Von der Irischen See zum Atlantik

Wenige Kilometer südlich der nordirischen Grenze und östlich von Dundalk bei Gyles Quay fahren wir in vier Etappen immer westlich bis auf zu „Achill Island“. Die Fahrt mit mehrmaliger Grenzquerung mit Nordirland ist gekennzeichnet durch den Wechsel der Schilder „Höchstgeschwindigkeit“. Einmal in km/h und dann wieder in Meilen/h. Unser Navi zeigt aber immer die Geschwindigkeit in km/h an. Einmal in geraden Zahlen (50/60/80), dann wieder in ungeraden (41/56/113). Ansonsten könnte man hier vom billigen Diesel zu GBP 0.90 oder vom überall erhältlichen Kerosen profitieren. Doch für die kurze Strecke über Land brauchen wir weder das Eine noch das Andere.

Der erste Halt – wo wir planen die nächsten vier Bank-Holliday-Tage zu verbringen – ist Lough Rynn in der Provinz Leitrim. Ein wunderbarer Campingplatz direkt am See Lough Rynn mit tadellosen neu gebauten Anlagen. Der Hilfsplatzwart ist mehrheitlich abwesend und die Abgabe des Obulus mühsam, weil niemand erreichbar und gegenwärtig ist.

Bei den nächsten Etappen (Carrowkell Camping & Caravaning Park, Belleek Park & Camping ) in der Provinz Mayo übernachten wir jeweils nur eine Nacht. Der 1. Platz (Siehe auch den Eintrag „Der Bauer Erwin) wenige Kilometer vor Castlebar hat Wifi und der 2. Platz in Ballina nördlich der Stadt gelegen ist ein Privatplatz. Die Platzwartin machte sich Heidy gegenüber bereits Sorgen, dass es wiederum eine flaue Saison geben könnte. Die Gäste aus Zentraleuropa könnten konjunkturbedingt ausbleiben.

Weil wir nach Carrowkell und vor Belleck auch noch die Stadt Castlebar besichtigen wollen, fahren wir mit der Zielvorgabe des nächsten Platzes Castlebar an in der Hoffnung, das Navi würde bei Erreichung der Stadt die Route dann schon korrigieren. Nach einem Einkauf bei Lidl in Castlebar fanden wir jedoch auch nach mehrmaligem Anlauf die entsprechende Strasse nach Ballinda nicht. Dafür durchquerten wir die schmale Einkaufsstrasse von Castlebar gleich mehrmals und erst nach einer Neueinstellung des Navi’s hatte offenbar das Gerät unseren Willen verstanden. Ueber eine schmale Strasse und an wunderbaren Seen entlang fanden wir schliesslich den Weg nach Ballinda und auch unseren Campingplatz.

Die letzte Etappe von Ballinda nach Keel auf „Achill Island“ führt uns im äussersten Nordwesten an den Klippen von Céide Fields vorbei. Anfänglich war die Strasse recht gut befahrbar, gegen Ende wurde sie jedoch immer schmaler. Linkes Rad auf den eingelassenen Metallmarkierungen und rechtes Rad auf den eingelassenen Markierungen des Mittelstreifens. Hoppe, hoppe Reite tönt es und trotz Zentimeter genauem Spur halten führte kein Weg vorbei etwas versetzt im Gegenverkehr zu fahren. Ein paar Zentimeter nach links und wir wären im Moorgraben gelandet. Nach langsamer und mühevoller Arbeit erreichten wir unser Ziel mit einem Durchschnitt von etwa 20 – 30 km/h über eine schwenkbare Drehbrücke auf „Achill Island“.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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