Ring of Kerry

Nirgendwo sonst hat die Natur Irland mit einer solchen Ansammlung von Klippen, Halbinsel, Landzungen, Stränden und anderen Fotomotiven gesegnet wie hier!

Das wollen alle sehen – weshalb wir an einem schönen Sommertag nach Killorglin anreisten um von dort die etwa 170 km Panoramastrasse gegen den Uhrzeiger zu befahren. Wegen den engen Strassen auf der Halbinsel Iveragh kann es nämlich zu Stau’s kommen. Die breiten Busse dürfen deshalb auch nur in dieser Richtung verkehren. Für Private gilt: Früh aufstehen und zeitig losfahren.

Am Vorabend geniessen wir noch bei herrlichem Sonnenschein aber kühlem Wind nicht nur den Tag, sondern auch das perfekt eingerichtete WLan (PW: glen230965) auf jedem Standplatz. Am Morgen gegen 0900 Uhr sind wir zwar nicht die Ersten die losfahren aber immerhin die Zweiten. Die Busse sind noch nicht unterwegs, nur einzelne Lastwagen welche ebenso breit sind und uns aber entgegenkommen. Sie halten sich offensichtlich nicht an die Regel und fahren den Bussen entgegen. Wenn das nur gut kommt? Uns stört dies ja nicht!

Das Wetter hat sich merklich verschlechtert. Aus dem Nieselregen ist Regen geworden und aus Sonnenschein Dunst. Später starker Dunst und je weiter wir gegen Westen fahren – Nebel, dann dichter Nebel und schliesslich alles zusammen.

Die 170 km Panoramastrasse wird plötzlich zum engen löchrigen Bachbett. Nicht einmal mehr die tiefe der Schlaglöcher sind in dem mit schmutzigem Wasser gefüllten Tümpeln auszumachen. Und wo sind eigentlich die Busse mit all den Touristen geblieben. Gestern noch haben wir sie doch wie an einer Kette aufgereiht vor dem Museum „Ring of Kerry“ gesehen. Sind sie vielleicht heute Donnerstag, den 20. Juni 2013 gleich dort als „King of Kerry“ stehen geblieben?

Die wundersame Ansammlung von Klippen, Halbinseln, Landzungen, Stränden und anderen Fotomotiven ist heute für uns verborgen geblieben. Einzig die leeren Stühle auf der Klippe vor dem Restaurant bei Waterville gaben für uns ein passendes Motiv ab. Bei der dortigen Rast habe ich das rote Fahrrad an der Mauer angelehnt gesehen und dahinter aufgereiht eine Reihe von Stühlen welche heute vom Regen sauber gespühlt werden.

RingofKerry
Natürlich benutzten auch wir heute lieber die trockenen Autositze um das nahe Panorama von etwa 6 Metern abzulichten.

Daneben haben wir heute auch sehenswertes gesehen, wie zBsp. der alte Mann auf einer Tragbare in einer Kleinstadt. Der voll im Einsatz stehende Krankenwagen konnte offensichtlich diesen Menschen retten. Dafür warteten wir gerne einen Moment ab. Ob es wohl am Wetter gelegen hat?

Oder der Followme-Lotse an einer Baustelle. Auch hier ein willkommener Stopp : Dann kam uns der Lotse mit drei Pw’s im Schlepptau entgegen. Jetzt winkte uns ein Arbeiter herbei dem am Wenden begriffenen Lotse als Einzelfahrzeug zu folgen. So wurden wir sicher – einmal auf der Linken und dann wieder auf der rechten Strassenseite fahrend – mit Gelblicht um die Baustellen Fahrzeuge herum bis ans Ende der Baustelle begleitet.

Am Ende des „Ring of Kerry“ und nach etwa 4 Stunden Fahrzeit am Eingang zum Städtchen „Kenmare“ legten wir unsere Mittagsrast ein. Die anstrengende Fahrt wurde gleich mit etwa 200 Gramm herrlich geräuchertem Lachs mitsamt frischgebackenem Weissbrot, neuen Zwiebelringen und schön roten Tomaten gefeiert. Noch mit vollem Magen machten wir uns auf den „Caha Pass“ zu bezwingen und dann nach „Glengariff“ hinunter zu stechen. Bei Bantry legten wir schliesslich auf dem schön gelegenen aber teuren Campingplatz (Euro 29.-) unseren nächsten Nachtstopp ein.

PS: Die vielen Zwiebeln und der herrliche Lachs sind auch nach dem Schreiben dieses Artikels noch present.

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Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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