SeaBridge Treffen in Bad Dürrheim vom April 2018

In gut einer Stunde schaffen wir die Fahrt von Winterberg nach Schaffhausen über den Randen nach Bad Dürrheim. Bereits um 1400 Uhr treffen wir am Stellplatz Reisemobilhafen ein und müssen noch bis 1500 Uhr warten bis wir uns anmelden können. Wegen ZU GESCHLOSSEN!

Inzwischen warten Deutsche und auch viele Schweizer diszipliniert in einer langen Schlange an der Reception bis sie sich anmelden können. Auch wir haben bereits auf P3 unseren Clup-Stellplatz bezogen und warten – versehen mit Gästekarte des Kur- und Bäder GmbH bis wir schliesslich bezahlen können.

Andreas Bertsch meinte jedoch, als wir mit unserer Kreditkarte die Euro 58.50 bezahlen wollten, dass er in Heidy‘s Geldbörse noch eine weitaus attraktivere EC-Karte der Migrosbank festgestellt habe.

Bei Kreditkarten-Bezahlung könne er eine Weile warten bis das Geld bei Ihm eingetroffen sei wohingegen bei EC-Zahlungen dies viel schneller gehe. Stimmt, aber bei EC zahlt der Kunde noch Extra seinen Obolus für Fremdwährungszahlungen währendem bei Kreditkarten der Verkäufer mit Gebühren belastet wird.

Also lieber Herr Bertsch – nicht gerade ein kundenfreundlicher Gastgeber im Tourismusbereich aber schliesslich sind die Euro 58.50 für drei Uebernachtungen inkl. 18 Brötchen und täglichem Gratiseintritt ins Solbad auch nicht ohne. Auch wenn er vergisst dem Kunden die Bezahlung zu quittieren. Erst der nachträgliche Blick in Heidy’s Migrosbank-App des Privatkontos klärt sie über die entstandenen Kosten korrekt auf!

Wie schon lange mit Erika M. abgemacht, treffen wir sie gegen 1800 Uhr im nur etwa 1 km vom Stellplatz entfernten Restaurant Solbad Bad Dürrheim. Dieses Solbad mit verschiedenen warmen Becken aber auch Sprudel- und Erlebnisbäder hat jeden Tag bis gegen 2100 Uhr offen und ist im Stellplatzpreis inbegriffen. Das Essen ist hier preiswert und gut (Menü mit Salat Euro 7.50).

Am Folgeabend hat Seabridge um 1900 Uhr im Siedersaal des Bürgerhauses in der Nähe des Rathauses Vorträge im Bereich Mobiltouren auf allen Kontinenten im Programm. Da wir uns für die Camperüberführung per Roro-Schiff von Hamburg nach Halifax mitsamt Kabine interessieren besuchen wir in erster Linie diese Veranstaltung als Orientierung.

Dabei wird die Illusion auch bei uns zurechtgerückt, dass dies keine Fährfahrt wird wie wir sie im Mittelmeer oder von anderswo kennen, sondern der gewerblichen Fracht mit seinen Eigenheiten dient. Dass nebenbei auch noch private Reisemobile transportiert werden unterliegt immer primär den gewerblichen Gepflogenheiten.

Selbst wenn Passagiere mit dem Frachtschiff mitreisen, haben sie zu keiner Zeit Zugriff auf ihr Fahrzeug. Einschiffung von Passagier und Fahrzeug erfolgt an verschiedenen Tagen und selbst bei der Löschung liegen Tage dazwischen.

Alles machbar – schliesslich wollen die Hotels auch dies- und jenseits des grossen Teichs ihre Kunden verwöhnen?

Die Atlantik-Frachtschiffe mit und ohne Stabilisatoren trotzen zwar meistens auch den 20 m oder noch höheren Wellen, doch dies ist nur für alte, erfahrene Matrosen ein wirkliches Vergnügen und nichts für Flachländer wie unsereins. Da Fliegen wir lieber bequem und unbesorgt in ein paar Stunden und für ein paar hundert Franken über den grossen Teich als die wochenlange Schaukelfahrt mit dem Frachtschiff inkl. Vollpension und möglichem Nachgang. Uns kehrt es schon beim Gedanken daran den Magen gleich kreuzweise!

Vielleicht liegt es aber auch nur beim Vortragenden Oleg Senenko und seinen spannend erzählten Russland Reisen Nord (25 Tage, 2‘800 km, Helsinki – St.Petersburg – Murmansk) oder Schätze Russlands (38 Tage, 6‘000 km mit Start in Tallin über Moskau bis nach Wolgograd und zurück über das Schwarze Meer, Kursk, Kiew nach Krakau).

Auf dem Stellplatz in Bad Dürrheim können wir jedenfalls anfangs April 2018 schon einmal die kühlen Temperaturen Russlands mit morgendlichem Frost erleben. Es fehlen nur noch die lästigen Mücken wie sie vorwiegend im Norden zu erwarten sind.

Auch die draussen übernachtenden Insassen von Reisemobilen zeugen von überforderten Klimaanlagen in den Steppen des östlichen Russlands. Die Möglichkeiten von Reisenden sich gegen die nächtliche Hitze zu wehren sind viel schwieriger als bei kalten Temperaturen. Eine Schicht mehr anziehen ist einfach, doch eine Schicht weniger als nackt endet unweigerlich mit dem Tod!

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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