Schweiz schafft die Roaming-Gebühren ab?

Während die Politik in der Europäischen Union nach langem Ringen die Roaminggebühren für die Benutzung des Handys in der EU und im EWR ab dem 15. Juni 2017 abschafft, sind in der Schweiz alle Bemühungen zur Deckelung der Tarife am Widerstand von Politik und Telekombranche gescheitert.

«Damit bleibt die Schweiz das einzige Land weit und breit, wo die ungeliebten Tarife noch gelten.»

Schweizer Handynutzer profitieren von der neuen EU-Regelung nicht. Dabei geht es um eine erkleckliche Summe: Im Jahr 2015 beliefen sich die Roamingumsätze von allen Schweizer Telekomanbietern auf 625 Millionen Franken. Der Grossteil davon entfalle auf die EU und den EWR, hiess es beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom).

In der Schweiz sind die Roamingumsätze in letzten Jahren allerdings markant gesunken. 2010 lagen sie noch bei 926 Millionen Franken. Neben den Preissenkungen der Schweizer Telekomanbieter ist dafür auch die zunehmende Beliebtheit von Bündelangeboten verantwortlich, in denen eine gewisse Roamingbenutzung pauschal enthalten ist

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.