Teileröffnung Zürcher Hauptbahnhof mit DLM

Die Durchmesserlinie (DML) von Zürich-Altstetten nach Zürich–Oerlikon ist ein im Bau befindliches Schweizer Eisenbahnprojekt zum Bau des viergleisigen Tiefbahnhofs Löwenstrasse unter dem heutigen Zürcher Hauptbahnhof sowie zum direkten Anschluss dieses Tiefbahnhofs an die Bahnhöfe Zürich-Altstetten und Zürich-Oerlikon.

Bahnhof LoewenstrasseDas Bauwerk ist insgesamt 9,6 Kilometer lang, bestehend aus zwei 0.4 und 1.2 km langen Brücken, dem Tiefbahnhof Löwenstrasse, dem 4.8 km langen Weinbergtunnel und Erweiterungen um zwei Gleise im Bahneinschnitt und im Bahnhof Zürich-Oerlikon.

Die Durchmesserlinie soll in zwei Etappen in Betrieb gehen: Nächsten Sonntag, 15. Juni 2014 für S-Bahnen aus Richtung Thalwil (S2, S8) und die S14 aus Hinwil, welche zukünftig im Hauptbahnhof Zürich (Löwenstrasse) enden wird. Nach Bauabschluss der 1.2 km langen einspurigen Letzigrabenbrücke im Jahr 2015 werden auch Fernverkehrszüge aus der Ostschweiz in Richtung Westen über die Durchmesserlinie verkehren können.

Die noch fehlende, einspurige Letzigrabenbrücke setzt 2015 das Trasse für nach Westen fahrende Züge von der Duttweilerbrücke bis zum Bahnhof Zürich-Altstetten fort und überquert dabei das ganze Gleisfeld des Vorbahnhofs. Züge aus der Gegenrichtung können bereits heute vorhandene Gleise benutzen.

Durch die vier zusätzlichen Durchgangsgleise im Tiefbahnhof Löwenstrasse wird eine beachtliche Kapazitätssteigerung erreicht, da auf einem Kopfgleis – wie in der Perronhalle des Hauptbanhofes in Zürich – deutlich weniger Züge pro Stunde verkehren können. Zudem entsteht durch den Durchgangsbahnhof und den Weinbergtunnel nach Oerlikon für die S-Bahnen zwischen Bahnhof Zürich Enge und Bahnhof Zürich Oerlikon ein Fahrzeitgewinn im Bereich von acht Minuten.

Die projektierten Kosten betrugen anfänglich rund 1,8 Mrd. Schweizer Franken, wovon Bund und SBB insgesamt 60 Prozent und der Kanton Zürich 40 Prozent tragen sollten. Inzwischen wird mit Kosten von gegen 3 Mrd. Schweizer Franken gerechnet, wovon Bund und SBB zwei Drittel und der Kanton Zürich einen Drittel zu übernehmen hat.

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