Mit Bus und U-Bahn zur Athener Akropolis

Heute Pfingstmontag, 28. Mai 2018 so gegen 0900 Uhr verlassen wir den Camping „Athens“ und begeben uns an die Bushaltestelle A15 gleich an der vorbeiführenden Schnellstrasse.

Zum erreichen der Bushaltestelle muss der mit etwa 80 km/h daherdonnernde Verkehr auf vier Spuren abgewartet werden bis sich eine Verkehrslücke abzeichnet .

Dann schnell über die Strasse und im Mittelstreifen etwas verschnaufen bevor der Morgensprint diesmal von der anderen Seite gilt alle etwas auszutricksen.

Um den herbeirollenden Bus zu stoppen eilen unsere griechischen Mitfahrer derart weit in den Verkehr hinaus, dass mir Angst und Bange wird. Wenn der Busfahrer schon das permament am gleichen Ort stehende Bushäuschen übersehen sollte, warum denn nicht auch die viel kleineren und meist dunkel gekleideten Griechen selbst?

Entweder vertrauen die Griechen ihren Drivern blindlings auf ihre Fahrkünste. Offensichtlich hapert es zeitweilig aber mit ihrer Zuverlässigkeit. Als der Bus A15 hielt steigen wir rasch ein. Im Bus selbst hat es zwar Automaten die ein allfälliges Ticket kontrolliert doch auch keine Schaffner bei dem man welche kaufen kann.

Auch ohne Ticket sind wir genau so schnell beim Hauptbahnhof angekommen wie MIT. Heidy offenbart sich einer deutsch sprechenden Griechin an, welche ihr erklären möchte,dass der Kauf von gleich 10 Einzelfahrkarten zu empfehlen sei weil immer eine Fahrkarte davon gratis sei. Bei jedem Umstieg sei eine fällig und pro Tag werde manchmal auch das Verkehrsmittel oder die Strecke gewechselt.

Bei der U-Bahn fällt unsere Entscheidung auf eine Tageskarte für knapp Euro 4.50 pP und nicht auf Einzelbillets denn hier finden wir einen Beamten der gerne zwei solche Tickets verkauft.

Ausnahmslos alle Griechen sind gegenüber „Touris“ sehr freundlich und hilfsbereit. Aber was sollen Fremde mit Namen wie „LARISSIS“ oder „OMONNIA“ anfangen, wenn sie deren griechische Namen nicht einmal lesen können! Railway-Station oder Akropolis in lesbarer arabischer Schrift wäre jedenfalls für viele Europäer einfacher zu lesen als GRIECHISCH mit seinen Hyroglifen welche sich meist auf Kenntnisse wie alfa, beta, gamma, delta beschränkt.

Schreiben sie einfach mal die vier Buchstaben auf Papier und geben sie es einem Griechen zum Lesen?

Kali’nichta oder auf deutsch; Gute Nacht!

Wir sind in Omonia und wollen einfach die Stadt und die Umgebung kennenlernen. Die Gray Line, ein Hop on – Hop off Touren-Bus führt uns für 20 Euro pP geradewegs zum Parlament wo wir Aussteigen weil gerade griechische Soldaten Paradieren (Wachablösung). Schön zu schauen, wie sie ihre Fussgelenke hin un her schwingen und die mit Nägeln besetzten Schuhe mit einem lauten Knall auf den Boden hauen.

Der nächste halt ist die Acropolis und hier steigen praktisch alle aus. Der 156 m hohe Hügel muss zuerst einmal erklommen werden. Der Eintritt kostet hier für Senioren nur die Hälfte von Euro 20.-. Vielleicht darum stockt der Aufstieg im Schatten des Partchenon für eine geruhsame Zeit, weil alle „Lahme und Blinde“ nur die Hälfte bezahlt haben oder ihnen der Schnauf ausgegangen ist.

Wir aber wollen weiter doch auch für uns sind die Kletterkünste in Fels wie früher vorbei und warten bis der vWeg vor uns frei gegeben wird.

Endlich sind wir oben; schwitzend und meist nach unten schauend weil auch für uns die knochenbrecher Wege über Felsen wichtiger als die Monumentalen Bauten von etwa
5’000 Jahren sind. Sowieso werden diese Bauten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alle die kleinen Menschen die vor ihnen stehen und kraxeln überleben!

Ausser es geschehe hier und jetzt ein Weltwunder? Vorher schauen wir aber noch über die quirlige Stadt und auf die mit riesigen Kreuzfahrtschiffen bespickten Golf von Athen hinunter.

Zwar von hier oben kitzeklein anzuschauen, dagegen die hinter uns lauernde Acropolis von monumentaler, ehrwürdiger Schönheit und machterfüllung was die Menschheit seit 5’000 Jahren zustande gebracht hat.

DAS ABENDLAND LEBT?

Der Rest ist schnell erzählt! Mittagessen für 10 Euro und dann ab in die nahe U-bahn; Weil wir irgendwo in der Stadt im Untergrund stehen und vor Tunnels, Seitenwege etc. stehen, kommt so ein
griechischer Mensch und fragt uns einfach, wohin wir wollten?

Ja – wo sind wir eigentlich und ja, wohin wollen wir? Heidys Antwort ist daher mehr als perfekt! Zum Hauptbahnhof mit der U-Bahn und ja – dann wissen wir wenigstens wieder wo wir sind? Und weil im Untergrund auch das beste Händy uns den Weg nicht zeigen kann ist wieder unser Grieche gefragt.

Einfach mit dieser U-Bahn welche in einer Minute erscheint eine Station weiterfahren und dann die rote Linie nehmen! Das soll alles sein? Kali-nichta?

About muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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