Erdgeschichte: Würm- und Weichsel-Kaltzeit

North_AmericaSchon oft habe ich mich gefragt, woher kommen wir eigentlich und wohin geht die Geschichte von uns Menschen auf dem Planet Erde. Eines sei gleich zu Anfang gesagt: Wir Menschen sind grossartig und von einzigartiger Bedeutung doch relativ gesehen ist die gesamte Menschheit unserer Erde aber im Gesamten nur eine Episode unserer Erdgeschichte.

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Wir alle wissen, dass unser Planet in der Vergangenheit bereits verschiedene kalte- und warme Perioden durchlebt hat. Heute stehen wir eindeutig in einer Warmzeit, dem Holozän und diese wird noch eine Weile andauern. Die letzte Kaltzeit war vor etwa 115‘000 Jahren, als beispielsweise das Engadin total vergletschert war. Zernez lag unter einer Eisschicht von etwa 1’500 Metern Mächtigkeit und nur einzelne, heute als Piz bezeichnete Berggipfel waren bereits damals eisfrei. Berggipfel welche als „Munt“ bezeichnet werden, waren dagegen mit Eis bedeckt. So auch der „Munt Baselgia“ bei Zernez mit 2’945 müM. Dies bezeichnen wir heute als Würm-Kaltzeit oder abgekürzt „Würmzeit“. Erst mit dem gänzlichen Abschmelzen des Eises vor etwa 8000 Jahren wurde beispielsweise die Besiedlung des Engadins möglich. Die damaligen Jäger und Sammler wohnten noch in Höhlen am Ofenpass und dies auch nur zeitweilig.

Ebenfalls vor etwa 115‘000 Jahren war England und die heutige Insel Irland trockenen Fusses erreichbar. Erst am Ende der Weichsel-Kaltzeit begannen sich die Meere zwischen Europa und Irland, bzw. England aufzufüllen und der „Neandertaler“ konnte ohne Hilfsmittel diese heutigen Inseln nicht mehr besiedeln.

In unserer Klimageschichte wissen wir nur, dass vor etwa 11’ooo Jahren die Temperaturen plötzlich stark anstiegen. Mit Sicherheit sind es heute andere Umstände welche zur Erwärmung führen und ob es bereits damals Menschen waren welche man heute als Verursacher verantwortlich macht ist zum mindesten mehr als fraglich.

Leuthard-2012Ebenfalls fraglich sind die heutigen Geheimpapiere des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) aber auch von Bundesrätin Doris Leuthard als Vorsteherin des UVEK welche zwar Atommeiler stilllegen dafür aber Gaskraftwerke im grossen Stil betreiben will. Dazu soll der Transport in der Schweiz massiv verteuert werden. Ganz im Sinne der Grünen. Das letzte Wort hätten Parlament und Volk: „Diese werden sich über die Initiative zu den Zielen der „grünen Wirtschaft“ noch äussern können“. Natürlich wie immer aus erster Hand mit zielführenden Informationen von Lobbysten wie damals bei der Abstimmung über die Unternehmens-Steuerreform von Bundesrat Hans-Rudolf Merz.

Täglich werden Bürger über die veröffentlichte Meinung indoktriniert wie schlecht sie in Sachen Umwelt seien während die öffentliche Hand – angeblich aus finanziellen Gründen – hunderte von Gebäuden in ihrem Eigentum nicht sanieren kann und weiterhin als Energieschleudern funktionieren lassen. „Sensibilisierungsmassnahmen verstärken“ oder „Ökologisierung des Steuersystems“ heissen dann diese Zauberwörter welche die Schwachen unserer Gesellschaft berappen sollen.

Welche Folgen hat der Klimawandel nun wirklich für die Zukunft der Erde? Was passiert, wenn sich der Planet weiter erwärmt?
Die besten Prognosen liefert manchmal der Blick in die Vergangenheit: Während der Eem-Warmzeit vor etwa 126’000 Jahren war es noch wärmer, als es heutige Klimaszenarien für die Zukunft vorhersehen. Die Geschehnisse dieser Zeit ermöglichen es, die Folgen einer drastischen Erderwärmung abzuschätzen.

ErdklimaAls grösste Gefahr des Klimawandels galt und gilt noch immer der Eispanzer Grönlands. Er drohe schon bei einem Temperaturanstieg zwischen 0,8 bis 3,2 Grad Celsius komplett abzuschmelzen, warnten Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Madrid vor einem Jahr. Folglich würden die Ozeane um sieben Meter anschwellen, ganze Länder im Meer versinken.

Jetzt ergründeten Fachleute erstmals genauer, was tatsächlich geschehen kann. Sie haben die Ereignisse der Eem-Warmzeit ergründet, die vor 126’000 Jahren begann und vor 115’000 Jahren endete. Damals beherrschten Neandertaler Europa, Südgrönland war so bewaldet wie das heutige Schweden.

ErdbahnparameterDie Erde stand in der Eem-Zeit näher zur Sonne, bekam mehr Strahlung ab, auch das war bekannt – doch wie mild war es wirklich? „Unsere Daten zeigen, dass es während der Eem-Warmzeit in Nordgrönland bis zu acht Grad wärmer war als heute„, sagt Dorthe Dahl-Jensen von der Universität Kopenhagen in einer Mitteilung ihrer Forschergruppe. Für dieses Jahrhundert hingegen sagen Klimaprognosen aufgrund des verstärkten Treibhauseffekts durch Abgase wie CO2 im globalen Durchschnitt allenfalls eine halb so starke Erwärmung vorher wie im Eem; in Grönland könnte es den Berechnungen zufolge aber auch wärmer werden.

Die grösste Überraschung aber brachten die Daten über das Schmelzen während der letzten Warmzeit: Trotz der hohen Temperaturen im Eem sei das Grönlandeis um höchstens ein Viertel geschrumpft, berichten die Experten nun im Wissenschaftsmagazin „Nature“. Das Schmelzwasser habe die Meere um maximal zwei Meter steigen lassen.

„Die neuen Erkenntnisse sind wirklich aufregend“, sagt der Glaziologe und Mitautor der Studie Heinrich Miller vom Alfred-Wegener-Institut (AWI). „Sie widerlegen nicht nur alle Schreckensszenarien, denen zufolge der grönländische Eispanzer im Zuge einer Warmzeit im Nu verschwindet. Sie bestätigen zudem Modellrechnungen, die schon vor über einem Jahrzehnt am Alfred-Wegener-Institut gemacht wurden.“

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Tagebuch der Urzeit
Der Blick in die Vergangenheit gelang, indem die Wissenschaftler Ablagerungen im Eispanzer analysierten: Jahr für Jahr schweben Schneeflocken auf Grönland, in Bläschen bleibt die Luft früherer Zeiten erhalten. Eine 2540 Meter lange Eisstange aus dem grönländischen Eispanzer, die das Neem-Projekt (North Greenland Eemian Ice Drilling Project) erbohrt hat, gibt den Forschern wie ein Tagebuch Auskunft über den Klimaverlauf.

Eine Art Thermometer aus zwei Sauerstoff-Varianten im Eis verrät die Temperatur: Sauerstoff gibt es sowohl als leichtes als auch als schweres Atom. Je milder die Luft ist, desto mehr schwerer Sauerstoff verdunstet aus dem Ozeanwasser – über den Polen fiel im Eem besonders viel schwerer Sauerstoff als Schnee.

Bislang fehlten in der Abfolge ausgerechnet die „Tagebuch“-Seiten aus dem Eem. Das Eis aus jener Zeit ist geknickt und gefaltet – Gletscherbewegungen haben es verbogen. So blieb unklar, welche Eisschichten welcher Zeit zugeordnet werden müssen. Die Forscher des Neem-Projekts haben die ursprüngliche Reihenfolge der Ablagerungen nun rekonstruieren können, indem sie den Gehalt an Gasen mit Bohrkernen im Meeresboden verglichen.

Die Analyse offenbart, dass der Eispanzer am Ort der Bohrung in der Hochphase des Eem vor 128.000 bis vor 122.000 Jahren um etwa 400 Meter dünner geworden ist; seine Oberfläche lag damals 130 Meter unter der heutigen.

Die Forscher beurteilen die neuen Daten zwiespältig: Einerseits müsse „man vorsichtig sein mit Prognosen, die einen ausserordentlich raschen Eismassenverlust Grönlands beschwören„, sagt Miller. Andererseits dokumentierten die Daten zeitweise „exzessives Schmelzen während des Eems“, schreiben die Forscher in „Nature“.

Möglicherweise hat sich das Problem aber verlagert: Andere Studien hatten gezeigt, dass die Pegel der Ozeane im Eem um vier bis neun Meter höher standen als heute – irgendwo muss das Wasser ja hergekommen sein: „Offenbar waren die Eismassen der Antarktis hauptverantwortlich dafür, dass der Meeresspiegel während des Eems mehrere Meter höher war als heute“, sagt Dorthe Dahl-Jensen, Leitautorin der Studie.

In den Zukunftsszenarien der Klimaforscher galt das Eis der Antarktis bislang als weniger bedroht als der Panzer Grönlands. Die neu gewonnenen Daten sollen die Genauigkeit der Klimamodelle verbessern, erklärt das AWI. Die Erkundung der Vergangenheit könnte also künftig noch einen schärferen Blick in die Zukunft erlauben.

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Grenzen der Gletscher der letzten Eiszeiten (Riss-, Mindel-, Würm-Glazial) in den Alpen vor etwa 416’000, 210’000 bzw. 115’000 Jahren

Schladminger Berg-Welten
Der Film entführt uns unmittelbar vor den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2013 in die faszinierende und vielseitige Landschaft des Ennstals rund um Schladming, zeigt uns die wahre Geschichte der legendären «Planai» und bringt uns auf und hinter das markante Kalkplateau des Dachsteins.

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