„Erste Hilfe mit 144“ noch schneller!

Seit kurzem hat der Rettungsdienst ausserhalb der Stadt Winterthur in Kemptthal einen Zweig-Betrieb aufgenommen. Damit werden die Fahrzeiten zum Ereignisort für die Bewohner von Kemptthal, Effretikon, Winterberg und Umgebung wesentlich verkürzt.

Einsatz-ab-KempthalBei einem Notfall muss es schnell gehen. Schwebt eine Person in Lebensgefahr, zählt jede Minute. Bei 90 Prozent der Fälle sollten die Retter in spätestens 15 Minuten am Ereignisort sein. In einem Gebiet mit rund 200’000 Einwohnern und täglich zunehmendem Verkehr nicht immer einfach, meint der Leiter Markus Huggler vom Rettungsdienst Winterthur.

Maggi-Werbungum1900Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde vor gut zwei Jahren in der alten Maggi-Fabrik in Kemptthal ein Rettungs-Stützpunkt in Betrieb genommen.

Heute gehört das Gelände allerdings dem Aromenhersteller Givaudan Suisse und diese hat nach dem Wegzug aus Dübendorf im ehemaligen Maggi-Areal Grosses vor:

Die Kernelemente des in Kempttahl neu konzentrierten Aromenstandortes von Givaudan Schweiz sind primär ein repräsentativer Kundenbereich. In einem eigentlichen CAMPUS mit international besetztem Forschungslabor um die historischen Gebäude des 1869 von Julius Maggi übernommen Mühlebetriebes soll ein kulinarischer und kultureller Schmelztiegel entstehen. Die sogenannte „Maggi Ville“. Als grüne Lunge und Landreserve wird der Maggi Park mit zahlreichen Freizeitangeboten ausgestattet.

Die einzigartige Atmosphäre und – verglichen mit der Stadt – tiefe Grundkosten sowie einer idealen Verkehrsanbindung an Schnellstrassen, Eisenbahn, Laufkundschaft, Mitarbeiter sowie vielem mehr sind erfolgsversprechende Standortfaktoren, welche durch ein Aufteilen des Gebiets nach Bedürfnissen ein modulares Vorgehen in Etappen ermöglicht.

In einem Mietvertrag hat der Rettungsdienst Winterthur einen Garagenplatz, einen Aufenthalts- und Ruheraum, Arbeitsplätze sowie eine kleine Küche gesichert. Täglich sind je zwei Einsatzkräfte vor Ort, welche bei eingehenden Anrufen aus dem Gebiet Illnau-Effretikon sofort ausrücken können.

Notruf-MHDass sich der Stützpunkt Kemptthal bewährt hat, beweisen die aktuellen Zahlen vom letzten Jahr. 9030 Einsätze waren es im Jahr 2015, davon ereigneten sich 439 alleine im Gebiet Illnau-Effretikon. Mit dem Stützpunkt konnten wir die Ankunftszeit auf gut 98 Prozent der Fälle erhöhen. Markus Huggler ist damit sehr zufrieden die notwendige Verbesserung erzielt zu haben.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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