Disput beim Urologen – 3. bis 6. September 2018

Am Montag, 3. September 2018 war ich punkt 0900 Uhr im Empfang des KSW und wurde durch eine freundliche ältere Dame ins Zimmer 756 geführt. Hier erwartete mich ein Vierbettzimmer. Hanspeter ein Hüftgeschädigter des KSW (Details später) wird mir seine Geschichte noch erzählen dürfen.

Vorerst werde ich durch kompetente Schwestern ins Bett Nr.1 befördert und für die Operation (Pillen) vorbereitet.

Dazu gehört natürlich auch die Markierung der Beine in links Ja und rechts Nein. Dann fragt mich eine weitere Pflegerin ob die Benachrichtigung eines Angehörigen nach der Operation wünsche. Natürlich wünsche ich das und flink schreibt sie meine Telefonnummer auf ein grosses A4 Blatt.

Wenig später werde ich von der gleichen Person um 1120 Uhr in den OP zu den Operationssälen hinabgeführt.

Dort werden wir von einem grün-gekleideten Operations-Mitarbeiter empfangen. Es schien, als sei von diesem Punkt an eine gewisse Grenze zwischen normal Pflegenden und dem Operations-Brimborium getrennt.

Wer auf die Idee kam, dass für mich ein anderer Operationstisch in Frage kommen müsse als auf demjenigen wo ich derzeit gerade liege ist mir nicht mehr bekannt. Die Pille wirkt bereits? Also zurück aufs Spitalbett, das Grüne Mànnlein holt einen anderer Tisch und ich wechsle ein weiteres Mal mein Gefährt. Der erste Tisch wird darnach offenbar einfach an seinen Standort zurückgeschoben. Immerhin durfte ich dem Tisch meinen Stempel aufdrücken.

Zwei freundliche junge Schwestern – es könnten auch Anästhesie-Arztinnen gewesen sein klären mich auf über mein Verhalten beim Ein- und Ausatmen auf der mir vorgehaltenen Maske; Jetzt schön tief Luft holen befehlen sie mir und „schwupidiputz“ lag ich bewusstlos im Nirwana ohne irgendwelche bestimmte Figuren meinerseits noch machen zumüssen. Kein Aermelböckli oder andere Fixierungen. Auch die Geräusche von Sägen, Hämmern oder die Radiosendung Top wurden von meinem Gehör übertragen. Die Geräuschkulisse fehlte bei mir im oberen Stübchen vollständig.

Was dann in den nächsten Stunden mit mir geschah entzieht sich meinem Gedächtnis. Plötzlich sah ich vor einer Zimmerbeleuchtung weiss gekleidete Damen und Herren gerade über mir. Vermutlich lag ich im Bett Nr. 1 im Zimmer 756 oder – eher unwahrscheinlich im Aufwachzimmer der Operationssäle – wie es eigentlich sein sollte. Jedenfals fehlte in meinem Gehirn die Aufwachphase vollständig mitsamt dem Rücktransport ins Spitalbett. Die Dunkelheit der aufkommenden Nacht hat die Helligkeit des Tages einfach verdrängt.

Als Heidy um 16.55 Uhr die Hauptnummer des Kantonsspitals wählte dauerte das Gespräch genau 3 Minuten bis sie erfuhr, dass ich nun im Aufwachsaal liege; Dort würde es mir gut gehen. (Telefon Protokoll Fritzbox, Telefon vom Wohnzimmer aus). Wahrscheinlich hat mein Operations Arzt Dr. med. Wahl längst sein Feierabendbier hinter sich gebracht und die Benachrichtigung meiner ehemaligen Braut vergessen (Aussage Dr. Wahl am 5.9.18, abends bei der Arztvisite, aber ohne Bier).

Genauso vergessen wie mein Wunsch eines Harnkathers während der Operation was Dr. Wahl bereits während der Vorbesprechung mit dem Hinweis auf die Zuständigkeit der Anästhesistin verwies.

Bei der 20 minütigen Vorbesprechung weiss ich genau, dass Frau Dr. med. (?) Anästhesistin oben auf dem Formular meinen Auftrag zu einer Operation mit Harnkatheter festhielt, schliesslich aber die Auswahlbox auf dem von mir selbst unterzeichneten Formular weiter unten aber leer blieb. Sie ergänzte noch dass ein Setzen des Katheters normalerweise von einem Mann ausgeführt werde was mir völlig „wurscht“ war weil ich dann sowieso in Vollnarkose bzw. im Koma liegen sollte.

Wie ich vom Operateur erfahren musste nicht ungewöhnlich dass die interviewende Anästhesistin mit der ausführenden Person am Operationstisch nicht identisch sein muss.

Damit wird schlussendlich auch die Aussage von Dr. med. Wahl immer verständlicher, dass seine Aussage von „eventuell Harnkatheter“ als Wahrheit interpretiert werden muss, weil die Auswahlbox der Anästhesistin leer blieb und so mein ausdrücklicher Wille missachtet wurde.

Disput

Nach dem mehrmaligen Erbrechen in den beiden Tagen vom 3. und 4. September 2018 bzw. der Nichtaufnahme von Flüssigkeit über mehr als 48 Stunden wurde meine Harnfarbe immer dunkler bis sie schliesslich beim Wasser lösen leicht brannte.

Diese Aussage erschreckte meine Pflegefachfrau derart, dass sie mich gegen meinen Willen aber zu ihrer eigenen Sicherheit am 4.9.2018 ca. 1500 Uhr in die Urologie einwies.

Kommt hinzu, dass sie mir befahl in die Flasche zu urinieren und dann nachträglich noch einen Becher zu füllen was mir nicht gelang. Der Becher blieb leer.

Um etwa 15.40 Uhr hatte ich mit Dr. med. Praglov (Schreibweise Schwester), bzw. Dr. med. Brachlow einen Disput weil er mir Worte in den Mund legen wollte die ich so nie geäussert hatte.

Nach einem Anfangsgespräch im üblichem freundlichen Ton wollte auch er nicht akzeptieren, dass das KSW nachträglich bei mir keinen Harnkatheter legen oder weitere Untersuchungen als Urologe vornehmen dürfe.

Er wiederholte deshalb nochmals meine Aussage, dass das Kantonspital Winterthur und St. Gallen bei mir keine urologischen Untersuchungen vornehmen dürfe?

Meine nun etwas gehässigere Frage ob er vielleicht einmal in St. Gallen gearbeitet habe beantwortete er mit „Ja – 4 Jahre“ oder ähnlich was bei mir indirekt seine eigenen Aussagen bestätigte was er darnach vehement mehrmals bez. Spital St. Gallen bestritt eine solche Aussage je gemacht zu haben.

Dass damit selbst ein junger Mediziner und Arzt nicht zu seinen eigenen Worten stehen kann und damit lügt warf ich ihm danach mehrmals an den Kopf.

Schliesslich weiss ich ja selbst, dass eigene Worte die man so spricht nur Sekunden später im Gehirn bereits nicht mehr präsent sein können.

Jedenfalls mass Dr. med. Brachlow die Restmenge meiner Blase doch noch und meinte einfach „VOLL“ ohne nicht noch kurz die gemessenen 30 ml Liter meines Pflegers angezweifelt zu haben.

DANKESCHöN
Allen Pflegerinnen und Pflegern – insbesondere an Frau Siegrist geht von mir aus ein persönliches Dankeschön. Macht weiter so und dies mit Freude – die Patientinnen und Patienten werden es Ihnen Danken.

Liebe leitende Spitalärzte: In Sachen RFE Keim-Profilaxe unternehmt alles was heute bekannt ist auch wenn euer Chef gerade eine Auszeit nimmt! Also auch systematische RFE Eintritts Untersuchungen und abgeschlossene und gekennzeichnete RFE Spitalzimmer. RFE-Keime kennen keine Grenzen und eine Epidemie wie in Australien brauchen wir hier auch nicht!


Blume…. Jodlerklub Wiesenberg

Me gseht viel truurigs wämers dues Läbe gaht
die Leüt logit enand, und wärchid sich z‘leid;

wemme de im Sarg liit am Lebesänd,
drucked’s sie äm schöni Blume i d‘Händ.

Es get mänge, dä het nüt‘zlache doo –
and es vili – di wend da nid verstoh.

de esches guet, wemme droberd nachedänkt,
and merkt das me Bluema der Läbige schänkt.

drom breng mer Blueme solang i Freud ch ha
ond nid erscht de, wenn i mues fa der go;

Ond hät’s im Läbe, haut ne söue si,
bruuch i ou kei Bluemo, weni gstorbe bi…

es bruuchti hie und ga es fröndlich wort,
scho nome es Lächle, das hiuft sofort,

ond wennd‘ mer keni blueme gesch‘
lueg das mer erscht of em Friehof esch

för’s gouldige Chalb und die heilige Chuh,
mach’d mänge alles ond het ne gnueg;

är macht der hie de andere und andere s‘Läbe schwär,
ond chonnt wenns z’spot isch esch no met der Blueme derhä:

drom bring mir Bleme solang i Freud cha ha,
und nöd erscht wenn i muss fa de‘ gha…

ond häts im Lääbe haut ned süue si,
bruch i kei Bliueme weni gstorbe bi…

drom bring mir Bleme solang i Freud cha ha,
ond nöed ersch de, wenn ich muess fa der go!

Ond häts im Lääbe, haut nid soue si,
bruch i ou kei Blueme wäni i gstorbe biii..

Erstellt vom Schwinger, Eidgenoss
und Schweizer Patriot!

About muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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