitt von 10 Lt pro 100 km Kosten im Schnitt von Fr. 1.66 pro Liter Diesel ergibt. Die Schweiz ist also auch in Sachen Abgaben auf Treibstoffen in Europa nicht mehr wirkliche Spitze, sondern Italien auf der Autobahn mit Euro 1.89 (CHF 2.15).

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Mazedonien über Albanien nach Griechenland

Die nächsten 418 km vom Ohridsee in Mazedonien bei Struga benötigten wir einen vollen Arbeitstag von etwas mehr als 8 Stunden um nach Griechenland in die Nähe von Volos zu gelangen.

Vier nicht immer einfache Grenzkontrollen waren zu passieren. Ausreise Mazedonien, Einreise Albanien, Ausreise Albanien und Einreise Griechenland. Ausser Griechenland ernten wir immer am Schluss der Kontrollle nur ein einfaches TSCHAU!

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Von der Perle der Adria zum Baron von Tirana in Albanien

Kaum auf dem Parkplatz des Hotels Baron in Tirana angekommen, begrüssen uns zwei freundliche Concierge in englisch. Sie wollen nicht etwa unser Gepäck übernehmen sondern einfach nur zeigen, wo und wie wir unseren Camper am Besten parken, ans Stromnetz anschliessen, wo die Duschen sind (im 2. Stock des Hotels) und zudem wo es Frischwasser habe.

Die Fahrt bis Ulcinj verlief ausser einem Tankstop und einem weiteren Grenzübertritt völlig problemlos. Kaum hatten wir die Abzweigung nach Shkoder hinter uns, waren Baustellen der übelsten Art zwischen Kehricht, Umleitungen, Steinbruch bis Strasse wegen Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit geschlossen alles vorhanden. Dass damit Reifen- oder andere Pannen trotz vorsichtiger Fahrweise auf der 315 km Fahrstrecke fast normal war feststellbar.

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Karpen/Albanien – Kavaye – Dürres – Lezhe – Shkoder – Murigan /(Montenegro) – Kruta – Bar – Petrovac – Kotor – Debelibrijeg/Kroatien – Molunat/HRK

Als Abschied von Karpen und von Albanien generell wollten wir uns erkenntlich zeigen und die „Vision“ von Messieur und Mamma Kampin unterstützen. Schliesslich müssen wir ja auch unsere etwa Lek 12‘000.- ausgeben können.

Also machen wir uns auf gegen 2000 Uhr ins Restaurant hinauf zu stolzieren. Kaum angelangt merken wir, dass kurze Hosen und ärmellose Blusen auch andere für ihr Abendmahl benützen wollen und wie wir anderntags merken – auch können. An unserem Stellplatz mit Sicht auf die“Vision Insel mit Steg“ und geschützt von Mückengittern haben wir die Situation völlig falsch eingeschätzt.

Das als Fisch mit Salat deklarierte Gericht entpuppte sich für uns schnell einmal als Salat mit Brot. Die relativ grossen „Zierfische“ hatten derart viele Gräte in sich, dass „Fleisch“ keinen Platz fand. Da hätten wohl unsere Mücken noch mehr hergegeben.

Es ist etwa 0730 Uhr als wir von Karpen Richtung Kavaye wegfahren. Viele Eselskarren sind heute Samstag unterwegs um die kleinen Felder zu bestellen. Unterrwegs Richtung Dürres stellen wir fest, dass die Strassen mangelhafte Wegweiser – wenn überhaupt – aufweisen. Heute wäre für uns eine tadellose Wegweisung noch wichtiger weil zudem auch das Navi nur wenige Strassen in Albanien kennt. So fahren wir vielfach einfach nur der Nase nach und haben meistens Glück damit.

Kurz vor der Abzweigung in den Kosovo fahren wir an Gemüseständen vorbei. Höchste Zeit also die Gelegenheit zu benutzen und uns von den Tausenden von Leks zu befreien. Aprikosen, Nektarinen, Tomaten und Brot wechseln den Besitzer. Es ist überhaupt nicht sehr einfach in Albanien an seinen täglichen Food zu kommen. Meistens fehlen Reklamen und der einzige Hinweis sind „parkierte Eselskarren“ oder Kunden mit einem Block Seife in der Tüte.

Kurz vor der Montenegrinischen Grenze bei Mariqan finden wir einen solchen Laden. Viele Einheimische kaufen hier ein. Keiner trägt eine Sonnenbrille und auch Heidy wünschte sich im Laden drinnen heute lieber eine Stirnlampe den einen Schutz gegen Helligkeit. Direkt vor mir parkt ein herrenloser Eselskarren. Der Blick des Esels zurück zu mir hat etwas Fragendes in sich. Ist mein Herr noch nicht vom Einkaufen zurück? Was will denn der Camper hinter mir? Warum überholt er mich nicht? So ein Esel!

Endlich kommt der Lenker des Esels zurück vom Einkaufen mit einem etwa 1 kg grossen Block von weisser „Seife“ in der Tüte. Wenig später kommt auch Heidy mit der gleiche Seife zurück und erklärt mir, dies sei eben die gefrorene Butter. Heidy verstaut die Butter sofort in den Gefrierschrank und der Bauer mit dem Esel hängt sie an einen Holmen seines Karrens. Wenig später entdecken wir den gleichen Eselskarren wiederum Herrenlos vor einem Restaurant mit der Tüte am Karren. Die Butter ist noch immer gefroren und bis nach Hause wird sie dann mit Sicherheit geniessbar sein. Wir aber haben noch immer „Seife“ im Kühlschrank.

Der albanische Zollbeamte erledigt seine Arbeit bei Maraqan besonders gründlich. Etwa 20 Meter lang ist die Doppelkollonne vor der Station lang und doch brauchen wir hier etwa ¾ Stunden. Der Kühlschrank muss also sofort auf Gas umgestellt werden möchten wir die kurz zuvor gekauften weissen Glaceestengel noch in fester Form geniessen. Dann sind auch wir dran: Unsere Pässe und unser Fahrzeugausweis will er einsehen. Wir haben bereits ausgerechnet ob unser Aufenthalt wohl mit zwei Euro pro Nacht oder pro Tag berechnet werde. Im Ersten Fall wären Zehn und im zweiten Fall Zwölf Euro fällig. Doch der Zöllner will nichts. Kein Geld kein Obolus und kein Bakschisch einfach nichts. Gut so! Danke – kommt noch über meine Lippen und schon sind wir in Montenegro auf einer neugeteerten Strasse unterwegs.

Doch nicht lange dann kommen Teermaschinen wie bei uns und versperren den Weg. Eine kurze Strecker müssen wir noch im 10 cm tiefen weichen Teer fahren und dann folgen etwa 10 km Baustelle der übelsten Art. Einen montenegrinischen Zoll passieren wir derweil nicht.

Bei Petrovac sehen wir noch Reste der jugoslawischen Marine. Hier wird inmiiten der Stadt endlich einmal Gerastet und uns etwas erholt.
Alles Richtung Norden fahrend nehmen wir für Euro 9.- die Fähre über die Kotorbucht. Eine wohltuhender Unterbruch von der langen Reise. Hier herrscht merklicher Wochenendverkehr und auch eine gewisse Hektik.

Dann verlassen wir Montenegro am Zollposten von Palje Brodö und reisen etwa 1 km später zuoberst auf dem Hügel in Kroatien ein. Hier wird die Zollstation mit Röntgen-Geräten aufgerüstet. Dazwischen sehen wir manche einheimische Reisende welche mit ihren Rollkoffern im verlorenen Land die Strasse hochkraxeln. Oben angelangt fehlt vielleicht ein kleiner Stempel und schon sind sie wieder auf dem Weg zurück nach unten. Zu Fuss natürlich und ohne Möglichkeit den öffentlichen Bus zu benützen. Wo nichts ist kann eben auch nichts fahren!

Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Mulonat zum Camping Monika direkt an der Adria. Ein paar Baustellen noch und etwa 300 Höhenmeter dann sind auch wir unten und die Temperaturen mit 25 Grad in der Nacht angenehm weit oben.

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Karpen Camping / Albanien

Hier auf dem Camping „Karpen“ direkt an der Adria und etwa 25 km südlich von Durres/Albanien verbringen wir einen ruhigen Tag. Etwas hektischer zu und her geht es bei den etwa 25 Einheiten von holländischen Campern welche gegen Abend von hier abreisen und mit dem 2300 Uhr Schiff zurück nach Bari reisen.

Dabei fällt uns besonders ein Camper mit Kabe Wohnwagen auf welcher die Gruppe anzuführen scheint. Ausleihen eines Akkuschraubers oder dank seinem 4×4 VW Tiguan andere aus dem Dreck sprich Sand zu ziehen gehören anscheinend zu seinen Aufgaben. Auch haben wir ihn immer korrekt gekleidet gesehen. Dasselbe gilt natürlich auch für seine adrette Frau. Im Gegensatz zu anderen Holländern mit ihren Nussgipfelfiguren, Bierbäuchen und nackten Oberkörpern hat er eine schlanke und ranke Figur.

Dieses Ehepaar könnte auch Ton und Anneke heissen. Nur zweifeln wir ob es ihnen hier gefallen würde.

Mit einem Löffelbagger sind Arbeiter den ganzen Tag bis zum Eindunkeln dabei eine kleine Insel mit einem geschwungenen Steg zu bauen. Eine „Vision“ des Chefs wie er gegenüber Heidy meinte. Ein Gendarm in Uniform wird das Ganze noch begutachten und als in Ordnung befinden. Bei uns undenkbar aber einem Albaner der auf eigene Initiative und Kosten nicht nur einen sauberen Strand unterhalten wird und täglich den Güsel aus seinem Revier befreit und anderswo ablagert scheint hier willkommen. Die meisten Touristen sehen ja sowieso nicht, dass er den Dreck nur gerade links und rechts seines Ressorts ablagert. Die Unterstände von 1967 und die Bunker zuoberst auf dem Hügel aus „Hotschas Zeiten“ sind heute blind geworden.

Mit den sympatischen Bayern aus Chiemsee mit ihrem Detleffs-II Camper kommt man schnell ins Gespräch. Kaum waren sie angekommen wollten sie natürliche auch ihren Camper mit Netzstrom versorgen. Sie fragten deshalb ob sie beim Nachbarn anschliessen dürften was ich mit der Bedingung verknüpfte – aber nur ohne Kaffee-Maschine?

Eigentlich eine mehr als „flüssige Frage“. Ueberflüssig wenn man bedenkt, dass bei einem Bayer immer der Gerstensaft zuoberst steht und nicht der Kaffee. „Detleffs-II aus Chiemsee“ bedankte sich anschliessend für den erlaubten Stromanschluss mit einem weiss-blau-gelben, heiligen Nationalgetränk welches ich jedoch mit dem Hinweis auf meinem Bierbauch dankend ablehnte. Seinen Gesichtsausdrücken nach zu urteilen sah ich wie er dachte: „Welch komische Käuze diese Schweizer! Sie haben zwar ihre eigene Steckernorm und mögen kein Bier, da muss ja bei ihnen alles sündhaft teuer sein“.

Die Weiterreise am Samstag muss morgen sorgfältig geplant weden. Voraussichtlich über Durres, Vore werden wir nordwärts fahren und die Hauptstadt Tirane rechts liegen lassen um bei Murican schliesslich in Montenegro einzureisen.

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Südküste Albanien von Sarande über Kukave, Himare, Dhermi, Rhadime, Kanine nach Vlore

Heute sind wir froh die albanische Hotelanlage unter polnischer Führung verlassen zu dürfen. Das Fest zur dreimonatigen Verwaltung ist für uns doch etwas laut ausgefallen. Auch das Jaulen von streunenden Hunden in Sarande zusammen mit halbfertigen Bauten, Strassen etc. hat uns zur Weiterfahrt bewogen. Ueberhaupt wird hier nie etwas fertig gemacht. Nur die 50 cm Ratte am Boulevard war „ganz fertig“. Der Gestank hat bei Heidy beinahe den Magen gekehrt.

Wir verlassen also gegen 08.30 Uhr bei schönstem Wetter Sarande und fahren auf einer gelben Strecke Richtung Norden. Von Dhermi aus ist die Strecke rot eingezeichnet, sollte also besser werden. Doch davon haben wir nichts gemerkt.

In den Dörfern herrscht überall Freundlichkeit und dörfliche Idylle. Hausschweine, Ziegen und viele Esel sind an der Ueberzahl. Die Berg und Talfahrt lässt uns höchstens eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 km/h aufkommen weil man nie weiss, ob hinter der nächsten Kurve Kühe inmitten der Fahrbahn liegen oder eine ganze Ziegenherde einem die Weiterfahrt verunmöglicht. Kommt hinzu, dass das vortägige Unwetter an manchen Stellen die Strasse verschüttet hat und sonst ein Stück davon seit längerem fehlt.

Wieder einmal versperrt uns eine grosse, herrenlose Ziegenherde den Weg. Offenbar herrscht hier albanische Demokratie. Die grössten und schönsten Böcke geben den Ton an. Wir müssen anhalten, doch bereits wird hinter uns gehubt. Der Bock am Steuer des albanischen Mercedes gibt einfach Gas und überholt uns so, dass die kleinen Zicken nur so davon stieben. Mit den grösseren Böcken will aber auch er nichts zu tun haben. Wir möchten diese Situation für die Nachwelt festhalten doch gerade jetzt ist die Batterie am Fotoapparat out. Heidy hat vorgängig die anderen Sauen, Rindviecher, Esel und Hühner immer wieder fotografiert und damit die schönsten Böcke von Albanien verpasst.

Bei einem kleinen Dorfladen kaufen wir ein geschnittenes Kilo Brot für Lek 100.- ein. De Verkäufer macht vor Heidy gar eine königliche Verbeugung ums sich zu bedanken. Wenig später entdecken wir eine offene Post. Sollten wir nicht unsere längst geschriebenen Karten endlich einmal abschicken. Doch, nachdem in der Stadt von Sarande selbst 4 Sterne Hotels uns nicht weiterhelfen konnten versuchen wir es doch einmal hier.
Schon ist Heidy in der Post verschwunden. Sie will zwar nur Karten nach Europa abschicken, doch es dauert eine ganze Weile. Zeit für mich also zu fotografieren.

Erstens einmal das Schild der Post um zu beweisen, wo wir die Karten aufgegeben hätten falls diese nicht ankommen sollten. Dann sehe ich einen struppigen Esel die Strasse runterkommen. Kein Begleiter einfach nur ein selbständiger Esel. Dann ein Zweiter und schliesslich möchte ich auch nicht verpassen, wenn Heidy die Post wieder verlässt. Klick, klick, klick und nochmal klick von mir – auch selbständig – kein Esel aber doch in Albanien.

Heidy ist begeistert von der albanischen Pöstlerin. Sehr freundlich und der Kundin wird sofort die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Ohne Tiket zu nehmen kommt man sofort dran. Die CH-Post könnte sich hier ein Vorbild nehmen. Genügend Personal doch die Geschäftsabwicklung scheint mit dem Alltag nichts zu tun zu haben. Nach etwa 15 Minuten und verschiedenen Telefonaten steht der Preis fest. 4 Karten für insgesamt Lek 160.- sowie ein herzliches Dankeschön, ein baldiges Wiedersehen und für das grossartige Geschäft nochmals ein Dankeschön.

Nach Dermi steigt die Strasse von Meereshöhe bis auf etwa 1000 müM in langgezogenen Kurven an. Die Strasse ist auf der anderen Seite eher schlechter als die gelbe Strasse nach Sarande. Die herrliche Aussicht von weit oben und der Nebel erinnern sofort an die Landschaft in der Schweiz. Also wenigsten einmal heimatliche Gefühle in Albanien. Noch steiler geht es auf der anderen Seite wieder runter. Dann kommen die erste Städte oder besser gesagt Dörfer. Orikum, Radime oder Vlore.

Die Hafenstadt Vlore mit Fährhafen nach Brindisi ist besonders schlimm.
Die Strassenverhältnisse und der Verkehr sind schlimmer als wir bisher kannten. Selbst die Eisendeckel der Strassendolen fehlen an manchen Orten. Hier gilt auch in der Stadt und bei Kreiseln. Der von rechts kommende hat Vorfahrt. Es lohnt sich also hier es den öffentlichen Bussen gleich zu tun und möglichst nur im Schritttempo zu fahren. Danach kommt eine provisorische Autobahn , nochmals ein sehr schlechtes Stück Hauptstrasse und dann nach Fier wiederum eine echte Autobahn mit manchen Kreiseln nach Oestereichischem Muster. Voll in den Kreisel und dann drinnen bleiben und nochmals eine Runde drehen.

Ueber Lushnje und Progozhine bis nach Kavaje und dort die Autobahn im rechten Winkel ohne Mittelstreifen zu überqueren. Eigentlich hätten wir nach verpasstem Kampin-Schild auch nur auf der Ueberholspur anhalten können, dort etwas zurücksetzen und Links abbiegen können. Nach unserem Verständnis war dieses Fahrmanöver aber doch etwas zu gefährlich. Lieber das Fahrzeug etwas quer zur Autobahn in einem Vorplatz hinstellen und warten bis auf allen vier Spuren weniger Verkehr zu verzeichnen war. Das Rückwärtsfahren auf der Normalspur war schon gefährlich genug.

Die ersten beiden Fahrspuren bis zur Mitte können wir jetzt also überqueren und durch unser rechtzeitiges Erscheinen auf der Autobahn hinter uns vorbeischleusen. Dann ist es soweit: Die nächsten beiden Spuren sind frei und wir tauchen ab in eine schmale Zufahrtsstrasse zum Kampin Karpen direkt am Adriatischen Meer etwa 25 km südlich von Durres in Albanien.

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Gewitter in Saranda

Heute bleiben wir wahrscheinlich in Saranda wegen heftigen Gewittern blockiert. Wir wagen es nicht, die Hotelanlage zu verlassen um über die Küstenstrasse Richtung Norden aufzubrechen.

Ursprünglich planten wir über den Ohrid-See und Macedonien nach Albanien zu reisen. Nachdem wir jedoch feststellen mussten, dass dort Nachttemperaturen von -10 Grad und tagsüber Schneefall angesagt waren, verwarfen wir diese Route sofort wieder. Hier müssen wir allerdings auch noch der Küste entlang über Pässe die höher als 1000 müM liegen.

Bereits am Morgen um 0600 Uhr kündigte sich mit Blitz und Donner ein Gewitter an. Genau deshalb habe wir ja gestern in Ioannina unsere dreitägige Bleibe verlassen. Wir können uns noch gut erinnern, als das griechische Fernsehen im Juni 2005 von Hagelschlag mit einem halben Meter Hagel in Ioannina berichtete. Das wollten wir nicht erleben und sind nicht zuletzt deshalb gestern hierher ans Meer gefahren.

Einerseits haben wir hier Wifi und andererseits genügt uns bereits bei schönem Wetter und guter Sicht den riesigen Schlaglöcher ausweichen zu können. Zudem kann es durchaus sein, dass ein einziges Gewitter die Strecke für ein paar Tage unpassierbar macht.

Soeben erhalte ich von Eagle Mobile Albania ungefragt ein SMS mit Wetterdaten von Tirania, Durres und Vlora. Ueberall Starkregen von 30 mm. Unser Entschluss hier zubleiben ist also richtig.

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Ioannina – Grenzstelle Kufitar –Saranda/Albanien

Gemütlich und erst gegen 1000Uhr verlassen wir Ioannina in westlicher Richtung. In der naheliegenden Shell -Tankstelle wird nochmals Diesel aufgefüllt. Hier kostet ein Liter Eurodiesel Euro 1.64. Anderswo haben wir aber Preise zwischen zwischen 1.54 und 1.74 gesehen.
Beim Flugplatz und einem weiteren Lidl vorbei geht es definitiv Richtung Albanien. Eine Autostrasse ähnlich Fahrbahn führt uns bis zur Grenzstelle von Kufitar.

Die Grenzabfertigung der Griechen und die Einreise nach Albanien findet zuvorkommend und freundlich statt. Beide wollen die Pässe und den Fahrzeugausweis sehen. Die Albaner erfassen uns und das Fahrzeug im Computer und schon sind wir in Albanien.

Hinter der Abfertigung findet Heidy eine Raifeisenbank. Hier wechselt sie sFr 100.-. Dafür bekommt sie fast ein kleines Vermögen nähmlich 11‘262.- albanische Lek. Dann geht es auf ähnlich guter Strasse – der E853/SH4 – weiter. Dann verabschiedet sich unser Navi. Keine Strasse vorhanden, also auch keine Navigation mehr. Nur gut dass Heidy den Wegweiser bzw. die Abzweigung nach Saranda noch entdeckt hat.

Also nochmals etwa 5 km zurück und vorbei an der Strassensperre der albanischen Polizei und diesmal winken uns diese freundlich an den wartenden Albanern vorbei.

Hier geht es auf einer schmalen Passstrasse – vergleichbar ausgebaut wie der Albulapass – welche für alle Anhängerzüge und Car’s offen ist, im 2. Oder 3. Gang die wunderschöne Strecke in Angriff.

Auf der Passhöhe auf 570 müM kommen uns Radfahrer entgegen. Ein Paar sind schon oben und der Letzte kurz bevor. In seinem breiten Grinsen meinten wir Marc Bertod erkennen zu können. Dann dachten wir sofort an eine Trainingsgruppe von CH-Wintersportlern welche sich auch im Sommer fit halten müssen und immer für solch ausgefallenen Sachen zu haben sind.

Die letzten 70 km Fahrt nach Saranda finden wir dann blind. Keine Wegweiser mehr, neue Kreisel und schlechter werdende Strassen. Mit ein paar Mal nachfragen finden wir Saranda und das Hotel Mediterrane wo wir für Euro 15,- auf dem Parkplatz übernachten dürfen.

Saranda Albanien
Saranda liegt an einer kleinen, nicht sonderlich geschützten und nach Süden offenen Bucht, die von rund 200 Meter hohen Hügeln umgeben ist. Von hier sind es nur wenige Kilometer zur südwestlich gelegenen griechischen Insel Korfu. Von der fruchtbaren Ebene im Osten ist die Stadt durch einen schmalen Hügelzug getrennt, der sich nach Süden bis zum Vivar-Kanal zieht und sich nördlich der Stadt zu 600 Meter hohen Bergen erhebt. Auf dem Mali i Lëkurësit, der ein Teil dieses Hügelzuges ist und südöstlich des Stadtzentrums liegt, wurde im Mittelalter eine Burg errichtet (Kalaja e Lëkurësit).

Nordöstlich von Saranda liegt 15 Kilometer entfernt im Landesinneren die Kleinstadt Delvina. Im Norden beginnt die Albanische Riviera.

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