Fiirtig, 27. Hornig anno 1970

Seit diesem Datum sind wir noch immer legal und behördlich genehmigt verliebt und auch verheiratet. An jenem legendären „Fiirtig oder Freytig“ wo wir Beide frei genommen haben (darum heisst dieser Tag seither auch Freitag) stand und steht der zweitletzte Tag im zweiten Monat des Jahres seit 47 Jahren als Hochzeitstag fest der auch gefeiert werden sollte. Zugegeben – ein paar Mal – habe ich den Feiertag auch schlicht weg vergessen.

Bemerkungen: „im allemannische Sprochruum isch dr Hornig drum, wil dr riifi Rothirsch in dem Monet Feber siis „Ghörn“ abwirft“.

17‘155 lange Tage und ebenso viele Nächte und dazu noch elf extra Schalt-Tage sind in dieser scheinbar langen Zeit vorüber geschlichen. Rückblickend betrachtet zwar mit krimineller Raser-Geschwindigkeit wo leider nicht alles in Ruhe betrachtet werden konnte.

1976 – Armin

Früher legal – heute verboten. Dafür gab es damals legal im Migros Handy als Abwaschmittel zur Pflege von Frauen-Händen. Zwischenzeitlich wird und wurde das Händy meist von Frauen als Beweismittel gegen den Mann bei ehelichen Seitensprüngen benutzt und heisst heute geschlechtsneutral einfach nur „Smartphone“ oder Neudeutsch „i-Phone“.

In der Gegenwart besitzen natürlich auch wir beide ein solches Wunderding, sprich Computer, wo man bezahlen, surfen und mit dem „Smartphon“ sogar telefonieren darf. Auch als älteres Ehepaar kommuniziert man ab und zu miteinander um sich auszutauschen. Es muss ja nicht immer mit Live-Video inkl. Sex sein. Das praktizieren ja höchstens Schüler/innen und die brauchen scheinbar noch eine Überflutung ihrer Reize.

1994 – Heidy

Auch wir waren vor langer Zeit einmal Jung und haben schon damals Sachen gemacht, welche vom Herr Pfarrer auf der Kanzel nicht gerade wohlwollend betrachtet wurde. Frauen gab es in der Kirche sowieso nicht – doch man höre und staune – der Verfassungsartikel der Gleichheit beider Geschlechter war längst geboren. Nur die gewählten Politiker unserer Parlamente parlieren noch immer darüber und wundern sich höchstens, dass 2016 Geburten in der Schweiz zurückgegangen und dafür die unehelichen Kinder zugenommen haben. Sie sehen sogar die sinkenden Scheidungsraten als ihren Verdienst einer artgerechten und funktionierenden Politik an.

Man merke; geschieden können ja nur Verheiratete werden.

Auch wir sehen uns langsam aber sicher als Angehörige einer Minderheit an, welche zu keinem Wandel mehr fähig ist und langsam am Aussterben sei. Wenn in ferner Zukunft in der Kirche das letzte, verheiratete Ehepaar der Schweiz geehrt wird, dann denke man doch bitte an uns (genau so wie die damaligen Trauzeugen Anny und Ruedi mit ihrer Grusskarte von gestern)!

Es grüssen herzlich
Eure Heidy und Armin

Abba – The Day Before You Came

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
Dieser Beitrag wurde unter Familien-Geschichten abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.