Adeee… Nebel – ab in die Berge!

Am Samstag, 29. Oktober 2016 bewegten wir nach über zwei Monaten unseren garagierten Camper wieder einmal und zogen mit ihm an die Sonne in die zauberhaften Berge. Die bunten Herbstwälder und die blauen, mit Schnee gezuckerten Berg-Gipfel leuchteten einladend zu fantastischen Passfahrten.

Oberalp-Pass

Oberalp-Pass

Oberalp-, Furka- und Grimsel- hiessen die ersten Pässe die bei wenig Verkehr und fantastischer Bergsicht unsere Herzen höher schlagen liessen. Dann folgte als Abschluss noch der Sustenpass.

Nachdem wir Ende Oktober endlich Zeit fanden nach unseren Arbeiten im Garten und den weiteren Verpflichtungen rund ums Haus uns schöneren Dingen zuzuwenden, kam bei mir der Wunsch auf wieder einmal den Camper an der frischen Luft zu bewegen. Wahrscheinlich in diesem Jahr zum letzten Mal.

Ein Zeitfenster vom 29.10. an versprach uns in der Höhe wunderbares sonniges Herbstwetter und gab uns damit die Gelegenheit unserem Nebelwetter in den Niederungen zu entfliehen. Ein allgemeines Ziel war damit festgelegt doch wo genau wollen wir hin?

Kaum hatte Heidy auf dem Beifahrersitz platz genommen entfiel ihr der Spruch: „Gömer eifach!“ Es war also meine Aufgabe, möglichst schnell der Nebel-Suppe zu entfliehen! Also Richtung Süden und damit in die Alpen. Bereits in der Innerschweiz am Urnersee bemühte sich die Sonne zaghaft die Nebelschwaden aufzulösen doch erst auf der Autobahn A2 die Rampe zum Gotthard hoch siegte sie schliesslich vollends.

Den kurzen Stau davor umgingen wir indem wir bei der Ausfahrt Wassen die AB verliessen und auf der Hauptstrasse Richtung Andermatt fuhren.

Gegen Mittag erwartete uns das Urserental bei allerschönstem und warmen Herbstwetter sodass wir uns entschlossen, den Typ von Erika und Gebi betreffend Stellplatz auf dem Oberalp-Pass nachzukommen.

Am Sonntag mit der Fahrt über den Furka und den Grimsel-Pass nach Innertkirchen und Meiringen waren genau so schön wie erwartet. Die Brünig-Nebelschlange von dort aus betrachtet war ein Wohlgenuss sodass wir auf dem Alpencamping stehend gleich für zwei Nächte buchten. Allerdings war der folgende Montag genau so neblig wie bei uns zu Hause. Wir waren also froh am Dienstag den Viersternplatz Richtung Sustenpass wieder verlassen zu dürfen.

Ueber Innertkirchen vorbei ging es 45 km aufwärts bis zum 2‘264 müM hoch gelegenen Sustenpass. Die mit vielen Tunneln bestehende Strasse wurde allerdings erst 1938 bis 1945 gebaut und ist damit eine der jüngsten Passstrassen der Schweiz. Der kurze Scheiteltunnel war heute bereits Winterfest (Bretter-Verschlag mit kleiner Oeffnung) vernagelt worden.

An den südlichen, von der Sonne beschienen Felsen waren mutige Kletterer unterwegs zum Gipfel. Einem jüngeren Paar welche es den anderen Gleichtun wollte meinte zwar, es sei nicht nur Respekt sondern klar ab und zu auch Angst dabei. Wir wünschten den Beiden viel Glück für die erste Tour in diesem Gebiet bevor sie mit entsprechender Kletter-Lektüre sich dem Fuss des Felsen näherten.

Schon von weitem war im Reusstal um die Mittagszeit bei Wassen die Urner-Schlange in Form von Nebel sichtbar. Danach ging es – wie könnte es im goldenen Herbst im Mittelland anders sein – im leichten Nebel zügig heimwärts zu.

Gömer eifach!

Gömer eifach!

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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