Abstimmung vom 24. Nov. 2013 – CHF 3.5 Mio für Glasfasernetz

Gemeinde Lindau: Projekt Glasfasernetz
Am 24. November 2013 stimmen wir Stimmbürger von Lindau über einen Kredit von Fr.3.5 Mio für ein Glasfasernetz der Gemeinde ab.

Federführend in diesem Projekt ist Gemeinderat Hanspeter Frey, Ressort Forst- und Landwirtschaft sowie Tiefbau und Werke. Er meint ein rechtzeitiger Ausbau mit Glasfasern sei wichtig. Zwischen 2020 und 2026 steige der Bandbreitenbedarf von etwa 400 auf knapp 4000 Mbps an und dafür müsse die Gemeinde bereits heute investieren damit wir keinen Drittfirmen ausgeliefert seien – so wie wir uns das schon von den Wasser- oder Elektrizitätsversorgung her gewohnt sind.

LWL-Wasserrohr

LWL-Wasserrohr

Unser gemeindeeigenes EW hat zwar – auch aus eigenem Bedürfnis – Interesse am Glasfasernetz signalisiert und will dafür Fr.1 Mio beisteuern. Gemeinderat Frey möchte aber lieber von Steuergeldern profitieren als seine Fr. 2.4 Mio aus dem Gewinnvortrag des EW-Werkes einsetzen. Immerhin sind die Fr. 3.5 Mio  etwa Fr. 670.- Steuerfranken aller 5222 Einwohner der Gemeinde. Eine Steuererhöhung wäre damit nicht auszuschliessen. Was dies bedeutet, kann man am Beispiel der Stadt Winterthur erfahren, welche nächstes Jahr zwar ihr 750 Jahre Stadtrecht feiert aber die höchsten Steuern im Kanton Zürich haben wird.

  • Swisscom und auch Cablecom bauen  in den nächsten Jahren ohnehin ihre Netze aus: Swisscom plant auf 2014/15 eine Erhöhung auf 80-100 MBit/s und Cablecom wird ca. 2017/18 auf etwa 500 MBit/S erhöhen.
  • Das EW Lindau braucht nicht dringend Glasfasern weil Smart Grid auch über andere Technologien möglich ist.
  • Auch der Bedarf bei den Schulen sind noch nicht restlos geklärt. Datensicherheit, kantonale und rechtliche Vorgaben sowie die Umsetzungsfristen sind noch offen.
  • Grössere Bandbreiten haben auch höhere Abogebühren zur Folge. Einwohner von Dietlikon mit Glasfasern zahlen bereits ab Fr 139.- monatlich.
  • Die 40 – 50% der Bevölkerung mit Cablecom-Anschluss profitiert nicht von einem Glasfasernetz
  • Die Gemeinde würde mehr als 50 % der Baukosten tragen und die Swisscom AG  als einzigen Anbieter massiv subventionieren. Die Milliarden-Gewinne der privaten Swisscom würden weiter steigen.
  • Im Zuge der Privatisierungen von öffentlichen Aufgaben ist es sinnwidrig eine Kommunikations-Infrastruktur durch die Gemeinde mit Steuergeldern zu finanzieren.
  • In der Schweiz können nur etwas  70%-80% der Haushalte wirtschaftlich mit Glasfasern versorgt werden

Lassen wir doch den freien Markt mit Swisscom, Cablecom und weiteren Anbietern spielen.

Breitbandanschlüsse pro Einwohner

Breitbandanschlüsse pro Einwohner

Abstimmungs-Resultate vom 24. November 2013, 11.9 Uhr

Stimmberechtigte: 3312
Eingegangen: 1963
Ungültig: 14
Gültig: 1949
Leer: 19
Gültig: 1930
Ja: 978
Nein: 952
Stimmbeteiligung: 59.27 %
Es wurden Banknotenzählmaschinen eingesetzt. Das Resultat wurde nanuell zweimal nachgezählt. Protokoll vom 24.11.2013, 11.19 Uhr

Die Stimmbürger der Gemeinde Lindau haben dem Kredit von Fr. 3.5 Mio für ein Glasfasernetz der Gemeinde zugestimmt.

Glasfaser-Abstimmung

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