Balzer-Treffen 2019 in Bremgarten

Balzer-Treffen 2019 in Bremgarten

Am Dienstag/Mittwoch, 27./28. August 2019 fand das traditionelle Geschwistertreffen Balzer in Bremgarten statt.  Das mittelalterliche Städtchen in einer Schlaufe der Reuss im Kanton Aargau mit etwa 8000 Einwohnern liegt nur 16 km von Zürich entfernt.

Turnusgemäss wurde das 32. Treffen von Anny Kilcher-Balzer organisiert. Obwohl Anny die Ferien-Radtour mit einem bösen Unfall abschloss war sie trotzdem bereit das Treffen durch zu ziehen. Trotz diesen Widerlichkeiten danken wir Anny und ihrem Mann Ruedi für die vorzügliche Organisation des zweitägigen Treffens mit Uebernachtung im Hotel Stadthof an der Antonigasse 22 in der Alststadt mit Sicht auf die Reuss.

Vreni Balzer  schien diese Reise nicht mehr alleine bewältigen zu können, weshalb sie von ihrer Schwester Alma begleitet worden wäre. Einige Tage vor dem Treffen wurde jedoch die Teilnahme von Vreni und Alma wegen einem Todesfall in der Familie von Alma annuliert.

Damit waren wir auch wieder frei bei der Wahl des Verkehrsmittels und entschieden uns letztendlich für die Reise nach Bremgarten mit dem öV. Für Fr. 19.20 sollte Heidy im Bus ein 7 Zonen und 2 Stunden gültiges Ticket lösen können und Armin aktivierte seine FAIRTIQ-App, wo die Reise über GPS aufgezeichnet und über die Kreditkarte immer die günstigste Fahrkarte verrechnet wird.

Nach der Rückkehr und dem Auschecken der App in Winterberg am zweiten Tag erschien auf meinem Handy  unter FAIRTIQ sofort ein Betrag von Fr. 17.00 für das Rückfahrticket und war damit um Fr. 1.20 günstiger als die Tickets von Heidy – gelöst im Bus oder dem Automaten in Bremgarten (je Fr. 19.20).


Obwohl Rosmarie am Vorabend ihr Erscheinen wegen Unwohlsein absagte organisierte sie ihre Tochter Caro welche sie noch rechtzeitig mit ihrem Auto nach Bremgarten brachte.

Das gemeinsam Mittagessen auf der Terrasse des Hotels Stadthof war damit gerettet.

Einen besonderen Dank geht daher an Carolina (Caro) und ihre Mutter Rosmarie für diesen ausserordentlichen Einsatz welcher sicherlich auch mit Stress verbunden war.


Herzlichen Danke Caro und vielen Dank Rosmarie.

Nach einem opulenten Nachtessen unter der Balzer-Standarte des Familien Wappens schlossen wir den ersten Tag auf der kühlen Terrasse des Stadthotels ab. Bis tief in die Nacht hinein drehten die wagemutigen Kanufahrer in ihren kleinen Booten im Strudel der Reuss ihre Eskimo-Rollen gleich oberhalb der alten Holzbrücke. Früher (vor 1972) war dies eine der Höhepunkte als wir noch vor dem Autobahnbau auf der schmalen Landstrasse durch das schmucke mittelalterliche Bremgarten von Zürich nach Bern tuckerten.

Die Zimmer im zweiten Stock waren von der warmen Augustsonne aufgeheizt. Die Fenster noch immer geschlossen und bis spät in die Nach hinein war ich mir nicht sicher ob ich lieber etwas Ruhe mit Wärme oder Lärm der Reuss konsumieren wollte. Das Rauschen der Reuss  war keineswegs mit dem plätschern eines Bergbaches sondern eher mit dem Tosen des Rheinfalls zu vergleichen. Fazit: Nicht ideal für eine Nacht aber alle haben Diese überstanden!

So war klar, dass wir alle rechtzeitig im kühlen Restaurant das Morgenessen zu uns nahmen. Alle waren rechtzeitig am «zMorge»  und genossen die frischen «Gipfeli und Weggli» als hätten sie nichts zu Abend gegessen. Offenbar war die Nacht dermassen anstrengend gewesen, dass alle Pommes, Leberli  oder andere deftigen Speisen bereits der Kanalisation übergeben wurden.

Frisch gestärkt folgten die Teilnehmer/innen den Worten unserer Stadtführerin Frau Brun um 1000 Uhr als sie uns durch die schmalen Gassen der Altstadt führte.

Markt-, Schloss-, Stiefel-, Rechen- oder Metzgergasse waren alles Bezeichnungen welche aus dem Mittelalter stammen und nur noch vom Hexenturm oder Schwarzschloss (Sitz der Pfaffen) Ergänzung fanden. Eine Stadtkirche musste in die Unterstadt zu den Bauern verlegt werden weil in der Oberstadt schlichtweg der Platz fehlte. Die Stadtkirche St.Niklaus war und ist  das Herz und der Mittelpunkt des Kirchenbezirkes wo Nikolaus und Maria Magdalena sowie Synesius verehrt wurden. Vieles hat die Brandkatastrophe vom 28.3.1984 zerstört und konnte nur dank Kopien wieder her gestellt werden.

Die von Anny organisierte Stadtbesichtigung fand ihren Abschluss im Besteigen des Spittelturmes, dem Wahrzeichen von Bremgarten und heute besser bekannt unter dem Namen Tor, Wehr, Gefängnis und Zeitglockenturm.

Nur zwei Meter von der Reuss entfernt stärkten wir uns mit gebackenen Knusperli an Tartarsauce mit frischen Salaten im Gasthaus zum Schwert. Hier soll der Dekan und damalige Stadtpfarrer Heinrich Bulliger gelebt haben welcher als Nachfolger des Reformators Zwingli europaweite Bedeutung erlangte.

Dann verabschiedeten wir uns von den Organisatoren Anny und Ruedi und die  anderen Fünf benutzten die Mutschellenbahn S16 welche uns nach Dietikon brachte. Weiter ging es mit der S19 nach Zürich-HB wo Regina, Peter und Trix  umsteigen mussten während wir beiden die warmen Sitze behalten durften. Kurz nach dem Check-Out sagte mir mein Handy, dass die ganze Fahrt für mich nur Fr 17.- kosten werde – also Fr. 1.20 günstiger.

DANKE FAIRTIQ!

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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