Ist das 5G-Netz ein Risiko für die Gesundheit?

Lange erwartet, ab Mai erhältlich: Swisscom präsentiert das erste kommerziell verfügbare 5G-Smartphone in der Schweiz. Mit dem Oppo Reno 5G wird der neue Mobilfunkstandard 5G für Privatkunden Realität. Das Angebot an 5G-fähigen Geräten wird laufend erweitert.

In Fernost gehören die Smartphones von Oppo Reno zu den beliebtesten Endgeräten, weltweit gehört Oppo zu den führenden Herstellern.

Oppo Reno 5G ist daher das erste 5G-Smartphone welches Swisscom ab Mai 2019 vertreibt. Es punktet mit einem fast randlosen Screen, einem 10-fachen Hybridzoom, einem speziellen Nachtbildmodus und basiert auf einem Qualcomm-Chipsatz.

Es richtet sich insbesondere an ein jüngeres, kreatives Publikum. Die aktuellen inOne mobile Smartphone-Abos unterstützen 5G bereits. Wer noch mehr Geschwindigkeit will, kann eine Premium-Speed-Option für CHF 10.– pro Monat dazu erwerben.

Strahlungs-Unterschied zwischen Funkantennen und Smartphone: Die grossen, sichtbaren Anlagen verunsichern uns Menschen viel stärker als das handliche Smartphone. Dies aber zu Unrecht. «Das Handy am Ohr bestrahlt bei schlechter Verbindungsqualität den Körper lokal bis 100’000 Mal mehr als dies typischerweise durch Antennen geschieht», sagte Umweltepidemiologe Martin Röösli aus Basel. 90 bis 95 Prozent unserer Strahlenbelastung entsteht so durch Handys oder Tablets und nicht durch die sichtbaren Anlagen.

Was machen elektromagnetische Felder im Körper? Es entsteht der gleiche Effekt wie bei der Mikrowelle: Wassermoleküle und weitere bipolare Teilchen geraten in Schwingung. So entsteht Reibungswärme. Sie ist im Körper jedoch minimal: Innerhalb der Grenzwerte würde sich bei einer Ganzkörperbestrahlung der Körper nur um 1/50stel Grad erhöhen – beim Telefonieren mit Handy am Ohr lokal um 0,1 bis 0,2 Grad. Was über die elektromagnetische Strahlung bekannt ist, gilt auch für 5G. In Zukunft soll es aber auch höhere Frequenzen geben. Diese dringen weniger tief in den Körper ein, was gemäss Martin Röösli grundsätzlich positiv ist. Damit rücken aber mögliche Effekte auf die Haut stärker in den Fokus!

5G Händy Oppo Reno

Mobilfunknutzung und Krebs? Bei den meisten Studien dazu handelt es sich um Tierversuche, bei denen Ratten oder Mäuse elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt sind, die deutlich über jener der Bevölkerung liegt. Hier zeigten sich tatsächlich häufiger bösartige Tumore in Gehirnen und Herzen. Für die einen ist das nicht übertragbar auf Menschen, für andere ein Indiz für ein Gesundheitsrisiko. Untersucht wurden in den Studien die Auswirkungen bei einer Handynutzung, also bei einer höheren Strahlenbelastung als durch Sendeanlagen.

Was sagt die Krebsliga Schweiz? Auf ihrer Webseite heisst es: «Hinsichtlich der Unsicherheiten bezüglich Langzeiteffekten und möglichen Risiken für Kinder und Jugendliche empfiehlt die Krebsliga Schweiz einen zurückhaltenden Umgang mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern.» Sie empfiehlt Handybesitzern vorsorglich, zum Beispiel beim Telefonieren eine Freisprecheinrichtung zu benützen, Telefonate kurz zu halten oder SMS zu schreiben. Denn: Den Beleg für eine absolute Unbedenklichkeit konnte die Wissenschaft bislang noch nicht erbringen.

Was sagen neuste Studien?: Eine Studie vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut mit fast 700 Jugendlichen in der Schweiz ergab 2018, dass hochfrequente elektromagnetische Felder bei der Nutzung von Mobiltelefonen die Gedächtnisleistung beeinträchtigen können. Während 2011 die Internationale Agentur für Krebsforschung die Strahlenbelastung als möglicherweise kanzerogen klassiert, sind bisher weltweit keine konsistenten Zunahmen von Hirntumorerkrankungen im Zusammenhang mit der Mobiltelefonnutzung festgestellt worden, sagt Röösli.

Studien zeigen aber auch, dass 5G-Strahlen mit Zellen interagieren, ähnlich wie bereits in anderen Mobilfunkstudien beobachtet wurde. Grenzwerte sollen schützen: Solange nicht zweifelsfrei Entwarnung gegeben werden kann, dass elektromagnetische Strahlung unbedenklich ist, gelten an Orten, wo wir uns oft aufhalten wie Wohnungen, Schulen, Büros und Spielplätze noch strengere sogenannte Anlagegrenzwerte.

SRF Nachrichten 10 vor 10 vom Freitag, 12.3.2019

Bemerkungen: Ein objektiver Bericht von SRF. Arvit Heiniger – ein junger Mann im Video von heute – weiss ganz genau wovon er spricht wenn er meint, dass Handy’s viel gefährlicher sein können als 5G Antennen!

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
Dieser Beitrag wurde unter Gesundheit, Internet, Medizin, Schweiz, Unterha... -Elektronik abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.