Braganca – Stadt im Nordosten von Portugal

An den Grenzen der historischen “ Provinz Tras-os-Montes“ – im kargen Nordwesten des Landes liegt Braganca (20‘000 Einwohner) – die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Die Festungsstadt ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des vorwiegend von der Landwirtschaft lebenden Gebiets.

Die Stadt wird überragt vom 1187 errichteten Castelo, dem Stammschloss der Braganca, die 1442 die Herzogwürde erhielten. Von 1640 bis 1910 regierte dieses Geschlecht Portugal als dritte und letzte königliche Dynastie.

18 Wehrtürme verstärken die doppelte, zinnengekrönte Ringmauer des eindrucksvollen Bauwerks, das lange Zeit als uneinnehmbar galt. Besonders beeindruckend ist die mächtige, 33 m gotische „Torre de Menagem“ (Bergfried) mit ihren zwei Zwillingsfenstern aus dem 15. Jh.

Hinter der Kirche „Santa Maria do Castelo“ bewundern wir den historisch bedeutensten Bau Bragancas, den romanischen „Domus Municipal“ (Rathaus) aus dem 12. Jh. An der Stadtmauer blickt uns noch Fernando II., Herzog von Braganca entgegen wo die steile Strasse „R. Tridade Coelho“ an der Bibliotek vorbei in die Stadt hinunter führt.

Am südlich Fusse der Burg neben der Picknickwiese „Park de Merandas“ liegt auch noch ein Gratis-Stellplatz mit Ver/Entsorgung (N 41° 48‘14.6“ – W 006° 44‘ 46,6“ 666 müM), ideal zum Besuch der Burg.

Die umliegenden Campingplätze wie „Inatel Parque“ sind derzeit noch geschlossen. Ganz in der Nähe des gut besuchten Stellplatzes hat es auch noch einen kleinen Laden wo das Nötigste erhältlich ist, und etwa 150 m entfernt ein Restaurant mit Gratis-Wifi. In Braganca sind auch Lidl und der Mercata-Municipal (Wifi) zugegen.

In Reih und Glied stehen also Camper aus allen Herren Länder auf leicht abfallendem Gelände. Neben uns ein gut ernährter Franzose mit rundem Hut welcher ihn auch nicht stoppen konnte, als er nachts aus dem Bett rollte. Da wäre sicher ein Dreizack-Hut wie Napoleon ihn trug besser gewesen.

Am Samstag (Folgetag) besuchten wir nochmals das 1187 errichtete „Castelo Braganca“ und diesmal ist es offen. Für Euro 2.- (Signers) Eintritt sind wir im Stammschloss der Braganca mit einem intessanten Militärmuseum im Wehrturm. Auch die zinnenbewehrte Festungsmauer ist begehbar, nur den Aufstieg auf den Turm mit einer alten, rutschenden Stiege lassen wir sein. Ersten weil wir hier ausnahmsweise eine Warnung auf Deutsch beachten und oben die Lucke von unten geschlossen scheint.

Dann geht es die steile Gasse wieder hinunter zur Altstadt und dort bei der Kirche „Igreja de S. Vincente“ in westlicher Richtung der „Rua com. Da Grande Guerra“ (Einkaufsstrasse) leicht aufwärts zur „Catedral de Se“.

Auch hier wird wieder eine Totenmesse zelebriert wie gestern in der „Igreja de S. Vincente“. Den Abschluss bildet den Rückmarsch über den alten Bahnhof und die Toristinfo zum Stellplatz beim „Park de Merandas“.

Bei den meisten Stellplätzen muss man ohne elektrische Energie auskommen. Da ist man froh, wenn man zur Not auf Solarstrom umschalten kann.

Unsere zwei Solarpanele sind daraus ausgelegt, dass wir Nachts genügend Strom für Licht haben und noch etwa 1 Stunde 220 Volt fürs Fernsehen beziehen können. Am andern Morgen muss man dann noch etwa eine Stunde für die Heizung einbeziehen.

Im Braganza kamen wir damit mehr als auf unsere Kosten.
In einer Viertelstunde haben wir mit der Combiheizung 10 Liter 60 grädiges Wasser produziert, 1 Stunde Fernseh geschaut und am Morgen unseren Camper von etwa 5 auf 22 Grad in zwei Stunden aufgeheizt. Dabei läuft der Kühlschrank dauernd auf Gas. Die beiden Batterien waren regelmässig um etwa 12 % gesunken und bei Sonnenschein gegen Mittag bereits wieder komplett aufgeladen. Wenn es bewölkt ist dauert das Aufladen natürlich länger.

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Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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