Die GENE bestimmen viel; aber nicht alles?

Wie intelligent ein Mensch ist und welchen Schulabschluss er schafft, hängt zu einem grossen Teil von den Genen ab; aber nicht nur??!!

Die beste Prognose ob ein Kind für die Matur geeignet ist, liest man noch immer aus dem Zeugnis.

Wenn Ei und Samenzellen verschmelzen, kann vieles passieren, was die Intelligenz und die Bildungsvoraussetzungen eines Kindes in beiden Richtungen von denen ihrer Eltern abweichen lässt. Daher lassen sich populistischen genetischen Studien zwar Aussagen für grössere Gruppen ableiten, nicht aber für einen einzelnen Menschen.

Die alte Frage «Natur or nurture» – vererbt oder erlernt besteht immer noch. Zunehmend wird klar; Unpassend an dieser Frage ist vor allem das mittlere Wort dieser Frage. Gene und Umwelt stehen nicht in einer Entweder oder -Beziehung. Stattdessen müsse es «natur via nurture» heissen, schreiben Stern und ihre Grazer Kollegen Aljoscha Neubauer in ihrem Buch «Intelligenz – Grosse Unterschiede und ihre Folgen.

Das Prinzip der Blume (sie benötigt genügen Nährstoffe, Wasser und Licht) lässt sich auch auf den Menschen übertragen, Wenn zu Hause viele Bücher herumstehen und die Eltern ihr Kind zum Lesen motivieren, kann das intellektuelle Potenzial des Kindes aufblühen. Unbegrenzt ist diese Entwicklung jedoch nicht. Die obere Grenze bestimmen die körpereigenen GENE.

Selbst mit noch so einer guten Pflege wird die Blume, deren Gene eines Gänseblümchen in sich trägt, keine Rosenblüte hervorbringen.

Doch was, wenn die Eltern eines Kleinkindes wissen wollen, ob sie später zu einer Maturafeier gehen werden? Wird ihnen bald ein Erbguttest weiterhelfen, um das genetische Bildungspotenzial ihres Kindes zu erfahren?

«Davon sind wir Lichtjahre entfernt», sagt die Lernpsychologin Stern. Der Humangenetiker Reis glaubt, dass es keinen Markt für solche Gentests gibt. Zum einen hätten diese eher die Qualität eines Horoskopes. Und dies wird auch noch lange so bleiben.

Zum anderen existiert längst eine viel einfachere und zuverlässige Quelle um die Prognosemöglichkeit zu testen. Die bringt das Kind jedes Jahr ohnehin zweimal nach Hause mit: Das ZEUGNIS!!

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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