Fahrplan des Nostalgiezuges Sulgen – Gotthard – Bellinzona

Am Samstag, 27. April 2019 fuhr der Nostalgiezug von Sulgen kommend pünktlich um 0836 Uhr auf Gleis 6 in den Bahnhof Effretikon ein. Bestehend aus einem 1. Klass- und einem 2. Klass-Wagen und gezogen von einer Ae 6/6 mit Namen «Aargau».

Der Extra-Zug hielt das erste Mal auf Gleis 41 im Zürich HB an wo zwei sympathische Gäste aus Wetzikon in unser Abteil (13 + 18G) stiegen. Offenbar gehörten diese beiden «Marroni» (wie er sich nannte) ebenfalls zu den Frühbuchern. Wir besetzten damit die ersten vier Plätz direkt hinter der provisorischen Küche des Vereins «Lokremise Sulgen», wo ein Vereinsmitglied bereits daran war, die „zVieri Plättli für die Rückfahrt“ vorzubereiten.

Eigentlich bestand ja unser kurzer Zug nur aus zwei Wagen, aber zwei weitere Teilzüge aus Feldkirch mit der Arlberglok 1020 und der Dampfzug 50 3673 aus Basel wurden dann in Arth-Goldau zusammengekoppelt.

Ein MITROPA -Speisewagen (MITROPA = Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speisewagen-Aktien-Gesellschaft), wurde direkt an unseren Wagen gekoppelt, sodass wir schliesslich mit einer einmaligen Doppeltraktion Arlberglok 1020 und Ae6/6 die Gotthardnordrampe nach Göschenen in Angriff nehmen konnten. Die lange Fahrt ins Tessin von etwas mehr als neun Stunden war für uns dank direktem Zugang zur provisorischen Küche und zum Deutsche Speisewagen (gegründet Nov. 1916) kulinarisch mehr als gesichert.

Ab Airolo fand eine Parallelfahrt der beiden Züge statt. Teilweise überholt uns der Dampfzug der Deutschen während wir auf dem rechten Geleise nach Süden fahren. Schliesslich halten wir im Bahnhof Faido an und warten hier den Dampfzug.

Wir stehen nun also auf dem Perron in einer Rechtskurve und der eigene Zug verdeckt uns die Sicht nach Hinten. Plötzlich kündigt sich mit einem langem und schrillen Pfiff der heranbrausenden Dampfzug an. Mit geschätzten 60 Stundenkilometer donnert nun die 137 Tonnen schwere Dampflokomotive 50 3673 an uns vorbei und ich kann gerade noch rechtzeitig das Spektakel mit meiner Videokamera festhalten.

Nach der Lok kommen dann die vier Nostalgie Wagen wo alle Passagiere bei geöffneten Fenster ihre Kameras und Händy schussbereit halten. Es ging also eine gefühlte Weile bis all die Objektive sich gegenseitig fotografiert hatten. Am Schluss immer noch die SBB-Cargo-Lokomotive am Stossen. Mir schien die Geschwindigkeit des übrigen Zuges wäre doch etwas bescheidener gewesen als der geschätzte Wert der gewaltigen DAMPFLOK.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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