Das Spitalbett

Ein Mensch verschläft normalerweise einen Drittel seines Lebens. Den Körper an weniger Schlaf zu gewöhnen funktioniert leider nicht. Schlafen ist so wichtig wie essen, trinken oder atmen. Schlafentzug ist eine Folter und kann auch tödlich enden.

Unter Schlafqualität verstehen Experten die reguläre Aufteilung des Schlafs in seine unterschiedlichen Stadien. Pro Schlafzyklus wird zwischen dem Non-REM-Schlaf und REM-Schlaf unterschieden. Der Non-Rem-Schlaf besteht aus vier Stadien – den beiden Einschlaf- bzw. Leichtschlafphasen – sowie den beiden Tiefschlafphasen, in denen sich der Organismus von den Anstrengungen des Tages erholt. Stadium 5 ist der REM-Schlaf. In dieser Phase träumt der Schlafende normalerweise.

Schläft ein Erwachsener acht Stunden, dann absolviert er über diesen Zeitraum vier bis fünf Schlafzyklen. Stimmt das Verhältnis der Schlafstadien innerhalb eines Zyklus zueinander, dann kann man auch nach vier Stunden Schlaf durchaus ausgeschlafen sein. Verantwortlich für resultierende Erholung und Entspannung ist im Wesentlichen die Tiefschlafphase, die auch bei Kurzschläfern nicht zu gering ausfallen darf.

Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei die Liegefläche oder das Bett. Bettenhersteller preisen eine Vielzahl von verschiedenen Matratzenkernen an. Latex, Schaumstoff, Viscoelastisch, Gel oder Federkern-Matratzen werden häufig in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen auf Stützung gerecht werden.
Jede Matratze ist mit einer individuellen Hülle ummantelt, die je nach Ausführung Schafwolle, Kamelhaar, Wildseide oder auch Rosshaar enthalten kann.

Die Hülle ist abnehmbar und kann normalerweise gewaschen bzw. gereinigt werden. Praktisch jede Hülle ist auch als Allergiker-Ausführung erhältlich.

Ein Spitalbett bezw. an dessen Matratze werden an Hygiene-Qualitäten sehr hohe Anforderungen gestellt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass normalerweise die gesamte Matratze mit einer abnehmbaren Kunststoffhülle geschützt ist.

Meine persönliche Erfahrung und damit Beurteilung ist leider nach wenigen Tagen verheerend ausgefallen. Man nahm mir ganz einfach den Schlaf was nichts anderes als „Folter“ bedeuten muss. Die halbe Nacht eingehüllt im Morgenmantel am Tisch zu schlafen war etwas unbequem aber bedeutete für mich schlussendlich doch „ausgeschlafen“ zu sein. Den Einkäufern von KSW-Matratzen für Spitalbetten kann ich leider keine Typs geben, vielleicht höchstens Denkanstösse.

Wenn eine Hülle nicht absolut dicht ist, so kann man auch darauf verzichten. Denn sie kennen sicherlich das Phänomen von doppelverglasten Fenster wenn diese bei kalten Temperaturen anlaufen. Was mal drin ist kommt niemals mehr raus – und Feuchtigkeit in Matratzen kann für Matratzen „tödlich“ wirken. Der Reissverschluss bei KSW Matratzen könnte ein möglicher Grund dafür sein.

Auch der Versuch mit anderen Materialen anstelle der heutigen Umhüllung wäre Prüfungswert. Am Markt existieren ja so viele moderne Microfaser-Gewebe welche das „Klima der Matratze“ verbessern könnten. Und nicht zuletzt spielt natürlich auch der Gemütszustand des Matratzen-Benutzers eine Rolle. Aber dafür ist der Matratzen-Einkäufer mit an „Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht zuständig.

Über muck

Senior Projektleiter mit Freude am Sport
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