„Elefanten im All“ – Teil 1

Elefantzen im AllIn diesem Buch erzählt überaus unterhaltsam und leicht verständlich der renommierte Astrophysiker Ben Moore die Geschichte unseres Universums vom Urknall bis in die ferne Zukunft. Professor Moore nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch 3’000 Jahre wissenschaftlicher Erkenntnisse und zeigt uns, welchen Platz wir in Raum und Zeit einnehmen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Dabei tauchen wir nicht nur in die geheimnisvolle Welt der Astrophysik ein, sondern gehen auch vielen Rätseln der Biologie, der Neurowissenschaft, der Geschichte und der Geologie auf den Grund.

Was ist der Ursprung des Atoms? Wie entstehen und sterben Sterne? Gibt es Ausserirdische? Wie lange kann Leben auf unserem Planeten noch währen? Ben Moore gibt überraschende, beängstigende, faszinierende und poetische Antworten auf die großen Fragen der Physik und versetzt uns damit auf jeder Seite dieses Buches erneut in Staunen.

Professor Ben Moore

Professor Ben Moore

Geboren 1966 in England ist BEN MOORE seit 2002 Professor für Astrophysik an der Universität Zürich. Unter seinem Künstlernamen »Professor Moore« spielt er Gitarre in der Elektro-Rockband MILK67 und arbeitet momentan an einem Soloalbum. Für die Zürcher Street Parade 2010 entwickelte er zusammen mit seinen Studenten ein „Urknall-Lovemobile“.

Ansonsten hat er über 200 wissenschaftlichen Abhandlungen zu Themen wie der Ursprung der Planten und Galaxien, Dunkle Materie und Dunkle Energie verfasst. Moores Forschungsgruppe simuliert das Universum mit speziell dafür hergestellten Supercomputern.

Vor etwa viereinhalb Milliarden Jahren – als sich Planeten bildeten – muss ein kleiner Planet mit der Erde zusammen gestossen sein. Weil die beiden Himmelskörper nicht frontal zusammen prallten, wurde die Erde in eine Drehbewegung um die eigene Achse versetzt und ein Trümmerhaufen wurde um eine Umlaufbahn um die Erde geschickt. Dadurch entstand unser Mond und seither dreht sich die Erde. Unser 24 Stunden Tag ist also das Ergebnis von Aktion und Reaktion und leicht hätte die Kollision auch eine schnellere oder langsamere Rotation unserer Erde auslösen können.

Durch die Gravitationskraft des Mondes, die unsere Meeresgezeiten hervorruft, werden in Zukunft die Tage länger werden. Es sind allerdings nur 2 Millisekunden pro Jahrhundert aber irgendwann wird sich die Erde nicht mehr drehen. Unser Planet ist derzeit gerade einmal 4.4 Milliarden Jahre alt und er wird auch ohne Drehbewegung weiter bestehen.

Auch Sterne haben einmal ein Ende. Dann nämlich, wenn ihr „Brennstoffvorrat“ verbraucht ist oder gar in einer aufsehenerregenden Supernova explodieren oder einfach in der Dunkelheit verschwinden.

Allerdings besteht während den nächsten paar Milliarden Jahren nicht die geringste Gefahr, dass dies passiert, den unsere Sonne hat noch nicht einmal die Hälfte ihrer voraussichtlichen Lebensdauer absolviert.

Unsere Erde bewegt sich weiterhin mit 30 km pro Sekunde um die Sonne und dreht sich mit effektiv etwa 500 Metern pro Sekunde um ihre eigene Achse. Die Sonne und das gesamte Sonnensystem bewegen sich mit 220 km pro Sekunde um das Zentrum der Milchstrasse. Wir können von Glück sprechen, dass es uns vom ganzen Herumwirbeln nicht schwindlig wird!

Es sind gewaltige Zeiträume, die es schwer machen die Entwicklung unseres Universum zu verstehen. Um dies leichter verständlich zu machen, skalieren wir die etwa 13.7 Milliarden Jahre auf einen einzigen Zeitraum von 24 Stunden.

So gesehen es ist deshalb bereits 2335 Uhr als an der Spitze der Nahrungskette die dominierenden Spezies der Dinosaurier auf der Erde rumspazieren und etwa 4 Minuten später erscheinen bereits Haie und werden zum Schrecken der Meere. Sie bleiben bis Mitternacht und werden damit die ältesten überlebenden Gattungen.

Fünf Minuten vor Mitternacht schlägt ein gigantischer Asteroid auf der Erde ein. Ueber 90 % aller bestehenden Arten werden ausgelöscht. Dinosaurier hatte lange an der Spitze der Nahrungskette gestanden aber gleichwohl nicht geschafft Werkzeuge zu entwickeln oder sich des Feuers zu bedienen, bzw. sich weiter zu entwickeln. Weitere katastrophale Ereignisse löschten viele der bestehenden Arten aus was an der chemischen Zusammensetzung der mit der Zeit entstandenen Schichten zu erkennen ist.

Australpithecinen

Australpithecinen

20 Sekunden vor Mitternacht haben die überlebenden Arten sich angepasst und weiterentwickelt. Australpithecinen heben sich nun von den übrigen Primaten ab und beginnen die Welt auf zwei Beinen zu erkunden. Der Homo Sapiens erscheint erst eine Sekunde vor Mitternacht als eine eigene Art und beginnt aus Afrika auszuwandern.

In den letzten zwei Zehntelsekunden breitet sich nach der letzten grossen Eiszeit die Landwirtschaft aus. Es entsteht eine organisierte Gesellschaft und die Menschen haben nun Zeit für etwas anderes als die tägliche Suche nach Nahrung. Sie kennen nun auch Spass, Spiel und Musik. Das Fest kann beginnen.

50 Millisekunden vor Mitternacht haben organisierte Gesellschaften beeindruckende Spuren durch die Einrichtung langlebiger Denkmäler wie Stonehege oder die Pyramiden in Aegypten geschaffen. Die alten Griechen bauen den ersten mechanischen Rechner, den Mechanismus von Antikythera und eine Millisekunde vor Mitternacht wird Albert Einstein geboren.

Mechanismus von Antikythera

Im Beitrag „Elefanten im All“ – Teil 2 lesen sie, was Wissenschaftlich betrachtet die verschiedenen Religionen für einen Einfluss auf unsere Evolution hatten und warum wir beispielsweise bereits seit mehr als 1’500 Jahren heutige Computer mitsamt Google hätten haben können.

Über muck

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