PCT 2017: Etna – Mount Shasta Marke 1151 mi/ 1852 km = gelaufene 952 mi/1532 km

Der einzige Zahnarzt im ganzen Etna-Tal, zuständig für ca. 3400 Einwohner in Fort Jones, füllte die am Backenzahn abgebrochene Stelle professionell mit einer Füllung auf und am selben Tag wurden die per Express bestellten neuen Hikerschuhe geliefert. Es konnte weiter gehen.

Nach zwei vollen Zerodays (Ausruhetage) war der erste Hikertag mit schwerem Rucksack hart. Citysoft (Aufenthalt in einem Ort) ist wunderbar. Wenn er zu lange dauert, muss er gebüsst werden. Der Körper stellt sich ab dem 2. Tag auf Erholung ein und kommt daher danach beim Hiken nur schwerlich in Schwung. An den ersten beiden Tagen waren die letzten Schneefelder an Steilhängen zu traversieren, danach kamen nur noch wenige kleine Schneestellen. Bis Chester soll der Trail nun schneefrei sein.

Auf der letzten Etappe durch Nordcalifornien sah ich viele Bergseen. Einer schöner gelegen als der andere. Da wir auf dieser Wegstrecke, mit weniger Höhenmetern wie bis anhin, mehr Meilen pro Tag laufen konnten, war es vom Essensvorrat her möglich, dass wir einen Nachmittag an einem kleinen Bergsee (Porcupine Lake) verbringen konnten. Ferien von den Ferien! Das Schwimmen im See war herrlich erfrischend und einen Teil der Wäsche konnte auch etwas ausgewaschen werden. Die Zeltstelle direkt am See, traumhaft.

Seit ich von Ashland aus südwärts gestartet bin, begleitet mich am Horizont täglich der schneebedeckte Mount Shasta. Hier im Ort Mount Shasta steht nun dieser Berg, zwischenzeitlich mit etwas weniger Schnee, nach 13 Tagen wandern vor mir.

Der lange Weg runter ins Tal zum Resupply (Essensnachschub) für ca. sechs Tage war steil, heiss und zeitweise recht steinig. Was einmal runter geht, steigt anderntags wieder hoch! Damit es morgen früh wie gewohnt um 05.30 Uhr weiter gehen kann, werden wir heute Abend schon wieder auf dem Trail übernachten. Tagsüber ist es sehr heiss, deshalb wollen wir morgen einen Teil des Anstiegs noch bei kühler Luft angehen.

Diesmal der Bericht etwas kürzer, da mit Duschen, Wäsche waschen und Lebensmittel einkaufen die Zeit sehr knapp ist.

Übrigens, das obligatorische Eis beim Erreichen eines Ortes und eine kühle Soda war wie immer herrlich!

PS: Text und Bilder von Christine
Blog bearbeitet in Fort William, Schottland, von Armin

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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