WEF 2014 – noch einmal in Davos?

Mit einer Willkommensrede von Bundespräsident Didier Burkhalter an Staats- und Regierungschefs, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler beginnt heute Mittwochabend das 44. Weltwirtschaftsforum WEF unter dem Titel „Reshaping the World – die Welt umgestalten“. 2500 Teilnehmer sind für das Treffen im Bündnerland angemeldet.

Klaus Schwab

Klaus Schwab

Gründer Klaus Schwab deutet aber an, dass der Standort in Davos keineswegs gesichert sei. Manche Teilnehmer bemängelten die Gastfreundschaft. Schwab hat auch selbst unschöne Erfahrungen gemacht: «Weil meine Frau verletzt war und nicht gut gehen konnte, musste ich kurz in einem Parkverbot halten – und wurde gleich zweimal auf unflätige Art beschimpft. Wäre ich zum ersten Mal in Davos gewesen: Ich wäre sofort wieder abgereist.»

Der wirtschaftliche Nutzen des WEF für den Durchführungsort des global beachteten Jahrestreffens ist gross. Das wissen auch potenzielle Konkurrenten von Davos. China hat für ein regionales WEF-Treffen ein Kongresszentrum für 100 Millionen Franken aus dem Boden gestampft. Viele Länder wären bereit, das WEF kostenlos zu beherbergen, so Schwab.

Der WEF-Gründer verweist damit aber nicht nur auf die Gäste, sondern auf die Wirtschaft. Wegen Ereignissen wie den Wahlen in den USA, der fragilen Wirtschaftslage in Europa und der Geldpolitik in Japan werde die Welt noch einige weitere Jahre mit niedrigeren Wachstumsraten leben müssen.

Vor diesem Hintergrund müssen die politischen und wirtschaftlichen Führer acht geben, dass nicht weitere soziale Krisen eintreten würden. «Eine intergenerationale Krise ist die grösste Gefahr», sagt Schwab. Vom diesjährigen Forum in Davos erhofft er sich, dass weniger über das Krisenmanagement diskutiert wird, dafür wieder mehr über grundlegende Themen wie den Klimawandel. «Wir wollen den Reset-Knopf drücken», sagt Schwab in Bezug auf das diesjährige Programm.

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