Aussichtssreichster Impfkandidat ist „mRNA-1273“ von Moderna

Die Besitzer der US Firma „Moderna“ drängen unter dem Namen Warp Speed einen Impfkanditen mit der Bezeichnung mRNA-1273 einen hoffnungsvollen Impfstoff-Kanditaten unter dem ehemaligen Lonza Verwaltungsrat Slauia ins Rennen zu schicken.

Letzte WOCHE hat der US Präsident Donald Trump ihn gar zum Chef des Impfstoffprogramms «Warp speed» gemacht. Seine AUFGABE ist es, so schnell wie möglich Vakzime gegen Covid 19 in grossen Mengen zu beschaffen, deshalb ist Slauia sogleich auch aus dem Verwaltungsrat von Lonza verabschiedet worden.

Paul Hudson vom Pharmakonzern Sanofi erklärte zuvor noch klar: Die USA hätten beim Impfstoff «Vorrang», weil sie sich auch sofort daran finanziell beteiligt hätten.

Damit ist aber der französische Präsident nicht einverstanden nun droht sich das Schauspiel zu wiederholen – unter Beteiligung des Schweizer Pharmazulieferers Lonza. Denn im Hintergrund arbeiten die USA mit weiteren Unternehmen an einem exklusiven Zugang zu einem neuen Corona-Impfstoff. Aussichtsreichster Kandidat ist mRNA-1273 des US-Biotech-Unternehmens Moderna. Dieses wiederum arbeitet bei der Entwicklung eng mit Lonza zusammen.

Albert Baeny, Chef Lonza ist ebenfalls der Meinung denn schliesslich gehört Moderna den USA und entscheidet wem der Impfstoff gehört obwohl Lonza ebenfalls bereits Millionen in Entwicklung von sogenannten Produktionslinien investiert haben.

Lonza steht derzeit noch im Schatten der Baslerpharmafirmen weshalb der Chef Lonza bereits in den kommenden Monaten von einer Baslergrösse abgelöst werden dürfte.

Nächstes Jahr dürfte der Impfstoff verfügbar sein, weil USA-Moderna mehrere bei Lonza konstruierte Impfstrassen in Betrieb nehmen dürfte sowie zwei bis drei in Visp oder gar in Singapur. Seit Jahresbeginn hat deshalb Lonza an der Börse um 30 % zugelegt. Visp als zukünftiger Vorort von Basel will bis 2021 bereits 300 Millionen Dosen Impfstoff gegen Covid-19 im Wallis produziert haben.

US-Botschafter Edward McMullen verspricht, dass die USA einem möglichen Impfstoff anderen Ländern zur Verfügung stellen werden.

Wenn in den USA ein Impfstoff gegen das Coronavirus entdeckt wird, werden Sie diesen mit der Welt teilen?

Selbstverständlich, denn wir legen Wert auf Transparenz. Jedes Land, das in dieser Krise Daten zurückhält, Wissenschaftler behindert und Resultate nicht teilt, setzt sich den harten Fragen aller anderen Länder aus. Zu Recht! Unsere Wissenschaftler arbeiten offen und transparent mit allen anderen daran, dieses Virus zu bekämpfen.

Aber US-Behörden machen Druck, dass ein von Lonza in der Schweiz hergestellter Impfstoff zuerst in die USA geliefert wird. Ist das die Zusammenarbeit mit der Schweiz, die Sie anstreben?

Das ist nicht wahr. Diese Zusammenarbeit ist im Gegenteil ein perfektes Beispiel dafür, wie die USA und die Schweiz bei der Bekämpfung dieser Epidemie zusammenarbeiten. Ich habe die Lonza-Anlage in meinem Heimatstaat South Carolina persönlich besucht und im vergangenen Mai eine Erweiterung eröffnet. Lonza und die USA ist keine neue Beziehung. Die Firma ist ein wichtiger Teil der amerikanisch-schweizerischen Partnerschaft und wir haben uns immer dafür eingesetzt. Das Unternehmen hat Anfang dieses Monats ein 10-Jahres-Kooperationsabkommen mit der amerikanischen Firma Moderna unterzeichnet. Diese Vereinbarung wird die Massenherstellung von Modernas Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus ermöglichen, den die US-Regierung mit 500 Millionen Dollar unterstützt. Die Unternehmen planen die Einrichtung von Produktionslinien in Lonzas Anlagen in den USA und der Schweiz und schliesslich weltweit. Diese Zusammenarbeit wird 1 Milliarde Dosen des Impfstoffs weltweit verfügbar machen. Wie kann man darin keine gute Zusammenarbeit sehen?

Abgesehen von Lonza: Wie arbeiten die Schweiz und die USA zusammen?
Die Schweiz ist ein besonders guter Partner der USA, vor allem wegen der exzellenten Pharmaforschung hier. Und in Washington nimmt man das auch zur Kenntnis. Firmen die in beiden Ländern tätig sind, stehen an der Spitze wenn es um die Entwicklung von Tests, Behandlungen und Impfstoffen geht. Ich denke zum Beispiel an Roche oder an Hamilton, ein amerikanisches Unternehmen, das von der Schweiz aus arbeitet. Das hat natürlich damit zu tun, dass beide Länder Demokratien und Rechtsstaaten sind, welche die gleichen Werte hochhalten: Freiheit, Wissenschaft und offene Marktwirtschaft.
Noch fehlt ein Impfstoff. Die Zahlen von neuen Infektionen in den USA sind zwar tiefer als vor ein paar Wochen, aber die Gefahr ist noch nicht vorbei. Kommt noch eine grosse Welle?

Wenn Sie den Verlauf der Infektionen anschauen, dann sehen Sie, dass die USA ungefähr vier Wochen hinter der Schweiz her hinkt. Es ist also noch nicht vorbei. Die Zahlen stagnieren, weil Präsident Trump sehr früh reagiert und zuerst die Grenzen für Besucher aus China, dann aus Europa geschlossen hat. Das war entgegen der Empfehlung der WHO und hat für einen Aufschrei gesorgt, aber es war genau das Richtige.

Aber die Zahl der Infizierten steigt trotzdem noch stark an.
Das ist richtig, hat aber damit zu tun, dass wir ähnlich wie die Schweiz, sehr viele Personen testen. Entscheidend ist die Anzahl Verstorbenen pro Million Einwohner – auch da bewegen wir uns in einem ähnlichen Rahmen wie die Schweiz.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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