Fährüberfahrt mit dem „Olympia-Schiff“ der Minoen-Line

Im Doppelbett der Fähre «Olympia» der Minoenline in einer Junior Suite herrlich den erster Teil der Nacht geschlafen als wir durch ein «rumpeln» geweckt werden. Es ist ziehmlich genau um Mitternacht. Wo sind wir eigentlich?

Unser NAVI auf dem Händy zeigt den Hafen von Igoumenitsa an! Immer noch in Griechenland – geht es mit durch den Kopf! Ein Blick durch das Fenster der Suite zeigt mir die Tatsache!

Einmal mehr müssen wir feststellen, dass Fähren der Grimaldi-Line mit einem gedruckten Fahrplan die ungefähre Reisezeit mit der ungefähren Route propagieren, sich jedoch weder an die Abfahrtszeiten noch an die Strecke halten. Die «Oympia» ist heute auserkoren worden, eine Art Lumpensammler zu spielen, denn eigentlich sollte das Schiff von Patras nach Venedig bereits um 1900 Uhr abfahren und unser «Kaan» um 20.00 Uhr nach Ancona.

Dies merken wir aber erst sehr spät, als Touristen versuchen uns mit Falschmeldungen wie die Olympia sei in Malta in Revision. In Patras jedenfalls stehen drei Fähren bereit für Fahrten irgendwohin mit unbekannten Ankunftszeiten und ausgerechnet die Venedig-Passagieren werden zuerst auf die Olympia-Fähre gefahren, weil sie den Ancona Passagieren zuvorkommen sollten.

Ihr Schiff fährt nämlich zuerst nach Ancona und erst dann nach Venedig.
Zuvorderst im Schiff können wir rückwärts parkierend unseren Camper abstellen, obwohl das Deck 5 zur Hälfte noch leer erscheint.

Dass dann um Mitternacht in Igoumenitsa noch LKW aus der Türkei nachgeladen werden und uns erschwert das eigenen Fahrzeug von Bord zu bringen merken wir erst beim Löschen der Olympia in Ancona.

Zusammendfassend kann gesagt werden, dass Grimaldi Line in keiner Weise die Ansprüche in Sachen Service an Nordland-Fähren heranreichen. Dies trifft insbesondere in Punkto Sicherheit, Pünktlichkeit, Vertragstreue etc. zu. So fehlten beispielsweise die versprochenen Elektro-Anschlüsse für Camper (für Kühlschrank) und auch die Durchsagen per Lautsprecher erwiesen sich praktisch alle als falsch.

Konsequenz, manche Kühlschränke wurden auch im Bauch des Schiffes mit Gas betrieben was eine Gefahrenquelle darstellt usw.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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