Mazedonien über Albanien nach Griechenland

Die nächsten 418 km vom Ohridsee in Mazedonien bei Struga benötigten wir einen vollen Arbeitstag von etwas mehr als 8 Stunden um nach Griechenland in die Nähe von Volos zu gelangen.

Vier nicht immer einfache Grenzkontrollen waren zu passieren. Ausreise Mazedonien, Einreise Albanien, Ausreise Albanien und Einreise Griechenland. Ausser Griechenland ernten wir immer am Schluss der Kontrollle nur ein einfaches TSCHAU!

Dem Juniorchef von SUNRISE Camping wünschten wir alles Gute und viel Erfolg. Hier fühlten wir uns sofort wie zu Hause nicht nur weil es viele ehemalige von ihnen als Arbeitnehmer in der Schweiz als Schaler (44 Jahre), Carrosserie-Spengler (10 Jahre) oder Bauhandwerker in Glattbrugg (Rückkehr vor 23 Jahren) aufhielten und leidlich deutsch sprachen.

Ihre Geschichten können hier nicht alle aufgeschrieben werden weil sie zu lange dauern und auch nicht nachprüfbar sind.

Die 36 km lange Fahrt entlang des Ohridsee auf guten bis sehr guten Strassen auf 700 müM führte mehrheitlich über fruchtbares Land mit Aeckern und Wiesen.

Einzelne Bauern führen ihre Kühe an langen Seilen zum füttern der Strasse entlang. Offenbar sind ihre Kühe nicht verkehrstauglich oder sie trauen ihren albanischen Kollegen ihre teuren Tiere zu übersehen und weil sie ihnen zu wertvoll sind überwacht man sie eben.

Ab und zu waren auch Schafhirte zu zweit oder dritt meist mit ihren Hunden in Strassenähe anzutreffen. Uebrigens sind Albaner in der Regel vorsichtig und keine Rowdis wie bei uns vielleicht weil sie den Schaden selbst bezahlen müssen aber in aller Regel nicht können.

Keine der kleineren Orte oder Städte werden Umfahren. Dafür sind Tankstellen häufig anzutreffen. Ausser Betrieb auch welche. Diesel immer mit Ad-Blue. Doch den Sinn von
Ad-Blue bei Diesel ist für mich neu, aber immerhin ist es offensichlich verkaufsfördernd weil man davon mehr verbraucht. Uebrigens, diesen Zusatz kennen wir auch vom Osten Deutschlands, dort allerdings als Methanol bezeichnet.

Das lebendige oder chaotische Durcheinander am Zoll machte bei uns immer wieder eine gewisse Flexibilität notwendig. Anstelle des sturen festhalten einer geplanten Route zum Kontrollbeamten sind manchmal auch Umwege notwendig. Dank kleinem Camper ist dies auch möglich und notwendig. (siehe auch Video)

Unmittelbar nach der Einreise in Griechenland (Province Kastoria) wird man auf eine neue Autobahn geleitet welche auch bezahlt (Euro 9.80) werden muss. Dafür kiegt man eine AB
mit Bärentafeln, zwar sieht man keine Bären aber auch keinen Verkehr. Erst nach der Einmündung der A2 (Türkeiautobahn) nimmt der Verkehr etwas zu.

Bei Rozani verlassen wir diese und es folgt eine holprige Ueberlandstrecke (E65) von etwa 150 km über das TROCHOLOS – Gebirge bis nach Larisa hinunter. Meine Rado-Uhr zeigt bis zu 3700 Fuss an und fällt stellennweise auf 1000 Fuss hinunter.

Landschaftlich ist jedoch kein Unterschied festellbar:Ueberall MACCIA bis auf über 1200 müM. Unsere Geschwindigkeit bewegt sich hier meist zwischen 20 und 40 km/h. Steile Passagen und viele Kurven drosseln die Fahrt nur unterbrochen durch eine längere Brücke über den TECHNITI LIMNI POLIFITU – See.

Camper-Balkonia

Das folgende Hinderniss, die Durchfahrt der Stadt Larisa (200’000 Einwohner) kann unseren Endsport an den Meerbusen von Volos nicht mehr verhindern. Die Durchfahrt von Volos (150’000 Einwohner) an Pfingstmontagabend aber nochmals etwas verzögern und so erreichen wir den Camping OLYMPIA in Kala Gazeo erst gegen 1800 Uhr, griechische Ortszeit 1900 Uhr.

About muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
This entry was posted in Albanien, Albanien - Reiseberichte, Griechenland, Mazedonien, Reisen and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.