Mit King Seaways von Ijmuiden nach Newcastle upen Tyne

Der Campingplatz an den Dünen von Ijmuiden direkt am Meer hinter einer Bunkerlinie der Deutschen aus dem 2. Weltkrieg war ruhig und äusserst komfortabel sowie abgestimmt für Schiffsreisende.

Als wir etwa um 1400 Uhr den Platz verliessen waren wir zeitlich genau richtig für’s Einchecken. Die Beamten mitsamt der Polizei sind offenbar der Meinung, England gehöre bereits heute nicht mehr zur EU und sei somit eine EU-Aussengrenze und bereits nicht mehr Schengenraum.

Da muss auch der Camper-Innenraum kontrolliert werden ob wir vielleicht einen Pole (als Papst) oder einen Farbigen (als Neger) schmuggeln möchten. Aber weil auch wir weder Papst noch Farbig sind machte die Polizistin bei uns nur eine kurze Kontrolle. In unserem Camper stellt sie wahrscheinlich einfach den Stallgeruch von Polizisten fest und ist damit mehr als zufrieden.

Gegen 1530 Uhr sind wir bereits in der Commodore Suite auf Deck 9. Den Camper haben wir zuhinterst im Schiff auf Deck 5 beim „Door or Stair 56“ parkiert. Nach Bezug unserer Suite geht es direkt auf das Sundeck 12 an die Bar.

Kaum haben wir unseren Kaffee vor uns dürfen wir auch zwei Twerenbold Kunden begrüssen die kaum ihr Reiseprogramm kennen.

Zügig verziehen wir uns auf unsere Suite zurück und staunen immer wieder, was wir alles für knapp Fr 500.- bekommen werden. Fanta, Cola, Bier, Schampus, Mineral, diverse Parfüms und Schampoo’s nebst einem riesigen Doppelbatt, TV, Radio, Sofa, Tisch Stühle und zwei Extra-Betten.

Weil gleich nach dem Auslaufen das Schiff schwankt – nicht wir – merken ich bereits einen Reiz welcher auf «Chotz…» hindeuten könnte. Schnuurstracks ist bei mir augenblicklich der Hunger vergangen bzw. wir sparen uns diesmal das leckere Nachtessen.

Dafür geniessen wir das im Zimmer servierte ausgezeichnete Lachs-Frühstück am anderen Morgen. Die Schiffsreise war schliesslich kaum so strub wie sie begonnen hatte. Jedenfalls haben wir ausgezeichet und lang geschlafen.

IN OCCIDENT SITA EST IN ORA MUNDI oder «im Westen, am Rande der Welt» so beschrieb Julius Cäsar die Gegend von Schottland schon damals weil hier die kriegerischen Pikten Stämme lebten. In nur drei Jahren baute Hadrian 122 nChr den 117 km langen Wall von der Tyne Mündung quer durchs Land nach Carlile und weiter nach Westen.

Kaiser Hadrian hatte aber zeitleben die Truppen die er für Verteidigung gebraucht hätte nie zur Verfügung, dafür ist der Wall noch heute leidlich erhalten geblieben.

Bereits um 1200 Uhr (CMT -1) stehen wir auf dem Parkplatz des «Housesteads Forts» etwa 50 km westlich von Newcastle upen Tyne und ratschlagen, ob wir hier das grösste aber nicht das schönste Fort besuchen sollen. Schliesslich entscheiden wir uns erst einmal bei den Hasen auf dem nahen Camping «HADRIAN» uns etwas auszuruhen. Kaiser HADRIAN möge uns dies verzeihen.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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