Medizinische Schwachstelle beim Mann – Leistenbrüche

Die Leistenhernie ist neben dem Nabel-, Schenkel-, und Narbenbruch der häufigste Eingeweide-Bruch (med. als Hernie bezeichnet) beim Mann.

Dies liegt daran, dass die Bauchdecke aufgrund des Samenstranges eine relative Schwachstelle aufweist, durch die sich Bauchfett und Darm zwängen kann.

Bei einem Missverhältnis zwischen Bauchmuskulatur und Bauchinnendruck (Pressen, schwere Lasten, Übergewicht) ist das Risiko eines Leistenbruches stark erhöht. Akute Gefahr besteht, wenn es zu einer Einklemmung des Darms kommt. Männer sind davon weit häufiger als Frauen betroffen. Auf 9 Männer kommt 1 Frau.

Man unterscheidet direkte (mediane) und indirekte (laterale) Leistenbrüche. Zusätzlich kann es sein, dass ein Bruchsack bis in den Hodensack (Skrotum) reicht. Oft spricht man dann von Hodensackbruch oder Hodenbruch (Hernia scrotalis). Diese Skrotalhernie ist eine Sonderform des Leistenbruchs.

Der Arzt muss bei entsprechenden Symptomen zunächst die Diagnose eines Leistenbruches stellen. Neben einer gezielten Anamnese in Form spezifischer Fragen erfolgt eine körperliche Untersuchung des unteren Beckens mit der Leistenregion. Dabei wird der Patient aufgefordert zu husten, da sich dann der Druck im Bauchraum erhöht (intra abdominale Druckerhöhung). Hierdurch wird der Bruch nach aussen gedrückt und lässt sich tastmässig erfassen.

Je nach Grösse ist er auch optisch wahrnehmbar. Gegebenenfalls erfolgt zusätzlich eine Ultraschall-Untersuchung.
Sofern ein Leistenbruch vorliegt, sollte dieser auch behandelt werden. Leistenbrüche bilden sich nicht wieder spontan zurück. In der Regel werden diese im Laufe der Zeit immer grösser.

Abhängig vom konkreten Fall können sowohl operative Methoden als auch nicht operative Methoden zur Behandlung herangezogen werden. Anfänglich kann auf einen operativen Eingriff teilweise verzichtet werden. Sollte der Bruchinhalt aber größer werden, ist ein operativer Eingriff oft nicht zu vermeiden.

Die Leistenhernien-Operation ist eine der häufigsten operativen Eingriffe auch in der Schweiz. Die Behandlung besteht in einem operativen Verschluss der Bruchlücke, der mit verschiedenen Methoden – je nach Größe des Bruches und Allgemeinzustand auch ambulant – erfolgen kann. Grob orientierend wird zwischen offenen und laparoskopischen Methoden (minimal-invasive Chirurgie (MIC)) unterschieden.

Neben den bekannten offenen Verfahren werden normalerweise Netzeinlegungen verwendet. Diese führen in einigen Fällen allerdings zu lokalen Veränderungen des Gewebes.

Eine nicht operative Methode zur Behandlung von Leistenbrüchen ist beispielsweise das Tragen eines Bruchbandes, welches verhindert, dass die Hernie durch die „gebrochene Stelle“ hindurchtreten kann.

Spital Uster

Meine Wahl für das Spital Uster fiel deshalb postiv aus weil es das vernetzte und leistungsfähigstge Diagnose- und Therapiezentrum des Zürcher Oberlandes und des Glattales ist.

Mit einem gut ausgebildeten Ärzte-, Therapeuten- und Pflegeteam sowie einer modernen Infrastruktur stellt das Spital Uster die Grundversorgung für 172’000 Menschen sicher.

Jährlich werden 58’000 stationäre oder ambulante Patientinnen und Patienten behandelt, gepflegt und betreut. Für den stationären Aufenthalt stehen 200 Betten zur Verfügung. Jedes Jahr erblicken mehr als 900 Säuglinge im Spital Uster das Licht der Welt. Mit rund 1’110 Mitarbeitenden ist das Spital der grösste Arbeitgeber der Stadt.

Professor Melcher

In einer Medienmitteilung vom 9. März 2017 schreibt das Spital, dass Prof. Dr. Gian A. Melcher, Departementsleiter Operative Disziplinen, Chefarzt und Stv. Spitaldirektor per 1. Oktober seine Führungsaufgaben jüngeren Kräften übergebe. Er wird weiterhin als Arzt und operierender Chirurg seinen Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.

Tschlin auch al Biermarke

Der Name Melcher soll übrigens aus Tschlin – einer kleinen mit Ramosch am 1.1.2013 im Unterengadin fusionierten Gemeinde – stammen. Im Telefonbuch sind heute in Tschlin nur noch fünf Personen mit diesem Namen verzeichnet. Weitere 57 Personen mit Namen „Melcher“ sind im übrigen Kanton verteilt.

21 Jahre lang leitete Prof. Dr. Gian A. Melcher als Chefarzt die Chirurgische Klinik des Spitals Uster und stand im Dienst der Patientinnen und Patienten. In den letzten elf Jahren war er zudem als Stv. Spitaldirektor tätig.

Nachtrag: Nach Angaben von Prof Melcher sei ihre Familie irgendwann nach S-chanf ins Ober-Engadin ausgewandert und dort heimisch geworden.

S’chanf / Engadin

Ein intakter Dorfkern, eine ursprüngliche Kultur und eine Natur vor der Haustür, die so einzigartig ist, dass sie im grossen Stil unter Schutz gestellt wurde:

Der Flecken S-chanf vor den Toren des Schweizerischen Nationalparks hat zwar in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung für den Oberengadiner Tourismus gewonnen, sich aber sein Traditionsbewusstsein unverkrampft bewahrt. Flecken S-chanf / Oberengadin

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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