Die deutsche Telekom will Router-Störungen heute ganz beheben

Ein Hackerangriff hat 900.000 Telekom-Router befallen. An diesem Dienstag, 29. November 2016 soll das Problem gelöst sein, erklärt nun ein Sprecher des Konzerns.

telekomDie am Montag vom Unternehmen aufgespielte Filtersoftware habe funktioniert. Die Zahl der gestörten Router sei bereits am Nachmittag spürbar zurückgegangen. „Die Schadsoftware war schlecht programmiert, sie hat nicht funktioniert und hat nicht das getan, was sie hätte tun sollen. Ansonsten wären die Folgen des Angriffs noch viel schlimmer gewesen.“

Auf wen der Hackerangriff auf die Telekom-Router zurückgeht, sei noch nicht bekannt. „Wer dafür verantwortlich ist, wissen wir nicht“, sagte der Sprecher.

Seit Sonntagmittag kam es nach Angaben der Telekom in rund 900.000 ihrer mehr als 20 Millionen Festnetzkunden zu Ausfällen. Betroffen von den starken Schwankungen in der Qualität waren Verbindungen für Internet, Telefonie und Fernsehen.

Analysten der IT-Sicherheit und der Forensiker bei Telekom legen nahe, dass vermutlich von aussen durch eine Schadsoftware die Verbindung der Router mit dem Netz gekappt wurden. Die Telekom empfahl allen betroffenen Kunden erneut, ihren Router vorübergehend für 30 Sekunden vom Netz zu nehmen. Das gelte auch für diejenigen, die das bereits am Sonntag ohne Erfolg ausprobiert hätten. «Wir bringen ständig neue Lösungen ins Netz ein», versicherte das Unternehmen.

Schlagzeilen aus der Schweiz

  • 16.3.2016: Nach Hacker-Angriff: Digitec reicht Strafanzeige ein
  • 16.3.2016: Auch SBB betroffen: Hacker-Grossangriff auf Schweizer Websites
  • 4.5.2016: Der Cyberangriff auf den Rüstungskonzern Ruag wurde aus ermittlungstaktischen Gründen geheim gehalten.
  • 8.5.2016: Beim russischen Hacker-Angriff auf den Rüstungskonzern Ruag sollen auch geheime Daten von Militärangehörigen kopiert worden sein. Angehörige könnten jetzt neue Identitäten benötigen.
  • 2.6.2016: In Deutschland hat ein Trojaner das Netz des Bundestags infiziert. Ein solcher Angriff wäre auch in der Schweiz möglich – vielleicht hat er bereits stattgefunden.
  • 21.8.2016: Hackerangriff auf Schweizer Banken
  • 1.12.2016: Hoher Schaden durch „Avalanche“ – Ermittler legen Mega-Botnetz lahm.
    Das Botnetz „Avalanche“ nutzten Kriminelle jahrelang für Phishing-Attacken, Spam oder Online-Betrug. Nun gelingt einem internationalen Ermittlerteam der Zugriff auf die „Lawine“. Das BSI prüft, wer betroffen ist und gibt Tipps für Opfer.

Heute Donnerstag, 1. Dezember 2016
botnetz-avalanche

heise-check
So sieht es aus, wenn der Netzwerkcheck ein Problem meldet.
Mit dem heise Security Netzwerkcheck kann man schnell und einfach testen, ob der eigene Router aus dem Internet angreifbar ist

Symphony No 3 Allegra Moderato

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