Campus „The Valley“ in Kemptthal

Die „Kempt“ ein kleiner Fluss schlängelt sich sauber und friedlich durch das frühere Areal der Maggi-Fabrik in Kemptthal teils zwischen Bahnlinie und neuem Givaudan Innovations-Center vorbei, unterquert die Gebäulichkeiten der alten Fabrik mit samt dem Bahnhof und kommt darnach an der rechten Talseite wieder zum Vorschein.

Das am 14.Juni 2019 eingeweihte globale Zentrum für Forschung und Entwicklung wurde heute der Oeffentlichkeit präsentiert. Daneben besitzt und betreibt Givaudan in einem alten und aufgestockten Gebäude ein grosszügiges Business Center.

Hier hatte vor genau 150 Jahren Julius Maggi den Grundstein für seine Lebensmittel Produktion gelegt. Und genau hier tut sich auf dem linsenförmigen und denkmalgeschützten Industriebauten-Areal eine neue Aera auf. Denn im östliche Bereich des Areals entsteht ein renaturierter Uferbereich der Kempt wo sogar eine neue Joggingstrecke um «The Valley» entstehen soll.

„The Valley“ in Kemptthal ZH

Legende

  • 1. Innovation Center
  • 2. Business Center
  • 3. Produktion
  • 4. Motorworld-Manufaktor
  • 5. Eventhalle
  • 6. Erholungszonen
  • 7. Parkplätze
  • 8. «The Valley» Restaurant
  • 9. S-Bahn-Linie
  • 10. Büro und Gewerbehaus

Ein moderner Begegnungsort für die Oeffenlichkeit wird es weiter nördlich mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Hotels und verschiedenen Parkings geben.

Bereits in einem Jahr soll das ehemalige Silo-Gebäude eine IT-Unternehnung und eine grosse Versicherungsgesellschaft beherbergen. Zu oberst wird man in der Silo-Bar seinen Durst löschen können.

Um «The Valley» auch gut und rasch durchqueren zu können, werden bald Elektro-Trottinets und später auch selbstfahrende Elektromobile auf dem weitläufigen Areal verkehren.

Was bei unserm Landkauf 1998 noch selbstverständlich wie alles in Kemptthal der NESTLE AG in Vevey gehörte hat der nördliche Arealteil der Inmoblienentwickler «Mettler2Invest» 2015 übernommen und 2018 an die MA Kemptthal Besitz AG abgetreten.

In einer Art Mikrokosmos beschäftigt Givaudan im «The Valley» im neuen Campus allein 500 Mitarbeiter, davon 200 im Businesscenter. Hinzu kommen noch weitere von KMU’s Beschäftigte wie beispielsweise Migros etc.

«The Valley» Restaurant mit über 100 Plätzen sprach uns als erstes an. Nicht nur weil wir Hunger hatten sondern das Produkte-Campus von Givaudan derzeit nur für Angehörge von Mitarbeitern offen steht.

Also schnell beim Restaurant Chef Mister Koppenhagen zwei perfekte «Schnippo» bestellt und gleichzeitig erfahren, dass sie derzeit mit 8 Angestellten das erweiterungsbedürftige Restaurants (verdoppelte Platzzahl) führen würden. Zum Migrospreis für Fr 40.60 mit Cumulus Kreditkarte bezahlt und im noch halbfertigen Restaurant gegessen.

Dann marschierten wir der Foodstreet entlang zum Businessgebäude der Givaudan für 200 Mitarbeiter. Das grosszügig aufgestockte alte Backsteingebäude stand zwar noch ohne Leben da, doch bekam man einen ersten Eindruck in welch feudalen Räumen die künftigen Mitarbeiter untergebracht sein werden.

Dann ging es weiter zum Innovations-Center von Givaudan welches bereits am 14. Juni 2019 eingeweiht wurde. Punkt 1300 Uhr war es für die Oeffentlichkeit offen wo wir die Labors für Forschung und Entwicklung besichtigen konnten.

Das grosse Forschungsgebäude am Ufer der Kempt glänzte nicht nur bei herrlichen Sonnenschein zur Mittagszeit sondern auch an der Börse. Mit einem stetig steigenden Kurs von über Fr 2776 überstrahlt sie Alle, auch diejenige von Nestle N Aktien mit Fr 101.74.

Vielleicht gerade deshalb, weil unsere Riechorgane mit der Zeit verkümmern. Gemäss Givaudan Mitarbeiter würden während der Evolution beim Menschen alle Sinnesorgane welche nicht gebraucht oder als unwichtig taxiert werden verkümmern, so auch die Sinnesorgane welche als kleine Härchen im oberen Gaumen genau für einen Stoff zuständig seien. Die Augen würden als viel wichtiger betrachtet obwohl gerade bei älteren Menschen die Linsen eintrübten.

So sei auch der Mechanismus bei den Riechrezeptoren beim Menschen einfach zu wenig erforscht wohingegen beim Spurenhund Molekühle erfasst würden welche für uns unerreicht blieben.

Vielleicht reicht unsere Nase gerade noch dazu, die Paarungsbereitschaft eines Partners zu erriechen, was ja für die Evolution von Menschen bzw. für den Fortbestand der Menschheit sehr wichtig ist.

Philadelphus „Belle Etoile“

Am Besten riechen jedoch in unserem Garten die blühende Philadelphus „Belle Etoile“ meterweit. Auch jede andere frische Blume hat seinen Geschmack. Ob ich allerdings in der Lage sei meine bescheidenen Riechorgane dahingehend zu trainieren die einzelne Spezies voneinander zu halten, weiss ich nicht.

Das Riechen eines aufkommenden Gewitters nehme ich allerdings deutlich wahr; Was jedoch optisch, gefühlsmäsig oder riechtechnisch meine Sinne beansprucht, bleibe dahingestellt?

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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