Midada dal bunker ad Alvagni tar in museum

Aus dem Verlauf des ersten Weltkrieges zog die Schweizer Armeeführung 1918 den Schluss, dass Festungswerke ihren Wert verloren hätten. Die Einsatzdoktrin hiess damals wie heute mit leichteren und beweglicheren Waffen in dicht überbauten Gegenden einen allfällig Bewegungs oder Verzögerungs-Krieg zu führen.

Im Jahre 1930 begannen die Franzosen allerdings wieder mit dem Bau der Maginotlinie. Auch andere Länder bauten ihre Befestigungsanlagen wieder aus was anfangs der 1930 Jahren die schweizerischen Armee-Strategen dazu bewegten das Gleiche zu Tun.

Daraus resultierte 1934 die Aufforderung an den Bundesrat, der Befestigungsfrage in der Schweiz grössere Beachtung zu schenken.

Allerdings konnte mit dem Bau von neuen Befestigungsanlagen nicht sofort begonnen werden, weil das Wissen über solche Anlagen nicht mehr zeitgemäss waren oder schlichtweg fehlten. Erst als 1935 das Büro für Befestigungsbauten ins Leben gerufen wurde um die entsprechende Baugrundlagen und Techniken zu erarbeiten und zu testen, war man ab 1937 wieder bereit, serienmässig den neuen Kriegstechniken und Waffen angepasste Befestigungsanlagen zu erstellen.

Dass es neben den zahlreiche Sperren – besetzt von Soldaten oder Gefreiten -auch einzelne zentral gelegene Kommandobunker brauchte schien allen klar zu sein. Im Herzen Graubündes wurde daher der zentrale und gut geschützte Kommandobunker der Brigade 12 in Erwägung gezogen.

Brigade KP Museum Info

Nachkriegszeit


In den letzten Kriegstagen suchten zahlreiche deutsche Besatzungen Zuflucht in der Schweiz, um sich damit der drohenden Gefangennahme durch die Alliierten zu entziehen.

In den frühen Morgenstunden des 30. April 1945, wenige Stunden, bevor Hitler im Bunker der Reichskanzlei in Berlin seinem Leben ein Ende setzte, erhielt Dübendorf unerwarteten Besuch durch einen mit modernster Radartechnik vollgestopften Nachtjäger.

Der nachfolgende Rapport beleuchtet die abenteuerliche Flucht der Junkers Ju 88G-6 und ihrer Besatzung von Lübeck über das ganze Reichsgebiet hinweg in die rettende Insel im Herzen Europas.

April 1945 – das Ende des „Tausendjährigen Reiches“ war zu erahnen.

Ausgebombte deutsche Städte, zerstörte Nachschublinien und ein zerschlagenes Kommunikationsnetz liessen die Kampfmoral bei vielen deutschen Einheiten wie Schnee an der Sonne schmelzen.

Anfang des Krieges als die Schweizer Luftwaffe im Juni 1940 acht deutsche Kampfbomber abschoss, geriet sie jedoch unter starken politischen Druck aus Berlin.

Nach dem Abschluss des Waffenstillstandes zwischen Frankreich und Deutschland entschied der Bundesrat auf Begehren der deutschen Regierung, auf den Einsatz der Jagdflugzeugen weitgehend zu verzichten und verfügte die Rückgabe des in der Schweiz eingelagerten Flugmaterials.

Am 10. September 1940 wurden auch die Überreste der He-111 in einem offenen Güterwagen der Bahn nach Deutschland geschickt. Die deutschen Internierten hatten die Schweiz schon Ende Juni und Anfang Juli verlassen dürfen.

Hans Scholler, der im Berner Kiental auf die Auslieferung wartete, hatte trotz der Kemleter Bruchlandung seinen Glauben an die deutsche Wehrmacht nicht verloren. Es drängte ihn zurück an die Front, zu den kämpfenden Kameraden.

In einem Brief an seine Frau ärgerte er sich über die angeblich neutrale Haltung der Schweizer: Ich muss dir leider mitteilen, dass es nur ein schlechter deutscher Soldat hier ausgezeichnet finden kann, wo einem auf Schritt und Tritt Ablehnung und Angst, Voreingenommenheit gegen unsere Führung und offene Freundschaft zu unseren Gegnern entgegentreten.

Die Landungen von deutschen Flugzeugen in der Schweiz bekamen im letzten Kriegsjahr einen völlig anderen Charakter. Waren bis Ende 1944 praktisch ausnahmslos irrtümliche Einflüge von Flugzeugen der Achsenmächte aufgrund von Navigationsfehlern zu verzeichnen gewesen, suchten wenige Wochen vor Kriegsende deutsche Besatzungen bewusst Zuflucht in der Schweiz, um sich damit der Gefangennahme zu entziehen.

Eine weitere Fluchtroute waren katholische Klöster im Südtirol, wo Nazigrössen neue Dukomente für die Reise über den Atlantik bekamen.

Der Monat April war auch für die Fliegertruppe von grösster Hektik gekennzeichnet. In der Region Dübendorf landeten, stürzten ab oder wurden zur Landung gezwungen als damals nicht weniger als 85 Jagdpatrouillen innert kurzer Zeit wieder Jäger gegen fremde Flugzeuge eingesetzt wurden.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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