Nach 47 Jahren Miete Einstellplatz für Campingfahrzeuge aufgelöst!

Im Frühjahr 1972 kauften wir unseren ersten Tabbertwohnwagen bei Brachat in Gottmadingen/D. Die damaligen in der Schweiz gesetzlichen Masse für Wohnwagen waren 2.10 m breit und mit Deichsel 6 m lang. Unser „Tabbertli“ wog leichte 700 Kg, weshalb man bei Windstille und gerader Strecke mit unserem Volvo 122 GL (unser 1. neuer PW für Fr 22’000 bar auf die Kralle bezahlt) locker auf ein Tempo von 150 km/h kam.

Damals arbeitete ich als junger Kantons-Polizeier bei der damaligen Autobahnpolizei im Stützpunkt Winterthur Ohringen.

Anfangs Januar 1970 konnten wir unsere definitive Bleibe im neugebauten Stützpunkt beziehen, nachdem nur 1 1/4 Jahre vorher die Autobahnumfahrung Winterthur-Töss bis Grüze (heute Oberwinterthur) feierlich eingeweiht worden war. Nur etwa 1 Jahr früher war die AB-Brücke über die Töss während der Bauphase unvermittelt zusammengebrochen. So viel ich mich zu erinnern vermag war das Baugerüst mit dem noch frischem Beton eingestürzt ohne Menschenleben gefordert zu haben.

Hulda und Jules Keller bewirtschafteten damals einen zur Napoleonszeit (um 1810) erbauten Bauernhof (Zürcher Flarz-Stil) – der Stall für 6 Kühe war schon damals leer – in Ober-Ohringen. Beide waren sehr polizeifreundlich und so war es nicht unüblich, dass wir während unseren Ruhetagen gemeinsam in die Berge fuhren um zu wandern.

Damit war auch klar, dass unser kleiner und schmaler „Tabbertli“ hier seine Unterkunft bekam, nach dem wir kurz vorher beim Rangieren an einem anderen Ort bei einer steilen Auffahrt selbst Sachschaden am Volvo wie auch am Wohnanhänger verursachten.

Nach einer Anfahrts- bzw. Auffahrtshilfe mit dem vorgespannten Volvo schoben alle meine Freunde am Ende den leichten Wowa in das Heck des PKW’s was uns an beiden Vehikeln Blechschaden kostete. Das war übrigens mein einziger Unfall während der bald fünfzigjährigen Campingzeit.

Jules Keller verstarb achtzigjährig 1993 während Huldi (Goja) mit 96 Jahren anfangs Januar 2014 von uns ging. Die verheiratete Tochter Hulda Lamprecht-Keller wohnte mit ihrem Mann Karl (Käri) weiterhin im Flarzhausteil an der Schaffhauserstrasse, wo die Lamprechts zwei Söhne (Martin + Dani) aufzogen. Leider verstarb auch Grossvater Karl Lamprecht unerwartet früh bereits anfangs Oktober 2014.

Neben dem schmalen Tabbertli (1972) beherbergte die Scheune im Laufe der Zeit weitere Wohnwagen wie Tappert Comptesse VERDE (importiert und gekauft für DM 28’000 1995 bei Kölle in Kressbronn/Deutschland) oder Tabbert Puccini 560E, gekauft für Fr. 42’000 2007 in Frauenfeld sowie einen Dettlefs Wowa. Dazu kamen noch die beiden Camper Tabbert Imperator 600 ab 1976 sowie Fiat Adria Compact ab 2011 bis heute.

Hulda Lamprecht-Keller bzw. dessen Erben des ca. 200 jährigen Flarzhauses an der Einmündung Münzstrasse 1 zur Schaffhauserstrasse 78 haben 2018 die beiden Hausteile samt Scheune verkauft, sodass die (Aera Miete Einstellplatz Campingfahrzeuge MEIER/KELLER) nach 47 Jahren ein Ende gefunden hat. Nochmals vielen Dank an das verstorbene Ehepaar Jules und Hulda Keller sowie an Hulda Lamprecht-Keller. Mit Hulda Lambrecht verbindet uns nach heute eine enge Freundschaft obwohl sie anfangs März 2019 in ihrer näherer Umgebung an der Aspstrasse 5C eine neugebaute Wohnung bezogen hat.


Hulda und Jules Keller

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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