In 5 Stunden von Finikounda zum Ionion Beach Camping

Pünktlich steht der Chef auf der Treppe seines Reiches und winkt uns zum Abschied um 0900 Uhr freundlich zu. Es hat auch uns gefallen und das gestrige Porc-Cottellet mit handgemachten Frittes in Folie eingepackt war originell, gut gebraten und zusammen mit einem frischen Bier und den übrigen Getränken mit Euro 11.- p/P preiswert.

Auch die Kosten für Uebernachtungen von Euro 17.- all inclusive p/N in Frontreihe lässt sich sehen.

Die Langzeitcamper von D + A rechts und links von uns überwintern hier gemeinsam, doch keine Zeit mehr zu haben ihre sichtbaren Probleme mit defekten Hüftgelenken und ihrem Uebergwicht anzugehen wäre nicht mein Ding.

Kaum auf der Hauptstrasse Richtung Westen leuchtet schon der kleine Festungsturm von Methoni in der Morgensonne.

Der morgendliche Weg durch Methoni zur Festung ist bereits von einkaufenden Griechen überstellt. Doch wir lassen es uns nicht nehmen bis zum Eingang hochzufahren, zu fotografieren und unseren Camper vor den Toren der Festung zu wenden.

Bei Pylos nochmals die Mütze lüften um der Toten der 52 gesunkenen Kriegsschiffe 1827 zu gedenken ist selbstverständlich. Wir hoffen einfach, dass der türkische Führer von heute nicht noch einmal wie im osmanischen Reich einen solchen Krieg zwischen Türken, Franzosen, Engländern und Russland notwendig werden lässt.

Wir fahren die 186 km auf der E55 – immer mal wieder mit einem Abstecher in Landesinnere – wegen Fehlern in unserer Navisoftware einfliessen. Erstaunlich wie viele kleine und grössere Betriebe der Fremdenindustrie die Kriesen in Griechenland überleben konnten.

Da halfen wahrscheinlich die Betrügereien mit den nicht angegeben Mehrwertsteuern wie sie früher und auch heute noch von 8 von 10 Campingplätzen betrieben werden. Man verzichtet gegenüber dem Kunden einfach darauf, Quittungen auszustellen.

Camping Ionion Beach ist heute so ein Camping-Betrieb, vermutlich auch deshalb, weil wir im Jahre 2005 live miterleben konnten, was es heisst den Staat zu betrügen.

Heute steht „camping ionion beach“ nicht nur als Muster mit Mehrwert da, sondern konnte gar seine Mietshäuser renovieren bzw. neu bauen und den Camping im wahrsten Sinne des Wortes „vergolden“. So sind prakisch alle Toiletten-Gebäude mit dunklem Marmor ausgestattet, der CP weist einen „Market“, ein Restaurant und ein grosses Freibad auf.

Das kleine Bad im hinteren Teil des Campings wird zwar noch immer benutzt und auch die kleine Hütte daneben ist heute ein „Snob-Restaurant“. Viele kleine und grosse Nachfolger-innen wie Karl und Lisbeth werden hier ihren täglichen Schwumm auch an Weihnachten vollbringen können. Verschwunden ist degegen das romantische kleine Fressbeizchen mit wöchentlichem „Kaninchenbraten-Schmaus“ der Camping-Mutter.

Es lebe das auferstandene Griechenland und sein tatkräftiges Volk!

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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