Céide Fields vor 5000 Jahren

Auf den ersten Blick gibt es hier nichts Spektakuläres zu sehen. Und trotzdem haben wir den Weg auf uns genommen, an diesen nordwestlichsten Zipfel von Europa an den Atlantik in Irland zu fahren.

Dieser Landstrich war vor 5000 Jahren mit dichtem Wald bedeckt. Löwen und Tiger waren heimisch in dieser Gegend. Von menschlichen Siedlungen fand man bisher nur die uralten Felder welche mit Steinmauern abgegrenzt waren.

Hinter diesen Steinen verbirgt sich eine faszinierende archäologische Entdeckung unserer Zeit. Kaum vorstellbar, dass Menschen der Jungsteinzeit primitive Halbnomaden waren, die in kleinen Gruppen Lichtungen in den Wald schlugen um sie dann mit einfachsten Mitteln ein paar Jahrzehnte zu bewirtschaften bevor sie wieder weiterzogen.
Die Felder von Céide müssen als Viehweiden benutzt worden sein, umfassen sie doch einen Landstrich von mehreren Quadratkilometern Grösse, welche von einem einzigen gemeinschaftlichen Unternehmen vor mehr als 5000 Jahren bewirtschaftet worden sind.

Es mag andere Gegenden in Europa gegeben haben, doch das bäuerliche Leben dort wurde immer wieder verändert und blieb deshalb bis heute meist unbekannt. Nur die Cédic Felder wurden vor 5000 Jahren im bis zu 9 m mächtigen Moor begraben, als sich etwa 200 Jahren nach der ersten Besiedlung die Moorbildung begann. Als ob die Zeit in Cédic für 5000 Jahre angehalten worden wäre, ist das steinere Skelett dieser Besiedlung in einer Vollständigkeit erhalten, die sie einzigartig macht.

Wir verlassen das grösste steinzeitliche Monument von Céide gegen Mittag. Heute waren wir die ersten im Besucherzentrum und wollen, bzw. müssen noch ein rechtes Stück des Weges bis auf die Insel „Achill Iseland“ nach Keel fahren wo wir einen wunderbaren Campingplatz mit Dünen und Sandstrand vorfinden.

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Über muck

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