Fahrt nach Rabat

Am Freitag gegen 0900 Uhr verlassen wir den Camping Flamants in Moulay Bousselham und tanken den halbvollen Diesel-Tank an der örtlichen Gasoil-Tankstelle etwa 45 Liter für etwa Fr. 45.- .

Dann fahren wir wieder auf die nahe A1 auf und humpeln bei gemächlichen 100 km/h Richtung Rabat. Nach gut 110 km verlassen wir die A1 wieder und über Sale geht es von Norden her an den Stadtrand von Rabat wobei wir schon von weitem unseren anvisierten Stellplatz bemerken. Sofort fragt uns der Parkwächter auch, ob wir die kommende Nacht für MAD 50.- übernachten möchten was wir bejahten. Andere wurden hier schon weggewiesen so dass wir direkt überrascht sind denn die Fahrt von etwa 370 km nach Marrakech scheint uns zusammen mit dem Besuch der Stadt doch zeitlich etwas eng zu sein.

Palast-Tor1979 als Hassan der II hier regierte welcher bereits damals eine Demokratisierung in kleinen Schritten einleitete hat sich sehr viel verändert. Er verstarb leider bereits 1999. Heute hat sich ein zweiter, viel grösserer Sicherheitsring unter Mohammed VI um den Königspalast gebildet. Schon heute kann man zwar sagen, dass Mohammed VI als grosser Modernisierer in die Geschichte eingehen wird doch unter zeitlich viel schwierigeren Bedingungen. Man bedenke nur 9/11 oder den Arabischen Frühling.

Rabat-TorUeberall wird man zuerst einmal abgewiesen und wenn man dann doch hartnäckig bei einem anderen Eingang probiert zum Sicherheitschef der Polizei vorgelassen. Eine weitere halbe Stunde Fussmarsch sieht man dann allerdings, dass es auch näher gegangen wäre nur dieser hatte etwa ½ Stunde früher kein Verständnis für unser Begehren. Unterwegs wird man von einem Polizisten auf einer leeren Kreuzung auf einen anderen Weg dirigiert und kurze Zeit später von einem Weiterem zu einer Drehung um 180 Grad gezwungen. Dann sehen wir das Eingangstor zum Königspalast und davor etwa 40 Uniformierte mit einer Auswahl von schönen Gewändern.

Offensichtlich ein Fremdenführer mit zwei Gästen bewegt sich gerade auf die Schar zu und plötzlich, gebietet er auch uns, stehen zu bleiben. Hier sei nun das Absolute NO GO und weiter dürfen man nicht mehr. Während der Fremdenführer den Rückmarsch antritt versuchen wir seitlich auszuscheren doch ein weiterer Polizist auf einer riesigen, menschleeren Kreuzung pfeift uns von weitem zurück.

Wie schön war es doch 1979 als wir damals noch die Palastwachen beritten auf ihren Schimmeln gar ein kurzes Gespräch erlaubten und man wenigstens noch den Palast aus nächsten Nähe bewundern durfte. Etwas weiter entfernt sehen wir wieder ein schönes Gebäude mit einer marokkanischen Flagge das wir bewundern möchten. Da sehen wir schön verteilt Wachsoldaten mit ihren Maschinenpistolen. Wir erlaubten uns bis auf 10 Meter heran zu gehen und ihn zu fragen was dies für ein Gebäude sei? Freundlich aber bestimmt sagte er es sei die Hauptpost und nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt.

Also nichts für uns und nach 3 Stunden Fussmarsch etwas unbefriedigt zurück an der grossen Moschee vorbei zum Hauptbahnhof, zur Medina und am riesigen Friedhof zu unserem Stellplatz. Nur gut dass wir bereits um etwa 1200 Uhr im Cafe Bab Laa Loo etwas gegessen und getrunken haben und dabei auch ein Eintopfgericht als lecker erfahren konnten mit Namen TAJIANE.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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