Schluss mit Lindaufiber!

Aber was ist eigentlich Lindau Fiber? Ist es eine weitere Informationsquelle „a la Mini-Berlusconi“ (Software) oder ist es eher eine Hardware-Firma im Bereich von neuen Multimedia-Diensten. Diese Frage muss ich mir nicht mehr stellen, seit die Firma Streamnow AG beschlossen hat, Lindaufiber trotz langjährigem Vertrag mit der Gemeinde am 31. März 2018 einzustellen.

Oder hat Streamnow – wie sie auf ihrer Internetseite schreibt – einfach nur eine Vision zum Geldabschöpfen für künftige Multimedia- und Streamingdienste für grosse Wohnüberbauungen ausfindig gemacht wo eben mit einer Glasfaser-Infrastruktur alle Kommunikationsdienste abgedeckt werden können und müssen. Streamingdienste, HD-TV und Digital-Telefon lassen grüssen und gehören künftig zur Grundversorgung?

Seit am 24.11.2013 bei einer Stimmbeteiligung von 60 % eine knappe Mehrheit von 28 Stimmen den Ausschlag für die Vergabe eines Kredites über 3.5 Millionen Franken für die Erstellung eines Glasfasernetzes der Stimmberechtigte an Swisscom gab, scheint Hanspeter Frey, SVP Gemeinderat und Chef des gemeindeeigenen Elektrizitätswerks seine Kompetenzen auszureizen.

Eine weitere Million Franken der Werke soll er für das Glasfasernetz nachgeschoben und nochmals knapp Fr. 100‘000.- für Hardware von Lindaufiber der Gemeindeversammlung im vergangenen Oktober abgeluchst haben.

Es scheint, als hätte die Gemeinde eine prall gefüllte Kasse die man etwas abbauen müsse. Die Steuereinahmen sprudeln weiter nur so vor sich hin! Die SVP Vertreter der Stadt Illnau-Effretikon fordern 5% tiefere Steuern, denn ihr Steuerfuss von 113% liegt deutlich über dem kantonalen Mittel. Hat Lindau nicht in den letzten Jahren sowohl bei der Gemeinde wie auch bei ihren Werken mindestens eine schwarze Null schreiben können? Der Bevölkerung gehört das zurück, was ihr in der Vergangenheit zu viel abgenommen wurde!

Lieber Hanspeter Frey, im Breitbandmarkt tummeln sich eben nicht nur lukrative halbstaatliche Firmen wie Swisscom AG, wo sehr viel Geld gemacht und in fragliche „papers“ wie Panama oder Paradies angelegt werden müssen um einheimische Steuern zu optimieren, sondern auch viele kleine Unternehmer wie Init7, 1a speed oder GGA maur. Und ein solcher ist eben Gemeinderat Frey nicht. In Zeiten wo selbst unser Trinkwasser privatisiert wird stehen alle unsere Werke zur Disposition, auch das Elektrizitätswerk Lindau und das wäre doch schade!


Uebrigens, Internet mit 1GBit/s ist bei Init7 mit Fr 64.75 pro Monat (Fr. 777.- jährlich) preislich am günstigsten, 1a speed kostet Fr 77.- und GGA maur Fr 79.-.

Anfänglich machte Init7 mit einer gratis FritzBox 5490 Werbung, verlangte dann bei mir aber doch noch die Zahlung über Fr. 325.- was mich bewog eine preislich günstigere Variante inkl. Garantie über 5 Jahre bei Schweizer-Onlinehändlern zu kaufen. Neu hat Init7 längst ihre bekannte Routermarke durch eine billigere Box ersetzt und verlangt dafür zusätzlich eine Aufschaltgebühr von Fr 155.-.. Beim Vergleich mit 1a speed oder GGA Maur muss immer auch der Telefonanschluss mit berücksichtig werden, denn ohne WLAN (1a speed) läuft hier praktisch gar nichts.

Bemerkungen: Viele auf den Markt drängende Glasfaser- und andere Provider sehen nur das schnelle Geld. Ihre eigenen Mitarbeiter (falls sie noch welche finden) sind aber meistens von der neuen Technik heillos überfordert was auch für viele Kunden zutreffen dürfte. Der immer schlechter werdende Service selbst bei der alteingesessenen Swisscom lässt nichts gutes erahnen.

Die Zeitung REGIO schreibt, dass der Gemeinderat enttäuscht sei und ich meine, dass die Bevölkerung zufrieden sein kann, dieses „Abenteuer Lindaufiber“ nicht mehr weiter finanzieren zu müssen!

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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