Festnetz-Telefonie und die Swisscom

Das Internet Protokoll (IP) ist die weltweit etablierte Technologie für die Datenübertragung. Nicht nur Daten lassen sich via IP übermitteln, sondern auch Bilder, Filme, Musik und Sprache.

swisscomSwisscom plant, bis Ende 2017 die herkömmlichen Festnetztelefonie-Dienste auf IP umzustellen. Über eine Million Kunden haben bereits auf „All IP von Swisscom“ umgestellt. Das sind mehr als 40% der Swisscom Kunden.

Wer sich heute bei der Swisscom für ein Kombipaket aus Festnetz, Internet und TV entscheidet, bekommt mit dem Abowechsel unweigerlich auch eine neue Technologie mitgeliefert. Statt wie bisher analog über Kupferkabel telefoniert der Kunde dann über eine IP-Technologie, VoIP (Voice over IP) nennt sich diese.

Dabei werden Gespräche in digitale Pakete zerteilt, über das Internet verschickt und erst am anderen Ende der Leitung wieder zusammengefügt. Die klassische Telefonbuchse wird damit überflüssig, weil das Telefon direkt am Router angeschlossen wird.

Bis Ende 2017 soll jeder der rund drei Millionen Festnetzkunden der Swisscom via VoIP telefonieren – «ohne Ausnahme» – hiess es.

Die Swisscom verschweigt dabei, dass damit unweigerlich erhebliche Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Beispiel: Bei einem allfälligen Stromausfall kann nicht einmal mehr ein Notruf abgesetzt werden. Also genau dann, wenn sonst nichts mehr läuft und man auf Hilfe angewiesen wäre ist auch dieser Notnagel unbrauchbar.

Natürlich gibt es zum Glück noch das „Händy“ werden sie sagen, doch immer dann wenn ausnahmsweise kein Strom mehr vorhanden ist sind diese Netze heillos überlastet. Nicht’s geht mehr. Auf all diese Umstände müsste die Swisscom schon heute beim Verkauf ihrer IP-Produkte besser hinweisen.

Nach der Umstellung wird das bisherige analoge Telefonnetz komplett überflüssig. Für den Kunden sollten damit die eigentliche Grundgebühr fürs Festnetz von monatlich gut Fr. 25.- wegfallen. Doch Swisscom führt bekanntlich ein Offshore-Konstrukt um noch mehr Geld zu scheffeln.

Zeit also, einen seriöseren Provider zu wählen welcher mit einem offenen System mit „OpenSource-Technologie“ wie beispielsweise „Sipcal.ch“ oder „Voipone.ch“ zusammen arbeitet.

Mit www.SipCall.ch habe ich inzwischen mit „Free VoIP“ meine langjährigen Erfahrungen sammeln können. Erst im vergangenen Jahr leistete ich mir eine zweite Gratisnummer (032*** ****) für mein Smartphone. Falls man irgendwo im Ausland auf ein „offenes W-Lan Netz“ trifft, kann man für wenig Geld und ohne Roamingkosten günstig nach Hause telefonieren.

Zöiper11Vorbei scheinen die Zeiten von „Skype“ zu sein, als wir 2011 an der Südküste der Türkei (Anamur / Province Mersin) manche Langzeit-Camper sahen, welche vor ihrem Laptop sassen um ihre daheim gebliebenen Verwandten über ihre „“Un-Taten“ zu informieren. An dessen Stelle ist VoIP getreten, bzw. die App „“Zoiper IAX SIP VoIP Softphone“.

Damals am 4. Februar 2015 berichtete ich auf meinem Blog von unanständig hohen Roaming-Gebühren, von Netzneutralität bzw. Abschaffung des Datenroaming in der gesamten EU. Mein Smartphone programmierte ich damals ohne irgendeine App erfolgreich auf dem nackten Android Händy, doch heute geht dies mit dem belgischen „Zoiper“ schneller, eleganter aber auch sicherer.

Zoiper-LogoZuerst sollten sie bei Sipcall eine kostenlose 032 Nummer beantragen und als zweiten Schritt die gratis App ZoiPer auf ihrem Android Schmartphone installieren, bzw. konfigurieren.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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