Internet in der Schweiz: Was macht das Ausland besser?

Nach einer 39-tägigen Auslandreise durch 10 nordische Länder frage ich mich oftmals: Was macht das Ausland in Sachen Internet besser als die heimische Swisscom?

Natürlich könnte ich mein Standard-Internet für Fr. 49.- monatlich über ein teureres Abo schneller gestalten, schliesslich habe ich ja einen Glasfaser-Anschluss.

Doch die täglich dutzende von Junkmails in meinem Briefkasten blieben vorhanden. Es ist in erster Linie nicht nur die Upload-Geschwindigkeit von 1 MBit/s welche beim Standard-Anschluss ärgerlich sind sondern eben auch die ungefragten Werbemails welche täglich zu Manipulationen am PC rufen! Und ebenfalls zu Investitionen in Sachen Virenscanner. Meine Kosten liegen dafür deutlich über Fr. 100.- jährlich.

WifiOb in ländlichen Gegenden wie Ramsberg / Lofoten oder in der Stadt wie Poznan / Polen, an beiden Orten waren Original-Fotos von 4 MB Grösse in weniger als zwei Sekunden hochgeladen. Fünfzig Fotos also in etwa 1 1/2 Minuten. Was macht Norwegen oder Polen besser?

Primär hilft sicher ihr effizienter Spamscanner, denn keine einzige bei mir als Spam bezeichnete E-Mail erreichte mich! Swisscom könnte nun behaupten, dies sei in einem freien Internet aus Datenschutzgründen nicht möglich? Es könne nicht Aufgabe eines Providers sein, unerwünschte Mails zu filtern!

Dies ist allerdings alles andere als kundenfreundlich, auch wenn Swisscom die politische Abstimmung in Sachen „Glasfaser“ in unserer Gemeinde knapp gewonnen hat. Dafür bezahlte jeder Stimmbürger immerhin etwas mehr als Fr 1‘000.- über die Steuern an Swisscom. Dafür nimmt sich Swisscom viel Zeit um der Gemeinde die versprochenen Programme zur Verfügung zu stellen.

Unter der Marke «Wingo» will neu der Telecom-Riese Swisscom einen Internet-Anschluss mit 250 MBit/s im Downstream und 25 MBit/s im Upstream anbieten – für 75 Franken im Monat. Es sollen keine weiteren monatlichen Gebühren anfallen, ausser einmalige Kosten von 58 Franken.

«Wingo» ist eine nicht mehr ganz neue Untermarke von Swisscom für Internet, TV und Festnetztelefonie.

Warum verschweigt Swisscom eigentlich in der Werbekampagne komplett ihren Namen?

Die Begriffe Swisscom und Festnetz sind natürlich alles andere als cool. Der blaue Riese versucht darum den Neuanfang mit einer frischen Marke. Swisscom Sprecher Olav Schulze sagt dazu: «Wingo ist eine Marke für junge Leute, die auf Service verzichten und sich bei Fragen lieber selber im Internet informieren.»

Schliesslich gibt es die Firma „Wingo“ schon seit einigen Jahren, sie agierte aber bisher im Hintergrund. Swisscom wickelte das Festnetz-Internetangbot von M-Budget über diese Firma ab. Jetzt tritt die Marke unter eigenem Namen auf. Sie bietet ein vernünftig schnelles Internet mit einer Downloadgeschwindigkeit von 250 MBit/s und Upload: 25 MBit/s an.
Kosten: 75 Franken/Monat inkl. Festnetztelefonie. Kosten Telefon mit Minutentarif.

Muss ich die Grundgebühr für den Swisscom-Telefonanschluss auch bei Wingo bezahlen?
Nein! Das ist einer der grössten Vorteile des neuen Angebots. Man spart rund 25 Franken pro Monat. Wingo nutzt diesen Fakt aus, um UPC Cablecom anzugreifen.
Uebrigens; UPC arbeitet mit bis zu 100 Mbit/s dowwload und bis zu 10 Mbit/s upload für etwa Fr 49.-.

«Einfach Swisscom-Anschluss kündigen und sich bei Wingo anmelden.»

Allerdings gibts eine grosse Einschränkung: „Wingo“ gibts nur dort, wo es Glasfaser gibt. Auf der Wingo-Webseite kann man die Verfügbarkeit prüfen.

Das Angebot ist also ausschliesslich über Glasfaser verfügbar. Damit können Kunden aus den grössten Städten und Gemeinden der Schweiz profitieren. Aber auch kleinere Orte wie die Gemeinde Lindau sind mit Glasfaser-Anschluss dabei.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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